BMW Frankfurt Marathon geschafft!

Wo fange ich am besten an?

Samstags wurde ich wach und bemerkte eine Veränderung: Schnee war über Nacht gefallen! Mistkram! Ich wollte doch heute nach Frankfurt um meine Startnummer abzuholen und um all die Leute von Twitter kennenzulernen.

Also geschwind in alte Kleider gehüpft und zu meinen Eltern gefahren. Die habe ich dann geweckt, beide waren sehr erkältet und die Störung tat mir wirklich leid.

Mein Dad hat mir dann schnell den Schlagschrauber erklärt und mir mit einer Eisenstange geholfen,da ein paar Schrauben nicht aufgehen wollten. So hatte ich in unter einer Stunde meine Reifen gewechselt und war auf dem Weg zu unserem neuen Vermieter.  In nicht mal vier Wochen werden wir umgezogen sein und ja, ich freue mich mittlerweile darauf. Dort nahm ich den neuen Mietvertrag in Empfang undmachte mich nun auf den Weg nach Frankfurt.

In Frankfurt angekommen befand ich mich auch schon mitte im Getümmel der Marathonmesse. Wow! Hier war echt was los. Läufer tummelten sich hier um die neusten Errungenschaften der Forschung und die Neuheiten der Labors zu bestaunen und zu erwerben.

Ich hatte zwei Ziele: Brooks und Wrightsock wollte ich unbedingt besuchen.

Am Brooks-Stand wurde ich von der Farben Vielfalt überwältigt. Alle die im Stand am arbeiten waren kannte ich schon von diversen anderen Läufen oder von Münster direkt. Ich schaute mir die neuen Farben und Modelle an und hab schon mal ausgelotet was auf meinen Wunschzettel muss.

Danach lief mir Michael in die Arme. Kurzer Small Talk und schon war ich auf dem Weg zu Wrightsock. Dort traf  ich zum ersten Mal Günter Klei. Via Facebook hatten wir uns ja schon öfter ausgetauscht und nun lernte ich ihn mal im echten Leben kennen.

Auch bei Wrightsock gab es viel neues: Neon so weit das Auge reicht, doch leider in meiner Größe ausverkauft, also nahm ich noch ein paar Coolmesh Quarter in schwarz mit. Diese sollten beim Marathon in Kombi mit meinen CEP den Blasen vorbeugen.Dann machte ich mich auf den Weg zur Pasta-Party.

Via Twitterhaben wir uns dann alle irgendwann gefunden und standen in einer geselligen Runde zusammen.

Toll wenn man endlich mal zu den ganzen User-Namen ein Gesicht vor Augen hat. Die Stimmung war ausgelassen und herzlich. Ich bin immer wieder verblüfft wie wildfrmende Menschen bei Laufveranstaltungen durch den #Twitterlauftreff zueinander finden.

Durch das Wetterchaos wollte ich doch nicht mehr mit ins Vapiano und verabschiedete mich von der lustigen Truppe. Kurz bevor ich dann aufbrechen wollte fand ich noch Andrè, den Minister of Run Happy. Schnell begrüst und lieb gedrückt war er auch schon wieder weg. Doch da war noch Frank von Sportics den ich noch treffen wollte. Auch er hatte vor mit einem Debütanten zu laufen und peilte ungefähr den gleichen Schnitt wie wir an.

Wir- das waren Gerd, Stephan und ich. Gerd kannte ich von seiner Zeit als Messenger bei Brooks. Er selbst ist Ultraläufer und wollte mit Stephan und mir die Sache langsam angehen.

Zu Hause angekommen richtete ich meine Sachen, ich hatte so viel Angst etwas zu vergessen.

Hier habe ich bemerkt das es etwas gibt, was in meinem Kleiderschrank fehlt: Ein Laufbolero. Anscheinend hatte ein Hersteller so etwas mal im Programm, aber er war nirgendwo mehr verfügbar als ich ihn kaufen wollte.

So war mein Plan: Mein Epiphany Support Tank II in Verbindung mit dem Juno Bra und Armwärmern als erste Lage, das Utopia Hoodie als zweite. An meinen Beinen: Brooks Boy Short,die Infiniti Capri, CEP Socken, Wrightsocks und der Launch oder vielleicht doch derRavenna 3? Die Schuhfrage wollte ich morgens klären: Was sich besser anfühlt wird getragen.

