Garmin Velothon Berlin 2014- Meine härteste Herausforderung!

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß das ich viele verrückte Dinge mache. Meine Ausdauer und Hartnäckigkeit kennen fast keine Grenzen. Umso überraschter war ich, das ich beim Garmin Velothon 2014 tatsächlich an meine Grenzen gelangt bin. Aber fangen wir vorne an:

Wie letztes Jahr angekündigt, wollte ich unbedingt wieder an den Start gehen. Die Strecke fand ich toll und die ganze Organisation hat mir gefallen. Also habe ich den Bedarf bei Christian angemeldet, wieder für das Team Garmin & Friends zu starten. Ich erkundigte mich in welchem Hotel Garmin dieses mal nächtigen würde und habe uns dort  ein Zimmer gebucht. David entschied sich gegen das Fliegen, also ging es mit dem Auto nach Berlin.

Der Hinweg lief gut: Keine 6 Stunden mit Pausen brauchten wir. Hotel schon bereit zum einchecken und im Zimmer lag mein Velothon Trikot. Perfekt.

 

Dennoch wollten wir zur Radmesse, auf einmal stand Regen auf der Wetterkarte und ich war nicht vorbereitet. Ich suchte nach einer leichten Regenjacke und hatte auch schnell eine gefunden ( die hab ich aber doch nicht getragen-fragt nicht).

David wollte noch zu Just Music und so fuhren wir mit S-Bahn und U-Bahn. Weil an dem Wochenende auch noch das DFB Pokalfinale in Berlin war, befanden sich überall Menschen in gelben oder roten Trikots. In einem S- Bahnhof übermannte mich die Platzangst. Puls hoch, Atemnot, Stress und Panik. Das hatte ich schon lange nicht mehr gehabt und ich war selbst sehr überrascht. Irgendwie schaffte David es mich zu beruhigen und wir fuhren noch zu Just Music, wo er sich DJ Equipment kaufen wollte. Während er stöberte nutze ich die Zeit um im Restaurant von Just Music eine Tomatensuppe und einen Chai zu geniessen. Mein Körper fand wieder zur Ruhe und wir traten gemütlich den Weg zum Hotel an.

Im Hotel traf ich auf Franzi, sie kannten wir noch vom letzten Jahr und ich freute mich sie zu sehen. Sie versorgte uns mit den letzten Infos und wir bereiteten uns auf die Pastaparty im Palais vor.

2 Busse brachten uns zur Pastaparty, wo wir wieder auf viele Bekannte trafen. Besonders freute ich mich Peter Schlickenrieder wiederzusehen. Vom Bundesradcontest wusste ich das auch ein Mädel aus Rheinland- Pfalz da sein würde und bei der Vorstellung der 5 Bestplazierten kam mir ein Dialekt doch sehr bekannt vor- hier musste ich noch mal nachfragen- aber erst später.

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Der Moderator machte wieder einen tollen Job und unsere Guides wurden auf der Bühne vorgestellt. Das gleiche Team wie im Vorjahr und die Stimmung was super. Ich begrüßte Peter und auch er meinte das bei Regen nicht die Zeit zählt sondern ein durchkommen ohne Sturz.

Noch während dem Essen setzte Starkregen ein – Mistkram!

Als der Hunger gestillt war wagte ich mich bei dem Herren mit dem bekannten Dialekt mal kurz nach zuhaken. In besten Hochdeutsch fragte ich nach ob es den sein könne ob er aus der Nähe von Kaiserslautern komme. Die Antwort war wie erwartet positiv- uns trennen nur 9 Kilometer Umgehungsstrasse und seine Frau Melanie arbeitet zu gar in meinem Heimatort. Ich outete mich mit meinem Originaldialekt. So klein ist die Welt.

David und ich nahmen den ersten Bus zurück zum Hotel. Ich bereitete alles im Zimmer vor und stellte den Wecker auf 5:30 Uhr. Abfahrt mit dem Rad sollte um 7:45 Uhr sein und ich wollte in Ruhe frühstücken.

Morgens erwartete mich graue Wolken, Regen, und kühle Temperaturen. Ich warf einfach mal alles aufs Bett was für den Tag in Frage kam.

