Trainingsrückstand, Trittfrequenz und Tücken des Alltags

Ja ich gebe es zu: Ich bin im Trainingsrückstand! Das Wetter macht mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung und eine Rolle habe ich nicht um im Wohnzimmer zu trainieren.
Ich versuche zwar jeden Kilometer mit dem Rad zurückzulegen, aber gestern war es mir für eine AUsfahrt dann doch zu kalt mit 6°C und Dauerregen.
Am Samstag hatte ich Glück und konnte knapp 89 Kilometer trocken zurücklegen. Aber während des Trainings war ich sehr unkonzentriert.

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Das lag zum einen an der Fettstoffwechselmessung vom Freitag. Hier kam heraus das ich einen Stressstoffwechsel habe, der jedes noch so kleine Kohlenhydrat direkt auf meine Hüften packt. Einen Plan für den Stoffwechsel wieder richtig in Gang zu bringen, bekam ich auch. Ausleitungstag (mit Suppe und ohne Kohlenhydrate) war das Stichwort.
Problem dabei: Hier musste ich bei der Ausfahrt austreten 😦 und das gestaltet sich doch schwieriger als beim Laufen.
Dann wurde ich ständig beim Fahren abgelenkt, da der Fahrradweg entlang der Draisinenstrecke liegt und hier richtig viel los war.
Mein Fokus lag hier ziemlich oft nicht im runden Tritt und meiner Trittfrequenz. Daher war diese dann natürlich auch zu niedrig und meine Durchschnittsgeschwindigkeit mit knapp 23km/h auch alles andere als zufriedenstellend.
Unterwegs überkam mich wieder die Hungerast, nur war Gel dieses Mal aufgrund des Zuckers keine Option. Also nuckelte ich geduldig an meinem Jasmin Dragon Pearl Tee.Irgendwann kam ich dann ziemlich entkräftet zu Hause an.
Kleidungstechnisch habe ich auch aufgerüstet, denn auch in Berlin kann es regnen. So habe ich nun Überschuhe und eine Regenhose. Mein Helmcover und meine Regenweste sind noch immer nicht eingetroffen.
Diese Woche steht bei mir noch das Assessment Video für Les Mills BODYPUMP an. Nach dem Dreh werde ich mir erst mal den Kopf freifahren gehen.
Ich hoffe ich werde den Garmin Velothon in Berlin und die 120 Kilometer überstehen. Diese Woche werde ich daher noch ein paar Intervalle einbauen um hier besser vorbereitet zu sein.

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Mein Rücken ist auch unempfindlicher geworden. Er hat sich bei den letzten Ausfahrten erst bei Kilometer 70 gemeldet. Mir ist hier auch aufgefallen, dass meine Schultern gerne zu den Ohren wandern, was natürlich alles andere als gut ist 😦

So werde ich nun die letzten Tage damit verbringen lange Ausfahrten zu machen ( noch mindestens 3) und in die kurzen Strecke zur Arbeit und ins Fitnessstudio knackige Intervalle und Antritte zu verpacken.

In der Gruppe soll ja angeblich alles besser sein beim Fahren 🙂

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Carmen möchte bitte aus dem Aqua-Labyrinth abgeholt werden!

Nachdem ich am Samstag bei schönstem Wetter 55 Kilometer mit meinem Orbea zurückgelegt habe, sollte heute wieder eine längere Strecke drin sein.

edgeanzeige

Blöd nur, das gerade letzte Nacht bei uns fast überall Hochwasser über die Ufer der kleineren Bäche und Flüsse trat. Aber der kleine Mann in meinem Kopf wiederholte ständig: Wenn Du Pech hast, regnet es in Berlin auch und dann hast Du Erfahrung!

So wurde mir zum Beispiel der Rückweg in Lauterecken gesperrt und ich muss vor Ort sogar mein Rad tragen weil es einfach kein Durchkommen gab. An meiner Route sieht man wie oft ich umkehren musst weil irgendwelche Straßen und Radwege gesperrt waren.

hochwasser

Der Wind war einmal so stark das ich seitlich gegen eine Absperrung gedrückt wurde und beinahe gefallen wäre.