Der Ipod sollte nur als Notfalllösung mit- falls ich meine Mitläufer verlieren sollte oder erst gar nicht finden würde.

Duschsachen gepackt und mein geliebtes Brooks Hoodie, in das ich mich einkuscheln konnte.

Und nun ab ins Bett- die Zeitumstellung war auf meiner Seite.

Ich schlief ziemlich gut und morgens war ich topfit.

Ich frühstückte Cornflakes mit Bananen. Ich schmierte mir Toast mit Erdnussbutter und Grapejelly um vor dem Marathon noch einen Happen zu essen. Apfelschorle als Getränk und in letzter Sekunde fiel mir ein, dass ich mir ein Notfallpackage für unterwegs packen wollte. In diesen Wasserdichten Beutel kamen Kaugummis, Blasenpflaster, Aspirin und Immodium.

Mein Schuh an diesem Morgen war übrigens der Launch- fühlte sich gut an.

David und Jasmin waren mit am Start und so fuhren wir um viertel vor Sieben hier los.

In Frankfurt entdeckte David auch ein Parkhaus in der Nähe und so war ich sehr pünktlich für den Drehtermin mit BMW TV vor Ort.

Bei BMW Laufsport hatte ich ja den Startplatz gewonnen und wurde danach gefragt ob man mich vorher interviewen und filmen dürfe. So konnte ich vorerst mal gar nicht aufgeregt sein. Ich machte mich warm vor der Kamera und beantwortet alle Fragen. Irgendwann musste ich aber das ganze dann beenden, ich musste ja noch Jasmin und David wiederfinden und noch mal aufs Klo, was Essen und Trinken und überhaupt…..

AUFREGUNG! Da war sie- Mist! Nicht schleichend wie sonst sondern mit einem Knall schnellte mein Puls hoch.

Ich verabschiedete mich vom BMW TV Team und rief bei David an. Keine Antwort, dann bei Jasmin keine Antwort. Puls bei 190- ich kann so nich.

Irgendwann hatte ich sie dann doch am Telefon und irgendwie haben wir uns wiedergefunden. Und das obwohl die vielen Läufer hier alles andere als zuvorkommend oder rücksichtsvoll waren!

Auf die Toilette innerhalb des Gebäudes zu gehen, stellte sich als Fehler heraus. Also lies ich David und Jasmin zurück und verabschiedete mich.

Am Dixie war weniger los und ich stellte mich dort an. Auch hier kam ich schnell ins Gespräch und man fror gemeinsam.

Das Thermometer zeigte 2,5°C an. Wow! das in Verbindung mit dem Wind war schon grenzwertig. Aber der Wetterbericht sagte Sonne vorraus, und ich hoffte aus Windstille.

Mit Gerd verabredete ich mich am nahegelegenen Hotel und er lies nicht lange auf sich warten. Er und Stephan waren mir sofort grün. So bahnten wir uns unseren Weg in unseren Spass- ähm- Startblog.

Wir warteten auch hier nicht lange bis der Startblog nach vorne an die Startlinie rücken durfte.

Startschuss – los. Während um uns herum sehr viel Stille herrschte, hatten wir uns viel zu erzählen. Schliesslich hatten wir uns gerade erst kennengelernt. Gerd versprach uns zu steuern und unsere Geschwindigkeit im Auge zu behalten. Die Stimmung war echt super! Wir trafen auch auf Frank, Mario und Sven.

Bei uns herrschte ausgelassene Stimmung. Gerd wies uns an, an wirklich jeder Verpflegungsstelle zu trinken.

Was bestimmt eine super Idee gewesen wäre, wenn nicht die Getränke eiskalt gewesen wären 😦

Das Wasser war so kalt, das es an den Zähnen weh tat. Aber wir mussten ja trinken also runter damit.

Bei Kilometer Zehn bemerkte ich dann zum ersten Mal das Magengrummeln. Ich griff dennoch zur Banane und zu Apfelschorle (wie es mir eine Freundin / Ernährungsberaterin empfohlen hatte) und lief langsam umd stetig weiter. bei Kilometer 12,5 war es soweit, der erste Dixiebesuch. Verdammt. Das war gar nicht gut. Mein Magen krampfte und ich versuchte mit tee (wenn er denn an den Verpflegungsstationen noch verfügbar war) entgegenzuwirken.