 

Frühstück! Aus meinen ganzen Wettkämpfen habe ich mittlerweile die Erfahrung das ich einfache Kohlenhydrate am besten verwerte. Alles andere führt zu Magenkrämpfen und weiteren Problemen die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Also gönnte ich mir Waffeln und Toast mit Butter und Honig.

Ich fragte noch mal beim Team von Garmin nach und erhielt noch Tipps die mich zeitweise auch etwas verwirrten.

Im Zimmer entschied ich mich die neue Velothon- Bib-Short zu tragen,  das Brooks Infiniti Wind Shirt und das Velothon Trikot. Radschuhe, Überschuhe, lange Radhandschuhe, Bufftuch- das sollte mein Outfit sein. Helmcover hatte ich vergessen.

Ich bereitete meine beiden 750 ml Flaschen vor mit Iso und einem Kohlehydratgetränk. 3 Isogels, 1 Banane und Taschentücher (ja immer) ins Trikot und Kaugummi in den Mund. Ich verabschiedete mich von David, der aufgrund der Wetterverhältnisse erst später nachkommen wollte.

In der Lobby erfuhr ich dann, das wir erst um 8:15 Uhr losradeln wollten und erhielt den Tipp einfach eine Duschhaube als Cover über den Helm zu ziehen.

Dann starteten wir und ich überprüfte dieses Mal direkt wo meine Kette war- denn Kette rechts ist hier Programm und letztes Jahr war ich hier ja ein wenig verpeilt.

Am Startblock angekommen, stellten wir uns noch unter um wenigstens jetzt noch trocken zu bleiben. Noch ein Gruppenbild mit Peter und die Zeit verging wie im Flug. Banane gemapft und noch mal das Dixie besucht. Immer wieder hörten wir vom Sprecher den Spruch: Erlebnis vor Ergebnis- gar nicht so unklug bei dem Wetter.

Garmin Live Track gestartet, Iphone wasserdicht verpackt und ab in den Startblock. Musik auf die Ohren: Let me entertain you und Tage wie dieser begleiteten uns an die Startlinie. Der Startschuß viel und ich war, wie letztes Jahr auch, hinten im Startblock. Ich wollte erst mal sehen wie das hier ablief, hatte ich ja letztes Jahr nicht mitbekommen. Kalt war es mir und so langsam musste ich meinen Takt finden.

Ich fuhr etwas auf und startete erste Überholmanöver. Kraft war da, mir ging es blendend und ich hatte ein Ziel: Alles geben.

Leider dauerte es nicht lange bis ich mich in einer großen Gruppe wiederfand und ich merkte direkt wie mein Puls anstieg und ich Panik bekam. Zurückfallen lassen wollte ich mich nicht, also volle Kraft voraus. So preschte ich mit 46 km/h nach vorne. Endlich wurde es mir auch warm. Schneller als gedacht fand ich mich auf dem Kopfsteinpflaster wieder-meine größte Angststelle bei regennasser Straße. Ich rief mir Peters Tipps zurück in den Kopf: Rollen lassen, keine Manöver, locker bleiben. Klappte auch gut, bis auf einmal die nächste Gruppe auf uns auffuhr aus dem Skoda-Startblock. Keine Rücksicht auf Verluste, das schien das Motto zu sein. Geschnitten wurde ich und ausgebremst auch. Tolle Aktion- echt- Männer Ihr müsst es echt nötig gehabt haben. Wahrscheinlich war ich einfach eine zu große Bedrohung.

Nach dem Kopfsteinpflaster sammeln und wieder Gas geben. Immer wieder blieb ich an kleinen Gruppen und immer wieder bekam ich Panik wenn diese Gruppen zu groß wurden. Manchmal preschte ich nach vorne raus oder ich lies mich nach hinten fallen. Bis Kilometer 60 verging die Zeit wie im Flug und mein Schnitt lag bei 37h/km. Wow- das konnte sich sehen lassen. Schnell mal was trinken und ein Gel öffnen.

Ab diesen Zeitpunkt war ich aber auch irgendwie allein- wo waren die alle? Vor mir lange nix, hinter mir auch nix zu hören?!? Na gut, es musste ja weiter gehen.Irgendwann rauschten die ersten aus Startblock C an mir vorbei- das ging so schnell das ich nicht beschleunigen und dran bleiben konnte, netterweise wurde ich dann vor einem Kreisel komplett ausgebremst, es war so knapp das ich fast gestürzt bin, konnte mich aber gerade noch fangen. Also wieder viel Kraft aufwenden um die Grundgeschwindigkeit aufzunehmen.