Bei Kilometer 30 legte ich eine Pause zur Neuorientierung ein, denn der Garmin Edge 810 hatte hier keine Chance mich aus dem Labyrinth wieder herauszubringen.

zwangspause

Ich fragte im nächsten Ort Fußgänger, die das Hochwasser bestaunten und fand zügig wieder einen Weg der nicht blockiert war.

Nach ein paar Kilometern musste ich wieder ausweichen und mittlerweile war eh alles egal. Ich war klatschnass und ich stand vor Dreck.

Eigentlich wollte ich noch bei Oma halt machen, aber da zeigte mein Edge 65 Kilometer und ich wusste genau: Wenn ich jetzt absteige, hab ich keinen Bock mehr weiterzufahren.

Also vollendete ich die Tour mit 81 Kilometern ( nein ein toller Schnitt war es nicht).

Ich bin dann mal auf der Couch!

hochwassertour

Die lange Ausfahrt: Wenn’s mal wieder länger dauert!

Heute morgen sah es nicht nach Rennrad- Wetter aus, aber mein Kopf sagte mir: Egal! Beim Garmin Velothon kann es auch regnen, also trau Dich.

Gesagt getan, und wie angekündigt sollten es mehr als 60km werden.

Schnell den Rucksack mit Schläuchen, Luftpumpe, Riegel und Regenjacke gepackt und schon war ich draussen.

Bei Kilometer 17 machte ich kurz halt um meine Regenjacke anzuziehen und es hätte dürfen keine Minute später sein.

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Der erste Schauer jagte über mich und ich konnte die ersten Vatertagstouren passieren.

Dann war mal wieder ein wenig Sonne und ich trocknete im Gegenwind.

Bis nach Lauterecken hatte ich das Gefühl in den Beinen dass es immer nur bergauf ging (das kann natürlich auch noch an den Nachwehen vom StrongmanRun liegen).

Dann überkam mich nach dem Wendepunkt die Hungerast. Ich hatte vergessen zu frühstücken! Also schnell und während dem Fahren den Riegel aus dem Rucksack und gegesssen.

Mit meinem Isogetränks nachgespült und zack- der nächste Regenguss, dieses Mal mit kleinen Hagelkörnern gemischt 😦

Weiter bahnte ich meinen Weg, verscheuchte wandernde Gruppen wobei mich manche gröhlend anfeuerten.

In Hirschorn war klar: Wenn ich jetzt direkt nach Hause fahre, werden es keine 60 Kilometer. Also hab ich nen Abstecher nach Weilerbach und Otterberg drangehängt. Zeitweise hatte ich hier sogar mal Rückenwind.

lange tour

Leider habe ich gemerkt, dass meine Sitzposition bis 45 Kilometer zwar immer ok war, aber nun bei der langen Stecke wohl doch etwas nicht in Ordnung zu sein scheint, ich habe leichte Schmerzen im unteren Rücken und hoffe am Samstag, mit dem Besuch bei Wheelsports, Hilfe zu bekommen.

Zu Hause angekommen sahen ich und mein Orbea ziemlich schmutzig aus und ich war froh in der Wanne meine Schmutzränder abwaschen zu können.

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Schauen wir mal was die 3 Wochen bis zum Rennen noch bringen 🙂

 

von chiamh Veröffentlicht in Laufen

StrongmanRun 2013: Ich- einfach unermüdlich und der Tom!

