TomTom Multi- Sport- neue Technik am Start!

TomTom MultiSport_grau_Herzfrequenzmonitor und Kadenz

Von der Firma TomTom wurde mir die neue Multi-Sport zur Verfügung gestellt, um die neue Technik auf Herz und Nieren zu testen. Es folgen nun meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse mit der Triathlon Uhr.

Ausgepackt und sofort funktionsfähig, das war verlockend, also schnürte ich mir die Multi-Sport um und startete sofort auf einen langen Lauf. 25 Kilometer sollten es werden, der Akku war voll und die Uhr mittels der einzigen Taste (die in vier Richtungen zu bedienen ist: unten, oben, rechts, links) schnell mit meinen Daten (Gewicht, Alter,Größe,Geschlecht) gefüttert und schon stand ich auf der Strasse. Den Herzfrequenzsensor findet die Multi-Sport dank Bluetooth Technologie.

Den Satelliten fand die Uhr im angemessenen Zeitrahmen, wenn an diese vorher am Rechner angeschlossen hat geht es allerdings RatzFatz dank der QuickGPSFix-Technologie.

Ich drückte die Taste nach rechts und schon konnte es los gehen. Ich lief meine gewohnte Strecke, und wurde schon nach 5 Kilometern überrascht, die Uhr zeigte mir 7 Kilometer an. Einfach zu Bedienen ist die Uhr aber: Durch die Taste kann ich jederzeit zwischen Kalorien, Herzfrequenz, Distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit und Trainingszeit hin und her schalten. Eine tolle Funktion, leider mag ich am liebsten wenn ich mir auf meinen Display gleichzeitig die Werte anzeigen lassen kann die ich für wichtig halte und die mag ich mir bitte individuell einstellen können. Vielleicht kommt diese Möglichkeit ja auch noch in einem Update.

TomTom MultiSport grau und pink

Nach den gelaufenen 25 Kilometern standen 33 Kilometer auf der Multi- Sport.

Ich schloss die Uhr an meinem PC mittels des mitgelieferten Kabels an, aber irgendwie kam ich hier auch nicht weiter. Von TomTom selbst muss das Programm MySports Connect installiert werden und bei MapMyFitness  kann ein Konto zu Auswertung angelegt werden. Über das MySports Connect kann aber auch die Ausgabe als Datei (Formate: KML, FIT, GPX, TCX, CSV) erfolgen. Aber leider konnte ich keine Datei finden. Alles weg. Somit konnte ich nichts zu Sportics hochladen, wo ich normalerweise meine Auswertung meiner Sportarten in einem  Sporttagebuch pflege. Was hier noch fehlt ist die Höhenmeterangabe bei der Ausgabedatei 😦

TomTom SportWatch Zubehör - USB Anschluss

Statt meiner Datei wollte die Multi- Sport aber ein Update, dieses war schnell installiert und die Uhr gab noch immer keine Datei der angeblichen 33 Kilometer aus, Mist!

Nach dem Update gab es übrigens keine nennenswerte Abweichungen beim Laufen.. Das Update war wohl wirklich dringend nötig um die Präzision zu erhöhen.

Was wirklich toll ist: Man kann individuelle Trainingsziele (Kalorien, Strecke, Zeit) erstellen oder gegen eine zuvor gelaufene Zeit und Strecke laufen. Hier zeigt ein Pfeil an wie weit man der Zeit hinterher oder voraus ist. Was aber wirklich fehlt: Die Track- Back Funktion! Ich verlaufe mich gern mal wenn ich gedankenlos meine langen Läufe auf neuen Strecken absolviere, daher meine Bitte: Nachrüsten!

Beim nächsten Versuch durfte die Uhr mit ins Schwimmbad. Hier ist mir noch nicht klar wie diese Uhr arbeitet. Den Puls kann sie unter Wasser nicht messen und mit GPS im Wasser läuft auch nix. Also fürs Freiwasserschwimmen ist diese Uhr leider nicht geeignet, es sei denn man packt sie unter die Badekappe damit sie das GPS-Signal empfangen kann. Im Schwimmbad zählt das Gerät die Bahnen, aber irgendwie ist mein Schwimmstil nicht meßbar und so hat das Gerät 900m auf dem Tacho, obwohl ich nur 500m geschwommen bin. Auch kann es noch nicht die verschiedenen Schwimmstile anzeigen, das wird aber bestimmt noch in ein Update folgen.

Im Lieferumfang meines Testgeräts war auch der Cadence & Speed Sensor enthalten. Dieser wird mittels Kabelbindern (wie bei anderen Herstellern auch) am Rahmen fixiert und ist auch via Bluetooth mit der Multi-Sport verbunden.

TomTom MultiSport Zubehör - Kadenzsensor

Hier stellt man nur den Radumfang ein und schon kann man auf der Strasse oder Rolle starten, denn das Gerät misst die Geschwindigkeit ohne GPS, nur über die Trittfrequenz.

Beim Radfahren hatte ich keine Probleme, hier funktionierte alles reibungslos, mit der Lenkerhalterung ist das Gerät auch superschnell sichtbar am Lenker angebracht und auch entfernt wenn man mal in einer Gaststätte zur Pause einkehrt. Was hier aber fehlt: Navigation! Ein Navi wird durch die TomTom Multisport nicht ersetzte. Hier muss man dann dennoch einen GPS Radcomputer am Start haben. Schade, denn TomTom sollte als Navigationsriese hier mehr bieten können.

TomTom MultiSport Fahrradhalterung

Die TomTom Multisport war übrigens 2 Wettkämpfen am Start.

Auf Herz und Nieren habe ich mit Jasmin zusammen beim ToughRun und beim TUI Mallorca Marathon getestet.

Vorher habe ich mir natürlich die Erlaubnis von TomTom geholt, da mir das Gerät ja nur zum Testen vorübergehend zu Verfügung gestellt wurde und der ToughRun schon eine Extremprüfung ist.

Die 3 Runden vom ToughRun brachten das Gerät echt an seine Grenzen. Sand, Matsch, Schleim und Bachwasser waren zu bewältigen.

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In der letzten Runde hatte sich leider die Taste festegesetzt, diese konnte ich aber unter der Dusche wieder freispülen 🙂 Die Distanz von Jasmin und mir war auch gleich und am nächsten Tag sollte die Uhr dann auf die Halbmarathondistanz auf Mallorca.

Vorm ToughRun hatte ich sie voll aufgeladen und mit 10 Stunden angegeben GPS Nutzungszeit dachte ich, das das für beide Wettkämpfe reicht.

Leider war bei Kilometer 15 in Plama de Mallorca Schluss- Akku leer. Das waren dann nicht mal 5 Stunden die die Uhr gehalten hat, vielleicht hatte Sie sich aber auch zwischendurch aus Versehen eingeschaltet als wir im Hotel schliefen.