Irgendwann fand ich mich auf dem Autobahnstück wieder, auf dem letztes Jahr der Massensturz passiert war. Aber hier war ich ganz allein, ca 500m vor mir waren 2 weitere Fahrer. Eine mit dem gleichen Trikot wie ich, also aus dem Team Garmin & Friends. Ich versuchte mehr aus mir heraus zu holen. Kilometer 80 hatte ich passiert, aber der Regen und der eiskalte Gegenwind machten das hier zu einer Herausforderung der ich fast erlegen bin. Ich war auf einmal sauer, sauer auf mich, sauer auf das Wetter, sauer das ich an den anderen nicht hatte dran bleiben können.Nach einer gefühlten Ewigkeit im Motivationstief holten mich Fahrer aus dem C- Block ein und wir fuhren wieder in Wohngebiet. Plötzlich jubeln und mein Name: Caaaaarmen- huch? Gerade noch realisiert: Das war Nadin von www.eiswuerfelimschuh.wordpress.com.

Genau das habe ich gebraucht: Noch 30 Kilometer und mit neu gefundener Kraft ging es weiter..  Ich überholte einige, hängte mich an andere dran und schöpfte mit Isogel und etwas zu trinken neue Kraft.

Kilometer 100- Mitten in Berlin: Aua! Was war das? Mein Rücken machte was, was ich nicht kannte. Krämpfe im Rückenstrecker hauten mich fast vom Rad! Verdammt! Also kurz aufrichten und im Stehen fahren und zack- Krämpfe auf der Oberschenkelvorderseite. So wechselten sich eine Krämpfe nun ab und ich dachte daran abzubrechen. Dann kam mir der Sprecher wieder in den Sinn: Erlebnis vor Ergebnis! Letztes Gel und ein gefühlter großer Schluck aus der Flasche.

Also Geschwindigkeit raus und locker weiter pedaliert. So meisterte ich Meter für Meter und sah sogar mal was von Berlin, das war also letztes Jahr alles an mir vorbeigeflogen.

Selbst auf der Zielgeraden gab es keine Reserve mehr für mich um anzuziehen und ich war froh als ich endlich irgendwann absteigen konnte. Füße und Hände taub, so gab ich meinen Transponder zurück und erhielt meine Medallie. Eine Plastikplane zum umhängen und weiter zum Erdinger- Stand. Ich  hab mir Tee gewünscht oder auch gerne Glühbier.

David angerufen und dann erst mal gesucht wo die Ausgabe für meinen Beutel war. Das wussten nicht mal die Streckenposten???? Ich war sauer! Irgendwo haben wir dann einen Plan aufgetrieben wo es eingezeichnet war. Also Startbeutel geholt und ab zu den Umkleiden. Eigentlich wollte ich im Hotel baden, aber da unter Handschuhen und Radschuhen blau angelaufene Extremitäten auf mich warteten wagte ich mich doch ins Duschzelt.

Das war die beste Dusche meines Lebens. In regelmässigen Abständen kamen Sanitäterinnen vorbei um nach uns durchgefrorenen Mädels zu schauen. So langsam wurde mir warm. Raus zu David und dann den weiteren Verlauf absprechen. Er wollte mit der Bahn zurück und ich mit dem Rad. Garmin Edge 810 mmit Navigation gestartet und los gings.

Das war jetzt interessant: Auf Fußgängerwegen und an der Spree ging es zurück. Es lief auch alles gut, bis zu einer Unachtsamkeit von mir. Mein Hinterrad rutschte in die Schienen und Platsch lag ich mitten in Berlin auf der Straße. Danke hier an eine Frau die mir sofort zur Hilfe eilte. Aufgerappelt und weiter. So ein dummer Fehler! Nach 5 Minuten war ich dann am Hotel wo ich Christian traf- er wollte zurück zum VIP Bereich. Nachdem ich alle meine Sorgen bei ihm abgeladen hatte erreichte ich unser Hotelzimmer und lies mir eine Badewanne ein.

