Veltothon 2015- oder die Neuen Leiden der C.

Oh je- 3 Wochen ist es nun her und noch immer erinnere ich mich haargenau an das was ich beim Start beim Velothon gefühlt habe. Aber fangen wir vorne an. Erstmal Danke an Garmin Deutschland das ich im Team Garmin an den Start gehen durfte. Bei der großartigen Pasta- Party gab es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und auch neue wurden kennengelernt.

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Endlich konnte ich Jule radelt mal treffen und auch Andrea– beides wundervolle Menschen und wenn Ihr noch freie Kapazitäten habt folgt Ihren Blogs, ich verschlinge alle Beiträge der beiden Sportskanonen.

Auch Peter Schlickenrieder war wieder da und gut gelaunt wie man ihn kennt. Am Abend vor dem Rennen ging es noch zur Velothon Expo- aber irgendwie hab ich nicht mitbekommen das diese verlegt wurde, und so kamen wir noch zu einigen Kilometern die wir in Berlin gegangen sind. Dazu kam noch ein riesen Regenguss und  lauter aufgeregte Spaziergänger die genau so überrascht wurden vom Wetter.

Auf der Messe fand ich dieses mal gar nix 😦 was aber auch bedeutet das ich mittlerweile sehr gut ausgestattet bin, aber auch die Sachen die ich für Jasmin kaufen wollte gab es nicht.

Mein Rad war im Radlabor untergebracht und wurde dort nochmals schnell durchgecheckt wie jedes Jahr.

Nach einer kurzen Nacht gab es ein lecker Frühstück mit Waffeln, Pfannkuchen und Honig. Nur die Erdnussbutter hat mir zu meinem Glück gefehlt.

Danach aufs Zimmer, alles noch mal durchgehen und die Kleiderfrage klären: es war noch etwas kühl draußen, aber zu einer Jacke konnte ich mich nicht durchringen, das wird von allein warm! High5 Isogel war wieder dabei. 4 Stück und dieses Mal wollte ich auch meine Zufuhr im Rennen besser einhalten. Gerade was Getränke angeht hab ich die beiden letzten Male geschludert. Also 750 ml Wasser mit 2 High 5 Elektrolyttabletten versetzt. Pulsgurt an, Sitzcreme aufgetragen, rein in die Klamotten ( hier auch noch mal ein großes Lob für unser Teamshirt- so gut waren wir noch nie erkennbar), Radschuhe an, Gels im Trikot verstaut und natürlich Taschentücher (ja ich bin da immer noch Mädchen). Den Edge 810 mit meinem Iphone gekoppelt und David den Link geschickt damit er sehen konnte wann ich ankommen würde und schon hatte ich mein Rad aus dem Labor geholt und fand mich in der Lobby wieder. Auch hier musste ich noch mal für kleine Mädchen. Das obligatorische Teamfoto und schon radelten wir los. Im Handumdrehen fand ich mich im Startblock B (Garmin) wieder. Aber wir waren nicht mal halb so viele wie die letzten Jahre. Eigentlich war das ja gut- mehr Platz für uns.

Ich verteilte Cola-Kracher (die Garmin-Edition in Blau) und unterhielt mich mit Marcel, der ja auch im Brooks Run Happy Team läuft. Er hatte am Abend zuvor noch mehr oder minder das Fußball-Spiel gefeiert und war noch etwas lädiert :-).

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Irgendwie ging die Zeit so schnell rum das auf einmal der Countdown gezählt wurde für den Startblock A. Ok der Plan stand: In unserem Block wie immer locker losradeln- und die Kette war dieses mal auch auf dem richtigen Kettenblatt 🙂

Aber die Ordner machten mir einen Strich durch meinen Plan: Sie ließen den Startblock B-der abgetrennt hinter uns gestanden hatte in uns hineinfahren STRESS!!!

Auf einmal wurde geschoben und gedrückt und mein Puls war direkt oben- mein Gehirn blockiert. Fuck! So viele Menschen um mich- Platzangst- meine Gedanken malten sich das schlimmste aus: Massensturz. Was soll ich sagen: Ich war erstarrt. Aber es half ja nix: Ich musste losfahren.

