Back in the Game!

Schon zwei Wochen sind seit dem Velothon vergangen und in den zwei Wochen ist viel passiert.
Mein Video um die Les Mills BODYPUMP Lizenz zu erhalten hat bestanden. Ich bin also offiziell BODYPUMP Instruktor!
Dank meinem Chef Christian, im Fit n‘ Fun Fitness- und Gesundheitszentrum Ramstein, habe ich Donnerstags nun eine feste Stunde und ich freue mich riesig darüber.
Morgen geht’s zum Les Mills Groundworks um die BODYCOMBAT Lizenz wieder um ein Jahr zu verlängern und als kleiner Vorgeschmack aufs Superquarterly in Düsseldorf im August.

Am Freitag war ich zum ersten Mal seit 4 Wochen wieder laufen.
Die Zwangspause hab ich mit selbst auferlegt, da bei der Krebsvorsorge an meiner linken Brust Auffälligkeiten gefunden worden waren. Hier habe ich extra schnell einen Termin bekommen, da das ganze mit Schmerzen verbunden ist/war.
Da das bei vielen Frauen Zyklus abhängig ist, kam ich 2 Wochen später wieder zur Untersuchung und das ganze war unverändert. Fazit vom Gyn: So schnell wie möglich zum Radiologen.
Ich bekam keinen zeitnahen Termin ( Ende Juli!!) und rief, wie vorher geheißen, bei meinem Gyn an, der sich selbst kümmern wollte falls es nicht klappt. Gesagt getan, letzte Woche Mittwoch hatte ich den Termin und der Radiologe gab nach Mammographie und Mammasono Entwarnung.
Verhärtetes Drüsengewebe führt zu dem Druckschmerz und eine Hormonsalbe soll nun Abhilfe schaffen.

Erleichtert kann ich wieder durchstarten!

Leider zwickt meine Linke Schulter im
Moment ein wenig, aber das führe ich auf Übertraining der letzten Wochen zurück, da ich noch ziemliche Defizite im BODYPUMP Schultertrack habe.

Gestern war ich somit zum ersten mal seit 4 Wochen mit Brigitte laufen.

Ich hab sie vorher auch gefragt ob sie mit einer Anfängerin überhaupt laufen möchte 🙂

Never change a Running System war die Devise: Der Brooks Ravenna 3 ist meine Allzweckwaffe für jede Gelegenheit und der durfte mit raus.
Bei den Klamotten griff ich zu meinen Lieblingsstücken von Brooks und schon waren wir am Laufen.
Vor lauter Vorfreude hab ich sogar vergessen den Forerunner 910xt zu starten 🙂 aber die Strecke ist eine meiner Lieblingsstrecken und mit 13,abkürzbar auf 8 km, auch flexibel zu laufen.
Und es lief Super! Ich war glücklich, musste das Brigitte auch immer wieder sagen und hab mich abends noch mal für den Lauf bedankt. 13 km in 1:20h waren mehr als gut gelaufen nach so einer langen Pause, aber der Muskelkater kam noch am gleichen Abend 🙂

Am Montag geht es dann ins Trainingscamp Urlaub nach Fuerteventura.
Meine 3 schönsten Paar Brookslaufschuhe hab ich eingepackt und ich will viel laufen.
Schwimmen und Fahrradfahren darf auch nicht zu kurz kommen 🙂

David will Surfen lernen- da habe ich dann genug Zeit für mich.

Das war’s vorerst von mir!

Und ein ganz großes RUN HAPPY von mir mit auf den Weg!

20130622-215738.jpg

20130622-215853.jpg

Advertisements

Garmin Velothon Berlin- ich komme wieder!