Bei Kilometer 17,5 war mir klar: Da hilft nix. Also griff ich zu Immodium Lingual. Nicht die beste Möglichkeit, aber ich hoffte das es wirken würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wir liefen weiter und trafen nochmal auf Sven- kurze Tanzeinlage zur Sambagruppe- und schon waren wir wieder auf der Strecke.

Es ging vorbei an Musikgruppen und Sambaformationen. Für mich zählte leider nur: Wo ist das nächste Dixie?

Das Medikament wirkte nicht und so musste ich spätestens alle 5 Kilometer in die blaue Box- Mist- Verdammter!
Stephan und ich beschlossen Dixie-Bingo daraus zu machen- so war es erträglicher und irgendwie taten die Beiden mir leid. Ich musste tatsächlich 7 mal ab Kilometer 12,5.

Ich beschloss bei Kilometer 30 nochmal zu Immodium zu greifen-aber auch hier zeigte es keine Wirkung.

Dafür aber der Song über den Wolken, der hier gespielt wurde 🙂

Dafür war uns umso mehr bewusst das wir ab Kilometer 30 so weit laufen würden wie noch nie zuvor. Zumindest traf das auf Stephan und mich zu.

Bei jedem Kiometerschild hatte ich Gänsehaut und konnte gar nicht glauben wie weit ich gekommen war.

Bei Kilometer 33 trafen wir auf Mario und Frank, die gerade etwas langsamer wurden, da Frank leichte Probleme hatte. Hier erinnere ich mich an die Kneipe in der: Erbarmen- zu spät die Hesse komme-lief. An der nächsten traf ich auf einen altbekannten TopHit: Ring of Fire. Ich freute mich total- gehörte der Song doch seit dem Garmin Alpen Triathlon zu meinen Lieblingssongs beim Sport. Sofort folgte ein Dämpfer. Gerd meinte das Musik mich immer anziehen lies und Frank meinte das ein Geschirr wie bei einem Hund wohl das richtige sei.

Ja das stimmt, Musik pusht mich- sehr sogar. Ich verbinde so viel in meinem Leben mit Musiktiteln, auch in meinem Freundeskreis haben viele Personen einen Titel mit dem ich sie verbinde. Bei Jasmin zum Beispiel ist das Hells Bells, bei Patti Closer und bei Gabi Mr. Roboto.

Kein Wunder also, das ich bei Bad Moon Rising auch wieder etwas schneller wurde.Frank und Mario haben wir leider verloren.

Bei Kilometer 38 war ich wirklich geflasht- Wow! SO ist das also wenn man weit läuft. Bei Kilometer 40 waren Stephan und ich dann zum letzten Mal auf dem Dixie um den Zieleinlauf zu geniessen. Mittlerweile zwickte auch meine Blase und ich hatte eine Salzkruste im Gesicht. Egal! Das hier konnte mir niemand mehr nehmen!

Der Moment, in dem wir zu dritt in Richtung Festhalle abbogen, als Gerd seine Frau entdeckte, ich die Frau von Frank entdeckte und der Eingang vor uns lag und Gerd uns mit einem: „Geniesst es!“ vorschickte.

Ich hatte Gänsehaut, Pipi in den Augen und sogar der Text von the Riddle fiel mir wieder ein. Ich verfiel in den Hopserlauf, der beim ersten Hopser auch ehrlich ein wenig schmerzte, aber dann war alles vergessen! Wow! Hammer! Genial! Ich umarmte mein Begleiter! Ohne die Beiden, und die vielen Storys über die Kinder und Familien hätte ich das hier nicht geschafft!

Ja der erste Hopser tat wirklich weh!

Ich war im Ziel! Und ich musste eigentlich schon wieder aufs Klo. Ich nahm meine Medallie in Empfang, ließ mich in Folie hüllen und trank Tee. Hunger hatte ich keinen. Ich bedankte mich nochmals für das betreute Laufen und machte mich auf die Suche nach David und Jasmin. Die hatte ich schnell gefunden und so konnte ich zügig unter die warme Dusche. Einziges Problem: In der Halle war es zugig und kalt- also beeilte ich mich.