Leider verhagelte mir ein Anruf von zu Hause die Laune und ich wollte auf keinen Fall mehr zurück in den VIP  Bereich. Ich nutze  die Wanne und versuchte zu entspannen. David und ich stärkten uns im Hotel und die Karotten Ingwer Suppe wärmte mir die Seele und die Glückwünsche und Fotos von Nadin ließen die Schmerzen und Strapazen erst mal vergessen.

3h40min1sec- Meine Zielzeit und hier auch direkt das Versprechen das ich nächstes Jahr wieder da sein werde um schneller zu sein als 2013!

Dankeschön an Alle die das hier Möglich gemacht haben, besonders natürlich GArmin, ich hoffe wir sehen uns nächstes Jahr wieder und dann auch mit besserem Wetter 🙂

Fazit: Es geht härter als der Strongmanrun !

 

Urkunde

 

 

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Der Fisherman’s Friend StrongmanRun 2014- für mich der Beste überhaupt!

Wo soll ich anfangen? (Die Links führen jeweils zu meinem Bericht aus dem genannten Jahr)

2011: Durch ein Gewinnspiel gewann ich meine Wildcard zum härtesten Lauf aller Zeiten. Dort habe ich Blut geleckt und seitdem liebe ich meine schmutzige Seite
2012: Ich bin offizielle Bloggerin für den Fisherman’s Friend Strongmanrun und bin hin und weg, dass ich wieder an den Start gehen kann zusammen mit Julia
2013: Natürlich bin ich wieder dabei, dieses Mal begleite ich StrongmanRun Novizen Thomas
2014: Das dauert wohl länger, also lies einfach weiter
Anreise Freitag Abend, wie immer, treffen wir uns mit Tom (der auch dieses Jahr wieder gewonnen hat) und seiner tollen Freundin Vivi.
Ich habe seine Gewinnerin der Wildcard, Angelika, in meinem Zimmer untergebracht und so gab es auch einiges zu besprechen.
Natürlich haben wir Ihn wieder unter Druck gesetzt zu gewinnen (Und mal ehrlich Tom- es hat ja auch was gebracht). Bei Brooks haben wir in der Photobox auch ein Andenken machen lassen und trafen uns später zur Pasta-Party im Eifelstadl wieder.

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Hier direkt ein großes Danke an Brooks und StrongmanRun, dass ich so viel erleben durfte am Wochenende.
Bei der Pasta Party waren einige vertraute Gesichter und auch einige neue wie die von Antonio und Wong von Brooks.
Angelika war auch dabei und wir hatten viel Spass. Ich wollte nicht allzu spät ins Bett, daher wagten wir es nicht auf die Tanzfläche, denn dann wäre es spät gewesen.
In der Pension letzte Vorbereitungen getroffen, Kostüm heraus gelegt, Krone gerichtet, Makeup bereitgelegt und ab ins Bett.
Am Wettkampfmorgen gab es wie immer ein mega Frühstück für uns: Ei, Brötchen, Wurst, Käse, Joghurt- alles da. Meine Mädels Jasmin und Angelika hatte ich sanft geweckt nachdem ich im Bad war, und so starteten wir gut gestärkt in den Tag.
Alles nochmal gecheckt (ich bin da ja immer sehr chaotisch) und schon waren wir frühzeitig auf dem Weg zum Ring.
Der Grund dafür: Ich war von Brooks für einen Helikopterflug übers Eventgelände eingeladen worden 🙂
Und das Fliegen mit dem Heli hat mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, das erst im Ziel durch klappernde Zähne vertrieben wurde.
Hier ein paar Ausblicke aus der fliegenden Achterbahn:


Dann traf ich mich mit Timo und Torsten, auch hier gute Laune obwohl die Eifel vom Wetter mal wieder die rauhe Seite ausgepackt hatte.

Auf der Bühne wurden die Vorjahressieger begrüßt und natürlich stand ich als BatschQueen mit Applaus für Tom bereit.

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Dank Brooks kamen wir bis zum Start im Fahrerlager unter und konnten hier den Luxus von Tee und eigenen Umkleiden und Duschen genießen.