Erst mal ein riesengroßes Dankeschön an das Team von Garmin.
Hier hat einfach alles schon im Vorfeld gestimmt und man wurde tatkräftig von Franzi und Kathrin bei der Planung unterstützt.
Nach 8 Stunden (inklusive langer Pausen zum Beine vertreten) kamen wir in Berlin an.
Das Hotel, welches Garmin herausgesucht hat, ist wirklich mehr als perfekt. Innerhalb 20 Minuten kommt man hier zu Fuß zu den wichtigsten Punkten in Berlin und das nutzen wir am Freitag und Samstag auch.
Da ja wirklich immer etwas ist, war das auch an diesem Wochenende auch wieder so:
Meine Luftpumpe habe ich vergessen, und meine Airchamp hat wohl die Einstechnadel verloren ( Es war also nicht die falsche Kartusche sondern Materialschwund). Also mussten wir am Samstag morgen ja auf die Velothonmesse. Das war das Schlaraffenland für mich. Bei einem Stand fand ich auch sogleich eine Pumpe und lies mich bezüglich einer Satteltasche beraten. Beides habe ich gekauft.
Bei SKS (dem Hersteller der Airchamp) fragte ich nach ob ich die Nadel einzeln kaufen könne, die Antwort war nein, aber man bot mir an meine auszutauschen. Natürlich lag sie im Zimmer, aber ich wollte ja später eh noch Rad fahren.
Bei Camelbak gab es noch neue Trinkflaschen und ich fand noch eine günstige Sonnenbrille.
Kleines Sightseeing und zurück ins Hotel.
Dort sattelte ich mein Rad und fuhr los.
Ich wollte zuerst die Pumpe tauschen lassen. Das klappte Prima. Dann starteten auch schon die ersten Kids.
Die Stimmung war super und ich fotografierte das Treiben. Kinder die Ihr erstes Radrennen fahren, toll, besonders wenn man von kleinauf gerne dabei ist.

Foto(1)
Plötzlich eine Durchsage: Wir sollten den Bereich um den Tiergarten weitläufig räumen wegen eines Polizeieinsatzes. Natürlich ohne Panik! Keine Panik bedeutet ja immer das Gegenteil und schon ging das Geschrei los. Eltern suchten Ihre Kinder von denen einige schon im Startblock standen, andere fuhren noch Testrunden. Wir wurden von Polizisten vom Gelände begleitet und viele Wege wurden abgesperrt.
Also wieder zurück zum Hotel- hier hatte ich noch einen Fast Unfall und wollte nun auch nicht mehr fahren gehen.
So gönnte ich mir eine Dusche und machte mich für unser Carboloading zurecht.
Hier traf ich auf viele bekannte wie Nadin, Matthias, Jojo, Gunda, Peter und Christian (fast alle hatte ich letztes Jahr am Schliersee kennengelernt).
Endlich bekam auch die Organisation ein Gesicht: Christian von Garmin, oder besser CP, begrüßte uns und auch Dennis und Hannah aus dem Betreuungsteam waren da.
Es folgte ein herzliches Willkommen von Garmin mit leckeren Essen und Getränken und ein tolles Rahmenprogramm.
Es gab Tipps zum Training und Ernährung und auch „Stars und Sternchen“ wie Erik Zabel, , Dieter“Eule“ Rutenberg  Mike Kluge und natürlich Peter Schlickenrieder- dem Sunnyboy vom Schliersee. Ein kurzes Sicherheitsbriefing um Safer Cycling zu gewährleisten frischte nochmal gelesenes auf.
Natürlich habe ich wieder Cola-Kracher im Gepäck gehabt, die einzig wahre Wettkampfverpflegung.
David und ich verabschiedeten uns so gegen 22 Uhr, wir wollten zu Fuß zurück zum Hotel. Das Wetter war ja auch zu gut.
Im Zimmer war alles schon auf Wettkampf eingestellt. Nun musste ich nur noch schlafen. Das gelang mir auch irgendwann.
6:00 Wettkampfmorgen! Ahhhhhhhhh- Puls am Anschlag. Stress- Anziehen- Fertig machen- David wecken- Getränke auffüllen- David nochmal wecken- Satteltasche checken- David nochmal wecken- und dann endlich frühstücken. Dort waren Andi und Sebastian auch schon anzutreffen.
Dann wieder ins Zimmer alles fertig machen. Radschuhe an, Helm auf, Sonnenbrille an, Gels ins Trikot, Tempo ins Trikot (ja ich bin ein Mädchen ich habe meine Nase geputzt während der Fahrt), nochmal schnell auf die Toilette und dann Fahrrad abholen.
Das Fahrrad wurde am Vorabend von einem Techniker von Garmin nochmals durchgecheckt. Hier wurde bei mir Luft aufgepumpt und die Schaltung eingestellt.
In der Lobby waren wir dann alle. Die Stimmung war ausgelassen und Mike gab uns nochmals genaue Anweisungen zur Sicherheit (auf Lücke fahren, Finger immer am Bremshebel, nicht zu hart bremsen, Handzeichen usw.).
Ein Gruppenbild und wir pedalierten los.
Für Peter gab es noch 2 weitere Stopps um Gruppenbilder aufzunehmen um dann vorm Startblock auf den Einlass zu warten.
Mein Puls war hier schon so hoch das ich es fast nicht schaffte in die Pedale einzuklicken.