Der StrongmanRun 2013 war lange im voraus geplant. Eigentlich wollte ich zusammen mit Julia (die ja auch Bloggerin für den StrongmanRun ist) wie im letzten Jahr laufen.
Doch Julia brach sich bei einem Sturz mit dem MTB das Schlüsselbein und konnte nicht starten.
In unserer Pension war somit auch noch ein Platz in unserem Zimmer.
In dem anderen Zimmer war dieses Jahr Thomas einquartiert (hier hatte ich die Adresse der Pension weitergegeben), wir hatten uns auch vor längerer Zeit schon über Twitter kennengelernt und beschlossen anhand unserer Durchschnittsgeschwindigkeit zusammen zu laufen Der StrongmanRun ist halt eher ein Gemeinschaftserlebnis und nix für Einzelkämpfer.
Am 02.05. kam von Andrè auf Twitter eine Tweet an mich mit: Der @SchlegelTom hätte da mal eine Frage…
Die Frage war: Gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten? Und ich antwortete mit: Wir hätten Platz im Zimmer von Freitag auf Samstag. Tom antwortete mit Ja gerne und somit war die Sache geritzt.
Dann weihte ich auch Jasmin ein, aber wie erwartet hat Ihr das auch nix ausgemacht einfach mal nen „Unbekannten“ mit ins Zimmer zu nehmen.
Ich wollte als offizielle Bloggerin ja auch mit gutem Beispiel voran, denn wir Starter beim StrongmanRun sind schon eine große Familie.
So fand sich für Tom über die Mitfahrzentrale auch noch der passende Platz im Auto und ich versprach ihm am Ringboulevard abzuholen.
Das hat auch alles super geklappt: Freitags fuhren wir um 16:30 los und waren kurz nach 18 Uhr am Ring.
Dort entdeckte ich sofort Andreas von Brooks und er wusste auch sofort wo Tom zu finden war, er meinte auch direkt das dieser Knut Höhler (dem mehrmaligen Gewinner des StrongmanRun) ähnlich sehen würde.
Ja und so war es dann auch. Ich holte die Startunterlagen für Bekannte ab und dann ging es in Richtung Pension.
Dort wurden wir wie jedes Jahr liebevoll aufgenommen und richteten uns häuslich ein (was bei mir immer mehr verwüsten ist wie alles andere).
Nach ca eineinhalb Stunden trudelte auch Thomas ein.
Hier muss ich nochmals betonen das Twitter echt der Hammer ist. Selbst wenn man sich noch nie im Leben vorher gesehen hat kommt es einem vor als ob man sich ewig kennen würde.
Wir ließen uns beraten welches Restaurant wohl das Beste für uns sein würde (Tom wollte mit Nudeln carboloaden) und wir brachen in Richtung Adenau auf.
In dem italienischen Restaurant wählten wir alle einen kleinen Salat und ein Nudelgericht.
Mit den Salaten wollte uns die nette Kellnerin Brot bringen,aber der Salat war aufgegessen und noch immer kein Brot. Tom schaute traurig und so bat ich die Dame nochmals um Brot um die gute Salatsauce aufzuessen. Was nun folgte war der Running Gag des StrongmanRuns: Die Dame brachte uns super leckeres Eifelbrot 🙂 Und Tom fragte uns ob wir den Comic mit der Ente kennen und Hast Du Brot? Hast Du Brot war also unser Motto. Den Film findet Ihr übrigens hier.
Nachdem Tom seine Pasta und noch die Reste von den Portionen von Jasmin und mir gegessen hatte ging es noch schnell zur Tanke und dann wieder in die Pension (mit einem Sixpack Radler).
Im Zimmer schnürte ich Tom noch seine pinknen Schuhe mit der Marathonschnürung und beantwortete alle Fragen von Ihm. Er sollte früh in den Startblog um schnell aus der Masse herauszukommen. Noch eine Sache gab ich ihm auf den Weg: „Ich will das Du es unter die ersten 3 schaffst!!!“. Ich warnte Ihn auch vor das ich Ihm beim überrunden zujubeln würde- ja jetzt lachte er noch darüber 🙂 Ich hab schon so manchen als Stimmungsnest erschreckt.
Licht aus- Schlafen!
Um sieben Uhr war ich sofort mit dem ersten Klingeln wach. Tom auch. Jasmin kurz.
Ich fragte Tom ob er zuerst ins Bad wollte und er meinte nur ob ich mich jetzt schon komplett anziehen würde, so für den Lauf, und ich bejahte das. Er wolle noch liegen bleiben und relaxen.
So machten wir uns in aller Ruhe fertig, ich bestärkte Tom immer wieder das er ganz vorne dabei sein würde.
Um halb acht wurde dann auch die liebe Jasmin langsam wach und Thomas lief im Hof herum.
Beim Frühstück war die Stimmung super, auch wenn die Jungs nicht richtig Hunger hatten. Hier gab ich aber keine Ruhe und jeder musste Essen. Für Tom verflüssigte ich sogar den auskristallisierten Honig damit er genügend Energie für den Lauf haben würde.
Nachdem wir nun unsere letzte sieben Sachen im Auto hatten ging es Richtung Ring.
Am Ring steuerten wir den ersten Parkplatz an und Jasmin versprach Tom mit Ihm zum Auto zu gehen und seine Sachen zu holen sobald er fertig war.
Im Ringboulevard trafen wir auf Christian und sein Frau und ließen uns in der Fotobox von Brooks noch ablichten.