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Die Stimmung war ausgelassen und schnell hatte ich auch hier Leute kennengelernt.
Um 12:00 Uhr machten Jasmin und ich uns auf in die Startaufstellung. Ich wusste noch nicht wie ich laufen wollte, mit Jasmin oder doch etwas schneller vorne raus, aber die Entscheidung wurde mir schon an den ersten beiden Hindernissen abgenommen, aber dazu später.


Die Zeit in der Startaufstellung zog sich trotz Warmup Band, und um 12:30 suchte ich mir nochmal den Weg zum Dixie. Da traf ich auf Greta, ein Mitglied aus unserem Studio. Auch Sie startete zum ersten Mal und kam auch glücklich an.

 

Runde 1:

Als Jasmin und ich die Startlinie überquerten schrie uns Metallica „Give me fuel, Give me fire, Give me that which I desire“ ins Ohr- Passt!
Dummerweise mussten wir beim Start schon wie verrückt wieder aufs Klo und wurden von den Jungs mit PINKELPAUSE- Schreien begleitet als wie zum zweiten Dixie auf der Strecke abgebogen sind.
Vor dem 1. Hindernis warteten einige Laufkilometer gesäumt mit Stroh Hindernissen auf uns. Die meisten Kniehoch und ein paar wenige so hoch wie ich. Hier waren wir direkt auf Hilfe angewisen, die irgendwie nciht wirklich kam. Männer sprangen drüber oder liessen sich hochhelfen und drehten sich nciht mehr um um weiter zu helfen.
Hindernis 1: MUDDYKÜRE Hier war wohl irgendwann auch Schaum im Becken- von dem haben wir aber nix mehr gesehen als wir endlich ankamen. Gleiches Phänomen wie beim Strohhindernis: Keine Hilfe von Männern, Frauenpower hat dennoch gesiegt, also beschloss ich bei Jasmin zu bleiben, dann waren wir wenigstens immer zu zweit
Hindernis 2: KNIE-MANDSLAND Strom und Kriechen- ich hasse die Stromsache seit letztem Jahr. Der Wind erschwerte das Ausweichen noch mehr und man hört überall die Schreie aus dem Hindernis
Hindernis 3: IRRVANA Irgendwie seltsam, ich hatte mehr erwartet: Beschuss der Teilnehmer mit Wasser oder so was- weil so war das kein Hindernis (aber ich fand in der zweiten Runde noch eine Verwendung für das aufgebaute Paintball-Battlefield)
Hindernis 4: 50 SHADES OF MUD Jasmin und ich waren gerade bei der schwierigen Entscheidung welcher Gang jetzt der beste wäre, da klopfte mir jemand auf den Rücken mit dem Worten na wie läufts Carmen- Das war TOM!!! Wieder ganz vorne und früher als letztes Jahr hatte er mich überrundet, Knut war nicht an uns vorbei, also war er vorne. Mit den Worten gewinn noch mal für Mutti feuerte ich ihn an und gab ein Lautes „Achtung“ ins Hindernis. Gänsehaut wegen Tom, ich freute mich so, er war so aufgeregt und ich gönne ihm das von ganzem Herzen (ich habe während dem Rennen dann immer wieder Streckenposten und Zuschauer gefragt ob er gewonnen hat)