 

Nadin und ich im Startblock
Nadin und ich im Startblock

Im Startblock aß ich meine Banane, noch mal schnell das Dixie benutzt und dann ging es los.
Die Angst wurde beim losfahren noch größer, obwohl ich als letzte im Startblock startete. Purer Stress, Schweißausbruch und totale Handlungsunfähigkeit traten bei mir ein.
Ich trat zwar in die Pedale, aber irgendwie wurde ich nicht schneller. Ich schimpfte wie ein Rohrspatz, was auch einige Garmin Team- Mitglieder noch gehört haben, das doch hier noch ein schwererer Gang sein müsse.
Auf einmal waren alle weg und ich erkannte endlich das Problem: Der Techniker hatte meine Kette auf dem kleinen Kettenblatt stehen lassen.
Diese nutze ich so gut wie nie- und schon gar nicht in Berlin, Steigungen hatte ich bisher ja auch keine gefunden.
Also rauf aufs große Kettenblatt und ordentlich in die Pedale getreten- geht doch!
Ein paar Minuten war ich noch alleine und sah die anderen in großer Entfernung vor mir bis ich – Oh Schreck_ von den ersten der Skoda Gruppe überholt wurde. Mein Herz raste, ich war doch ganz rechts- müssen die so nah an mir vorbeiziehen? Klar müssen sie das, fand ich doch später selbst heraus wie toll ein Windschattens ein kann.
Ich fuhr unbeirrt weiter und wurde von vielen überholt, doch irgendwann kam der Punkt wo mein Gehirn allmählich anfing aus der Schockstarre aufzutauen.
Gas geben muss ich, dran bleiben will ich.
So fand ich eine kleine Gruppe aus 5 Leuten der ich mich anschloss.
Zuerst fuhr ich hinten und schaute mir das treiben so an. Zschhhhhh, die schnellsten Starter der D Gruppe kamen nun an uns vorbei- nah vorbei. Ich versuchte ruhig zu bleiben und blieb an der Gruppe dran.
Hier war mein Platz schnell klar: Auf der Geraden war ich in der Gruppe, berghoch war ich die Spitze. So hatten wir alles was davon und konnten unseren Nutzen daraus ziehen.
Irgendwann kam nach einem Kreisel eine schnellere Gruppe vorbei und ich brach aus meiner aus um hier dran zu bleiben. Gelang mir auch ganz gut, nur war mir das Gedränge hier zu groß und ich ließ mich wohl etwas zu lange ans Ende der Gruppe rollen, so war ich ganz alleine auf weiter Flur.
Das alleine fahren kostet natürlich viel Kraft und ich sah, mit einem gewissen Abstand voraus eine kleine Gruppe. Aus dem Sattel und ab dafür (bevor ich aus dem Sattel ging hab ich beim ganzen Rennen immer vorher geschaut ob jemand hinter mir ist den ich eventuell behindern würde).
Die Gruppe bekam ich mit Leichtigkeit und berghoch (naja eher Hügel hoch) war ich auch hier wieder vorne.
Diese Gruppe war groß, ich schätze 50-70 Leute waren um mich herum. Ein beklemmtes Gefühl stieg in mir hoch. Ich muss nach vorne, nach hinten, oder nach außen und zwar sofort.
Ich da weder außen noch vorne gerade Sinn machte, ließ ich mich rollen und fiel nach hinten ab.
Mit dieser Gruppe fuhr ich dann auf das gesperrte Autobahnstück auf. Zuerst war ich ganz rechts- auf der Standspur außerhalb der Gruppe, nach einer Weile wollte ich zum Erholen wieder in die Gruppe rein. Hat auch gut geklappt. Nur fuhren wir auf eine andere Gruppe vor uns auf und eine hinter uns holte uns ein. Gefühlte 200 Menschen in einen Pulk, mein Stresslevel wuchs. Ich war hypernervös, ich wollte raus aus den Gedränge. Ich fuhr auf Lücke wie Mike und Peter uns vorher angewiesen haben, Beide Hände an der Bremse um für alles bereit zu sein. Ich vernahm ein leises KLONK! und mein Hirn spielte sofort das Warnszenario ab welches im Safer Cycling Guide beschrieben wurde: Arm Hoch- ein Achtung habe ich lautstark auch mit ins Gedränge gegeben und schon flogen vor uns Räder, Sattel, Sonnenbrillen und Radfahrer durch die Luft. Vollbremsung- und ich war die erste die zum Stillstand kam ohne zu fallen, hinter mir gab es auch keine Stürze- Puh alles richtig gemacht.
Aber was vor uns lag war ein Schlachtfeld aus Rädern und blutenden Menschen. Carbonrahmen waren splittert und viele waren saßen einfach benommen auf dem Boden. Runter vom Rad, Ersthelfer Modus an. In solchen Momenten werde ich ganz ruhig. Mein Puls geht nach unten und ich selbst bin nicht mehr für mich wichtig.
Ich checkte die Lage: Wer kann aufstehen? Sind alle ansprechbar? Wie groß sind die Verletzungen? Nach einer Weile war klar: Verletzt waren irgendwie alle, viele nur Schürfwunden, aber auch welche die hart gestürzt waren und es einfach gar nicht fassen konnten. Bei fast allen war das Rad nicht mehr fahrtüchtig. Nachdem ich größere Gefahren ausschließen konnte und noch ein paar Männern aufgeholfen hatte. Wie der Sturz zu Stande kam konnte mir niemand sagen.
Von hier an war mein Kopf frei und ich radelte wild drauf los, merkte wie ich schneller wurde und die Barrikade in meinem Kopf weggerissen war. Nun lief es.
Ich startete Überholmanöver und überholte immer mehr- ich fuhr links an allen vorbei die ich kriegen konnte ohne selbst überholt zu werden.
Wow- tolles Gefühl!
Wir näherten uns dem Flughafen Tempelhof, wo es wie vorhergesagt Wind von rechts gab. Viel Wind. Eine Windböe versetzte mich in der Spur- so heftig war es zeitweise.
Ab hier folgte ich einem Mitfahrer mit GoPro am Sattel- ich hab auch immer versucht schön zu lächeln 🙂
Da tauchte Micha auf. Micha war auch in den Sturz verwickelt und gehörte auch zu den angesprochenen Verunglückten. Wir kamen ins Gespräch und die Kilometer flogen nur so dahin.