Also versuchte ich mich unsichtbar zu machen, ganz rechts zu fahren und höllisch aufzupassen.

Viel zu schnell- das war nicht mein Tempo: Über 40 km/h- so radelten wir los. Aber ich konnte nicht anders ich musste ja mit.Mein Team zog an mir vorbei, aber ich konnte nicht aus der Position raus. Keine Chance.

Also versuchte ich nur bedingt nach vorne zu schauen und in meiner kleinen Welt weiterzufahren. Ich ignorierte alles um mich herum, was auch zur Folge hatte das ich durch einige Schlaglöcher fuhr, das hätte ich vermeiden können. Irgendwann wurde der Pulk um mich weniger. Aber mein Gehirn war noch nicht bereit zum entspannen. Mein Puls hoch wie nie zuvor- bei fast 180- das hatte ich nicht mal Ansatzweise wenn ich normal fahren gehe.

Bei Kilometer 50 sah ich Teamshirts von uns: Eine grössere Gruppe radelte zusammen und unterhielt sich auch. Es kam die Frage ob alles ok ist bei mir und meine Antwort war: Jetzt ja. Und genau so war es tatsächlich: Mein Kopf war frei. Ich blieb kurz dabei, bei der Verpflegungsstelle beschlossen einige aufzutanken- ich entschied mich dagegen. ich hatte bei KM 30 und 60 je ein Gel genommen, das nächste sollte bei KM 90 dran sein. Beine hatten noch Kraft, keine Krämpfe, Rücken ohne Probleme- irgendwas hab ich wohl richtig gemacht.

Ich zog also weiter und hing mich an eine Gruppe. In einem Kreisel dann wieder eine Schrecksekunde: Mann bremst nicht ab, merkt das er zu schnell ist, bremst dann schlagartig und schneidet mich. AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH- ich fluchte vor mich hin. Grummelte mir das war ja mal nur gefährlich in den Bart, da hörte ich eine Stimme sagen: Für mich nicht aber für meinen Hintermann bestimmt. Jetzt nicht zuschlagen- Ich maulte Ihn an: Ja das war ich, scheiß Aktion. Und irgendwie wurde er dann schneller und war weg. Verdammte Axt- ich versteh das nicht. Schnelligkeit um jeden Preis? Muss das wirklich sein? Hier mein Appell an alle die so ein Rennen fahren: Augen auf und Kopf an! Auch wenn man müde wird muss man aufpassen.

Ich schaute auf meinen Garmin Edge 810: Tempelhof musste doch bald da sein…..

Ich fragte einen nett aussehenden Radler und es stellte sich raus: Ein echter Berliner.  Der meinte wir wären gleich in Tempelhof. Ich erkundigte mich auch ob die Streckenführung anders gewesen sei als letztes Jahr, da die Kopfsteinpflasterpassage nicht da gewesen war. Er meinte das dieses Stück geteert wurde. Hierfür ein LOB an Berlin.

Wir durchfuhren einen Blitzer und wurden geblitzt, das ist mir noch nie passiert.

Dann kam Tempelhof, und schon wieder war ich hier fast alleine. Raus aus dem Flughafengelände. Mein Kilometerstand zeigte was mit 106km an. In den Vorjahren lag die Strecke immer zwischen 108-112 km. Also zog ich das Tempo noch mal an und nahm den letzten Schluck aus meiner Flasche. Ich hab mich echt durchgerungen eine ganze Flasche zu trinken. Ich fuhr an Manfred Barths (Redakteur, Radiomoderator,Blogger) Seite. Und jetzt konnte ich mich auch unterhalten. Irgendwie war das Ziel noch immer nicht in Sicht. Irgendwie war die Strecke wohl länger. 118,9 km. Zack! Zieleinfahrt.

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Völlig unspektakulär- und wieder geschafft. Und das mit nur ca 300km Rennradkilometern in den Beinen. Die Auswertung bei Garmin Connect zeigt: Das war mein schnellster Velothon im Schnitt- da die Strecke länger war als sonst.

Im Ziel dann eine Erdinger Alkoholfrei mit Manfred getrunken und noch geschnagt. Schön war es, ab Kilometer 50 halt erst. Dann traf auch Christian ein und dann erstmal ein Selfie:

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Schnell geduscht und dann ab zu Garmin in den VIP Bereich.