Hindernis 5: EIFLER SÜDWAND Der ehemalige Schicksalsberg wurde etwas entschäft und nur mit niedrigen Strohhindernissen und Reifen bestückt. Allein die Steigung genügt eigentlich schon. Hir sind viele (auch wir) schnell gegangen um die Kraft zu sparen.
Hindernis 6: BUTT SPENCER Die Rutsche! Wow! So schnell bin ich da noch nie runter. Und irgendwie war auch mehr Wasser und Wasser war auf einmal überall: Auf dem Kopf, im Kopf und zwar durch die Nase, Hammer! Gaudi ohne Ende- wir bleiben hier 🙂
Hindernis 7: KNIEMINATOR Krebsgangmodus an, und die Spinnensensoren vibrieren- Kies hat das ganze erschwert und meine Muskeln hatten schön zu arbeiten
Hindernis 8: EIGERSTROHWAND Ein Hindernis über die Strasse gebaut- geile Idee. Auch hier Frauenpower beim Erklimmen und weiter
Hindernis 9: MONKEY BRIDGE Ich liebe die Kletternetze, das ist wie auf einem Abenteuerspielplatz und ich habe jeden Moment genossen
Hindernis 10: DUCKINGSTATION Das hier hat viel Kraft gekostet: Tief und Hoch- immer wieder durch den Tunnel und dann wieder hoch auf die Holzpyramide. Hier gab es Musik und Moderation und das war auch gut so
Hindernis 11: INTERSPORTS HELDENPRESSE Ein großartiges Hindernis mit so vielen Möglichkeiten. Leider auch vielen Möglichkeiten sich gegenseitig zu verletzen- denn wärhend ich die untere Etage „erkroch“ erkämpften sich einige Läufer über mir den Weg und namen nicht so viel Rücksicht darauf ob da jetzt Körperteile von mir in Ihrem Sprungbereich waren. Dennoch hatte ich Spass- wie gesagt: Spielplatz 🙂 Hier war auch der DJ mit Moderator plaziert und Deichkind und Jump around von House of Pain waren auch hier an der Tagesordnung und ich tanze mit einem Mitläufer- Der Moderator (den ich vorher im VIP-Bereich kennengelernt hatte) erkannte mich wieder und war überrascht das meine Krone, Pardon Diadem, noch immer da war teilte aber allen mit as ich versichert habe das diese hält.
Hindernis 12: BROOKS SLAMARAMA Hier ging ich im Kriechgang durch um meine Schuhe nicht zu verlieren, mitten in meinem Weg hatte es einen Läufer getroffen der nicht mehr aus dem Matsch kam. Jasmin und ich begannen zu Graben, eine weitere Läuferin griff beherzt zu und gab sich alle Mühe noch männliche Helfer zu finden, aber vergebens, die liefen alle an uns vorbei. Letztendlich hatten wir ihn aber befreit und ich buddelte den Schuh noch aus.
Hindernis 13: WALKING WET Walking? Swimming! Pussy Lane ist keine Option! Aber ganz Ehrlich: Der erste Einstieg ließ kurz meinem Atem stocken- Ach Du Schei**e Kalt! Japsend begann ich das schwimmen. Irgendwann zog mich ein netter Herr nach Rechts mit dem Kommentar komm rüber hier kannst Du bestimmt laufen. Stimmt- und sofort ging es mir inmitten der Läuferschaar besser. Das beste daran: Man war mal wieder fast sauber.
Mit einem Tau ging es hoch auf die Star/Zielebene, kurz bevor ich oben war, wurde das Seil von Läuern hinter mir zur Seite gerissen und ich legte mich unsanft auf die linke seite ab- von oben wurde mir aber geholfen um wieder auf die Füsse zu kommen
Hindernis 14: BOXENSHOCK Strom, schon wieder! Aber mit Boxsäcken zwischendrin- kurz gecheckt und eine Route gewählt auf den letzten Boxsack eingedroschen und weiter!
Hindernis 15: BROOKS GUMMILICIOUS Wir sind ja echt viel an Reifen gewohnt, abe rich hatte das Gefühl das es noch niemals so viele Reifen waren-wahnsinn das Hindernis ist endlos und Reifen bis zu vierlagig hoch.
Hindernis 16: MOUNT BUTTMORE Jaaaaaaa!Hoch und runter Rutschen! Geil! Es war steil es war klatschnass und ich habe meine Krone verloren 😦 Menno! Suchen half nix, wir mussten ja weiter

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Hindernis 17: ENDGEGNER Das war echt hoch-aber die Aussicht von oben einfach gigantisch! Hier fanden wohl gerade Dreharbeiten mit irgendeinem „Promi“ statt. Er blockierte das Hindernis und schrie den Kameramann an das das ja wohl gefährlich sei- ich schrie Ihn an: Heul net! Das ist der Strongmanrun! (Hinterher klärte mich Jasmin auf das das der Checker war) Für mich definitiv kein Strongman!