Micha und ich im Gespräch
Micha und ich im Gespräch

Dabei stellte sich heraus Micha war in Gruppe A gestartet und hatte heute kein Glück: Schlauch geplatzt und Sturz! Er beschloss bei mir zu bleiben und gab mir Windschatten.
So fuhren wir die letzten Kilometer zusammen ins Ziel und ich bedankte mich artig (wie übrigens bei allen anderen auch heute) fürs ziehen.

20x30-VTAJ0372

Im Ziel angekommen traf ich auf Nadin, uns trennte nicht mal eine Minute Zeitabstand. Sie half mir hier durch das Wirrwarr im Ziel und dort trafen wir auch Ihren Mann wieder.
Ich brachte mein Rad in die Aufbewahrung und traf da auch Matthias, mit dem ich zur Kleiderbeutelausgabe lief. Auf dem Weg dahin sammelten wir noch Christian samt Freundin auf.
Auch die Freundin von Christian war mir sofort sympathisch. Eine tolle Frau die ich vom ersten Augenblick an mochte.
Ich versuchte hier David zu erreichen, der ging aber nicht ran. Irgendwann meldete er sich und meinte er würde am Ziel auf meine Einfahrt warten, leider zu spät.
Wir verabredeten uns am VIP-Zelt, nachdem ich Duschen war.
Die Stimmung im Duschzelt war ausgelassen, aber auch hier wurde über die vielen Stürze und Kreislaufopfer diskutiert. Das Feld war wirklich sehr aggressiv und nervös gewesen.
Bei Garmin in der Lounge war es dann richtig gemütlich. Es gab ein tolle Verpflegung und alle altbekannten und neugewonnen Freunde und Teammitglieder tauchten früher oder später auf.
Ich traf mich hier noch mit Georg, den ich ja vom StrongmanRun kannte und mit einem Arbeitskollegen aus Kiel.
Der Abschied später vom Team fiel mir schwer, und ich hoffe das wir uns alle mal wiedersehen- vielleicht auch bei einem Garmin Event?