Während ich meine Haare föhnte twitterte ich und genoss die Wärme um mich herum.

Nachwehen hatte ich fast keine: Ich trank zu Hause noch viel Grüntee um dem Zwicken in der Blase entgegenzuwirken, Montags in der Sauna schmerzten nur etwas meine Knie und Dienstags ging es mir schon wieder super.Muskelkater hatte ich nur im Oberbauch vom Lachen. Mittwochs gab ich schon wieder Kurs, merkte aber beim BodyCombat Halloween Special schon, dass ich da was großes hinter mir hatte.

Alles in Allem kam ich super glücklich im Ziel an. Die 5h13 sind mir fast egal. Die Gewissheit, das es ohne Magenprobleme eine 4 vorne gewesen wäre macht mich schon stolz. Die Vorbereitungszeit von 3 Wochen war mehr als kurz und viele haben mir gesagt wie verrückt es sei, ohne Vorbereitung die volle Distanz laufen zu wollen. Fakt ist, ich bin angekommen und mit einem Lächeln über die Ziellinie!

Das war echt Run Happy!

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Superkräfte durch Brooks? Der Bienwald-Marathon

Heute ging ich zum ersten Mal in Kandel beim Bienwald-Marathon auf der HM-Dstanz an den Start. Viele hatten mir abgeraten mit meinem noch etwas geschwächten Fuß an den Start zu gehen, aber da ließ ich mir nix sagen. Ich wollte starten. Nur zum Spaß- ohne Zeitdruck. Sobald mein Knöchel weh tun würde, wollte ich abbrechen. Also alles Easy-Going.

Jasmin hatte mir als Begleitung zugesagt und ich hab mich auch ganz arg gefreut das ich nicht allein fahren musste!

Also holte ich Sie heute morgen gut gelaunt ab.

In Kandel angekommen ging alles ganz schnell: Aus dem Auto raus in Richtung Halle, auf dem halben Weg bemerkte ich das ich meine FixPoints im Auto vergessen hab, also schnell zurück und die Smiley’s aus dem Auto geholt.

Auf dem erneuten Weg zur Halle traf ich auf Wolfgang, auch als @Lauftagebuch auf Twitter bekannt. Zusammen liefen wir locker zur Halle. Dort trafen wir auf Sven, den @ulmerspatzz bei Twitter. Kurzer Plausch, Foto geschossen und ab zum Start.

Natürlich war „mein Schatz“, der Forerunner 910XT, mit am Start, heute ist ja leider schon der letzte Tag den er in meiner Obhut verbringen durfte.

Im Startblock stellte ich mich ganz hinten auf, ich war mir nicht sicher wie es laufen würde. Ich trabte langsam los. Meine leichte Bandage saß super und störte auch nicht im Ravenna 3 in Kombination mit meinen Wrightsock’s. Der Ravenna 3 ist ganz klar mein Lieblingsschuh geworden seit dem ich ihn zum Testen bekommen habe.

Der erste Teil der Strecke geht durch den Ort und hier waren einige Zuschauer. Ich hatte Probleme mit meinem Ipod und touchte und slidete drauf rum während ich weiterlief.

Als ich wieder nach oben schauter fand ich mich in der 4:30 Zug/Bremsgruppe wieder. Huch! Eigentlich wollte ich mit 7min/km laufen-also langsam traben- aber das war mir wohl nicht gelungen. Also blieb ich hier- nix übertreiben und mal etwas runterkommen…

Ich war glücklich und lief, mit mir komplett im Reinen, in der Gruppe mit- auch wenn es schneller gegangen wäre.

Irgendwann kam mir Sven entgegen, den ich auch sofort anfeuerte, etwas weiter hinten kam auch Wolfgang in den Genuss meiner Gröhlkünste 🙂

Bei der Wende in der Strecke, bei ca. Kilometer 12, lief die Gruppe geradeaus und nur ich wendete allein. Das stellte ich auch erstaunt lautstark fest und eine Gruppe mit Männern die Zuschaute meinte: „Do find sich schunn jemand!“

Also machte ich mich eher einsam auf den Rückweg. Langsam näherte ich mich der nächsten Gruppe und lies auch diese schon bald hinter mir. Mit den Fotografen hatte ich auch meinen Spass und manche Zuschauer (natürlich nur die Lieben) bekamen von mir Applaus zurück.

