Weihnachten und ein Lauf für die Umwelt

Ok ich gebe es zu, mein Pace für die knapp 10 km heute morgen war nicht gut, aber der Grund dafür schon.
Nachdem ich am Donnerstag beim Läufen auf meiner Lieblingsstrecke so viel Müll vorfand, hatte ich heute Gummihandschuhe und einen Müllsack dabei um die Sauerei zu beseitigen.

Ich war gut angezogen mit meiner Nike Combat Hose ( die leider etwas zu weit geworden ist und kein Band zum justieren hat) und dem Nike Combat Longsleeve und der Brooks Nightlife Jacket 2 darüber.
An den Füssen der Brooks Adrenaline GTX konnte mir weder Nieselregen noch Pfützen etwas anhaben. Der Wind war jedoch messerscharf und raubte mir zeitweise die Luft zum Atmen. Es war sogar so windig das bergablaufen total anstrengend war. Als ich bei km 6 war begann das Chaos: Glasflaschen, Colaflaschen, Folie und Schnapsbecher füllten langsam meine Tüte.
Bei km 8,5 war Achim aus meinem Heimatort auch fleißig am Müll einsammeln ( er hatte meinen Eintrag bei Facebook gelesen und kam freiwillig dazu) und hatte auch schon eine Tüte voll. Er war mit dem Auto auf den Berg Gefahren. Also beide Tüten in den Kofferraum.
Ich bat Ihn noch um eine weitere Tüte, hatte ich doch weiter unten noch Brötchentüten, Wurstverpackungen und weitere Schnapsflaschen gesehen.
Da ich aber laufen und nicht fahren wollte gab Achim mit mit dem SUV Windschutz 🙂
Ich sammelte alles ein und platzierte auch diese Tüte im Kofferraum.
So haben wir heute morgen beide eine gute Tat getan und meinem Gewissen ging es sofort viel besser.

Fast sollte man meinen, daß die Umverpackungen der Lebensmittel, nach dem Verzehr des Inhalts auf einmal tonnenschwer sind. Eine andere Erklärung habe ich für dieses Phänomen nicht.

Ich bin wirklich kein Ökofreak, aber bei Müll verstehe ich keinen Spass.

Vielleicht sind hier unter den Lesern noch mehr von uns die einfach mal mit Handschuhen und Mülltüten bewaffnet laufen gehen? Dafür lohnt sich auch eine langsamere Durchschnittsgeschwindigkeit.

Liebe Grüße

Carmen

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Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl: Handicap mit Happy End

Heute war es so weit: Der Landstuhler Weihnachtsmarktlauf lockte mich, trotz spontan auftretendem Schnupfens, aus der kuscheligen Wohnung. Bis zur letzten Sekunde war ich mir unschlüssig was ich anziehen sollte. Ganz getreu: Never Change a running System! griff ich doch zu meinem Liebling: Dem Brooks Ravenna 3. Ich habe mich in den Schuh verliebt. Noch nie hat mich ein Schuh so gut fühlen lassen. Auch mit am Start war meine Brooks Nightlife Capri, meine Nightlife Jacket II und das Equilibrium SS. Auch meine Unterwäsche hatte sich in Rodenbach schon bewährt: Die Hipster und der Juno Bra von Moving Comfort. Socken habe ich natürlich auch von Brooks genommen. Is ja klar 🙂

Meine Nase startete das Laufen mit mir zusammen: Beim Warmlaufen. Ich schniefte und putzte. Dennoch wollte ich diesen Lauf nicht aussetzen. Doch nicht wegen Schnupfen!

Ich traf Marcus und Brigitte am Start. Marcus nach längerer renovierungsbedingter Laufpause nicht ganz so gut in Form und Brigitte wohl nicht so ganz motiviert. Woher ich das weiß? Naja, Brigitte läuft jeden Freitag mit mir und ist eigentlich viel schneller wie ich :), doch heute blieb sie bei mir. Und ich war so dankbar dafür. Immer jemand da zu haben um mich kurz mal mitteilen zu können. Jemand der mich zog wenn ich gerade einen Durchhänger hatte. Jemand der mit mir über den Wind schimpfte, der hier wirklich messerscharf um unsere kalten Nasen zog. Jemand der mich davon abhielt nach der ersten Runde schon am Glühweinstand stehenzubleiben. Wie liefen zusammen. Seite an Seite kämpften wir uns durch die 3 Runden vorbei am Weihnachtsmarkt. Vorbei an Crepe- und Baguetteständen. Sie tut mir gut, die Brigitte. Ich kenne Sie seit meinem Schulwechsel nach Ramstein 1994. Seit 2008 laufen wir ziemlich jeden Freitag zusammen. Am Anfang musste Sie ziemlich gedrosselt laufen. Mittlerweile geht es ganz gut bei mir. Ich freu mich jeden Freitag auf den Lauf mit Brigitte, und heute das war einer der Höhepunkte unserer Freundschaft. Ein Moment den man nicht vergisst: Vorm Zieleinlauf setzte eine „Rentier“ (eine Dame mit Geweih auf dem Kopf) zum Überholen an. Brigitte und ich schauten uns an und Sie gab mir das Kommando: Los, geb Gas! Das tat ich und sprintete am Rentier vorbei. Danke Brigitte!

Nur entfernt nahm ich Marcus am Rand wahr,der 2 Minuten vor uns im Ziel war. Mein Anfeuerteam, bestehend aus Gabi, Heidi, Annika und David rauschte an mir vorbei, so schnell war ich auf einmal. Ich konnte selbst nicht glauben wie viel Kraft noch in meinen Beinen gesteckt hat. Das I-Tüpfelchen kam dann von Marcus: Dein Sprint sah echt genial aus! Ich war soooo glücklich im Ziel 🙂

Dort traf ich auch Hannes, den ich über Twitter lesen gelernt habe. Unterwegs habe ich Ihn auch mit einem kräftigem : Hau rein Hannes! angefeuert, als er mich überrundet hat.

David hielt für mich einen Glühwein bereit und dann ging es auch schon zu Gabi zum Duschen.

Der Weihnachtsmarktlauf besticht mit einer tollen Zieleinlaufsatmosphäre. Unterwegs sind nicht sehr viele Anfeuerteams zu finden.

Mit einer Zielzeit von 42:23,56 min kam ich als Platz 9 in der AK W30 an. Knapp 2 Minuten schneller als 2009 war das ein Sieg auf voller Linie für mich.

Bei der Siegerehrung traf ich nochmals auf Hannes, der für sich und sein Team eine ganze Tasche voller Pokale mitnehmen konnte. Auch mein Trainer von letztem Jahr, Jens Lewandowsky wurde in der M20 mit dem 4.Platz geehrt. Hannes mit dem 2. Platz in der M20.

Wieder ein Lauf mit Brooks der mich zu einer neuen PB gebracht hat 🙂

Run Happy!