Fisherman’s Friend Strongmanrun Ferropolis 2015 – Easy Peasy im RunHappy Team

Am Samstag ging es die knapp 540 km in Richtung Dessau.

Dort hatte Brooks das RunHappy Team zum gemeinsamen „Extremhindernislauf“ in Ferropolis eingeladen.

Mit mir am Start: Jasmin, als Unterstützung und Stimmungsnest war Stefan dabei.

Nach 7 Stunden (inkl. 4 Pausen und langen Staus) erreichten wir das Hotel.

Phillip und Bengü begrüßten uns herzlich und der weitere Ablauf wurde besprochen. Endlich wurden auch einige virtuelle Bekanntschaften Realität und die Chemie hat einfach gestimmt.

Aus dem aktuellen Brooks Team waren am Start:

Christiane-unsere Ersttäterin in Sachen StrongmanRun. Ich hoffe ich konnte Dir vorher ein wenig die Aufregung nehmen. Schaut mal auf Ihren Blog in den Bericht zum StrongmanRun rein :-).

Alf- mit mir Dienstältester Blogger bei Brooks und so voller sprühender Energie. Mehr von Ihm lest Ihr in seinem Blog hier.

Nach einem kurzen Spaziergang und einem Powernap war ich topfit und sehr hungrig.

Die, vom externen Caterer angelieferten, Portionen waren jedoch sehr übersichtlich und ich war dankbar das das Hotel noch Flammkuchen für uns aufgebacken hat.

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Noch mal schnell aufs Zimmer und dann ab nach Ferropolis. Ich war ganz wild auf die Wasserhindernisse. Letztes Jahr hatte ich schon soooo viel Spaß hier.

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Geparkt- Check! Wir hatten noch viel Zeit und so gingen wir zu Fuß vom Parkplatz zum Eventgelände. So konnten wir schon einige Teile von der Strecke sehen. Schon hier viel uns auf das es sehr lange Laufwege geben würde – na gut. Es stand ja eh eine lange Laufeinheit als Training für den Berlin Marathon an.

Es war warm, schwül und der Radler schmeckte fantastisch. Nach dem Fußmarsch erreichten wir das Gelände. Jasmin holte ihre Startunterlagen, ich lies mir völlig problemlos das Team am Helpdesk ändern.

Nächster Halt Brooksstand. Auch hier war wieder die Fotobox dabei und wir haben sie wieder genutzt- klar. Ein kurzes Interview für die Kirch- Medien Gruppe. Hier gab es dann leider nur einen Satz aus meinem Mund in den Nachrichten auf Sat1, ProSieben und N24 zu sehen, lustig fand ich es dennoch. Falls Ihr es verpasst habt schaut hier.

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Ich habe meine Tattoovorräte (Run Happy) wieder aufgefüllt und so langsam trafen alle ein. Durchsage : Strecke von 12 auf 9,2 Kilometer pro Runde gekürzt. OK- ändert für mich jetzt nix- ich werde Spass haben. Aber einige Läufer waren glücklich und andere erbost. Hm ich kann mich in beide Seiten rein fühlen, aber ärgern bringt ja nix. Der Veranstalter hat hier bestimmt nicht willkürlich gehandelt, sondern nur zu unserer Sicherheit gehandelt.

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Eine kurze Fotosession mit Bengü, Alf und Runnersworld und nochmal schnell aufs Klo. Noch einen Schluck Gerstenkaltschale von Stefan und schon bahnte sich das Brooks RunHappy Team seinen Weg nach vorne: First50!

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Wie Helden bahnten wir unseren Weg durch die anderen Läufer. So standen wir ganz vorne- also wirklich vorne. Hier gab es Party für alle! Der Moderator heizte uns ein und ich konnte es kaum erwarten die Wasserhindernisse zu bewältigen.  Die Stimmung im Team war echt mehr als genial: Tanzen Gröhlen, Abklatschen- alles dabei 😉

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Die Musikauswahl war die bekannte- Jump Around, Song 2, Beastie Boys……

Und auf einmal Countdown: 10, 9, 8, TomTom Cardio starten, 7, 6, 5 ooooooohhhh ich hab Puls, 4, 3, 2 gooooooooooo!

