Dornröschenlauf in Eulenbis

Am Sonntag gehe ich eigentlich immer laufen. Bei schlechterer Witterung laufe ich manchmal über 20km ohne einer Menschenseele zu begegnen.

Heute, dachte ich zumindest, ist so ein Tag. Ich schlüpfte in mein Brooks Elite Support Tank (welches sogar genügend Support für mich bietet), meine Brooks Essential Jacket und in die Nike TechTights, die ich letztes Jahr erstanden habe.

An meinen Füßen leuchtete de Brooks GTS 12 in strahlendem weiß/pink. Dieser ist jetzt mit mir in der Vorbereitung für den Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl.

Ich habe mir eine Playlist mit schönen ruhigen Liedern vorbereitet, ich wollte heute regenerieren beim Laufen.

Der Nebel war wirklich dicht und die Sichtweite betrug ca 40 Meter. Nach ca 1,5 km beschloss ich etwas abseits der Strecke, in einer Wiese, zu laufen. Das macht Spass und bringt Abwechslung für die Muskeln. Auf einmal spüre ich ein Brennen im Oberschenkel und irgendwie hält mich etwas fest: Ich bin mit gutem Tempo in eine Dornenranke gelaufen, die mich schön im Oberschenkel gefangen hat. Ich befreie meinen Oberschenkel von der Ranke und ziehe (so gut es vor Ort eben geht) die Dornen aus meinem Oberschenkel- ich muss lachen, es erinnert mich an Melman (die Hypochonder-Giraffe in Madagascar) der verzweifelt versuchte sich von einer Ranke zu befreien: The nature’s all over me- get it off!!!

Weiter geht’s auf meiner Strecke, der Brooks GTS 12 leistet gute Dienste, das Gehirn kann hier völlig abschalten. Loslaufen und wohlfühlen. Die Kilometer vergehen wie im Flug. Auf dem Rückweg treffe ich auf zwei völlig orientierungslose Fussgängerinnen, die sich vom Nebel total verunsichert fühlen. Schnell erkläre ich Ihnen die richtige Route und sie setzen Ihren Weg mit einem besseren Gefühl fort.

Es sind nur noch 2 Kilometer bis ich in die wohlige Badewanne steigen kann. Aber ich werde von zwei Hunden gestoppt.

Der Besitzer ruft mir das obligatorische “ Die machen nix“ entgegen. Ich konterte mit: Ich hab keine Angst sondern eine Hundeallergie! Wahnsinn was man bei uns mit den Hunden alles mitmacht.

Nun kann ich endlich ungestört nach Hause laufen.

Ich entferne noch die restlichen Dornen aus meinem Oberschenkel bevor ich mir ein Bad gönne- da wäre Dornröschen neidisch geworden, denn meine Vermieterin hat mit leckeres selbstgebackenes Hefegebäck gebracht, welches ich in der Wanne geniesse 🙂