Diagnose: Psychisch bedingter Bluthochdruck

Das ist die Diagnose.

Die Ursache bekannt,  nun geht es darum etwas zu ändern.

Hier eine Definition, gefunden Vigeno. Autor Frank Seefelder:

Bluthochdruck – Abweichungen vom Normalwert aus psychosomatischer Sicht

Ein zu niedriger Blutdruck zeigt sich im Allgemeinen durch Kraft- und Antriebslosigkeit und ist sicherlich nicht angenehm für die Menschen, die darunter leiden. Hypotonie ist aber die weit weniger gefährliche Variante der Blutdruckabweichung. Bluthochdruck hingegen stellt eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar. Und er ist die einzige schwere Krankheit, die Betroffene gern akzeptieren, zumindest im Anfangsstadium.

Zu Beginn wirkt Bluthochdruck auf den Körper wie eine Droge – ein Dopingmittel für Körper und Geist. Aus diesem Grund bleibt ein »Bluthochdruckentzug« durch senkende Medikamente
oder andere Maßnahmen für das Leben der Betroffenen nicht ohne Nebenwirkungen.

Sie verlieren einen Teil ihrer Leistungskraft und Vitalität und somit auch einen Teil ihres positiven Lebensgefühls. Diese auf den ersten Blick fast schizophren anmutende Situation lässt sich durch die biologischen Vorgänge leicht erklären.

So wird auch klar, warum Hochdruckpatienten oft keinen Arzt konsultieren oder sehr leicht »vergessen«, ihre Medikamente einzunehmen.

Aber wieso verzichten wir so ungern auf diese Krankheit? Die Antwort ist ganz einfach: In der Phase, in der es noch nicht zu Organschädigungen gekommen ist, erleben wir ein Wohlgefühl. Der erhöhte Blutdruck ist im Normalfall ein Teil der vielen körperlichen Vorgänge, die während einer Stresssituation ablaufen.

Wenn das Gehirn eine Situation als gefährlich einstuft, schlägt das Herz schneller und treibt den Blutdruckin die Höhe. So werden beispielsweise das Gehirn und die Lungen besser durchblutet und sind als Folge davon leistungsfähiger.

Erlebt man diesen Zustand aber, ohne mit einer realen Gefahrensituation konfrontiert zu sein, bleiben die positiven Wirkungen, wie z. B. eine leichtere Stressbewältigung und eine erhöhte Schmerzunempfindlichkeit, bestehen. Hinzu kommt, dass alle Sinne geschärft sind und wir uns einfach wohl in unserer Haut fühlen. Und wem es gut geht, der wird sicherlich keinen Arzt aufsuchen.

Neben einer genetischen Prägung haben alle anderen Faktoren, die den Bluthochdruck begünstigen, eine starke psychosomatische Komponente. Eine ungesunde Ernährung kann z. B. das Übergewicht begünstigen. Wie handeln Sie im Stress, überkommt Sie vielleicht auch ein Heißhunger auf Süßigkeiten? Ich kenne viele Menschen, die unter Anspannung mehr essen als tatsächlich erforderlich ist. Eine fast logische Konsequenz eines erhöhten Körpergewichts ist der Bewegungsmangel, und damit beginnt ein Teufelskreis.

Frust und Anspannung können nicht mehr durch körperliche Aktivität abgebaut werden, Frustessen oder Heißhungerattacken erhöhen das Körpergewicht weiter. Auch der Konsum von Nikotin und Alkohol nimmt häufig zu, wenn Menschen permanent familiär oder berufsbedingt unter großem Druck stehen. Auch dadurch steigt der Blutdruck fast zwangsläufig weiter an.

In Stresssituationen geraten zudem unsere Gefühle in Wallung, und Ärger und Aggressivität kommen auf.Bluthochdruckpatienten sind oft nicht in der Lage, diese Gefühle zu kontrollieren und zu kompensieren, sodass der Blutdruck angehoben bleibt. Davon betroffen sind natürlich auch Menschen, die von Natur aus eher aggressiv sind. Aggressionen und Ärger hinterlassen im Körper immer einen negativen Effekt.

All diese Ansätze sollen Sie dazu auffordern, Ihre Lebensweise zu überdenken und gegebenenfalls auch zu ändern.

