Amsterdam Marathon- das doppelte Lottchen!

Mist! Alles läuft schief! In der Nacht von Freitag auf Samstag schlafe ich unruhig, meine Nase geht zu und ich wache um 4:30 Uhr mit einem ordentlichen Schnupfen auf. Jammern hilft nix! Alles ist gepackt und gebucht- also anziehen ab ins Auto und genau dort meldet sich mein linker Mittelfuß! Ich raste kurz aus, drehe die Musik laut und fahre los. Beim Parkhaus Platzhirsch geparkt mit dem Aufzug runter, schnell zum Bus und beim Einsteigen ein stechender Schmerz auf dem rechten Schienbein ?!?? Was ist denn hier los! Und was soll das noch werden wenn die Reise zum Marathon schon so beginnt?

Am Flughafen schreibe ich David eine Nachricht, das es wohl besser wäre wenn ich wieder heimfahren würde! Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb bin ich todesmutig in den Flieger eingestiegen.

In Amsterdam hat auch direkt Mario auf mich gewartet- und der musste sich dann volle Breitseite mein Gejammer anhören.

Den Besuch bei Brooks habe ich ja schon gebloggt- daher geht es hier nur ums Lauferlebnis.

Im Laufe des Tages rückte die Teilnahme beim Marathon immer weiter weg. Nein es war nicht mein Tag. Irgendwann kamen Christine Caro und ich ints Gespräch-Bekannte hatten da wohl bei einem Marathon eine inoffizielle Staffel gelaufen.

Und schon rieb ich mir die Nase: Ich habe eine Idee!

Der Plan war schnell ausgeheckt : Caro und ich würden uns den Marathon teilen: Sie 14km und ich den Rest.

Ich buchte einen Late Check out- so war gesichert das wir nach dem Marathon in Ruhe duschen konnten. Eine Karte haben wir uns schnell organisiert und den Treffpunkt vereinbart. Ich würde dort mit Wechselkleidung  auf sie warten- Startnummernband wechseln und weiterlaufen.

Morgens beim Frühstück alles nochmals besprochen – App runtergeladen um Ihre Zeit im Auge zu behalten. Verabschiedung von Mario, Marcel , Sascha, Dominik und Caro.

Dann aufs Zimmer und alles bereitmachen: Zielverpflegung für Caro, Klamotten für mich, Trinkrucksack befüllen, anziehen, Straßenbahnticket im Hotel kaufen und los.

An der Straßenbahnhaltestelle direkt die erste Hürde : Die Fahrkarte ging nicht -in der Zielstation habe ich mich dann and Personal gewandt: neue Fahrkarte kaufen die andere Reklamieren.

In der Straßenbahn ist übrigens mein Trinkrucksack ausgelaufen und ich sah aus – ach fragt einfach nicht.

Also Jogginghose aus- an der Capri sieht man Wasserflecken nicht….

Zu Fuß dann via Google Maps zum Treffpunkt. Das lief super.

Ein netter Streckenposten zeigte mir die Richtung – und Zack kam die Spitze an mir vorbei gesprintet.

Ich hatte noch so viel Zeit.

Ich suchte mir ein schönes Plätzchen mir meiner Tasche und feuerte Läufer an.

Die App immer im Auge.

Die Kühle Luft drückte auf meine Blase, aber das Dixie war abgeschlossen- ich fragte einen Blumenhändler wo ich denn hier mal austreten könne und er verwies mich an das Gebäude hinter uns -Ein Friedhofsgebäude. Ich solle mir keine Gedanken machen – die Toilette sei sauber und beheizt.

Recht hatte er. Ich füllte auch meinen ausgelaufenen Trinkrucksack noch mal auf.