Irgendwie schaute ich ziemlich lange nicht auf meinen Forerunner und gab mich meiner Musik hin. Sogar getanzt hab ich unterwegs- ich wollte ja nur Spass haben heute.

Als mein Blick bei Kilometer 19 mal wieder auf die Uhr wanderte staunte ich nicht schlecht, ich war zwar langsamer geworden, aber selbst wenn ich die Geschwindigkeit jetzt nur halten würde war eine PB in Reichweite!

Also Good Feeling von Avicii auf die Ohren und ab gings. Das Grinsen wurde noch größer.

Ich kam am Bienwald-Stadion an, wo zu meiner Überraschung noch eine Runde auf der Bahn angesagt war. Bei den anderen hatte ich angekündigt das ich vor 2.35h nicht im Zeil zu erwarten sei. Naja, weit gefehlt: nach netto 2:17:30 kam ich mit neuer PB im Ziel an. Jasmin war überrascht von meiner frühen Ankunft und schaffte es gerade noch Bilder von meinem Zieleinlauf zu machen.

Auch Wolfgang war rechtzeitig vom Duschen zurück um mich bei meinem vorhergesagten Zieleinlauf nach 2h35min zu begrüßen, da war aber schon mein erstes Erdinger Alkohlfrei getrunken :-D.

Und mein Fazit ist: Das Brooks „Ambassador of Run Happy“- Shirt verleiht mir Superkräfte! Alle Läufe, bei denen ich dieses Shirt getragen habe, brachten mir durchweg neue PB’s ein. Nur in DÜW hatte ich es nicht getragen und prompt hingefallen! Da ist was dran-oder? Hoffentlich hält das Shirt ewig!

Toll fand ich auch endlich ein paar Leute von Twitter kennengelernt zu haben. Ich fand’s echt toll mit Euch 🙂 Das wiederholen wir in Mannheim in grösserer Runde.

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Den Kopf frei laufen…

Heute war es so weit, nachdem ich mit unserem Physio im Studio nun seit Sonntag unter ständiger Betreuung stand wollte ich raus.

Am Montag und Dienstag war ich nochmals auf dem Crosstrainer und für kurze Strecken auf dem Laufband. Da ich schmerzfrei blieb und gestern Sportfrei war, schlüpfte ich nach der Arbeit in mein Nightlife- Lieblingsoutfit: Brooks Infiniti Tight, Brook Infiniti Hoodie und meine Essential Run Vest. An meinen Füßen mein Dauer(b)renner: Der Ravenna 3.

Wir sind einfach ein Spitzen Team der Ravenna 3 und ich, auch mit meiner leichten Kompressionsbandage macht dieser Schuh Spass und läuft sich für mich sensationell gut.

Ich will Euch gerne vermitteln wie mein Lauf heute war und was ich dabei gefühlt habe:

Nach der Arbeit kam ich voller Vorfreude zu Hause an und nahm mir vor 5 km zu laufen. Nicht mehr- wir wollen es ja nicht übertreiben. David hatte mir Telefondienst zugesagt, falls mir etwas passieren sollte unterwegs. Ich verprach auf den Wegen zu bleiben (daher entstand heute auch kein GPS-Herz für Andrè).

IPhone geladen, Garmin Forerunner 910XT am Handgelenk und schon ging es los. Mit kleinen Täppelschrittchen arbeitete ich mich langsam den Berg hoch. In meinem Kopf war Streit. Der kleine Mann namens Angst klopfte an meine Stirn mit den Worten: „Knick bloß nicht um, Du weisst wie weh das tut“, auf der anderen Seite saß eine kleine Rebellin mit dem Namen Mut die gegen den Herrn Angst wetterte: „Lauf ganz normal,einseitige Belastung durch Schonhaltung ist nicht gesund“.

Bis Kilometer 2 hatte mich der Herr Angst auch total im Griff. Über jeden Schritt dachte ich nach, mein linkes Bein brannte schon weil ich hier versuchte die Schonhaltung auszugleichen. Ich hatte wirklich sehr viel Angst das ich direkt noch mal umknicke oder hinfalle.

