Was tun wenn man muß? Ein leidiges Läuferproblem

Wer meinen Blog verfolgt, kennt mein Problem: Kaum ein Wettkampf oder Trainingslauf vergeht, ohne das ich austreten muss.

Ich hab schon alle Methoden durch: Auf Vorrat vorher gehen so oft ich kann, vorher nicht mehr so viel trinken, nix essen, Kaffee… Mein Körper hat da aber seine eigenen Regeln: Manchmal laufe ich 20km durch und bei einem anderen Lauf muss ich zweimal auf einer 5km Strecke.

 

Als Läuferin ist das natürlich noch mehr Stress. Am Anfang habe ich die Wettkämpfe nach der Anzahl an Dixies ausgewählt. Hier ganz vorne dabei: Der Mannheim Marathon.

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Der Lauf mit den meisten Dixies: Mannheim Marathon

Bei Achim Achilles gab es einen tollen Beitrag über das verdarmte Unbehagen aber so wirklich ausführliche Tipps habe ich nicht gefunden. Und das Problem besteht immer noch.

Ja es ist ein Tabuthema – aber gerade in meinem Umkreis plagt so einige Läufer das Problem der ungeplanten Notdurft, daher gehe ich das Thema mal ganz sachlich an.

Was also tun wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt?

Ruhe bewahren! Ist es nur die Blase die sich meldet? Dann ruhig weiter traben und Ausschau halten: Im Wald findet man meistens einen Platz wo man für eine Minute mal ungestört ist. Innerhalb von Ortschaften wird es für das weibliche Volk schwerer. Da hilft meist nur der Abstecher auf eine öffentliche Toilette, oder der Abstecher in eine Tankstelle, Bäckerei oder  Gaststätte. Für diesen Fall hab ich immer ein wenig Kleingeld dabei, dann ist das seltenst ein Problem. Auf weiter Flur hilft vielleicht die Absenkung von einem Bachlauf oder zur Not ein parkendes Auto als Sichtschutz. Wenn man öfter mit dem Problem zu kämpfen hat helfen auch gedecktere Farben um mit der Landschaft zu verschmelzen 😉

Was aber wenn man mehr muss? Durch das Laufen wird der Darm besser durchblutet ( auch ein super Tipp bei träger Verdauung) und daher haben viele Läuferinnen und Läufer dieses Problem.

In Berlin durfte ich das ja am eigenen Leib erfahren und obwohl es da viele mobile Toiletten gab, waren es nicht genug für mich. Der einzige Ausweg war eine grüne Insel mit hohen Büschen. Taschentücher sind Pflicht und immer dabei. Da war es mir ja auch wirklich egal als ein anderer Mitläufer um die Ecke kam.

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Die Dixie Tortur in Berlin

Wenn aber wirklich kein „Versteck“ in Sicht ist, hilft bei mir nur: Tempo drosseln und gehen. Ich habe mich da auch schon hinter Containern und gestapeltem Holz versteckt. Und ja, ich war nicht immer allein (auch wenn ich das vorher dachte).

Und wie verhält man sich wenn man auf einen Läufer trifft der es nicht mehr geschafft hat zu verstecken? Da es da keine Knigge gibt, handhabe ich das für mich so, als ob ich ihn nicht bemerkt habe. Dieser arme Tropf hat schon genug Probleme, da braucht er nicht auch noch mich- oder?

Ich schau in eine andere Richtung und renne weiter. So hat er seine Ruhe und ich keine komischen Bilder im Kopf.

Wie geht es Euch so beim Laufen? Habt Ihr Tipps die Ihr weitergeben könnt?

 

Das Titelbild ist übrigens von Alf Dahl aufgenommen 🙂

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7 Kommentare zu “Was tun wenn man muß? Ein leidiges Läuferproblem

  1. Wie gut, dass ich keine Stadtläufe mehr mache … obwohl das auch in der Landschaft ein Problem sein kann – links vom Weg gehts steil hoch und rechts runter, und ständig irgendwelche Wanderer …

    Du siehst Du bist tatsächlich nicht allein … und ja, eine volle Packung Tempos (minimum) ist Pflichtausrüstung 😉

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Hab mich auch einmal 7km bis zu einem Dixie geschleppt. Ohne diese Baustelle wäre es eine Katastrophe geworden. Seit dem immer Papier dabei und ansonsten hilft mir vorher 10min intensiv Springseil springen. Das ist gleichzeitig meine Erwärmung und eine Toilettengang kein Problem mehr.

  3. Bei mir ist es fast immer nur ein Problem der Jahreszeit. Im Frühjahr, Sommer und Herbst bleibe ich weitgehend verschont, nur der Winter fordert seinen Tribut. Grob kann ich 5 Grad als Temperaturgrenze nennen, dann muss ich aber an jedem zehnten Baum anhalten, im Schnitt alle 2,5km. Das nervt. Als vorwiegend Waldläufer ist das kein größeres Problem, bei Wettkämpfen dann doch schon mehr. Beim letzten Wettkampf über 33km habe ich nach der zweiten Getränkestation das Trinken eingestellt, um keine weitere Pause mehr einlegen zu müssen, weil ich mich in der Nähe der erlaubten Zeit bewegte und auch nicht meinen Flow zerstören wollte. Auch sonst laufe ich eher mit weniger Flüssigkeit und bin es daher auch gewohnt.
    Auf meiner Standardrunde habe ich auch meinen Standardbaum, ein wenig ist das bestimmt schon Konditionierung!
    Aber es nervt und verfälscht die Laufzeit!

  4. Ich hatte/habe das Problem auch. Bei mir liegts, wie ich vermute, am Essen. Seitdem ich auf Brot verzichte, tritt es so gut wie gar nicht mehr auf

  5. Hi, ich kenne das Problem auch. Es ist nicht schön! Und wie man an den Dixi Toiletten vor /während und nach dem Lauf o.ä. sieht ist man damit wirklich nicht allein. Habe auch immer Krämpfe gehabt! So richtig schlimm vor allem beim Halbmarathon. Seit dem letzten Jahr esse ich vor dem Lauf Joghurt mit Chiasamen und Banane –

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