Mein Zeit lag mit 03:23:13 h eine ganze Stunde unter dem was ich mir im Kopf ausgemalt habe und ich bin wirklich sehr glücklich darüber diese Erfahrung gemacht zu haben.
Danke hier an alle die für mich gevotet haben, die Jury und natürlich Garmin. Garmin hat mir in den letzten beiden Jahren so viel ermöglicht und mich immer wieder an meine Grenzen gebracht und diese habe ich dann immer etwas weiter nach hinten verschoben.
Mein Talent liegt ganz klar im Radfahren und dennoch freue ich mich jetzt schon auf die nächsten Lauf- und Triathlonveranstaltungen in diesem Jahr. Der Edge 810 wird mich auch nach Fuerteventura begleiten wo ich weitertrainieren werde.

Ach ja eine Kampfansage habe ich noch: Nächstes Jahr will ich wieder kommen und meine Zeit ordentlich verbessern!

Generalprobe- misslungen!

Am Sonntag wollte ich noch einmal eine letzte lange Ausfahrt mit meinem Orbea machen. 120 Kilometer standen auf dem Plan. Es lief auch super, meine Stimmung war gut- genau wie das Wetter.
Ab aufs Rad und Richtung Wolfstein. Eine Tour hatte ich mir nicht festgelegt, ich wollte dahin fahren wo es mir gerade gefällt.
Von Wolfstein nach Lauterecken, dann nach Kusel und weiter Richtung Waldmohr. In Miesau angekommen war ich zuerst etwas orientierungslos, weil ich keine Schilder entdecken konnte, aber schnell war der Plan geschmiedet: Nach Hauptstuhl, von da aus nach Landstuhl und dann mal weitersehen.
Leider kam ich in Hauptstuhl nicht fahrend an. Der Radweg, der geteert war, wurde hier irgendwann zu einem Schotterweg. Zuerst wollte ich umdrehen, entschied aber, daß es nicht weit sein könne bis der Weg wieder befestigt sein würde.
Ca 1,5 Kilometer vor dem Ort hörte ich ein verdächtiges „Pfffffff“ von Hinten. Verdammt! Bisher war die Saison ohne Zwischenfälle gelaufen. Letztes Jahr hatte ich ja andauernd das Pech und war aber gerüstet.
Hinterrad aus der Nabe, Mantel auf einer Seite herausgehebelt, Schlauch raus, neuen Schlauch mit dem Mund kurz aufgeplustert, in den Mantel damit, Mantel wieder auf die Felge und aufpumpen. Ja, Aufgepumpt hätte ich gerne. Meine Gaspumpe hatte ich auch mit dabei, nur dummerweise habe ich wohl die falschen Kartuschen dazugekauft. Diese waren zu kurz und auch ein Steinchen in der Hülle konnte hier nix bewegen. Mistkram! Jetzt war ich sauer! Und die Lust zum weiterfahren schwand auch. Ich fragte vorbeifahrende Radfahrer nach einer Luftpumpe, bekam aber weder Antwort noch Hilfe. Der Zorn wuchs und ich rief David an. Seine Frage ob er nur ne andere Pumpe mitbringen solle oder ob ich komplett mit heim wollte hatte ich schnell mit: „Ich hab keinen Bock mehr“ beantwortet.
So lief ich mit meinem Bike nach Hauptstuhl um mich da von David aufgabeln zu lassen.

Foto(3)

Nun muss ich schauen welche Gaskartuschen ich brauche, Schläuche habe ich noch genug. Ich will ja in Berlin auf Nummer sicher gehen und nicht an einem Plattfuß scheitern.

Aber wie sagt man so schön: Wenn die Generalprobe schlecht ist wird die Premiere um so besser! Dann hoffe ich mal auf das Beste und freue mich auf Berlin.

Ein toller Service der Veranstaltung ist die Hinweis- Seite für Gefahrenstellen
Nachdem ich mir auf der Seite vom Garmin Velothon die Gefahrenkarte angeschaut habe, wurde mir ein wenig die Angst genommen

gefahr

Als Gefahren ausgeschrieben:
Bahnübergänge- die habe ich auf meinen Ausfahren bei uns zu genüge geübt, da sich der Radwege immer wieder über die Draisinenstrecke zieht habe ich auf nassem und trockenen Untergrund Erfahrungen sammeln können.
Kreisel: Kreisel sind bei uns auch an der Tagesordnung und enge Abbiegungen gehören hier dank der Autofahrer dazu.
Kopfsteinpflaster: In Wolfstein und Kreimbach-Kaulbach habe ich diese Tortur kennengelernt und weiss damit umzugehen. Gut das ich mich nicht davor gescheut und die Strecke umgangen habe.