Schnell los und links an die Seite und erst mal die schnellen vorbeilassen. Fairness geht vor! Daher waren Jasmin und ich erstmal defensiv unterwegs um nicht ein laufendes Hindernis zu sein. Irgendwann waren wir im Lauftrott. Der Weg zum ersten Hindernis (Reifen) zog sich. Irgendwie glaube ich das das Hindernis anders geplant war- hier standen zwei riesige Container mitten im Weg….. Das Hindernis war eine Leichtigkeit, aber mein Blase meldete sich gerade bösartigst.

„Tschasmaen ich muss echt dringend“- und schon rannte ich quer durch die Absperrungen in die Hecken. Erleichterung, leider nicht ganz geschützt vor den Blicken der letzten Läufer. Hose hoch, Ein Surren über meinem Kopf??? Toll die Drohne- kann auch nur mir passieren, und Läufer die verdutzt schauten. Mit einem : Ihr habt nix gesehen! bahnte ich meinen Weg zu Jasmin zurück. Das größte Problem waren hier blendende Scheinwerfer die einen klaren Blick auf den Untergrund unmöglich machten.

Ich entdeckte Philipp in der Menschenmenge vor uns und schrie Ihn an 🙂 Er winkte und war dann auch schon weg.

Und wieder laufen- zick zack! Das ist fast wie Runden laufen- und das mag ich nicht so gern. Dann das Netz- kurzer Blick in de Kamera und weiter. Jasmins Schuh hatte mittlerweile ein Eigenleben und ging trotz doppelter Knoten immer wieder auf. Hindernis 3 war ein lustiger Mix aus Hürden und Strohballen, nix weltbewegendes.

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Stille, Moment mal- Stille?!?! HALLOOOOO! Geht’s noch? Das hier war ein StrongmanRun. Normalerweise war hier Gegröhle und SIngen an der Tagesordnung. Ok, stimme ich halt mal was an: Do Do Do DO Do Dooooo Doooo, und tatsächlich es gab einige Mitsinger. Geht doch. 20 Sekunden wieder Stille. Oh Mann! Was ist denn hier nur los.

Nächstes Hindernis ein Schlammgraben mit einem Netz damit man sich bücken muss. Danach hatten asmin und ich auch endlich die gewünschte Farbe: Braun!

Dann kam das Abbiegen durch das Gestrüpp am Campingplatz vorbei: Yeah eine Pfütze!  Die war uns- Klatsch- Wasser und Schlamm zierten unsere Beine und die orangenen Shirts. Was jetzt schon aufgefiel: Sehr wenige Zuschauer und noch weniger Fotografen. Normalerweise ist das Sportograf- Team doch überall?!?

Und wieder Laufen, bis eine Wand vor uns lag. Laut Internet sollte es Seile zum drüberziehen geben. Aber auch das Hindernis war schnell genommen und auf der anderen Seite brachte uns ein beherzter Sprung wieder auf den Boden.

Laufen durch die Nacht- Ein Spiel von Licht und Schatten. Hindernis 6 zwang uns auf den Boden. Wasser im Sprühnebel und Stromkabel waren hier unser Gegner. Da diese aber großzügig verteilt waren kamen wir so durch. Das schlimmste an diesem Hindernis waren die Disteln und Brennesseln die unsere Hände quälten.

Es sollte ein Hindernis folgen das sich Schlammopolis nennt. Meine Erinnerung lässt mich hier leider etwas im Stich. War das das Schwimm/Matschengel Hindernis Jasmin? Ich weiss es nicht mehr…. kann mich nicht erinnern ohne Netz über dem Kopf an irgendwelchen Matschhindernissen mich gesuhlt zu haben.

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HighFive, LowFive : Das Zusammenspiel aus Klettern und Kriechen kennen wir und das ist in der zweiten Runde auch herausfordernd. In der Ersten eher so jooooo.

Up in the Air- Hindernis 9- das hab ich mir höher vorgestellt. Zweimal umgreifen und man war drüber.

Hindernis 10- Senkrechtstarter? Ich bin verwirrt- ich hab hier nur ein Kletterhindernis auf der kurzen Strecke in Erinnerung war das jetzt 9 oder 10?

Die Waschstraße kann man wohl kaum als Hindernis sehen- hier gab es nur Spaß, denn wer kann schon zu Hause im Bad so viel Schaum in der Wanne haben 🙂

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Das Hindernis Stair Run machte mir dieses Mal gar nix aus. Ich fühlte mich topfit als ich die Treppen runter und hoch rannte- mein Trainingsplan bringt also was.