Auf der Strecke von Kilometer 2,0-2,6 gab es einen Riesenkrach in meiner Birne. Herr Angst und Frau Mut gingen vom Schlammcatchen direkt in einen Ultimate Fight über und kämpften bis aufs Blut.

Was soll ich sagen, klar- die Frau hat gewonnen 🙂

Ab Kilometer 2,6 ging es mir gut. Der Kopf war frei und ich ließ es laufen. Ok nicht so schnell, meine Ausdauer hat schon gelitten in den zwei Wochen Auszeit. Aber auf einmal lief ich, auch mein Laufstil war wieder der Alte. Zeitweise sogar weit unter 7min/km. Was ich auf keinen Fall erwartet habe.

Glücklich kehrte ich zurück und musste mich zwingen bei Kilometer 5 auch zu Hause nicht vorbeizulaufen 🙂

Jetzt habe ich aber schon wieder Streit im Kopf- denn am Sonntag ist der Bienwald- Marathon in Kandel wo ich für die Halbmarathon Distanz gemeldet bin. Mal schauen wer gewinnt.

Morgen will ich auf jeden Fall wieder Laufen. Laufen macht mich tatsächlich glücklich!

Run Happy!

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39. int. Silvesterlauf Kottweiler- Erlebnisbericht

Am 30.12.2011 war ich total durcheinander: Die Wettervorhersage mit 6 °C und leichtem Regen brachte mich aus dem Konzept.
Ich war verunsichert was ich anziehen sollte und bat auf Facebook um Rat. Dort erhielt ich auch sofort Hilfe von Grit, Nadin und Matthias. Also war mein Plan: Das gleiche wie beim Nachtwächterlauf in Ottweiler nur ohne Unterhemd zu tragen. Auch die Schuhwahl unterschied sich vom Nachtwächterlauf: Anstatt des Brooks PureGrit sollte der Ravenna 3 zum Einsatz kommen, da der Brooks PureGrit mir auf nassem Asphalt vom Haftvermögen nicht so gut gefällt.
Ich richtete alles um am nächsten Tag nicht noch einmal ins Straucheln zu kommen.
An Silvester zeigte das Thermometer morgens ganze 2°C an und es regnete wie aus Eimern- toll! Ich wollte doch mein Ambassador of Run Happy- Shirt tragen- über der Brooks LSD Lite Jacket. Bei dem Regen wäre das nur zusätzlicher Ballast.
Die Infiniti Capri an meinen Beinen, das Essential LS als erste Schicht und LSD Lite Jacket oben drüber- Wrightsocks und Ravenna 3 an den Füßen- so verließ ich das Haus.
Um 12:30 Uhr hatte ich meine Tasche und mich ins Auto verfrachtet- ich hatte vorher keine Zeit aufgeregt zu sein, denn Twitter hatte mich den ganzen vormittag in Beschlag genommen und abgelenkt.
Hier tauschten sich alle Silvesterläufer über Wetter und Läufe aus.
Ich kam in Kottweiler an, bekam einen guten Parkplatz und machte mich zur Startnummernausgabe. Es hatte aufgehört zu regnen- ein gutes Zeichen. Nachdem ich meine Startnummer abgeholt hatte ging ich nochmals zum Auto zurück um mein geliebtes Ambassador Shirt zu holen. Mit den Fix-Points war die Startnummer schnell und sicher angebracht.
Am Start und traf ich noch einige Bekannte. Man plauderte, besuchte noch mal zur Toilette und dann war auch schon der Startschuss um 14 Uhr da.




Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich so relaxt wie noch nie am Start.