Für Studiomitglieder wichtig zu wissen: Der Herzfrequenzmesser funktioniert nur mit Bluetooth, das können leider nur die wenigstens Geräte im Studio. Selbst bei unseren ganz neuen Tomahawk Bikes gibt es hier keine Möglichkeit den Puls auf dem Radcomputer im Studio anzeigen zu lassen.

Was mir hier fehlt: Der Sport ohne GPS als Sonstiges wie zum Beispiel beim Garmin Forerunnter 910XT. Im Studio trage ich auch bei meinen Kursen BODYPUMP, BODYCOMBAT, INDOOR CYCLING und demnächst CX WORX (yeah- Ready to Teach) meine Pulsuhr. Aber bei der Multi- Sport kann ich nur Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Laufband auswählen. Das hier sollte aber auch ein Leichtes sein, eine entsprechende Funktion nachzurüsten.

Mein Fazit:

Für TomTom geht es nach der Nike Sportwatch schon in die richtige Richtung. Für alle die noch nie eine andere GPS-Uhr hatten sind vielleicht die fehlenden Funktionen auch nicht so sehr wichtig, aber ich bin durch meinen Forerunner 910XT echt verwöhnt.

Die Bedienung ist wirklich Easy und mit ein paar Updates werden auch erfahrenere Triathleten alle Funktionen finden, die sie für das Training benötigen. Eine Taste für alles und das sehr kratz-resistente Display erleichtern den Einstige in die moderne Technik.

Für 299€ gibt es das komplette Paket mit Herzfrequenzsensor und Cadence & Speed Sensor. Mit 11,5 cm hat man ein superschlankes Band un keinen Klotz am Arm. Wasserdicht ist die Uhr übrigens bis 50m/5 ATM.

Leider gibt es keine MultiSport Modus indem ich einen Triathlon, ohne Stopp zu drücken, aufzeichnen kann. Hier fehlt eine einfach funktionelle Bedienung auch mit den Wechselzonenzeiten.

Ob die TomTom Multi-Sport für Dich geeignet ist, testest Du am besten aber selbst 🙂

Habt Ihr noch fragen zu dem Test? Dann immer her damit.

Run Happy!

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StrongmanRun 2013: Ich- einfach unermüdlich und der Tom!

Der StrongmanRun 2013 war lange im voraus geplant. Eigentlich wollte ich zusammen mit Julia (die ja auch Bloggerin für den StrongmanRun ist) wie im letzten Jahr laufen.
Doch Julia brach sich bei einem Sturz mit dem MTB das Schlüsselbein und konnte nicht starten.
In unserer Pension war somit auch noch ein Platz in unserem Zimmer.
In dem anderen Zimmer war dieses Jahr Thomas einquartiert (hier hatte ich die Adresse der Pension weitergegeben), wir hatten uns auch vor längerer Zeit schon über Twitter kennengelernt und beschlossen anhand unserer Durchschnittsgeschwindigkeit zusammen zu laufen Der StrongmanRun ist halt eher ein Gemeinschaftserlebnis und nix für Einzelkämpfer.
Am 02.05. kam von Andrè auf Twitter eine Tweet an mich mit: Der @SchlegelTom hätte da mal eine Frage…
Die Frage war: Gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten? Und ich antwortete mit: Wir hätten Platz im Zimmer von Freitag auf Samstag. Tom antwortete mit Ja gerne und somit war die Sache geritzt.
Dann weihte ich auch Jasmin ein, aber wie erwartet hat Ihr das auch nix ausgemacht einfach mal nen „Unbekannten“ mit ins Zimmer zu nehmen.
Ich wollte als offizielle Bloggerin ja auch mit gutem Beispiel voran, denn wir Starter beim StrongmanRun sind schon eine große Familie.
So fand sich für Tom über die Mitfahrzentrale auch noch der passende Platz im Auto und ich versprach ihm am Ringboulevard abzuholen.
Das hat auch alles super geklappt: Freitags fuhren wir um 16:30 los und waren kurz nach 18 Uhr am Ring.
Dort entdeckte ich sofort Andreas von Brooks und er wusste auch sofort wo Tom zu finden war, er meinte auch direkt das dieser Knut Höhler (dem mehrmaligen Gewinner des StrongmanRun) ähnlich sehen würde.
Ja und so war es dann auch. Ich holte die Startunterlagen für Bekannte ab und dann ging es in Richtung Pension.
Dort wurden wir wie jedes Jahr liebevoll aufgenommen und richteten uns häuslich ein (was bei mir immer mehr verwüsten ist wie alles andere).
Nach ca eineinhalb Stunden trudelte auch Thomas ein.
Hier muss ich nochmals betonen das Twitter echt der Hammer ist. Selbst wenn man sich noch nie im Leben vorher gesehen hat kommt es einem vor als ob man sich ewig kennen würde.
Wir ließen uns beraten welches Restaurant wohl das Beste für uns sein würde (Tom wollte mit Nudeln carboloaden) und wir brachen in Richtung Adenau auf.
In dem italienischen Restaurant wählten wir alle einen kleinen Salat und ein Nudelgericht.
Mit den Salaten wollte uns die nette Kellnerin Brot bringen,aber der Salat war aufgegessen und noch immer kein Brot. Tom schaute traurig und so bat ich die Dame nochmals um Brot um die gute Salatsauce aufzuessen. Was nun folgte war der Running Gag des StrongmanRuns: Die Dame brachte uns super leckeres Eifelbrot 🙂 Und Tom fragte uns ob wir den Comic mit der Ente kennen und Hast Du Brot? Hast Du Brot war also unser Motto. Den Film findet Ihr übrigens hier.
Nachdem Tom seine Pasta und noch die Reste von den Portionen von Jasmin und mir gegessen hatte ging es noch schnell zur Tanke und dann wieder in die Pension (mit einem Sixpack Radler).
Im Zimmer schnürte ich Tom noch seine pinknen Schuhe mit der Marathonschnürung und beantwortete alle Fragen von Ihm. Er sollte früh in den Startblog um schnell aus der Masse herauszukommen. Noch eine Sache gab ich ihm auf den Weg: „Ich will das Du es unter die ersten 3 schaffst!!!“. Ich warnte Ihn auch vor das ich Ihm beim überrunden zujubeln würde- ja jetzt lachte er noch darüber 🙂 Ich hab schon so manchen als Stimmungsnest erschreckt.
Licht aus- Schlafen!
Um sieben Uhr war ich sofort mit dem ersten Klingeln wach. Tom auch. Jasmin kurz.
Ich fragte Tom ob er zuerst ins Bad wollte und er meinte nur ob ich mich jetzt schon komplett anziehen würde, so für den Lauf, und ich bejahte das. Er wolle noch liegen bleiben und relaxen.
So machten wir uns in aller Ruhe fertig, ich bestärkte Tom immer wieder das er ganz vorne dabei sein würde.
Um halb acht wurde dann auch die liebe Jasmin langsam wach und Thomas lief im Hof herum.
Beim Frühstück war die Stimmung super, auch wenn die Jungs nicht richtig Hunger hatten. Hier gab ich aber keine Ruhe und jeder musste Essen. Für Tom verflüssigte ich sogar den auskristallisierten Honig damit er genügend Energie für den Lauf haben würde.
Nachdem wir nun unsere letzte sieben Sachen im Auto hatten ging es Richtung Ring.
Am Ring steuerten wir den ersten Parkplatz an und Jasmin versprach Tom mit Ihm zum Auto zu gehen und seine Sachen zu holen sobald er fertig war.
Im Ringboulevard trafen wir auf Christian und sein Frau und ließen uns in der Fotobox von Brooks noch ablichten.