Es folgte ein wenig bergab laufen und mit dem Hindernis Down Under zwang man uns unter Gittern noch mal in die Knie, bevor es endlich ins Kühle Nass ging.

Gegröhle von Stefan begleitete uns- Endlich mal Stimmung! Vorher hatte ich die Leute immer angeschrien sie sollen uns anfeuern……

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Dark Water hieß die Willkommene Erfrischung! Und falls ich nächstes Mal nochmal hier starte, gehe ich vor dem Start ins Wasser. Mein absolutes Highlight! Ich tauchte komplett ein. So angenehm!

Durch den Sand auf das Hindernis Guten Rutsch!

Ja ich bin verwöhnt- daher ist diese Rutsche viel zu kurz! Beim SMR am Nürburgrung und beim Toughrun- Ab in de Batsch! ist diese viel länger, und mehr Rutschen bedeutet mehr Spaß!

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Wir nahmen den Weg zur zweiten runde. 1h15- ok- das hätte schneller gehen können- muss aber nicht.

Auf dem Weg zum ersten HIndernis meldete sich Jasmins Blase, dann meine-  schnell einen geschützteren Platz gesucht und erleichtert. Keine Drohne in Sicht. Weiter.

Im Dunkeln im Zickzack mit Blendelicht übers Feld. Am Netzhindernis mit den Fotografen geflaxt ging es mit Pfälzer (G)Liedgut – hihi- Ja so e guter Palzwoi, der laaft der in de Hals noi und weiteren Gassenhauern weiter. Auch das stoß noch mol uff mei Schatz ich riech die Lewwerworscht so gern, verunsichtere unsere Mitläufer eher aks mit einzustimmen.

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Nach ein paar Hindernissen begannen nun meine Schuhe aufzugehen- Ahhhhhhhhhhhhhhhh- so ein Mist.

Mein Schreien wurde erkannt und ich wurde mit einem Du schon wieder von einer Männergruppe begrüßt. Ich erlaubte Ihnen einen Musikwunsch. Dieser war- Achtung- Die rote Sonne von Barbados! Meine Damen und Herrn die Flippers! Also sangen wir lautstark : Die rote Sonne von Barbados, für Dich und mich scheint sie immer noch- unglaublich was der Schlamm aus Menschen macht.

An dem Kriechschlammhindernis wurde mir eine helfende Hand gereicht- ich bedankte mich artig. TSCHASMAEN- wo bist Du??? Die Antwort kam: “ Ich Schwimme“- Was? Ich beugte mich unter die Abdenkung und Jasmin lag bäuchlings im Schlamm. Mir entfuhr ein: „Du bis so bekloppt“- kurz darauf ein „Scheiss drauf“ und ich lag auf dem Rücken und machte den ersten Matschengel meines Lebens. Die Männer um uns rum (langsam erschöpft und stark atmend) schauten nur fassungslos.

Weiter gings zu eine Naturmatschloch ( vielleicht war das das Hindernis welches ich nicht gefunden habe) und auch hier legte mich mich noch mal rücklings ins Wasser- aber nicht ohne Grund wie viele jetzt vielleicht denken: Nein, meine Rückseite hing voll mit Schlamm und war dementsprechend schwer geworden. Ok und Spass hat es auch gemacht 🙂

Ich hatte Hunger! Viel Hunger in der zweiten Runde. Irgendwie war das das erste Mal das ich so richtig Verlangen nach Bananen hatte.  Also rein damit.

Wir liefen weiter- es wurde immer ruhiger- Carmen langweilig!

Dan zurück zu dem Up in the Air/ Senkrechtstarter gedöhns. Besoffene auf dem Rad, Auf der Laufstrecke! Ich raste aus- völlig. Die Ordnerin bittet den Fahrradfahrer die Strecke zu verlassen. Ich tue das selbe und in sehr laut und verdammt unfreundlich.

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Schaum- check! Treppe- immer noch rennend und springend (ja ich glaube ich war noch nie so gut in Form wie im Moment) erreichen wir das Down Under- mit einem Stefan mach die Kamera fertig sie kommt! Bereite ich mich aufs Wasser vor. Platsch! Ne hier gehe ich nicht mehr raus. Viel zu gut! Geil! ich liege un plansche. Stefan schreit was von Action- also seitwärts Köpper im Wasser. Die Taucher stehen da als ob ich eine Krankheit hätte. In einer Ecke stehen Läufer und waschen Ihre Sachen aus.