Foto

Tom, Thomas, Christian und ich

Brooks hatte auch einen alten Bekannten im Gepäck: Achim Achilles und er lud zu einem lustigen Fragespiel ein, bei dem Thomas und ich noch Strümpfe und Shirt gewonnen haben.
Nun aber los aufs Eventgelände. Tom hatte ich mein High5 Isogel und den Multipower Carboriegel abgegeben, er hatte in der Eile vergessen vorzusorgen, und mir erschien es bei Ihm wichtiger zu sein.
Mit einem: „Also unter die ersten 10 musst Du schon“ schickte ich Ihn in den Startblog.
Thomas und ich leerten den Radler und trafen auf Georg, auch ein Twitterer (@vonWindoff) . Auch hier passte die Chemie und Kerstin, Torsten, Timo und Anhänge waren mittlerweile auch eingetroffen. Hier übergab ich die Startunterlagen und Kerstin machte noch ein paar Bilder von uns.
Irgendwie waren die anderen dann weg und Jasmin verabschiedete uns in den Startblog wo wir es uns in der prallen Sonne gemütlich machten. Ich teilte mein Getränk mit den 3 Jungs und die Stimmung war gut. Die Musik war gut- bis kurz vor dem Start jemand Frank Sinatra mit My Way laufen ließ. Nicht falsch verstehen, Sinatra ist toll, aber Hells Bells und Self Esteem von den letzten beiden Jahren, waren definitiv die bessere Wahl. Die Reaktion bekam der DJ sofort.
Der Startschuß kam und es folgte….. lange nichts. Wir standen noch über zehn Minuten herum bis sich der Startblock auf unserer Höhe zu bewegen begann.
Thomas war im Thor Kostüm und ich als altbekannte Batsch-Queen auf der Strecke. Wir liefen mit lockerem Tempo los und hier merkte man sofort, das die Veranstalter gelernt haben.
Lange blieben wir in Bewegung, überwanden lockere Strohhindernisse, aber wie jedes Jahr kam die Stelle an der wir alle anstehen mussten: Das Tor im Zaun. Dieses Mal standen wir aber nicht wegen einem Hindernis, sondern wegen einer Treppenpassage. Positiv anzumerken ist aber: Wir standen keine 40 Minuten wie letztes Jahr, sondern gefühlte 20.
Es lief dann weiter bis zum ersten „richtigen Hindernis“ Hier kam man sich wie geteert und gefedert vor. Schaum und Matsch war hier auf der Tagesordnung und ich war froh endlich kühles Nass, ähm Matsch, um mich herum zu haben. Mir war es eindeutig zu warm!!
Auf ging es nach Kriechenland. Hier muss ich zugeben das das mit dem Strom vollständig an mir vorbei ging. Hab ich einfach nicht mitbekommen und auch beim Kriechen traf mich kein Strom, gewundert hab ich mich aber schon bei der einen Passage, dass auf einmal alle so brav auf dem Boden blieben.
Es folgte das Highlight: Die Rutsche mit dem Namen Downhell. Ach war das ein Spass. In Bauchlage ging es nach unten- natürlich mal wieder nicht ohne mich dabei zu drehen.
Thomas kreischte vergnügt das er das nochmal machen wolle- ich antwortete : Ja in der nächsten Runde.
Nach einigen Laufmetern kamen wir beim Hindernis Springfield an. Erfrischend und nicht mal ein wenig anstrengend war es hier 🙂
Matschpoint war eher ausgetrocknet und stellte kein wirkliches Hindernis dar. Mount Neverrest zehrte an unseren Beinen und gab unseren Waden Arbeit.