Foto

Tom, Thomas, Christian und ich

Brooks hatte auch einen alten Bekannten im Gepäck: Achim Achilles und er lud zu einem lustigen Fragespiel ein, bei dem Thomas und ich noch Strümpfe und Shirt gewonnen haben.
Nun aber los aufs Eventgelände. Tom hatte ich mein High5 Isogel und den Multipower Carboriegel abgegeben, er hatte in der Eile vergessen vorzusorgen, und mir erschien es bei Ihm wichtiger zu sein.
Mit einem: „Also unter die ersten 10 musst Du schon“ schickte ich Ihn in den Startblog.
Thomas und ich leerten den Radler und trafen auf Georg, auch ein Twitterer (@vonWindoff) . Auch hier passte die Chemie und Kerstin, Torsten, Timo und Anhänge waren mittlerweile auch eingetroffen. Hier übergab ich die Startunterlagen und Kerstin machte noch ein paar Bilder von uns.
Irgendwie waren die anderen dann weg und Jasmin verabschiedete uns in den Startblog wo wir es uns in der prallen Sonne gemütlich machten. Ich teilte mein Getränk mit den 3 Jungs und die Stimmung war gut. Die Musik war gut- bis kurz vor dem Start jemand Frank Sinatra mit My Way laufen ließ. Nicht falsch verstehen, Sinatra ist toll, aber Hells Bells und Self Esteem von den letzten beiden Jahren, waren definitiv die bessere Wahl. Die Reaktion bekam der DJ sofort.
Der Startschuß kam und es folgte….. lange nichts. Wir standen noch über zehn Minuten herum bis sich der Startblock auf unserer Höhe zu bewegen begann.
Thomas war im Thor Kostüm und ich als altbekannte Batsch-Queen auf der Strecke. Wir liefen mit lockerem Tempo los und hier merkte man sofort, das die Veranstalter gelernt haben.
Lange blieben wir in Bewegung, überwanden lockere Strohhindernisse, aber wie jedes Jahr kam die Stelle an der wir alle anstehen mussten: Das Tor im Zaun. Dieses Mal standen wir aber nicht wegen einem Hindernis, sondern wegen einer Treppenpassage. Positiv anzumerken ist aber: Wir standen keine 40 Minuten wie letztes Jahr, sondern gefühlte 20.
Es lief dann weiter bis zum ersten „richtigen Hindernis“ Hier kam man sich wie geteert und gefedert vor. Schaum und Matsch war hier auf der Tagesordnung und ich war froh endlich kühles Nass, ähm Matsch, um mich herum zu haben. Mir war es eindeutig zu warm!!
Auf ging es nach Kriechenland. Hier muss ich zugeben das das mit dem Strom vollständig an mir vorbei ging. Hab ich einfach nicht mitbekommen und auch beim Kriechen traf mich kein Strom, gewundert hab ich mich aber schon bei der einen Passage, dass auf einmal alle so brav auf dem Boden blieben.
Es folgte das Highlight: Die Rutsche mit dem Namen Downhell. Ach war das ein Spass. In Bauchlage ging es nach unten- natürlich mal wieder nicht ohne mich dabei zu drehen.
Thomas kreischte vergnügt das er das nochmal machen wolle- ich antwortete : Ja in der nächsten Runde.
Nach einigen Laufmetern kamen wir beim Hindernis Springfield an. Erfrischend und nicht mal ein wenig anstrengend war es hier 🙂
Matschpoint war eher ausgetrocknet und stellte kein wirkliches Hindernis dar. Mount Neverrest zehrte an unseren Beinen und gab unseren Waden Arbeit.

Oben angekommen näherte sich schnell etwas von hinten: Ich drehte mich um und rief: „Ist das Knut? Nein es ist Tom- Juhu! Hau Rein und mach Mutti stolz Du wirst Erster!“
Tom drehte sich im Kreis , lachte und winkte und schon war er weg. Eigentlich wäre ich gerne direkt in Ziel gelaufen nur um mit Ihm zu feiern. Was freute ich mich für Ihn. Aber DNF ist not an Option!

Climb Eastwood fand ich toll- Hier war Gleichgewichtssinn gefragt um über die Baumstämme zu balancieren.
Intersports Knochenmühle nahm mich richtig in die Mangel: Ich kroch drunter durch und über mir sprangen die anderen 🙂
Tropical hell Island brachte uns endlich die ersehnte Erfrischung. Hier war es am Ende wieder so tief das ich nicht stehen konnte sondern schwimmen musste. War aber gar nicht schlimm 🙂
Shock Norris hatte ich unterschätzt! Doch mitten in Hindernis bekam ich einen Schlag an die Schläfe der mich total zusammenzucken ließ und auch noch ziemlich lange schmerzhaft begleitet hat. Hier wollte ich unbedingt in der nächsten Runde besser aufpassen!
Schlammageddon hatte es in sich. In der ersten Runde mussten wir zu zweit (danke nochmals für die Hilfe) meinen Fuß ausgraben, da der sich unter einem Stein im Matsch verkeilt hatte.
Hier haben viele Ihre Schuhe gelassen.
Beim Anstehen an der Brookslyn Brigde traf ich auf Sven, nein Superman 🙂
Das Hindernis war auch echt schwer und alleine für mich ohne Hilfe nicht zu bewältigen-
Der Ghetto Blaster brachte uns erst mal alle auf die Palme, denn hier wurden wir nur in kleinen Blöcken auf das Hindernis losgelassen und so gab es hier einen Stau von ca 20 Minuten bei dem sich an der Seite Läufer mit 2. Runde einfach vorbeidrückten. Ein lautes Pussy, konnte ich mir nicht verkneifen.

Nachdem auch dieses Hindernis geschafft war starteten wir in Runde 2. Jetzt war das Feld natürlich dünner-aber anstehen mussten wir nirgends mehr.

