Und jährlich grüßt der Gourmetmarathon

Am Sonntag war es wieder soweit: Ich startete beim Gourmetmarathon Saarbrücken auf der Halbmarathon Distanz.

Am Abend vorher hatte ich noch einen Auftritt mit der Band Generation Groove und kam erst spät ins Bett. Da dies vorher klar war und ich mein Saisonziel mit dem Garmin Alpen Triathlon schon erreicht habe, ging ich die Sache locker an.

Vorm Start habe ich mich schon super unterhalten. Es war ja aber auch viel Zeit: Wir mussten ewig Anstehen um unsere Kleiderbeutel abzugeben. Hier frage ich mich, wieso die Organisation geändert wurde. Die letzten Jahre war es immer im inneren des Saarbücker Staatstheaters gewesen. Dieses mal war es draußen, in einem Mini-Zelt. Auch ein Brooks-Stand war hier aufgebaut und den wollte ich mir nach dem Zieleinlauf genauer ansehen.

Die Stimmung war gut, auch die Moderation durch 2 Lokalmatadoren lief bereits als ich eintraf. 3 Minuten vor dem Startschuss fand ich ins Starterfeld. Musik hatte ich nur zur Not dabei, falls die Motivation auf der Strecke blieb oder ein Asthmaanfall sich ankündigen sollte, das lenkt mich immer ab und verhindert das schlimmste.

Kurz nach dem Start fand ich mich in einer Gruppe wieder, die für den Berlin-Marathon seit letzten Dezember trainiert. Hier war die Stimmung toll: Unterwegs wurden Interviews aufgezeichnet, Bilder gemacht rumgealbert. Wow, endlich mal Leute die so drauf waren wie ich, nur das diese halt auch einen ganzen Marathon laufen wollen- in 2 Wochen. Ich fragte die Jungs aus: Sie wurden gesponsert von Sport Jochum und ein Blick an Ihre Füße zeigte nur neustes Brooks Schuhwerk. Allesamt waren wie ich von der Figur her nicht die sportlichsten umso mehr zollte ich Ihnen Respekt vor der Entscheidung Marathon.

Vor lauter Geschnatter und Bilder machen für die super B-Note hatte ich nicht mal gemerkt das wir schon bei Kilometer 7 angekommen waren- Das ging schnell! Dann drehte sich ein Läufer vor mir um: „Bist Du Carmen?“ „Jepp- die bin ich!“ antwortete ich, „Du bist Christoph-oder?“. Christoph hatte bei meiner ersten Teilnahme beim Gourmetmarathon ein Bild von meinem Rücken gemacht welches ich bei Facebook wieder gefunden habe, seither standen wir im Social Network in Kontakt und tauschten hier Erfahrungen über Läufe aus. Und nun konnten wir endlich auch hier mal ein paar Worte wechseln. Irgendwann lies mich Christoph mit den Worten: „Du wirst mir zu schnell, bis später dann“ ziehen. So war ich in der Mitte der Zugläufer für den Marathon mit der Aufschrift 4:30 gelandet. Hier war es still- leider. Ein Ohrstöpsel ins Ohr für die Motivation und das Stück an der Saar war schnell erreicht. Da man hier 2 Runden läuft kam dann schon zum ersten Mal das Ziel. Die Moderatorin meinte das ich mit meinem Lächeln ja noch total frisch ausehen würde und das ich die Jungs vor mir einholen soll.

Ich lief weiter zwischen den Zugläufern und schaute mir Saabrücken an,das ist ja in der ersten Runde wegen dem vielen Erzählen irgendwie untergegangen. Lange alleine war ich nicht: Ein Läufer war ganz allein vor mir und wurde langsamer, ich holte ihn ein und wir kamen schnell ins Gespräch. Er war von seinem besten Freund zum Laufen gebracht worden und hatte in kurzer Zeit 25kg abgenommen. Nur leider hatte genau dieser Freund vor zwei Wochen einen Herzinfarkt und irgendwie fehle ihm der Mitläufer.

Nichts leichter als das: Ich bot ihm an das ganze hier gemeinsam durchzuziehen und er war sofort dabei. So unterhielten wir uns mal mehr mal weniger, nahmen die Versorgungsstellen und warteten aufeinander. An der letzten Versorgungsstelle sammelten wir noch einen einsamen Läufer ein.

Ich quatschte und quatschte und schon hatte ich einen Mitläufer verloren, der andere war aber noch da- bis Kilometer 19. Da wollte er nur noch gehen. Wir machten aus uns im Ziel auf ein Gründels zu treffen.