Runde 2:

KAAAAAALT! Der Wind schlug uns direkt im Tor zur zweiten Runde entgegen- Ich wünschte mir die schützenden Massen aus der ersten Runde zurück.
Bevor wir wieder zum ersten Hindernis kamen mussten wir ja wieder über die Strohballen und hier schlug direkt auf dem ersten ein Krampf in der linken Wade ein. Aua! Ok, hier war vorsicht geboten, ich kannte das ja von 2011
Hindernis 1: MUDDYKÜRE Das Hindernis war fast leergeräumt aber ohne Hilfe ging dennoch nix, dieses Mal waren auch helfende Männerhände hier die auch tatsächlich stehenblieben um uns Mädels zu helfen- Dankeschön hierfür
Hindernis 2: KNIE-MANDSLAND Noch mehr Wind machte das Hindernis noch unberechenbarer- aber auch beim zweiten Mal blieb ich vom Strom verschont
Hindernis 3: IRRVANA Ha! Die aufgeblasenen Paintball Sub-Air-Deckungen missbrauchte ich um ein paar Punches und Roundhousekicks zu verteilen, als ich gerade weiter wollte meinte die nette Fotografin sie wollte doch noch Fotos machen, also wieder zurück und noch mal das ganze und schon war mir wieder warm. Langsam setzten auch bei Jasmin Krämpfe ein, von hier an sind wir dann öfter mal gegangen
Hindernis 4: 50 SHADES OF MUD Kein Stau, fast kein Matsch mehr- alles gut- Musik? Musik? Wie war hier in der ersten Runde auch Musik? Hab ich nicht mitbekommen, Jump around- immer wieder lasse ich mich zu spontanen Tänzen hinreissen
Hindernis 5: EIFLER SÜDWAND Kräfte zum rennen waren nicht mehr da, wir sind gegangen und haben vorsichtig die Strohballenhindernisse genommen um weiteren Krämpfen zu entgehen
Hindernis 6: BUTT SPENCER Volbeat! Laut! Fallen! Yeah- Rock N‘ Roll Baby! Wir nutzen den Moment um kurz die Rampensau raus zu lassen – Geil! Rutschen und Metal- Ein Traum
Hindernis 7: KNIEMINATOR Hatte auch in der zweiten Runde keinen Schrecken verbreitet
Hindernis 8: EIGERSTROHWAND AUA! Hier erwischte mich ein Mörderwadenkrampf als ich mich hochhiefte. Jasmin musste mein Bein nach oben drücken, sonst wäre gar nix gegangen- die Entscheidung zusamen zu bleiben war die Richtige gewesen.
Hindernis 9: MONKEY BRIDGE Auch in der 2. Runde ein Hindernis mit Spassfaktor
Hindernis 10: DUCKINGSTATION Ein relativ einfaches Hindernis das in der zweiten Runde mit dem Hoch und Runter noch mehr Kraft gekostet hat.
Hindernis 11: INTERSPORTS HELDENPRESSE Ich nahm wieder die untere Etage und erfreute mich an Fettes Brot und Nordisch by Nature 🙂 Hüpfend und tanzend ging es am Moderator vorbei der sofort bemerkte das mein Diadem weg war 😦
Hindernis 12: BROOKS SLAMARAMA An der Seite kam ich dieses Mal, ohne meine Schuhe zu verlieren gehend durch
Hindernis 13: WALKING WET Der Einstieg beim zweiten Mal war um einiges einfacher und schon bald war das Hindernis überwunden- eine Zuschauerin meinte das ich noch total frisch aussehen würde- klar- Frisch bin ich ja immer
Am Tau den Hang erklimmen hat trotz eiskalter Hände gut funktioniert und dieses Mal sogar ohne Sturz
Hindernis 14: BOXENSHOCK Beim zweiten Mal war mir fast alles egal, durchgerannt und wieder die Boxsäcke genutzt 🙂
Hindernis 15: BROOKS GUMMILICIOUS Hier habe ich ein wenig aufgeräumt um am Rand den Nachläufern den Weg zu erleichtern
Hindernis 16: MOUNT BUTTMORE Vorfreude auf die Rutsche, aber auch die Gewissheit das hier irgendwo meine Krone sein muss und für immer weg ist begleiteten mich auf dem Weg nach oben
Hindernis 17: ENDGEGNER Geschafft- das letzte Hindernis und ich blieb oben erst mal Sitzen um die Aussicht auf das Ziel wahrzunehmen. Unten angekommen fasste ich Jasmin an der Hand und wir überquerten zusammen die Ziellinie.