Jetzt machte sich bei vielen die Anstrengung bemerkbar: Viele standen am Rand und dehnten die einsetzenden Krämpfe weg.

Das wurde mit jedem Kilometer schlimmer und auf den Hindernissen gingen viele direkt auf den Rücken um Oberschenkel und Beine zu dehnen.

Thomas wurde hier immer ruhiger. Wo vorher noch viele Rufe wie Hast Du Brot oder Seid’s Ihr verrückt waren ließ er etwas die Flügel, nein den Hammer hängen. Ich schlug ihm vor: Berghoch gehen wir und bergrunter wird gelaufen, denn das ist nunr die Schwerkraft und nicht unser Körper der da läuft. Das klappte auch bis zur Rutsche gut, aber da hatte ich einen Anflug eines Krampfes in der rechten Wade. Ich war gewarnt, denn beim ersten StrongmanRun 2010 hat es mich auf einem kleinen Strohhindernis zusammen gefaltet. Nun setzten bei Thomas auch Krämpfe ein und zwar beidseitig.

Am Mount Neverrest verloren wir leider Sven, weil ich dachte ihm seit etwas passiert und er wäre noch hinter uns (dem war nicht so- er wartete später quietschfidel im Ziel).In der zweiten Runde passte ich übrigens bei den Stromhindernissen höllisch auf. Der Schmerz an der Schläfe war noch zu allgegenwärtig.

Ab Kilometer hatte es Thomas leider völlig gebeutelt. Ein Laufen war nicht mehr möglich und wir gingen weiter in Richtung Ziel.

Ich nutze diese Zeit für „Extrarunden“ um Thomas und tanzte bei den Hindernissen bei denen es Musik gab. Hopserlauf, Drehungen, ich brachte die Zeit schon rum und immer wieder versuchte ich Thomas aufzumuntern.

Mein schönster Moment kam dann aber oben bei den Zielhindernissen: Jasmin und Tom warteten auf uns im Ziel und feuerten uns an mit Hopp Hopp und hast Du Brot.

Ich verabschiedete mich noch vor dem Ghetto Blaster von Tom, dessen Rückfahrgelegenheit schon heim wollte. Schade- ich hätte Ihn auch noch feiern wollen meinen „Ziehsohn“ für einen Tag.

Wieder völlig in meinem Element bewältigte ich die letzten Hindernisse und merkte das ich Thomas verloren hatte. Also wartete ich auf ihn. Im Ziel lief Oh Johnny, von Jan Delay und wir stiegen über die letzten Strohballen und Container.

Glücklich und Zufrieden kamen wir im Ziel an und da gab es leider nur noch Erdinger. Nicht das das schlecht wäre, aber was zu Essen für Thomas und mich wäre schön gewesen (In unserer Pension wartete aber ein kleiner Schokoladenkuchen auf uns).

Alles andere an Zielverpflegung: Weg! Hier frage ich mich wirklich ob das sein muss. Ich habe auch von einigen Zuschauern mitbekommen das angehörige Läufer die Verpflegung von der Strecke mitgenommen und dort abgegeben hatten.

Mit einigen Läufern haben wir im Ziel noch angestoßen, denn auf den letzten Kilometern lernt man eh die besten Leute kennen 🙂

Ein Mädel kam sogar noch mal zu mir und bedankte sich für die Hilfe.

Und genau wegen solchen Leuten liebe ich den StrongmanRun so sehr! Hilfsbereitschaft, Spaß und Schlamm.

Ich hoffe im nächsten Jahr wieder als Blogger für den StrongmanRun dabei zu sein. Innerhalb der letzten 3 Jahre hat sich das Konzept verbessert. Am Samstag waren übrigens anstatt den angekündigten 22 dann 24 Kilometer angesagt!

04:55:12 stand auf der Uhr bei mir- Nettozeit. Tom wurde zusammen mit Felix Grelak Erster und die Beiden liefen Hand in Hand ein- Wahnsinn!

Hier noch eine Bitte an das Orgateam: Hebt das Zeitlimit auf! Denn solange es Wartezeiten gibt ist das einfach nicht angebracht!

Ansonsten kann ich nur ein sagen: RUN HAPPY!!!

Hier findet Ihr die Blogs von Tom, Thomas, Christian,Georg, Jasmin und Julia. Zudem hat der Tom noch als Talent auf Sportics gebloggt.

Sobald ich noch Bilder vom StrongmanRun bekomme werde ich sie in die Gallery einfügen. Falls Ihr welche von mir habt wäre ich Dankbar wenn ich Sie hier verwenden dürfte- Ihr werdet natürlich auch namentlich erwähnt und verlinkt.

Bilder von Sportograf und Brooks.

BMW Frankfurt Marathon geschafft!

Wo fange ich am besten an?

Samstags wurde ich wach und bemerkte eine Veränderung: Schnee war über Nacht gefallen! Mistkram! Ich wollte doch heute nach Frankfurt um meine Startnummer abzuholen und um all die Leute von Twitter kennenzulernen.

Also geschwind in alte Kleider gehüpft und zu meinen Eltern gefahren. Die habe ich dann geweckt, beide waren sehr erkältet und die Störung tat mir wirklich leid.

Mein Dad hat mir dann schnell den Schlagschrauber erklärt und mir mit einer Eisenstange geholfen,da ein paar Schrauben nicht aufgehen wollten. So hatte ich in unter einer Stunde meine Reifen gewechselt und war auf dem Weg zu unserem neuen Vermieter.  In nicht mal vier Wochen werden wir umgezogen sein und ja, ich freue mich mittlerweile darauf. Dort nahm ich den neuen Mietvertrag in Empfang undmachte mich nun auf den Weg nach Frankfurt.

In Frankfurt angekommen befand ich mich auch schon mitte im Getümmel der Marathonmesse. Wow! Hier war echt was los. Läufer tummelten sich hier um die neusten Errungenschaften der Forschung und die Neuheiten der Labors zu bestaunen und zu erwerben.

Ich hatte zwei Ziele: Brooks und Wrightsock wollte ich unbedingt besuchen.

Am Brooks-Stand wurde ich von der Farben Vielfalt überwältigt. Alle die im Stand am arbeiten waren kannte ich schon von diversen anderen Läufen oder von Münster direkt. Ich schaute mir die neuen Farben und Modelle an und hab schon mal ausgelotet was auf meinen Wunschzettel muss.

Danach lief mir Michael in die Arme. Kurzer Small Talk und schon war ich auf dem Weg zu Wrightsock. Dort traf  ich zum ersten Mal Günter Klei. Via Facebook hatten wir uns ja schon öfter ausgetauscht und nun lernte ich ihn mal im echten Leben kennen.