Im kommenden Teil geht es um die Abweichungen vom Normalwert aus chinesischer Sicht.

Bleiben Sie gesund.
Ihr Frank Seefelder

 

Wie geht es nun weiter? Mit Medikamenten ist diese Art von Bluthochdruck nur sehr schlecht behandelbar. Nach intensiven Sporteinheiten fühle ich mich besser und der Blutdruck liegt in ganz normalen Bereichen. Steigt er jedoch an sind werte von 170/102 keine Seltenheit, Höchstwert bisher waren 199/112. Nein das ist definitiv nicht gesund und laut behandelndem Arzt auch gefährlich. Ich haben nun Bachblüten und Globuli um möglichst sanft an die Sache ranzugehen. Grüntee unterstützt das ganze,

 

Morgen habe ich wieder einen Termin beim Arzt und bin gerade etwas ratlos was als Behandlung noch in Frage kommt.

 

Hat von Euch auch jemand dieses Problem und vielleicht einen Ratschlag für mich?

 

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

11 Kommentare zu “Diagnose: Psychisch bedingter Bluthochdruck

  1. Bin auch betroffen und zwar seit meiner Kindheit. Ich musste die Strategie über die Jahrzehnte immer wieder ändern. Also kann ich keine bestimmte Methode empfehlen. Es regulierte sich und dann kam immer nach einiger Zeit der Druck zurück. Schade aber so war das bei mir bisher immer. LG Lutz

      • doch und zwar nahm ich anfangs einen Betablocker als Jugendlicher… dann regulierte dich der Druck. Dann ging er wieder hoch und ich bekam einen anderen Betablocker. Dann wurde ich einige Jahre so richtig fett und kam damit und dem Druck gut zurecht mit dem Betablocker. Dann habe ich abgenommen und der Druck ist gefallen. Das hielt ein paar Jahre und dann war er plötzlich wieder da. Jetzt bin ich auf einem A1 Antagonist Candesatan morgens 16mg abends 8mg. Aber es reguliert nicht jede Höhe raus. Habe manchmal noch Spitzen um die 150/95 aber natürlich nicht immer. Wir testen weiter…

  2. Ich gehöre zwar eher zu denen, die unten aus der Skala rausfallen, aber ich habe neulich glesen, dass auch Krafttraining sich sehr positiv auswirken soll. Sonst wird ja immer nur das moderate Audauertraining empfohlen. Allerdings sollte man vorher vom Arzt grünes Licht kriegen. Google doch mal danach. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es ohne heftige Medikamente hinkriegst.

    • Huhu, am Sport ist bei mir alles im grünen Bereich, Ausdauer und Kraft in Kombination mit Coretraining liegen ja in meinem Trainer Alltag. Ohne den Sport würden meine Gefäße dem Druck vielleicht schon nachgegeben haben, daher meint der Doc das ich auf gar keinen Fall aufhören darf….

  3. Habe vor drei Jahren eine „essentielle Hypotonie“ diagnostiziert bekommen. Ursache unklar, könnte an einem minimal größeren Herzen liegen, ist aber nicht sicher. Da Bluthochdruck in meiner Familie (Eltern, Geschwister) recht weit verbreitet ist, ist auch eine Vererbung nicht auszuschließen. Bekomme seit dem ACE-Hemmer und alles ist „normal“.

    Was mir die Ärzte damals mitgegeben haben: So lange man das mit Medikamenten behandeln und im Griff behalten kann, sollte man das tun. Seinen Leben komplett dafür umzustellen (Ernährung, Sport, etc.) muss man sehr genau abwägen. Aber das ist bei mir mit „Ursache unbekannt“ ja dann doch was anderes als in deinem Fall.

    Wünsche gute Besserung und hoffe, dass du es schnell in den Griff bekommst. Weniger zu Sporteln ist vermutlich nicht sehr zweckdienlich. Also: Dranbleiben 🙂

  4. Entspannungsűbungen wie Atementspannung, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitstraining wären vielleicht eine Möglichkeit, die Dir helfen könnten. Ein gutes Buch, was ich zum Thema Entspannung gelesen habe ist „Gesund durch Meditation“ von Jon Kabbat-Zinn. Ich wünsche Dir alles Gute.