Ich lief weiter. Meine Beine waren gar nicht so müde und so gehörten die letzten beiden Kilometer auch zu den schnellern an diesem Tag. Ich sammelte noch ein paar Damen auf dem Weg ein und freute mich auf die Zielverpflegung. An der Saar ging alles wieder ruck zuck- schon war ich im Ziel. Die Moderatorin interviewte mich kurz und natürlich will ich nächstes Jahr wieder kommen. Ich mag Saarbrücken einfach. Und nächstes Jahr wird hier anstatt der vollen Marathondistanz nur noch die Halbe und ein 10km Lauf angeboten. Ich persönlich finde das keine schlechte Idee- so könnte auch Jasmin mit mir hier starten.

Zieleinlauf- Bild von ENERGIS

Dort wartete ich wie versprochen. Auch die Jungs, die für den Berlin-Marathon trainierten waren da. Sie waren eine Minute schneller im Ziel gewesen. Was für ein Fest als wir alle im Ziel anstossen konnten. Auf Facebook habe ich auch fast alle wieder gefunden. Ich bin sehr gespannt was sie vom Berlin Marathon berichten werden.

Mein Brooks Launch hat mich übrigens super auf den 21km begleitet. Er ist zwar etwas schwammig, aber ich hatte keine Schmerzen oder Druckstellen im Ziel. Ein ausführlicher Bericht folgt demnächst bei Brooks.

Dann noch schnell die Gourmetverpflegung geschnappt und dann den Beutel abgeholt.

Von Hochwald gab es Eisschokolade geschenkt und ich setzte mich mit meinem Beutel in die Sonne um der Musik des Physiotherapeuten zu lauschen, der hier die Läufer dehnte.

So kam ich wieder mit einem Teilnehmer ins Gespräch, der direkt aus Saarbrücken war und auch die Läufe in Kaiserslautern mitgelaufen ist. Schnell etwas über die Wettkampferfahrung ausgetauscht und den TSG-Halbmarathon in Kaiserslautern für gut befunden. Er erwähnte das er gerne angefeuert wird und ich empfahl ihm Mannheim 🙂

Gestärkt und entspannt lief ich zum Brooks Stand. Hier war Eddy im Kundengespräch und ich wartete brav, wollte ich doch fragen ob der PureCadence in Pink da war, es gab immerhin 20% Messerabatt und in der Startertüte war ein 10€ Gutschein enthalten. Leider war der Schuh nicht im Gepäck, aber unterhalten haben wir uns dennoch gut. Andreas, der Mann von Brooks fürs Onlinemarketing, blieb nicht unerwähnt und ein Gespräch über Messenger, Ambassadore und Minister folgte. Wir fachsimpelten über Schuhe und wie viele Menschen doch die falschen Schuhe zum Laufen tragen. Auch hier verflog die Zeit wie im Flug und ich verabschiedete mich nach ca 30 Minuten.

Alles in allem ein gelungener Tag, meine Zeit mit 02:16:48 ist da eher nebensächlich, da ich eh einfach nur Laufen wollte.

Noch was, was ich kurz erwähnen möchte: Am Sonntag, den 23.09. starte ich beim Jog & Rock in Bensheim, wenn da jemand von Euch ist meldet Euch doch mal- ich lerne immer gerne neue Leute kennen.

Heute wurde ich beim Einkaufen als die von Schlechtes Wetter gibt es nicht erkannt- vor lauter Aufregung hab ich meine PIN an der Kasse dann auch prompt falsch eingegeben. Von hier aus einen lieben Gruß an Nadine und auch Dir danke fürs Lesen 🙂

Ich wünsche Euch eine erfolgreiche Woche- meine steht ganz unter dem Stern der Sportics League.

Run Happy!

Die Premiere vom Brooks Launch beim Halbmarathon ist mehr als gut gelaufen

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4 Kommentare zu “Und jährlich grüßt der Gourmetmarathon

  1. Ein toller Bericht, genau nach meinem Geschmack, Carmen. Und auch Deine Einstellung: nicht die Zeit ist wichtig, sondern die Leidenschaft, der Spaß und das Laufen an sich! Super – ich gratuliere Dir in jeder Hinsicht!!

    • Dankeschön 🙂
      Im Mai beim HM in Mannheim habe ich mir selbst so viel Druck gemacht dass es mir unterwegs nicht gut ging und ich auch gar keinen Spass hatte. Daraus habe ich gelernt und nehme mir unterwegs die Zeit um die Leidenschaft LAUFEN zu geniessen.
      Wenn dann eine Bestezeit raus kommt ok- aber ich will SPass beim laufen haben.

  2. Pingback: Saarbrücken Gourmetmarathon- das Frankfurt Déjà-vu! | schlechteswettergibtesnicht

  3. Pingback: Wie Läuft’s denn so? | schlechteswettergibtesnicht

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