Hier haben wir dann noch den weiteren Rennen zugeschaut und es uns gut gehen lassen.

Auf der Seite vom Velothon gibt es Hinweise das es ein Velothon Event nächstes Jahr auch in Stuttgart geben könnte. Mein Interesse ist geweckt- vielleicht dann nächstes Jahr im Ländle…..

Dankeschön an Garmin Deutschland dass ich wieder an den Start gehen durfte mit einem hervorragendem Team.

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StrongmanRun 2013: Ich- einfach unermüdlich und der Tom!

Der StrongmanRun 2013 war lange im voraus geplant. Eigentlich wollte ich zusammen mit Julia (die ja auch Bloggerin für den StrongmanRun ist) wie im letzten Jahr laufen.
Doch Julia brach sich bei einem Sturz mit dem MTB das Schlüsselbein und konnte nicht starten.
In unserer Pension war somit auch noch ein Platz in unserem Zimmer.
In dem anderen Zimmer war dieses Jahr Thomas einquartiert (hier hatte ich die Adresse der Pension weitergegeben), wir hatten uns auch vor längerer Zeit schon über Twitter kennengelernt und beschlossen anhand unserer Durchschnittsgeschwindigkeit zusammen zu laufen Der StrongmanRun ist halt eher ein Gemeinschaftserlebnis und nix für Einzelkämpfer.
Am 02.05. kam von Andrè auf Twitter eine Tweet an mich mit: Der @SchlegelTom hätte da mal eine Frage…
Die Frage war: Gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten? Und ich antwortete mit: Wir hätten Platz im Zimmer von Freitag auf Samstag. Tom antwortete mit Ja gerne und somit war die Sache geritzt.
Dann weihte ich auch Jasmin ein, aber wie erwartet hat Ihr das auch nix ausgemacht einfach mal nen „Unbekannten“ mit ins Zimmer zu nehmen.
Ich wollte als offizielle Bloggerin ja auch mit gutem Beispiel voran, denn wir Starter beim StrongmanRun sind schon eine große Familie.
So fand sich für Tom über die Mitfahrzentrale auch noch der passende Platz im Auto und ich versprach ihm am Ringboulevard abzuholen.
Das hat auch alles super geklappt: Freitags fuhren wir um 16:30 los und waren kurz nach 18 Uhr am Ring.
Dort entdeckte ich sofort Andreas von Brooks und er wusste auch sofort wo Tom zu finden war, er meinte auch direkt das dieser Knut Höhler (dem mehrmaligen Gewinner des StrongmanRun) ähnlich sehen würde.
Ja und so war es dann auch. Ich holte die Startunterlagen für Bekannte ab und dann ging es in Richtung Pension.
Dort wurden wir wie jedes Jahr liebevoll aufgenommen und richteten uns häuslich ein (was bei mir immer mehr verwüsten ist wie alles andere).
Nach ca eineinhalb Stunden trudelte auch Thomas ein.
Hier muss ich nochmals betonen das Twitter echt der Hammer ist. Selbst wenn man sich noch nie im Leben vorher gesehen hat kommt es einem vor als ob man sich ewig kennen würde.
Wir ließen uns beraten welches Restaurant wohl das Beste für uns sein würde (Tom wollte mit Nudeln carboloaden) und wir brachen in Richtung Adenau auf.
In dem italienischen Restaurant wählten wir alle einen kleinen Salat und ein Nudelgericht.
Mit den Salaten wollte uns die nette Kellnerin Brot bringen,aber der Salat war aufgegessen und noch immer kein Brot. Tom schaute traurig und so bat ich die Dame nochmals um Brot um die gute Salatsauce aufzuessen. Was nun folgte war der Running Gag des StrongmanRuns: Die Dame brachte uns super leckeres Eifelbrot 🙂 Und Tom fragte uns ob wir den Comic mit der Ente kennen und Hast Du Brot? Hast Du Brot war also unser Motto. Den Film findet Ihr übrigens hier.
Nachdem Tom seine Pasta und noch die Reste von den Portionen von Jasmin und mir gegessen hatte ging es noch schnell zur Tanke und dann wieder in die Pension (mit einem Sixpack Radler).
Im Zimmer schnürte ich Tom noch seine pinknen Schuhe mit der Marathonschnürung und beantwortete alle Fragen von Ihm. Er sollte früh in den Startblog um schnell aus der Masse herauszukommen. Noch eine Sache gab ich ihm auf den Weg: „Ich will das Du es unter die ersten 3 schaffst!!!“. Ich warnte Ihn auch vor das ich Ihm beim überrunden zujubeln würde- ja jetzt lachte er noch darüber 🙂 Ich hab schon so manchen als Stimmungsnest erschreckt.
Licht aus- Schlafen!
Um sieben Uhr war ich sofort mit dem ersten Klingeln wach. Tom auch. Jasmin kurz.
Ich fragte Tom ob er zuerst ins Bad wollte und er meinte nur ob ich mich jetzt schon komplett anziehen würde, so für den Lauf, und ich bejahte das. Er wolle noch liegen bleiben und relaxen.
So machten wir uns in aller Ruhe fertig, ich bestärkte Tom immer wieder das er ganz vorne dabei sein würde.
Um halb acht wurde dann auch die liebe Jasmin langsam wach und Thomas lief im Hof herum.
Beim Frühstück war die Stimmung super, auch wenn die Jungs nicht richtig Hunger hatten. Hier gab ich aber keine Ruhe und jeder musste Essen. Für Tom verflüssigte ich sogar den auskristallisierten Honig damit er genügend Energie für den Lauf haben würde.
Nachdem wir nun unsere letzte sieben Sachen im Auto hatten ging es Richtung Ring.
Am Ring steuerten wir den ersten Parkplatz an und Jasmin versprach Tom mit Ihm zum Auto zu gehen und seine Sachen zu holen sobald er fertig war.
Im Ringboulevard trafen wir auf Christian und sein Frau und ließen uns in der Fotobox von Brooks noch ablichten.