Im Ziel gab es trotz Zielzeit von 4:25:58 die Finishermedallie und zum ersten Mal erhielt ich Zielverpflegung seit dem ich hier mitlaufe: Bitburger alkoholfrei (War nicht Erdinger Sponsor?) und Kuchen. Der beste Streuselkuchen aller Zeiten. Wir trafen auf Greta, die zusammengekauert in zwei Folien auf Ihren Mitläufer wartete. Dann machten wir uns auf den Weg zur Boxengasse. Leider gab es für uns keine warmen Getränke mehr im VIP Bereich und auch nur noch Bier- sonst nix 😦 Also ab in die Dusche.
Als ich meine Handschuhe auszog waren meine Hände blau. Die Dusche war zwar nicht warm, aber wärmer als die Außentemperatur. Auf dem Weg zum Auto noch schnell das Finishershirt abgeholt und schon mussten wir warten: Stau in der Unterführung zum Ringwerk. Platzangst machte sich in meinem Kopf breit, ich versuchte mich auf etwas anderes zu konzentrieren.
In der Pension ging es gleich unter die heisse Dusche, endlich wieder Gefühl in den unterkühlten Gliedmaßen.
Es warteten selbstgemachte Erdbeer-Törtchen auf uns und schnell waren wir wieder bei Kräften und bereit für die Heimfahrt.
Mein Fazit für den StrongmanRun 2014: Der geilste und härteste Lauf den ich je mitgemacht hatte. Es gab nur einen Stau an einer Steilwand (die war ein natürliches Hindernis und ist daher nicht aufgeführt) mit einer Wartezeit von ca. 25 Minuten bei uns. Verpflegung unterwegs war gut- nur haben wir in der zweiten Runde kein Gel mehr bekommen. Das Teilnehmerfeld fand ich dieses Jahr ein wenig unentspannt. Denn wer hier nur auf Zeit läuft und deshalb anderen nicht hilft ist hier fehl am Platz. Hätten wir nicht überall geholfen wären wir auch schneller gewesen, aber Zeit für Hilfe und Party muss sein.
Ein riesiges Lob an das Orga-Team: Ihr habt so viele Sachen super umgesetzt, da bekommt Ihr die eine Stelle mit der Wartezeit nächstes Jahr auch noch in den Griff.

Dankeschön für alles und ich hoffe ich darf Blogger für Euch bleiben.

Im Moment denke ich gerade über eine Teilnahme in Ferropolis nach 🙂

 

Stay Strong and Run Happy!

 

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Endspurt zum Strongmanrun

Wie schon letztes Jahr läuft mein Lauftraining eher bescheiden, da ich ziemlich viel Zeit im Studio verbringe und ja auch noch Radfahren sollte für den Garmin Velothon nächste Woche in Berlin.
Dennoch habe ich es in einer Woche jetzt noch auf 52 Trainingskilometer gebracht.
Die Strecke sollte mir nichts ausmachen. Ich habe nur etwas Angst vor den Stromhindernissen, da mich letztes eins an der Schläfe erwischt hat und es mir danach ziemlich lange noch weh getan hatte.
Am 1.5. war mein Lauf schon richtig Strongmanlike: Regen, Gewitter, 11°C, Wind- ja das passte. Ich lief zu meinen Eltern und kam da an, wie frisch dem Schwimmbecken entstiegen.

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Mein BODYVIVE Assessement Video habe ich auch gedreht und ich hoffe das ich auch diese Lizenz erhalte.
Sonntags bin ich nochmals zu meinen Eltern die 18 Kilometer angetreten, dieses mal bei schönstem Wetter und viel Verkehr auf den Wegen.
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Das Wetter in der Eifel ist mir vorerst egal- ich persönlich brauche keinen Sonnenschein, dann dehydriere ich nicht so schnell, außerdem sind die Übergänge von kalter Luft in kaltes Wasser angenehmer für mich.
Bisher steht der Trend bei 13 bedeckten Grad und ich finde das eine gute Basis, das Wetter ändert sich da eh stündlich.
Gestern habe ich mir doch noch ein neues Outfit für den Lauf bestellt um etwas Queen-würdiger zu sein.

Noch ein wichtiger Hinweis für alle Starter:

Vergesst EURE STARTNUMMER NICHT! Ohne die läuft da nix- also auch ihr nicht. Noch mehr Tipps gibt es hier.

STAY STRONG AND RUN HAPPY!

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