Auch bei Wrightsock gab es viel neues: Neon so weit das Auge reicht, doch leider in meiner Größe ausverkauft, also nahm ich noch ein paar Coolmesh Quarter in schwarz mit. Diese sollten beim Marathon in Kombi mit meinen CEP den Blasen vorbeugen.Dann machte ich mich auf den Weg zur Pasta-Party.

Via Twitterhaben wir uns dann alle irgendwann gefunden und standen in einer geselligen Runde zusammen.

Toll wenn man endlich mal zu den ganzen User-Namen ein Gesicht vor Augen hat. Die Stimmung war ausgelassen und herzlich. Ich bin immer wieder verblüfft wie wildfrmende Menschen bei Laufveranstaltungen durch den #Twitterlauftreff zueinander finden.

Durch das Wetterchaos wollte ich doch nicht mehr mit ins Vapiano und verabschiedete mich von der lustigen Truppe. Kurz bevor ich dann aufbrechen wollte fand ich noch Andrè, den Minister of Run Happy. Schnell begrüst und lieb gedrückt war er auch schon wieder weg. Doch da war noch Frank von Sportics den ich noch treffen wollte. Auch er hatte vor mit einem Debütanten zu laufen und peilte ungefähr den gleichen Schnitt wie wir an.

Wir- das waren Gerd, Stephan und ich. Gerd kannte ich von seiner Zeit als Messenger bei Brooks. Er selbst ist Ultraläufer und wollte mit Stephan und mir die Sache langsam angehen.

Zu Hause angekommen richtete ich meine Sachen, ich hatte so viel Angst etwas zu vergessen.

Hier habe ich bemerkt das es etwas gibt, was in meinem Kleiderschrank fehlt: Ein Laufbolero. Anscheinend hatte ein Hersteller so etwas mal im Programm, aber er war nirgendwo mehr verfügbar als ich ihn kaufen wollte.

So war mein Plan: Mein Epiphany Support Tank II in Verbindung mit dem Juno Bra und Armwärmern als erste Lage, das Utopia Hoodie als zweite. An meinen Beinen: Brooks Boy Short,die Infiniti Capri, CEP Socken, Wrightsocks und der Launch oder vielleicht doch derRavenna 3? Die Schuhfrage wollte ich morgens klären: Was sich besser anfühlt wird getragen.

Der Ipod sollte nur als Notfalllösung mit- falls ich meine Mitläufer verlieren sollte oder erst gar nicht finden würde.

Duschsachen gepackt und mein geliebtes Brooks Hoodie, in das ich mich einkuscheln konnte.

Und nun ab ins Bett- die Zeitumstellung war auf meiner Seite.

Ich schlief ziemlich gut und morgens war ich topfit.

Ich frühstückte Cornflakes mit Bananen. Ich schmierte mir Toast mit Erdnussbutter und Grapejelly um vor dem Marathon noch einen Happen zu essen. Apfelschorle als Getränk und in letzter Sekunde fiel mir ein, dass ich mir ein Notfallpackage für unterwegs packen wollte. In diesen Wasserdichten Beutel kamen Kaugummis, Blasenpflaster, Aspirin und Immodium.

Mein Schuh an diesem Morgen war übrigens der Launch- fühlte sich gut an.

David und Jasmin waren mit am Start und so fuhren wir um viertel vor Sieben hier los.

In Frankfurt entdeckte David auch ein Parkhaus in der Nähe und so war ich sehr pünktlich für den Drehtermin mit BMW TV vor Ort.

Bei BMW Laufsport hatte ich ja den Startplatz gewonnen und wurde danach gefragt ob man mich vorher interviewen und filmen dürfe. So konnte ich vorerst mal gar nicht aufgeregt sein. Ich machte mich warm vor der Kamera und beantwortet alle Fragen. Irgendwann musste ich aber das ganze dann beenden, ich musste ja noch Jasmin und David wiederfinden und noch mal aufs Klo, was Essen und Trinken und überhaupt…..

AUFREGUNG! Da war sie- Mist! Nicht schleichend wie sonst sondern mit einem Knall schnellte mein Puls hoch.

Ich verabschiedete mich vom BMW TV Team und rief bei David an. Keine Antwort, dann bei Jasmin keine Antwort. Puls bei 190- ich kann so nich.

Irgendwann hatte ich sie dann doch am Telefon und irgendwie haben wir uns wiedergefunden. Und das obwohl die vielen Läufer hier alles andere als zuvorkommend oder rücksichtsvoll waren!

Auf die Toilette innerhalb des Gebäudes zu gehen, stellte sich als Fehler heraus. Also lies ich David und Jasmin zurück und verabschiedete mich.

Am Dixie war weniger los und ich stellte mich dort an. Auch hier kam ich schnell ins Gespräch und man fror gemeinsam.

Das Thermometer zeigte 2,5°C an. Wow! das in Verbindung mit dem Wind war schon grenzwertig. Aber der Wetterbericht sagte Sonne vorraus, und ich hoffte aus Windstille.

Mit Gerd verabredete ich mich am nahegelegenen Hotel und er lies nicht lange auf sich warten. Er und Stephan waren mir sofort grün. So bahnten wir uns unseren Weg in unseren Spass- ähm- Startblog.

Wir warteten auch hier nicht lange bis der Startblog nach vorne an die Startlinie rücken durfte.

Startschuss – los. Während um uns herum sehr viel Stille herrschte, hatten wir uns viel zu erzählen. Schliesslich hatten wir uns gerade erst kennengelernt. Gerd versprach uns zu steuern und unsere Geschwindigkeit im Auge zu behalten. Die Stimmung war echt super! Wir trafen auch auf Frank, Mario und Sven.

Bei uns herrschte ausgelassene Stimmung. Gerd wies uns an, an wirklich jeder Verpflegungsstelle zu trinken.

Was bestimmt eine super Idee gewesen wäre, wenn nicht die Getränke eiskalt gewesen wären 😦

Das Wasser war so kalt, das es an den Zähnen weh tat. Aber wir mussten ja trinken also runter damit.

Bei Kilometer Zehn bemerkte ich dann zum ersten Mal das Magengrummeln. Ich griff dennoch zur Banane und zu Apfelschorle (wie es mir eine Freundin / Ernährungsberaterin empfohlen hatte) und lief langsam umd stetig weiter. bei Kilometer 12,5 war es soweit, der erste Dixiebesuch. Verdammt. Das war gar nicht gut. Mein Magen krampfte und ich versuchte mit tee (wenn er denn an den Verpflegungsstationen noch verfügbar war) entgegenzuwirken.