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Tom, Thomas, Christian und ich

Brooks hatte auch einen alten Bekannten im Gepäck: Achim Achilles und er lud zu einem lustigen Fragespiel ein, bei dem Thomas und ich noch Strümpfe und Shirt gewonnen haben.
Nun aber los aufs Eventgelände. Tom hatte ich mein High5 Isogel und den Multipower Carboriegel abgegeben, er hatte in der Eile vergessen vorzusorgen, und mir erschien es bei Ihm wichtiger zu sein.
Mit einem: „Also unter die ersten 10 musst Du schon“ schickte ich Ihn in den Startblog.
Thomas und ich leerten den Radler und trafen auf Georg, auch ein Twitterer (@vonWindoff) . Auch hier passte die Chemie und Kerstin, Torsten, Timo und Anhänge waren mittlerweile auch eingetroffen. Hier übergab ich die Startunterlagen und Kerstin machte noch ein paar Bilder von uns.
Irgendwie waren die anderen dann weg und Jasmin verabschiedete uns in den Startblog wo wir es uns in der prallen Sonne gemütlich machten. Ich teilte mein Getränk mit den 3 Jungs und die Stimmung war gut. Die Musik war gut- bis kurz vor dem Start jemand Frank Sinatra mit My Way laufen ließ. Nicht falsch verstehen, Sinatra ist toll, aber Hells Bells und Self Esteem von den letzten beiden Jahren, waren definitiv die bessere Wahl. Die Reaktion bekam der DJ sofort.
Der Startschuß kam und es folgte….. lange nichts. Wir standen noch über zehn Minuten herum bis sich der Startblock auf unserer Höhe zu bewegen begann.
Thomas war im Thor Kostüm und ich als altbekannte Batsch-Queen auf der Strecke. Wir liefen mit lockerem Tempo los und hier merkte man sofort, das die Veranstalter gelernt haben.
Lange blieben wir in Bewegung, überwanden lockere Strohhindernisse, aber wie jedes Jahr kam die Stelle an der wir alle anstehen mussten: Das Tor im Zaun. Dieses Mal standen wir aber nicht wegen einem Hindernis, sondern wegen einer Treppenpassage. Positiv anzumerken ist aber: Wir standen keine 40 Minuten wie letztes Jahr, sondern gefühlte 20.
Es lief dann weiter bis zum ersten „richtigen Hindernis“ Hier kam man sich wie geteert und gefedert vor. Schaum und Matsch war hier auf der Tagesordnung und ich war froh endlich kühles Nass, ähm Matsch, um mich herum zu haben. Mir war es eindeutig zu warm!!
Auf ging es nach Kriechenland. Hier muss ich zugeben das das mit dem Strom vollständig an mir vorbei ging. Hab ich einfach nicht mitbekommen und auch beim Kriechen traf mich kein Strom, gewundert hab ich mich aber schon bei der einen Passage, dass auf einmal alle so brav auf dem Boden blieben.
Es folgte das Highlight: Die Rutsche mit dem Namen Downhell. Ach war das ein Spass. In Bauchlage ging es nach unten- natürlich mal wieder nicht ohne mich dabei zu drehen.
Thomas kreischte vergnügt das er das nochmal machen wolle- ich antwortete : Ja in der nächsten Runde.
Nach einigen Laufmetern kamen wir beim Hindernis Springfield an. Erfrischend und nicht mal ein wenig anstrengend war es hier 🙂
Matschpoint war eher ausgetrocknet und stellte kein wirkliches Hindernis dar. Mount Neverrest zehrte an unseren Beinen und gab unseren Waden Arbeit.