Oben angekommen näherte sich schnell etwas von hinten: Ich drehte mich um und rief: „Ist das Knut? Nein es ist Tom- Juhu! Hau Rein und mach Mutti stolz Du wirst Erster!“
Tom drehte sich im Kreis , lachte und winkte und schon war er weg. Eigentlich wäre ich gerne direkt in Ziel gelaufen nur um mit Ihm zu feiern. Was freute ich mich für Ihn. Aber DNF ist not an Option!

Climb Eastwood fand ich toll- Hier war Gleichgewichtssinn gefragt um über die Baumstämme zu balancieren.
Intersports Knochenmühle nahm mich richtig in die Mangel: Ich kroch drunter durch und über mir sprangen die anderen 🙂
Tropical hell Island brachte uns endlich die ersehnte Erfrischung. Hier war es am Ende wieder so tief das ich nicht stehen konnte sondern schwimmen musste. War aber gar nicht schlimm 🙂
Shock Norris hatte ich unterschätzt! Doch mitten in Hindernis bekam ich einen Schlag an die Schläfe der mich total zusammenzucken ließ und auch noch ziemlich lange schmerzhaft begleitet hat. Hier wollte ich unbedingt in der nächsten Runde besser aufpassen!
Schlammageddon hatte es in sich. In der ersten Runde mussten wir zu zweit (danke nochmals für die Hilfe) meinen Fuß ausgraben, da der sich unter einem Stein im Matsch verkeilt hatte.
Hier haben viele Ihre Schuhe gelassen.
Beim Anstehen an der Brookslyn Brigde traf ich auf Sven, nein Superman 🙂
Das Hindernis war auch echt schwer und alleine für mich ohne Hilfe nicht zu bewältigen-
Der Ghetto Blaster brachte uns erst mal alle auf die Palme, denn hier wurden wir nur in kleinen Blöcken auf das Hindernis losgelassen und so gab es hier einen Stau von ca 20 Minuten bei dem sich an der Seite Läufer mit 2. Runde einfach vorbeidrückten. Ein lautes Pussy, konnte ich mir nicht verkneifen.

Nachdem auch dieses Hindernis geschafft war starteten wir in Runde 2. Jetzt war das Feld natürlich dünner-aber anstehen mussten wir nirgends mehr.

Jetzt machte sich bei vielen die Anstrengung bemerkbar: Viele standen am Rand und dehnten die einsetzenden Krämpfe weg.

Das wurde mit jedem Kilometer schlimmer und auf den Hindernissen gingen viele direkt auf den Rücken um Oberschenkel und Beine zu dehnen.

Thomas wurde hier immer ruhiger. Wo vorher noch viele Rufe wie Hast Du Brot oder Seid’s Ihr verrückt waren ließ er etwas die Flügel, nein den Hammer hängen. Ich schlug ihm vor: Berghoch gehen wir und bergrunter wird gelaufen, denn das ist nunr die Schwerkraft und nicht unser Körper der da läuft. Das klappte auch bis zur Rutsche gut, aber da hatte ich einen Anflug eines Krampfes in der rechten Wade. Ich war gewarnt, denn beim ersten StrongmanRun 2010 hat es mich auf einem kleinen Strohhindernis zusammen gefaltet. Nun setzten bei Thomas auch Krämpfe ein und zwar beidseitig.