Bei Kilometer 17,5 war mir klar: Da hilft nix. Also griff ich zu Immodium Lingual. Nicht die beste Möglichkeit, aber ich hoffte das es wirken würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wir liefen weiter und trafen nochmal auf Sven- kurze Tanzeinlage zur Sambagruppe- und schon waren wir wieder auf der Strecke.

Es ging vorbei an Musikgruppen und Sambaformationen. Für mich zählte leider nur: Wo ist das nächste Dixie?

Das Medikament wirkte nicht und so musste ich spätestens alle 5 Kilometer in die blaue Box- Mist- Verdammter!
Stephan und ich beschlossen Dixie-Bingo daraus zu machen- so war es erträglicher und irgendwie taten die Beiden mir leid. Ich musste tatsächlich 7 mal ab Kilometer 12,5.

Ich beschloss bei Kilometer 30 nochmal zu Immodium zu greifen-aber auch hier zeigte es keine Wirkung.

Dafür aber der Song über den Wolken, der hier gespielt wurde 🙂

Dafür war uns umso mehr bewusst das wir ab Kilometer 30 so weit laufen würden wie noch nie zuvor. Zumindest traf das auf Stephan und mich zu.

Bei jedem Kiometerschild hatte ich Gänsehaut und konnte gar nicht glauben wie weit ich gekommen war.

Bei Kilometer 33 trafen wir auf Mario und Frank, die gerade etwas langsamer wurden, da Frank leichte Probleme hatte. Hier erinnere ich mich an die Kneipe in der: Erbarmen- zu spät die Hesse komme-lief. An der nächsten traf ich auf einen altbekannten TopHit: Ring of Fire. Ich freute mich total- gehörte der Song doch seit dem Garmin Alpen Triathlon zu meinen Lieblingssongs beim Sport. Sofort folgte ein Dämpfer. Gerd meinte das Musik mich immer anziehen lies und Frank meinte das ein Geschirr wie bei einem Hund wohl das richtige sei.

Ja das stimmt, Musik pusht mich- sehr sogar. Ich verbinde so viel in meinem Leben mit Musiktiteln, auch in meinem Freundeskreis haben viele Personen einen Titel mit dem ich sie verbinde. Bei Jasmin zum Beispiel ist das Hells Bells, bei Patti Closer und bei Gabi Mr. Roboto.

Kein Wunder also, das ich bei Bad Moon Rising auch wieder etwas schneller wurde.Frank und Mario haben wir leider verloren.

Bei Kilometer 38 war ich wirklich geflasht- Wow! SO ist das also wenn man weit läuft. Bei Kilometer 40 waren Stephan und ich dann zum letzten Mal auf dem Dixie um den Zieleinlauf zu geniessen. Mittlerweile zwickte auch meine Blase und ich hatte eine Salzkruste im Gesicht. Egal! Das hier konnte mir niemand mehr nehmen!

Der Moment, in dem wir zu dritt in Richtung Festhalle abbogen, als Gerd seine Frau entdeckte, ich die Frau von Frank entdeckte und der Eingang vor uns lag und Gerd uns mit einem: „Geniesst es!“ vorschickte.

Ich hatte Gänsehaut, Pipi in den Augen und sogar der Text von the Riddle fiel mir wieder ein. Ich verfiel in den Hopserlauf, der beim ersten Hopser auch ehrlich ein wenig schmerzte, aber dann war alles vergessen! Wow! Hammer! Genial! Ich umarmte mein Begleiter! Ohne die Beiden, und die vielen Storys über die Kinder und Familien hätte ich das hier nicht geschafft!

Ja der erste Hopser tat wirklich weh!

Ich war im Ziel! Und ich musste eigentlich schon wieder aufs Klo. Ich nahm meine Medallie in Empfang, ließ mich in Folie hüllen und trank Tee. Hunger hatte ich keinen. Ich bedankte mich nochmals für das betreute Laufen und machte mich auf die Suche nach David und Jasmin. Die hatte ich schnell gefunden und so konnte ich zügig unter die warme Dusche. Einziges Problem: In der Halle war es zugig und kalt- also beeilte ich mich.

Während ich meine Haare föhnte twitterte ich und genoss die Wärme um mich herum.

Nachwehen hatte ich fast keine: Ich trank zu Hause noch viel Grüntee um dem Zwicken in der Blase entgegenzuwirken, Montags in der Sauna schmerzten nur etwas meine Knie und Dienstags ging es mir schon wieder super.Muskelkater hatte ich nur im Oberbauch vom Lachen. Mittwochs gab ich schon wieder Kurs, merkte aber beim BodyCombat Halloween Special schon, dass ich da was großes hinter mir hatte.

Alles in Allem kam ich super glücklich im Ziel an. Die 5h13 sind mir fast egal. Die Gewissheit, das es ohne Magenprobleme eine 4 vorne gewesen wäre macht mich schon stolz. Die Vorbereitungszeit von 3 Wochen war mehr als kurz und viele haben mir gesagt wie verrückt es sei, ohne Vorbereitung die volle Distanz laufen zu wollen. Fakt ist, ich bin angekommen und mit einem Lächeln über die Ziellinie!

Das war echt Run Happy!

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Samweis Gamdschie, das My Goal Team und der Cooper Test

Meine Marathonvorbereitung ist ja eher spontan. Mit 22 Tagen vorm Frankfurt Marathon bin ich wahrscheinlich die mutigste oder bekloppteste Läuferin die es dort zu sehen geben wird.