Oben angekommen näherte sich schnell etwas von hinten: Ich drehte mich um und rief: „Ist das Knut? Nein es ist Tom- Juhu! Hau Rein und mach Mutti stolz Du wirst Erster!“
Tom drehte sich im Kreis , lachte und winkte und schon war er weg. Eigentlich wäre ich gerne direkt in Ziel gelaufen nur um mit Ihm zu feiern. Was freute ich mich für Ihn. Aber DNF ist not an Option!

Climb Eastwood fand ich toll- Hier war Gleichgewichtssinn gefragt um über die Baumstämme zu balancieren.
Intersports Knochenmühle nahm mich richtig in die Mangel: Ich kroch drunter durch und über mir sprangen die anderen 🙂
Tropical hell Island brachte uns endlich die ersehnte Erfrischung. Hier war es am Ende wieder so tief das ich nicht stehen konnte sondern schwimmen musste. War aber gar nicht schlimm 🙂
Shock Norris hatte ich unterschätzt! Doch mitten in Hindernis bekam ich einen Schlag an die Schläfe der mich total zusammenzucken ließ und auch noch ziemlich lange schmerzhaft begleitet hat. Hier wollte ich unbedingt in der nächsten Runde besser aufpassen!
Schlammageddon hatte es in sich. In der ersten Runde mussten wir zu zweit (danke nochmals für die Hilfe) meinen Fuß ausgraben, da der sich unter einem Stein im Matsch verkeilt hatte.
Hier haben viele Ihre Schuhe gelassen.
Beim Anstehen an der Brookslyn Brigde traf ich auf Sven, nein Superman 🙂
Das Hindernis war auch echt schwer und alleine für mich ohne Hilfe nicht zu bewältigen-
Der Ghetto Blaster brachte uns erst mal alle auf die Palme, denn hier wurden wir nur in kleinen Blöcken auf das Hindernis losgelassen und so gab es hier einen Stau von ca 20 Minuten bei dem sich an der Seite Läufer mit 2. Runde einfach vorbeidrückten. Ein lautes Pussy, konnte ich mir nicht verkneifen.

Nachdem auch dieses Hindernis geschafft war starteten wir in Runde 2. Jetzt war das Feld natürlich dünner-aber anstehen mussten wir nirgends mehr.

Jetzt machte sich bei vielen die Anstrengung bemerkbar: Viele standen am Rand und dehnten die einsetzenden Krämpfe weg.

Das wurde mit jedem Kilometer schlimmer und auf den Hindernissen gingen viele direkt auf den Rücken um Oberschenkel und Beine zu dehnen.