Irgendwann überwinden wir uns und rennen durch den Sand auf die Rutsch zu. Zack unten. Hände Schnappen. Hände hochreissen. Ziel. Fertig!

Keine Fotografen mehr im Ziel?!?! Was soll das denn? Ich nehme die Medallie. Hunger! Doch der war noch lange da. Zielverpflegung gab es keine mehr? Und man sollte sich vor Augen halten das die letzten Läufer über eine Stunde nach uns ankamen und bestimmt ausgezehrt waren.

Sorry liebes Orgateam, auch als offizieller Blogger kann ich die Zielverpflegung nur anmahnen! Die Teilnehmer haben Geld bezahlt, und da sollte im Ziel schon mal Streuselkuchen oder Müsliriegel zur Verfügung stehen. Vielleicht holt Ihr Euch einen Kekshersteller ins Boot, auf Mallorca klappt das super mit kleinen Kekspäckchen und es werdne auch keine Wespen angelockt. 4 alkoholfreie Warsteiner habe ich getrunken. Mit Alkohol, so wie letztes Jahr, gab es nix.

Ähm ja. 2h 35 min… Meine Uhr meint wir haben uns davon nur 2:15 bewegt. Das heißt der Rest war Unfug 🙂

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Alles in allem ein schöner Lauf. Nur habe ich mir mehr erwartet: Mehr Lichteffekte auch auf der Strecke, Vielleicht Schwarzlicht,  Laser, keine Ahnung. In meinen Trainingsplan für Berlin hat das super gepasst. Aber ganz ehrlich: Wir wollten einen Extremhindernislauf. Heulen musste da nachts wirklich keiner.

AAABER: Alles in allem hatte ich wirklich Spaß- zumindest in der kleinen Welt von Jasmin und mir war hier echt alles in Ordnung.

Das große Ganze muss anders betrachtet werden:

Mehr Hindernisse die auch kraftzehrend sind wären gut gewesen.

Jungs: Ein Stock im Arsch ist kein Rückgrat und vielleicht solltet Ihr das ganze auch nicht so ernst nehmen, dann klappt das auch mit dem Spass auf der Strecke 🙂

Verpflegung im Ziel ist Pflicht und Kür zugleich!

Öffnet beim nächsten Mal auch wieder so viele Toiletten wir letztes Jahr, dann erspart Ihr den Läufern Stress.

Sportografen waren viel zu wenige im EInsatz. Keine Bilder vom Start oder Ziel- auch nciht bei den unsortierten Bildern- das gabs noch nie!

Mein größtes Dankeschön geht hier noch mal an die freiwilligen Helfer, die Ihren Samstag Abend für uns geopfert haben. Vielen habe ich es persönlich gesagt, aber auch hier noch mal : Danke!

Danke auch an Brooks die mich mit dem PureGrit 3 schon für den Nürburgring ausgestattet haben und der auch hier wieder sein Können bewiesen hat. Danke auch für das Rahmenprogramm- und an die Mitläufer.

Danke auch an das StrongmanRun- Team für den Startplatz der mir gestellt wurde.

Die Fotos sind von RunnersWorld (Norbert Wilhlemi), Alf Dahl, Fisherman’s Friend, Bengü Murt (Brooks Running), Torsten Wünsche, mir und Sportograf.

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

3 Kommentare zu “Fisherman’s Friend Strongmanrun Ferropolis 2015 – Easy Peasy im RunHappy Team

  1. Danke fürs Verlinken! 🙂 Und ja, Du konntest mir wirklich einen Teil der Aufregung nehmen, weil ich dich mit Fragen löchern durfte, und weil du so ansteckende gute Laune verbreitet hast. 😀
    Da es mein erster Strongman war, habe ich natürlich keinen Vergleich, kann aber einige Deiner Kritikpunkte unterschreiben.
    Vor allem, dass es kein Zielfoto gibt, finde ich echt ziemlich schade. Auch sonst sind einige meiner Sportograf-Bilder von mäßiger Qualität. Konnte ich natürlich erst nach dem Kauf feststellen… 😦
    Das mit der Zielverpflegung… stimmt schon… ich hab nur immer was dabei, weil ich hier viele kleinere (und auch größere) Läufe kenne, bei denen es keine Zielverpflegung gibt. Daher hab ich mit so was gar nicht gerechnet.
    Dennoch: Alles in allem hatte ich riesig Spaß. Lass uns beim nächsten Mal da anknüpfen! 🙂

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