Am Mount Neverrest verloren wir leider Sven, weil ich dachte ihm seit etwas passiert und er wäre noch hinter uns (dem war nicht so- er wartete später quietschfidel im Ziel).In der zweiten Runde passte ich übrigens bei den Stromhindernissen höllisch auf. Der Schmerz an der Schläfe war noch zu allgegenwärtig.

Ab Kilometer hatte es Thomas leider völlig gebeutelt. Ein Laufen war nicht mehr möglich und wir gingen weiter in Richtung Ziel.

Ich nutze diese Zeit für „Extrarunden“ um Thomas und tanzte bei den Hindernissen bei denen es Musik gab. Hopserlauf, Drehungen, ich brachte die Zeit schon rum und immer wieder versuchte ich Thomas aufzumuntern.

Mein schönster Moment kam dann aber oben bei den Zielhindernissen: Jasmin und Tom warteten auf uns im Ziel und feuerten uns an mit Hopp Hopp und hast Du Brot.

Ich verabschiedete mich noch vor dem Ghetto Blaster von Tom, dessen Rückfahrgelegenheit schon heim wollte. Schade- ich hätte Ihn auch noch feiern wollen meinen „Ziehsohn“ für einen Tag.

Wieder völlig in meinem Element bewältigte ich die letzten Hindernisse und merkte das ich Thomas verloren hatte. Also wartete ich auf ihn. Im Ziel lief Oh Johnny, von Jan Delay und wir stiegen über die letzten Strohballen und Container.

Glücklich und Zufrieden kamen wir im Ziel an und da gab es leider nur noch Erdinger. Nicht das das schlecht wäre, aber was zu Essen für Thomas und mich wäre schön gewesen (In unserer Pension wartete aber ein kleiner Schokoladenkuchen auf uns).

Alles andere an Zielverpflegung: Weg! Hier frage ich mich wirklich ob das sein muss. Ich habe auch von einigen Zuschauern mitbekommen das angehörige Läufer die Verpflegung von der Strecke mitgenommen und dort abgegeben hatten.

Mit einigen Läufern haben wir im Ziel noch angestoßen, denn auf den letzten Kilometern lernt man eh die besten Leute kennen 🙂

Ein Mädel kam sogar noch mal zu mir und bedankte sich für die Hilfe.

Und genau wegen solchen Leuten liebe ich den StrongmanRun so sehr! Hilfsbereitschaft, Spaß und Schlamm.

Ich hoffe im nächsten Jahr wieder als Blogger für den StrongmanRun dabei zu sein. Innerhalb der letzten 3 Jahre hat sich das Konzept verbessert. Am Samstag waren übrigens anstatt den angekündigten 22 dann 24 Kilometer angesagt!

04:55:12 stand auf der Uhr bei mir- Nettozeit. Tom wurde zusammen mit Felix Grelak Erster und die Beiden liefen Hand in Hand ein- Wahnsinn!

Hier noch eine Bitte an das Orgateam: Hebt das Zeitlimit auf! Denn solange es Wartezeiten gibt ist das einfach nicht angebracht!

Ansonsten kann ich nur ein sagen: RUN HAPPY!!!

Hier findet Ihr die Blogs von Tom, Thomas, Christian,Georg, Jasmin und Julia. Zudem hat der Tom noch als Talent auf Sportics gebloggt.

Sobald ich noch Bilder vom StrongmanRun bekomme werde ich sie in die Gallery einfügen. Falls Ihr welche von mir habt wäre ich Dankbar wenn ich Sie hier verwenden dürfte- Ihr werdet natürlich auch namentlich erwähnt und verlinkt.

Bilder von Sportograf und Brooks.