Thomas wurde hier immer ruhiger. Wo vorher noch viele Rufe wie Hast Du Brot oder Seid’s Ihr verrückt waren ließ er etwas die Flügel, nein den Hammer hängen. Ich schlug ihm vor: Berghoch gehen wir und bergrunter wird gelaufen, denn das ist nunr die Schwerkraft und nicht unser Körper der da läuft. Das klappte auch bis zur Rutsche gut, aber da hatte ich einen Anflug eines Krampfes in der rechten Wade. Ich war gewarnt, denn beim ersten StrongmanRun 2010 hat es mich auf einem kleinen Strohhindernis zusammen gefaltet. Nun setzten bei Thomas auch Krämpfe ein und zwar beidseitig.

Am Mount Neverrest verloren wir leider Sven, weil ich dachte ihm seit etwas passiert und er wäre noch hinter uns (dem war nicht so- er wartete später quietschfidel im Ziel).In der zweiten Runde passte ich übrigens bei den Stromhindernissen höllisch auf. Der Schmerz an der Schläfe war noch zu allgegenwärtig.

Ab Kilometer hatte es Thomas leider völlig gebeutelt. Ein Laufen war nicht mehr möglich und wir gingen weiter in Richtung Ziel.

Ich nutze diese Zeit für „Extrarunden“ um Thomas und tanzte bei den Hindernissen bei denen es Musik gab. Hopserlauf, Drehungen, ich brachte die Zeit schon rum und immer wieder versuchte ich Thomas aufzumuntern.

Mein schönster Moment kam dann aber oben bei den Zielhindernissen: Jasmin und Tom warteten auf uns im Ziel und feuerten uns an mit Hopp Hopp und hast Du Brot.

Ich verabschiedete mich noch vor dem Ghetto Blaster von Tom, dessen Rückfahrgelegenheit schon heim wollte. Schade- ich hätte Ihn auch noch feiern wollen meinen „Ziehsohn“ für einen Tag.

Wieder völlig in meinem Element bewältigte ich die letzten Hindernisse und merkte das ich Thomas verloren hatte. Also wartete ich auf ihn. Im Ziel lief Oh Johnny, von Jan Delay und wir stiegen über die letzten Strohballen und Container.

Glücklich und Zufrieden kamen wir im Ziel an und da gab es leider nur noch Erdinger. Nicht das das schlecht wäre, aber was zu Essen für Thomas und mich wäre schön gewesen (In unserer Pension wartete aber ein kleiner Schokoladenkuchen auf uns).

Alles andere an Zielverpflegung: Weg! Hier frage ich mich wirklich ob das sein muss. Ich habe auch von einigen Zuschauern mitbekommen das angehörige Läufer die Verpflegung von der Strecke mitgenommen und dort abgegeben hatten.

Mit einigen Läufern haben wir im Ziel noch angestoßen, denn auf den letzten Kilometern lernt man eh die besten Leute kennen 🙂

Ein Mädel kam sogar noch mal zu mir und bedankte sich für die Hilfe.

Und genau wegen solchen Leuten liebe ich den StrongmanRun so sehr! Hilfsbereitschaft, Spaß und Schlamm.

Ich hoffe im nächsten Jahr wieder als Blogger für den StrongmanRun dabei zu sein. Innerhalb der letzten 3 Jahre hat sich das Konzept verbessert. Am Samstag waren übrigens anstatt den angekündigten 22 dann 24 Kilometer angesagt!

04:55:12 stand auf der Uhr bei mir- Nettozeit. Tom wurde zusammen mit Felix Grelak Erster und die Beiden liefen Hand in Hand ein- Wahnsinn!

Hier noch eine Bitte an das Orgateam: Hebt das Zeitlimit auf! Denn solange es Wartezeiten gibt ist das einfach nicht angebracht!

Ansonsten kann ich nur ein sagen: RUN HAPPY!!!

Hier findet Ihr die Blogs von Tom, Thomas, Christian,Georg, Jasmin und Julia. Zudem hat der Tom noch als Talent auf Sportics gebloggt.

Sobald ich noch Bilder vom StrongmanRun bekomme werde ich sie in die Gallery einfügen. Falls Ihr welche von mir habt wäre ich Dankbar wenn ich Sie hier verwenden dürfte- Ihr werdet natürlich auch namentlich erwähnt und verlinkt.