  5. ich leide seit Jahrzehnten, wohl schon seit der frühen Jugend an einem Bluthochdruck, der durch Situationen ausgelöst wird, in denen ich Angst und Bedrängnis empfinde. Diese Auslöser gibt es seit den Übergriffen und Zwangslagen in der Kindheit, niemand hat mir beigebracht, wie ich da rauskomme. Niemand hat mir rausgeholfen. Und zwar deswegen nicht, weil die mich umgebenden Personen nicht auf ihre Kinder geachtet haben, es an Fürsorge haben fehlen lassen und uns gerne unbeaufsichtigt in „fremde Hände“ gegeben haben. Ich kann hier nicht schreiben, was noch alles passiert ist. Irgendwann wurde ich ja 18, meine Eltern ließen sich scheiden, Kinder wurden verteilt. Das bedeutet: Meine jüngste Schwester durfte mit Mama zum Neuen. Meine knapp zwei Jahre jüngere Schwester blieb bei Papa. Und ich arme Sau glaubte mein Heil sei es, mit einem verheirateten 10 Jahre älteren Mann zusammen zu leben. Das geht immer so weiter, ich wurde sofort schwanger, er betrug mich, schlug mich, vergewaltigte mich, ich war 18 und eigentlich noch ein Kind. Meine Mutter hatte allerdings schon die Fürsorge eingestellt, als ich 12 war – und in ihren Augen so erwachsen, dass sie mir sexuelle Einzelheiten ihrer Fremdgeherei lauwarm erzählte, mit 12. Ja, da staunt ihr, was? Ich wusste überhaupt nicht, wie LEBEN geht.
    Heute bin ich 56, meinen Blutdruck habe ich im Griff wenn ich Sport mache, viel mit dem mit dem Rad fahre, oder mit Schwimmen (60 Minuten ohne Pause). Dann fühle ich mich entspannt und ausgeglichen. Ich habe alle Situationen (Zusammenwohnen mit Sexualpartner, Leuten die Druck ausüben nach dem Motto „das geht aber besser“ usw) abgeschafft, denn ich konnte auch nicht mit einem Partner in einem Raum schlafen, mir ist fast der Kopf geplatzt vor unterdrückter Panik. Momentan ist die Situation für mich allerdings fast wieder lebensbedrohlich. Mein Zahnarzt hat mir Kronen angefertigt, die ersten Originalabdrücke versaut, trotzdem Provisorien danach angefertigt (das Zahnfleisch blutete 4 Wo durch – der Rat der Assistentin: Dentinox) Dann wurden die Kronen aufgeklebt ohne echte Sitzkontrolle. Das war gegen Ende Oktober. Im Januar kamen sie runtergeflext, blutige Angelegenheit. Zurzeit sind neue nach altem Abdruck provisorisch drauf, der Zahnarzt nebst Assistentin entlassen – und im August wird wieder zum dritten Mal nun abgeschliffen und wieder alles neu. Ich bin am Ende, muss wichtige OP´s aufschieben, da keiner intubiert bei losem Zahnersatz und ein MRT macht so auch keiner. Ich fühle mich, als hätte ich den Kaffee tonnenweise konsumiert. Ich habe Angst, deshalb hat mir mein Hausarzt als erste schnelle Hilfe erst mal Lormetazepam (privat) aufgeschrieben. Sobald die Urlaubsvertretung vorbei ist, machen wir Nägel mit Köpfen. Ich war mal im Krankenhaus, da sind mir die vielen kaputten Leute so auf die Nerven gegangen, dass kein Nitro, kein Tavor half. Mich selbst entlassen, das hat es dann gebracht, Raus aus der Situation, nur das hilft wirklich.

  6. Habe das gleiche Problem! Habe auch fast 2 Jahre Tabletten genommen….schwankungen waren trotzdem da! Habe 8 kg zu genommen! Dann durch Schmerzen im Arm Ass Tabletten genommen. ..Blutdruck ist sooo runter gegangen das ich keine Blutdruck Tabletten mehr nehme….sondern Ass 100….nur jetzt habe ich psychischen Stress und er steigt wieder hoch! Geht aber nach einer zeit wieder runter! Spüre es wenn er hoch ist! Bin mir sehr unsicher! Sigrid Busch

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