Hier hatte ich die gleichen Probleme wie immer: Läufergruppen blockierten den Weg und ich kam nicht so zügig los wie ich das geplant hatte. Die ersten 3,7 km sind hier locker flockig zu laufen, viele Zuschauer in Kottweiler und Steinwenden erleichtern den Start und es geht auch immer ein wenig bergab. Dann folgt ein kleiner Anstieg, schon hier merkte man wer eher im Flachland trainiert hatte. Auch meine Geschwindigkeit brach etwas ein, aber immer noch unter 6 min/km wie mir meine neue GPS- Uhr anzeigte. In Ramstein selbst ist die Strecke flach, die Zuschauer etwas dünner angesiedelt und das Kopfsteinpflaster ist zeitweise die größte Schwierigkeit. Hier entdeckte ich unter den Zuschauern meinen Vater, der mich zuerst nicht erkannte dann aber ein lautes: „HAU RINN“ (Hau rein) mit auf den Weg gab. Meine Antwort: „Mach ich“ war alles was mein Puls zuließ.
So angefeuert kam ich zum schlimmsten Teil der Strecke: Miesenbach- und in Miesenbach geht es nur berghoch. Die Strecke ist alles andere als leicht, mein Puls war am Limit, aber das musste doch zu schaffen sein, die 10km hier in unter eine Stunde zu finishen. Im Jahr vorher hatte ich mit 1:02:32,90 gefinisht, und das Ziel für dieses Jahr war gesteckt.Von Kilometer 6,5 bis 9,5 ging es mal mehr mal weniger berghoch, aber an den schlimmsten Stellen standen die Anfeuergruppen. Auch Patti war gekommen um mich anzufeuern und hatte auch Wasser dabei- falls ich etwas brauchen würde.Am Ortsausgang Miesenbach stand eine riesige Anfeuergruppe die richtig Party machte und ich bedankte mich mit einem Applaus. Weiter ging’s wieder in Richtung Kottweiler. Ich war am Limit- als ich aber um 14:54 auf die Turmuhr schaute und wußte: Es ist nicht mehr weit- gab ich Gas. Es dauerte ein wenig den ganzen Körper und den Laufstil auf rapides bergablaufen einzustellen, und ich brauchte auch ein gutes Stück um meinen Rhythmus zu finden. Der Ravenna 3 gab mir auch hier ein sicheres Abrollgefühl. Kurz vor dem Ziel setzte eine Mitläufern zum Überholen an, da war wieder mein Ehrgeiz gepackt und ich mobilisierte alles- und tatsächlich: Ich ließ die Dame ohne Probleme hinter mir und habe dann vor lauter Sprint die Uhr nicht beachtet. Umso überraschter war ich dann im Zielkanal, das meine Uhr irgendwas mit 57 Minuten anzeigte.

Ich schnappte mir gut gelaunt den heißen Tee der hier ausgeschenkt wurde, nach Essen stand mir der Sinn nicht.
Ich trabte langsam mit verhärteten Waden zum Ziel, um hier noch Anfeuerarbeit zu verrichten. Meine Meinung ist ja immer: Nicht die ersten benötigen den Applaus- die sind ja schon gut- sondern die die noch auf dme Weg sind und den Ansporn brauchen durchzuhalten.
Um 15:18 trafen dann die letzten Läufer ein und ich begab mich in Richtung Heimat.
Total aufgeregt berichtete ich David von meiner Zeit und fieberte meiner offiziellen Zeit entgegen. Die lies auch nicht lange auf sich warten: 0:57:14,37 !!
Ich kann es noch immer nicht glauben das mein letzter Lauf im Jahr 2011 noch meine Persönliche Bestzeit auf 10 km geworden ist.

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Der Ravenna 3 hat hier wieder zugeschlagen und mich zu einer Bestzeit beflügelt. Mein Outfit war zu keinem Zeitpunkt zu kalt oder zu warm. Nur 2 Mal musste ich die Infiniti Capri nach oben ziehen, da ich es versäumt hatte das Band festzuzurren. Ansonsten habe ich alles richtig gemacht. Dennoch gibt es natürlich, wie nach jede Lauf, den Zweifel: Wär es noch schneller gegangen? Ich glaube eine 56 wäre bestimmt drin gewesen.

Aber das steht dann als Ziel für nächstes Jahr auf dem Plan.
Der Silvesterlauf Kottweiler ist wirklich jedes Jahr ein besonderes Highlight für mich: Die Stimmung unter den Läufern, die Zuschauer und die Zielatmosphäre sind jedes Jahr wieder umwerfend.

Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches und sportliches Jahr 2012!

Run Happy!