Bilder von Sportograf und Brooks.

Maxinutrition ViperActive Gel im Vergleich!

Über Twitter nahm ich den Anbieter Maxinutrition wahr und fragte die Leute die darüber twitterten, inwiefern das Viper Active Gel mit meinem bevorzugtem Hersteller High5 (IsoGel) vergleichbar sei.
Leider konnte mir hier niemand Auskunft geben ob das Gel von Maxinutrition wohl dickflüssiger oder sogar dünnflüssiger ist. Da ich aber die Größe von 60ml pro Sachet toll fand schaute ich mich auf der Herstellerseite um. Leider kann man hier das Gel nur im 24ger Display bestellen.
Ich fragte wieder auf Twitter nach, ob es denn möglich sei, nur mal 2 Stück zu bestellen, denn 24 ist schon eine große Menge, gerade wenn man nicht weiß wie es schmeckt.
Nadin bot mir sofort an ein Sachet von sich zu schicken, aber Maxinutrition kam Ihr zuvor. So erhielt ich tatsächlich ein komplettes Display Viper Active Gel Lemon Lime und eine MaxiMilk kostenfrei zugestellt.
Das ganze traf ziemlich zeitgleich mit der Nachricht zum Frankfurt Marathon ein und so waren die langen Läufe abgesichert.

Zum Geschmack:
Ich habe mittlerweile viele Sachen getestet: GUEnergy, High5, Powerbar, Multipower, DextroEnergen, UltraSports, Squeezy …. nur stört mich bei den meisten das zuckersüße, klebrige Gefühl im Mund welches bleibt, wenn man gerade mal kein Wasser zum nachspülen hat.
Hier ist das ViperActive Gel direkt hinter meinem absoluten Favorit IsoGel von High5 nun angesiedelt. Das IsoGel ist einen Hauch weniger süß und man benötigt kein Wasser danach.

Die Konsistenz:
Auch hier wird das ViperActive Gel nur knapp vom IsoGel von High5 geschlagen. Das IsoGel ist viel flüssiger als das Viper Active Gel. Aber man muss sagen, daß nach dem ViperActive Gel mal lange nichts kommt, bevor die schwer zu schluckenden Konkurrenzprodukte folgen. Man kann die Viskosität des ViperActive Gels auch erniedrigen, indem man es nah am Körper trägt, da wird es dann warm und somit auch flüssiger.

Die Wirkung:
Hier hat das ViperActive Gel die Nase vorne! 101kcal bringt hier ein Sachet. Von den 60ml sind 25,2g Kohlenhydrate und nur 7,2g stammen aus Zucker. Hier ist der Hauptenergielieferant Maltodextrin. Bei High5 steht Zucker an erster Stelle, was natürlich nicht sehr gut ist. Der Salzgehalt im ViperActive Gel ist auch höher und so ist auch diese Versorgung gesichert. Auf meinen langen läufen von bis zu 30km hat mir das ViperActive gel wirklich super geholfen. Hier hatte ich weder mit Unterzucker noch mit Magenkrämpfen zu kämpfen.

Hier die Daten vomHersteller:

Viper-Active-1680g-(Lemon-Lime)

Mein Fazit:
Letztendlich ist es Geschmackssache für welches Gel man sich entscheidet. Ich finde das ViperActive Gel von Maxinutrition wirklich gut zu handeln. Auch auf dem Rad ist die Nutzung kein Problem und vor meinen BodyCombat Stunden am Sonntag Morgen (wo ich einfach nicht vorher frühstücken kann) gibt es mir genügend Power um die Stunde durchzuhalten. Ich denke ich werde hier öfter mal zwischen Maxinutrition und High5 wechseln, dann wird es nicht zu eintönig.
Für Rodgau im Februar sollte mein Vorrat noch reichen um die langen Dauerläufe zu überstehen.

Dankeschön hier nochmal an Maxinutrion für das Bereitstellen der Gels.

Entschuldigt bitte wenn es hier ein wenig ruhiger ist in letzter Zeit, aber in 2 Wochen ist der Umzug in trockenen Tüchern und dann starte ich wieder durch: Der Silvesterlauf in Kottweiler steht an 🙂

Run Happy!

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