Die Strecke ist flach, nicht wie die Gegend bei uns, auch hier könnte dann bei der Durchschnittgeschwindigkeit mehr drin sein. Nun muss ich nur noch das in der Gruppe fahren überleben 🙂
Das Wetter soll ja mit 21 Grad ganz angenehm werden, ich hoffe auch das es nciht wärmer sein wird, ich bin ja eher fürs Kühle gemacht.
Wer beim Velothon mitfährt sollte sich auch unbedingt noch die Seite mit den Handzeichen und Grundlagen anschauen. Ich kannte die Handhabe nicht (außer das Abbiegen natürlich).
So nun bin ich gespannt was noch alles passiert. Heute gehe ich zuerst mal einen neuen Mantel kaufen, der alte hat ja ein Loch.

The Final Countdown und die Vorfreude aufs Laufen und Schwimmen!

Oh je- so langsam hab ich Angst!

Der Massenstart, das Tempo, die Distanz! Aber irgendwie bin ich auch zuversichtlich das ich das  auch noch hin bekomme.

Am Donnerstag war ich wieder draußen und kam auf den 100 Kilometern an sehr dubiosen Stellen vorbei.

Hier gab es schmale Strecken auf dem Radweg (insgesamt 4) wo man absteigen und laufen musste. An einer Stelle traf ich auf Fußgänger die mich lobten, denn vor 2 Wochen habe sich hier eine Rennradfahrerin mit dem Lenker im Zaun verheddert und sei schwer gestürzt weil sie nicht absteigen wollte.

Foto (15)

Dann gab es ein Schild an einem Tunnel, das man die Radstrecke nicht verlassen solle weil sonst Lebensgefahr bestehen würde (die Gegend war so düster, da wollte ich nicht anhalten und Bilder machen).

Wer sich nun wundert warum bei mir der Trittfrequenzsensor abgebrochen hat, dem gebe ich nun die Antwort: Irgendwie ist ein Stein an meinen Sensor geknallt und hat das gute Stück ins Laufrad geschossen und ich bin fast hingefallen und dabei unsanft abgestiegen. So brauche ich nochmal ein neues Befestigungs- Set, ich hoffe das kommt noch rechtzeitig bis zum Velothon.

Hier der Link zu meiner langen Tour.

Mein Rücken wird immer unempfindlicher und dank des Ernährungsplans hab ich nun knapp 4 kg abgenommen. Morgen ist Schlemmertag, aber den werde ich mir auch noch durch eine lange Ausfahrt verdienen. Hier soll ich zwar bewusst essen, mir aber auch mal was gönnen. Ich weiß ganz genau was ich will und es hat mit Erdnussbutter zu tun 🙂

Mittlerweile haben wir das Programm für das Velothon Wochenende bekommen und mich hat es aus den Socken gehauen. Alles super geplant und organisiert!

Hier noch mal ein großes Dankeschön ans Möglichmachen an Garm  in und an alle die für mich gevotet haben! Ich kann gar nicht glauben was seit meiner Couchzeit alles passiert ist und ich denke es wird immer schwerer das ganze noch zu toppen!

Ich komme mit dem Garmin EDGE 810 wirklich super zurecht- und das obwohl ich blond bin. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht wenn man die Grundeinstellung einmal gesetzt hat. So darf der EDGE 810 dann auch mit nach Fuerteventura in 3 Wochen 🙂

Nach dem Velothon beginne ich dann mit dem Triathlon Training. Ich habe einem Bekannten versprochen in Viernheim mit beim Fitnesstriathlon zu starten. Hier geht es natürlich darum, die Zeit vom letzten Jahr zu unterbieten.

Die Laufpause war auch mal gut, denn jetzt habe ich richtig Bock drauf die Laufschuhe wieder zu schnüren und meine Runden zu drehen.

Mein BODYPUMP – Video habe ich auch gedreht und am 23.6. werde ich im Schifferstadt beim Les Mills Groundworks meine BODYCOMBAT Lizenz verlängern. Ich freue mich auf die gesteckten Ziele und hoffe auch alle zu erreichen.

Foto (16)