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Bilder von  http://www.sv-kottweiler-schwanden.de/joomla/ ,  Reinhold Fischer und Carmen Frisch

Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl: Handicap mit Happy End

Heute war es so weit: Der Landstuhler Weihnachtsmarktlauf lockte mich, trotz spontan auftretendem Schnupfens, aus der kuscheligen Wohnung. Bis zur letzten Sekunde war ich mir unschlüssig was ich anziehen sollte. Ganz getreu: Never Change a running System! griff ich doch zu meinem Liebling: Dem Brooks Ravenna 3. Ich habe mich in den Schuh verliebt. Noch nie hat mich ein Schuh so gut fühlen lassen. Auch mit am Start war meine Brooks Nightlife Capri, meine Nightlife Jacket II und das Equilibrium SS. Auch meine Unterwäsche hatte sich in Rodenbach schon bewährt: Die Hipster und der Juno Bra von Moving Comfort. Socken habe ich natürlich auch von Brooks genommen. Is ja klar 🙂

Meine Nase startete das Laufen mit mir zusammen: Beim Warmlaufen. Ich schniefte und putzte. Dennoch wollte ich diesen Lauf nicht aussetzen. Doch nicht wegen Schnupfen!

Ich traf Marcus und Brigitte am Start. Marcus nach längerer renovierungsbedingter Laufpause nicht ganz so gut in Form und Brigitte wohl nicht so ganz motiviert. Woher ich das weiß? Naja, Brigitte läuft jeden Freitag mit mir und ist eigentlich viel schneller wie ich :), doch heute blieb sie bei mir. Und ich war so dankbar dafür. Immer jemand da zu haben um mich kurz mal mitteilen zu können. Jemand der mich zog wenn ich gerade einen Durchhänger hatte. Jemand der mit mir über den Wind schimpfte, der hier wirklich messerscharf um unsere kalten Nasen zog. Jemand der mich davon abhielt nach der ersten Runde schon am Glühweinstand stehenzubleiben. Wie liefen zusammen. Seite an Seite kämpften wir uns durch die 3 Runden vorbei am Weihnachtsmarkt. Vorbei an Crepe- und Baguetteständen. Sie tut mir gut, die Brigitte. Ich kenne Sie seit meinem Schulwechsel nach Ramstein 1994. Seit 2008 laufen wir ziemlich jeden Freitag zusammen. Am Anfang musste Sie ziemlich gedrosselt laufen. Mittlerweile geht es ganz gut bei mir. Ich freu mich jeden Freitag auf den Lauf mit Brigitte, und heute das war einer der Höhepunkte unserer Freundschaft. Ein Moment den man nicht vergisst: Vorm Zieleinlauf setzte eine „Rentier“ (eine Dame mit Geweih auf dem Kopf) zum Überholen an. Brigitte und ich schauten uns an und Sie gab mir das Kommando: Los, geb Gas! Das tat ich und sprintete am Rentier vorbei. Danke Brigitte!

Nur entfernt nahm ich Marcus am Rand wahr,der 2 Minuten vor uns im Ziel war. Mein Anfeuerteam, bestehend aus Gabi, Heidi, Annika und David rauschte an mir vorbei, so schnell war ich auf einmal. Ich konnte selbst nicht glauben wie viel Kraft noch in meinen Beinen gesteckt hat. Das I-Tüpfelchen kam dann von Marcus: Dein Sprint sah echt genial aus! Ich war soooo glücklich im Ziel 🙂

Dort traf ich auch Hannes, den ich über Twitter lesen gelernt habe. Unterwegs habe ich Ihn auch mit einem kräftigem : Hau rein Hannes! angefeuert, als er mich überrundet hat.

David hielt für mich einen Glühwein bereit und dann ging es auch schon zu Gabi zum Duschen.

Der Weihnachtsmarktlauf besticht mit einer tollen Zieleinlaufsatmosphäre. Unterwegs sind nicht sehr viele Anfeuerteams zu finden.

Mit einer Zielzeit von 42:23,56 min kam ich als Platz 9 in der AK W30 an. Knapp 2 Minuten schneller als 2009 war das ein Sieg auf voller Linie für mich.

Bei der Siegerehrung traf ich nochmals auf Hannes, der für sich und sein Team eine ganze Tasche voller Pokale mitnehmen konnte. Auch mein Trainer von letztem Jahr, Jens Lewandowsky wurde in der M20 mit dem 4.Platz geehrt. Hannes mit dem 2. Platz in der M20.

Wieder ein Lauf mit Brooks der mich zu einer neuen PB gebracht hat 🙂

Run Happy!