Als ich dann so da stand gesellte sich ein Mann zu mir. Auch in Laufklamotten und in der Menge anscheinend nach jemand suchend . Wir kamen insGespräch: Er war aus dem Irak und auf Geschäftsreise hier und wollte mit seiner Kollegin die 28 km zusammen laufen. Ich fügte den Namen zu meiner App hinzu und sie musste relativ zeitgleich mit Caro laufen 🙂20x30-AMAV3091

Marcel, Dominik und Mario hab ich angefeuert. Marcel sehr fokussiert aber Mario das blühende Leben und so was von #runhappy.

Irgendwann war das die Bekannte von dem netten Herren da und er verabschiedete sich.

Kurz darauf war Caro da 🙂

Schuhe und Oberteile waren gleich also hab ich die Startnummer übernommen noch kurz gequatscht und schon war ich auf der Strecke.

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Es fühlte sich gut an!

Auf der Messe hatte ich mir Kinesio-Tape gekauft und mein Schienbein getapt. Alles ruhig. Schnupfen ok-Fuß auch ruhig. Ich freute mich. 13 Grad ein wenig Nieselregen.

Ich lief entlang der Amstel- wie wundervoll. Viel Natur und eine tolle Umgebung. Flach- und so viele Nationen!

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Ich war alles: Niederlande,Schweden,Belgien,Spanien – wundervoll!

Ich trug die Wrightsocks mit der Deutschlandfahne – Danke nochmals fürs Bereitstellen an den Hersteller- und war soooo glücklich.  Auch glücklich über die Entscheidung nicht ganz zu laufen.

Die Kilometer fielen – mein Magen blieb ruhig. Ich blieb meiner Selbstverpflegung mit Wasser und Gelchips treu.

Bei Kilometer 29 rief Caro an und fragte ob alles gut sei und bedankte sich für die kleine Verpflegung im Zimmer. Ich wünschte Ihr eine gute Heimreise und verstaute mein Handy wieder wasserfest.

Krämpfe hatte ich auch keine ab Kilometer 35 war jedoch Wind da, der unbarmherzig in mein Gesicht wehte. Egal! Nicht schlapp machen, Pace halten, Brust raus Bauch rein weiter!

Irgendwann brach dann ein Chaos aus weil die 8 Kilometer Läufer auf einmal mit auf unserer Strecke waren.

 

Ich hielt mich ganz rechts und bildete mir ein das der ganze Jubel nur für mich sei 😜.

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Und da war es: Das Olympiastadion- Yeah!
Ich lief hinein- sprachlos! So viele Menschen! Musik! Oh und ich muss noch eine Runde laufen 😂 Beine wieder in Gang gesetzt und mit den Black Eyed Peas und den Worten: That tonight’s gonna ne a good Night ins Ziel.

 

Medaille , Folie, Getränk , Riegel , raus, planlos!

Da Caro den Beutel abgegeben hatte, wusste ich nicht wohin. Die Ordner auch nicht so richtig. Irgebdwann hatte ich alles☺️

Orientierung wieder weg- eine Läuferin nimmt mich im Schlepptau mit zur Metro. In der Metro weiß ich nicht mehr wo ich raus muss aber die Betten Kontrolleure begleiten mich sogar noch bis zur Straßenbahn und sagen mir wo ich raus muss.

Im Hotel wartet Mario und ich dusche mich zügig im Zimmer und Trolle mich wieder nach unten.

Wie es der Zufall will ,hatten wir Glück und der Shuttle brachte uns zum Flughafen weil 2 Passagiere nicht rechtzeitig erschienen sind .

Noch eine heiße Suppe ein gutes Gespräch und schon sitze ich wieder im Flieger: Das doppelte Lottchen hat den Amsterdam Marathon in 4:54h gemeistert.

Nicht schnell aber auf jeden Fall #runhappy.

Danke an Brooks und Wrightsock für die tolle Ausstattung die mich ohne Blessuren ins Ziel gebracht hat.

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Ein Kommentar zu “Amsterdam Marathon- das doppelte Lottchen!

  1. Pingback: Traum von Amsterdam:EAC 2016 | Schlechtes Wetter gibt es nicht!

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