Am Freitag bin ich, nachdem ich die Nachricht übder den gewonnen Startplatz erreicht hatte, erst mal 19km laufen gewesen. 15km hat mich Brigitte begleitet, Wir haben spontan einen neuen Weg ausprobiert und durften da einer der steilsten Anstiege in unserer Gegend laufen. Autschn!
Zu Hause angekommen hatte ich einige Nachrichten bei Twitter und Facebook. So habe ich eine ganze Schar an Läufer gefunden, die mich begleiten wird bei meinem ersten Marathon. Auch Anfeuerteams an der Strecke haben sich gemeldet und jetzt habe ich Angst diese zu verpassen 🙂
Um nichts, aber rein gar nichts dem Zufall zu überlassen, habe ich mir jetzt doch ein paar Kompressionssocken bestellt. In Schwarz/ Orange, passend zu meinem Twitterlauftreff- Shirt.
Eine Freundin, Ernährungsberaterin, stellt mir noch einen Plan für die Woche davor auf. Hier muss ich wirklich alles optimieren, denn am Trainingszustand geht nicht mehr so viel.
Am Mittwoch war es so weit: Das sollte der weiteste Lauf meines Läuferlebens werden.
Trinkrucksack, Gel, Geld, Armlinge, Telefon, Tempos und Ipod waren herausgelegt. Ich machte pünktlich Feierabend, aß eine Banane, und lief direkt nach der Arbeit los.
Meine Beine waren am Anfang träge und müde so dass ich wirklich im Schneckentempo loslief,
Die Sonne schien und mein Hörbuch war spannend.
Also lief ich von Weilerbach nach Rodenbach, dann über das IG Nord nach Erfenbach, Otterbach, Sambach, Katzweiler, Hirschorn. Ui langsam wurde es kühl. Armlinge schnell drübergezogen und weiter ging es.
Die Strecke Hirschorn Weilerbach zieht sich immer. Mein Auto stand an der Mückenmühle, dort wollte ich dann meinen Rucksack bei Kilometer 20 ins Auto legen und die letzten Kilometer rundenmäßig im Bruch zurück legen. Der Rucksack hatte mich sehr behindert beim Laufen, wie ich nun feststellen konnte. Meine Schritte wurden größer und es fiel mir leichter wieder etwas Tempo aufzunehmen.
Auf einmal ging alles ziemlich schnell: Ich lief ein paar kürzere Intervalle.
Bei Kilometer 24 kam ich mir ähnlich vor wie Samweis Gamdschie aus Herr der Ringe: Wenn ich noch einen Schritt mache, bin ich so weit gelaufen wie noch nie zuvor.
Bei Kilometer 25 war auf einmal die Sonne weg und ich fand mich auf einem unheimlich finsteren Teil wieder. Kopfhörer raus, Stress an!
Ja jetzt hatte ich Angst. Es war Dunkel, ich hatte kalt und noch fast 2 Kilometer trennten mich von meinem Auto.
Geb Gas, dachte ich mir und lief los. Die letzten 2 Kilometer waren die schnellsten, die beide deutlich unter 6 min/km blieben. die letzten hundert Meter hörte ich was und kam sogar unter 5 min/km.

Boah was für ein Stress. 3 Kilometer haben mir gefehlt. Aber den langen Lauf werde ich am Wochenende wiederholen. Bis dahin steht für mich das neue BodyCombat Release 53 auf dem Plan.

Am Wochenende gibt es wieder den Cooper-Test, zu dem das My Goal Team aufgerufen hat. Hier könnt Ihr Eure Leistung immer wieder überprüfen und mit anderen Läufern im Social Network abgleichen. Hier bin ich gespannt wo meine Leistung liegen wird und ob ich mich verbessert habe.

Danke an Alle die mich so bei dem Vorhaben Last Minute Marathon unterstüzen: Ihr seid Spitze- fühlt Euch alle gedrückt!

Run Happy!

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Und jährlich grüßt der Gourmetmarathon

Am Sonntag war es wieder soweit: Ich startete beim Gourmetmarathon Saarbrücken auf der Halbmarathon Distanz.

Am Abend vorher hatte ich noch einen Auftritt mit der Band Generation Groove und kam erst spät ins Bett. Da dies vorher klar war und ich mein Saisonziel mit dem Garmin Alpen Triathlon schon erreicht habe, ging ich die Sache locker an.

Vorm Start habe ich mich schon super unterhalten. Es war ja aber auch viel Zeit: Wir mussten ewig Anstehen um unsere Kleiderbeutel abzugeben. Hier frage ich mich, wieso die Organisation geändert wurde. Die letzten Jahre war es immer im inneren des Saarbücker Staatstheaters gewesen. Dieses mal war es draußen, in einem Mini-Zelt. Auch ein Brooks-Stand war hier aufgebaut und den wollte ich mir nach dem Zieleinlauf genauer ansehen.

Die Stimmung war gut, auch die Moderation durch 2 Lokalmatadoren lief bereits als ich eintraf. 3 Minuten vor dem Startschuss fand ich ins Starterfeld. Musik hatte ich nur zur Not dabei, falls die Motivation auf der Strecke blieb oder ein Asthmaanfall sich ankündigen sollte, das lenkt mich immer ab und verhindert das schlimmste.

Kurz nach dem Start fand ich mich in einer Gruppe wieder, die für den Berlin-Marathon seit letzten Dezember trainiert. Hier war die Stimmung toll: Unterwegs wurden Interviews aufgezeichnet, Bilder gemacht rumgealbert. Wow, endlich mal Leute die so drauf waren wie ich, nur das diese halt auch einen ganzen Marathon laufen wollen- in 2 Wochen. Ich fragte die Jungs aus: Sie wurden gesponsert von Sport Jochum und ein Blick an Ihre Füße zeigte nur neustes Brooks Schuhwerk. Allesamt waren wie ich von der Figur her nicht die sportlichsten umso mehr zollte ich Ihnen Respekt vor der Entscheidung Marathon.

Vor lauter Geschnatter und Bilder machen für die super B-Note hatte ich nicht mal gemerkt das wir schon bei Kilometer 7 angekommen waren- Das ging schnell! Dann drehte sich ein Läufer vor mir um: „Bist Du Carmen?“ „Jepp- die bin ich!“ antwortete ich, „Du bist Christoph-oder?“. Christoph hatte bei meiner ersten Teilnahme beim Gourmetmarathon ein Bild von meinem Rücken gemacht welches ich bei Facebook wieder gefunden habe, seither standen wir im Social Network in Kontakt und tauschten hier Erfahrungen über Läufe aus. Und nun konnten wir endlich auch hier mal ein paar Worte wechseln. Irgendwann lies mich Christoph mit den Worten: „Du wirst mir zu schnell, bis später dann“ ziehen. So war ich in der Mitte der Zugläufer für den Marathon mit der Aufschrift 4:30 gelandet. Hier war es still- leider. Ein Ohrstöpsel ins Ohr für die Motivation und das Stück an der Saar war schnell erreicht. Da man hier 2 Runden läuft kam dann schon zum ersten Mal das Ziel. Die Moderatorin meinte das ich mit meinem Lächeln ja noch total frisch ausehen würde und das ich die Jungs vor mir einholen soll.

Ich lief weiter zwischen den Zugläufern und schaute mir Saabrücken an,das ist ja in der ersten Runde wegen dem vielen Erzählen irgendwie untergegangen. Lange alleine war ich nicht: Ein Läufer war ganz allein vor mir und wurde langsamer, ich holte ihn ein und wir kamen schnell ins Gespräch. Er war von seinem besten Freund zum Laufen gebracht worden und hatte in kurzer Zeit 25kg abgenommen. Nur leider hatte genau dieser Freund vor zwei Wochen einen Herzinfarkt und irgendwie fehle ihm der Mitläufer.

Nichts leichter als das: Ich bot ihm an das ganze hier gemeinsam durchzuziehen und er war sofort dabei. So unterhielten wir uns mal mehr mal weniger, nahmen die Versorgungsstellen und warteten aufeinander. An der letzten Versorgungsstelle sammelten wir noch einen einsamen Läufer ein.

Ich quatschte und quatschte und schon hatte ich einen Mitläufer verloren, der andere war aber noch da- bis Kilometer 19. Da wollte er nur noch gehen. Wir machten aus uns im Ziel auf ein Gründels zu treffen.

Ich lief weiter. Meine Beine waren gar nicht so müde und so gehörten die letzten beiden Kilometer auch zu den schnellern an diesem Tag. Ich sammelte noch ein paar Damen auf dem Weg ein und freute mich auf die Zielverpflegung. An der Saar ging alles wieder ruck zuck- schon war ich im Ziel. Die Moderatorin interviewte mich kurz und natürlich will ich nächstes Jahr wieder kommen. Ich mag Saarbrücken einfach. Und nächstes Jahr wird hier anstatt der vollen Marathondistanz nur noch die Halbe und ein 10km Lauf angeboten. Ich persönlich finde das keine schlechte Idee- so könnte auch Jasmin mit mir hier starten.

Zieleinlauf- Bild von ENERGIS

Dort wartete ich wie versprochen. Auch die Jungs, die für den Berlin-Marathon trainierten waren da. Sie waren eine Minute schneller im Ziel gewesen. Was für ein Fest als wir alle im Ziel anstossen konnten. Auf Facebook habe ich auch fast alle wieder gefunden. Ich bin sehr gespannt was sie vom Berlin Marathon berichten werden.

Mein Brooks Launch hat mich übrigens super auf den 21km begleitet. Er ist zwar etwas schwammig, aber ich hatte keine Schmerzen oder Druckstellen im Ziel. Ein ausführlicher Bericht folgt demnächst bei Brooks.

Dann noch schnell die Gourmetverpflegung geschnappt und dann den Beutel abgeholt.

Von Hochwald gab es Eisschokolade geschenkt und ich setzte mich mit meinem Beutel in die Sonne um der Musik des Physiotherapeuten zu lauschen, der hier die Läufer dehnte.

So kam ich wieder mit einem Teilnehmer ins Gespräch, der direkt aus Saarbrücken war und auch die Läufe in Kaiserslautern mitgelaufen ist. Schnell etwas über die Wettkampferfahrung ausgetauscht und den TSG-Halbmarathon in Kaiserslautern für gut befunden. Er erwähnte das er gerne angefeuert wird und ich empfahl ihm Mannheim 🙂

Gestärkt und entspannt lief ich zum Brooks Stand. Hier war Eddy im Kundengespräch und ich wartete brav, wollte ich doch fragen ob der PureCadence in Pink da war, es gab immerhin 20% Messerabatt und in der Startertüte war ein 10€ Gutschein enthalten. Leider war der Schuh nicht im Gepäck, aber unterhalten haben wir uns dennoch gut. Andreas, der Mann von Brooks fürs Onlinemarketing, blieb nicht unerwähnt und ein Gespräch über Messenger, Ambassadore und Minister folgte. Wir fachsimpelten über Schuhe und wie viele Menschen doch die falschen Schuhe zum Laufen tragen. Auch hier verflog die Zeit wie im Flug und ich verabschiedete mich nach ca 30 Minuten.

Alles in allem ein gelungener Tag, meine Zeit mit 02:16:48 ist da eher nebensächlich, da ich eh einfach nur Laufen wollte.

Noch was, was ich kurz erwähnen möchte: Am Sonntag, den 23.09. starte ich beim Jog & Rock in Bensheim, wenn da jemand von Euch ist meldet Euch doch mal- ich lerne immer gerne neue Leute kennen.

Heute wurde ich beim Einkaufen als die von Schlechtes Wetter gibt es nicht erkannt- vor lauter Aufregung hab ich meine PIN an der Kasse dann auch prompt falsch eingegeben. Von hier aus einen lieben Gruß an Nadine und auch Dir danke fürs Lesen 🙂

Ich wünsche Euch eine erfolgreiche Woche- meine steht ganz unter dem Stern der Sportics League.

Run Happy!

Die Premiere vom Brooks Launch beim Halbmarathon ist mehr als gut gelaufen

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf

Schon ist die Mitte vom Monat August erreicht- noch 3 Wochen bis zum Garmin Alpen Triathlon- und ich stehe ganz gut im Training.

Berge und Anstiege sind mit meinem Orbea Aqua, dank der Übersetzung, kein Problem mehr und der Freistil sieht auch immer besser aus.
Nur entspannt bin ich im Seewasser noch immer nicht. Ich werde mich also überraschen lassen wie das mit dem Schwimmen klappen wird.

Beim Sportics Summer Vivent habe ich an allen Disziplinen teilgenommen und beim Schwimmen und Radfahren sogar einen Platz belegt.

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So stellt sich mir die Frage ob vielleicht Laufen doch nicht meine Stärke ist, sondern ob mein Körper nicht eher fürs Radfahren gemacht ist. Hier habe ich innerhalb kürzester Zeit einen enormen Leistungsanstieg festgestellt. Für 29 km habe ich 64 Minuten nach knapp 3 Monaten Training fahren können. Die 10 Kilometer lief ich beim Summer Vivent mehr schlecht als Recht- mir war der Wettergott wieder viel zu sonnig gesonnen.

Die 5 Kilometer bin ich auf dem Campingplatz beim Taubertalfestival zweimal gelaufen. Beim ersten Lauf hatte ich noch Restalkohol und wurde beim Laufen durch Bierduschen, Staffelbrote und frisch Gezapftes unterbrochen.

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Im Hintergrund liegt hier übrigens Jasmin 🙂

Beim zweiten Anlauf war ich Sonntags ausgeschlafen, ohne Kater und sehr früh unterwegs.So lagen die meisten Festivalbesucher noch in Ihren Zelten und ich schaffte es in 27:55min.20120814-121012.jpg
Dummerweise habe ich mir durch einen Magen-Darm-Infekt und die nächtlichen Toilettenbesuche bei 8°C eine ziemliche Rückenverspannung eingefangen. So bin ich 2 Tage ausser Gefecht gesetzt worden und regeneriere im Moment.

Bei Just4Fun habe ich auch mitgemacht hier beim Taekwondo Kicktraining:

Am Wochenende trete ich beim Viernheimer Fitnesstriathlon an, das Primärziel hier wird sein die Zeit von 1:29h vom Stutensee Triathlon zu unterbieten und in der Wechselzone den Ablauf zu optimieren.

Dort starte ich natürlich auch wieder nicht allein, denn Wolfgang, Christian und Christian sind auch am Start.

Ich starte von uns dreien als erste im ersten Schwung der Startergruppe 1. So müssen die anderen dieses Mal nicht so lange im Ziel auf mich warten- hoffe ich zumindest.

Diese Woche wird eher ruhig sein, zu groß ist die Angst dass mein Rücken mir einen Strich durch die Rechnung macht.