In 4 Monaten von 0 zur Olympischen Distanz dank Garmin

In letzter Zeit ist viel passiert: Der Viernheimer Fitness-Triathlon (bei dem ich mit Christian, Christian und Wolfgang gestartet bin), das Top Race Germany am Bostalsee (hier wurde ich dritte in meiner Altersklasse auf der Jedermann Distanz) und am 08.09.2012 der Garmin Alpen Triathlon (Olympische Distanz).

Christian, Christian Wolfgang und ich beim Viernheimer Fitness Triathlon

Wechselzone 1 beim Top Race Germany!

Wie zu dem ganzen kam? Im April habe ich mich mit einem Video beim Team Garmin & Friends beworben, und wurde auch gevotet.

Das Trainingslager war hart und zeigte mir meine persönlichen Grenzen. Die Radstrecke war mit meinem Principia 650 mit den Steigungen nicht zu bewältigen.

Also kaufte ich ein neues Rad (das Orbea Aqua) und trainierte Steigungen. Ich fuhr alle steilen Berge bei uns an- zwei Mal in der Woche fuhr ich auch mit dem Rad zur Arbeit um den Heimweg nach Eulenbis zu meistern.

Krönung meines Trainings war das problemlose Erklimmen des Potzberges (Raum Kusel). Hier hatte ich, oben angekommen, schon ein wenig feuchte Augen und konnte es selbst kaum glauben.

Am Freitag, der Tag der Abreise an den Schliersee, startete ich zu einem lockeren Auftaktlauf, wie von Timo Bracht im Trainingscamp empfohlen.

Die Fahrt zum Schliersee zog sich, überall Staus, so schaffte ich es leider nicht zur Wettkampfbesprechung. Das war aber gar nicht so schlimm- den Tim erklärte mir alles Morgens mit einer Engelsgeduld. Ich war also super vorbereitet.

Beim Einchecken vom Rad waren viele bekannte Gesichter in der Menge. Das freute mich, denn selten kenne ich so viele Leute bei einem Wettkampf. Nicole, Andreas,Simone,Matthias, Tim, Dieter und Malte schnell  zur Begrüßung gedrückt und dann zum Treffpunkt.

So eilten wir zum Fototermin mit Gunda und Peter am Torbogen. Hier bekamen wir schon wieder ein Geschenk: Ein exklusives Garmin Friends Shirt- zusätzlich zu dem Finisher-Shirt welches in unserer Tasche war.20120910-112551.jpg

Dann ging alles recht schnell: Mona und David wünschten Jens und mir viel Glück und wir machten uns in Richtung Wechselzone um den Neo zu holen und die Schuhe dort zu lassen.

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Anspannung vor dem Triathlon ist mir sehr gut anzusehen

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Dann trafen wir uns am See. Tim, Martin, Malte, Jens und Dieter bildeten eine super sympathische Runde.

So blieb auch ein wenig meiner Aufgeregtheit auf der Strecke. Ich wusste nicht vor was ich mehr Angst haben sollte: Der riesige Schliersee, die anspruchsvolle Radstrecke oder doch das Laufen nach dem Radfahren?

Nach Malte, der in der Top 100 startete machte ich mich auf den Weg in die Einschwimmzone. Ich bin echt froh dass ich das gemacht habe, so blieb mir hier beim ersten Abtauchen die Luft weg und nicht beim Start und den 18,1°C.

Beim Einreihen in den Startblock bat ich Peter Schlickenrieder noch mal um Rat wo ich am besten starten sollte: Hinten links war der Tipp und hier blieb ich. Schnell noch ein paar Worte mit den Mitstreiterinnen gewechselt und schon war die Musik da und die Aufruf: „Take your Marks“

Auf ins Wasser! Eigentlich wollte ich Kraulen, aber da ich am Bostalsee fast einen Zusammenstoß mit einem Brückenpfeiler hatte, startete ich erst mal im Brustschwimmen. Ich fand schnell meinen Rhythmus und es lief richtig gut. Nach ca. 800m holte mich (und ein paar andere aus meiner silbergrauen Startgruppe) die nächste Startgruppe (pink). Das war am Anfang auch nicht schlimm, ich machte mich hinter einer Kraulerin aus meiner Gruppe in die Reihe um möglichst Platzsparend zu sein. Als aber das mittlere Feld der pinken Startgruppe eintraf, brach für mich die Hölle los: Ich wurde überschwommen, geschlagen, getreten und total zur Seite gedrängt. Panik, Atemnot und Stress. Ich musste nun ziemlich viele Züge komplett über Wasser machen da mein Körper in einen Notzustand verfallen war. Ich wollte laut schreien: „ Ist dieser verdammte See nicht groß genug?!?“ oder „habe ich schon wieder die YPS- Tarnkappe anstatt einer Badekappe auf?“ aber ich brachte kein Wort heraus. Irgendwann war diese Plage dann vorbei und ich konnte wieder in meinen alten Schwimmrhythmus finden.

Am Land angekommen (38 Minuten) kam ich richtig gut zurecht: Neo schnell geöffnet, Oberkörper befreit und in kleinen Schritten über den Schotter. Ja Schotter- hier gab es keinen Teppich wie am Bostalsee. Am Rad lief es auch gut. Ich konnte den Wechsel sicher und strukturiert durchziehen. Dumm nur, dass die Dame auf der anderen Seite Ihren Wechselzonenkorb unter mein Hinterrad gestellt hatte und mein Rad nun verkeilt im Korb festhing. Also schnell den Korb raus gefischt und ab gings aus der Wechselzone. Nach dem Balken hatte ich Probleme einzuklicken- bekam esaber beim dritten Versuch endlich hin. Auf der Radstrecke locker eingetreten begann ich in kleinen Schlucken zu trinken. Durst hatte ich nicht, ich hatte eigentlich genug Wasser im Schliersee geschluckt.

Über die Radstrecke kann ich nicht viel berichten. Außer dass ich mich tierisch über alle motivieren Rufe und positives Zurufen von überholenden Mitstreitern wie Jens, Tim, Matthias, Martin und noch ganz viele mehr gefreut habe. Die 35 Kilometer vergingen wie im Flug und schon fand ich mich an der Auffahrt zum Spitzingsattel wieder. Hier wollte ich nicht überpacen. Nahm das Tempo raus und hörte die Stimme von Peter Schlickenrieder vom Trainingscamp deutlich im Kopf: „Halt die Kurbel am drehen, versuche ruhig zu atmen, vergesse nicht zu trinken.“ Nicht vergessen zu trinken, F*ck! Ich hatte noch nicht mal die Hälfte meiner 750ml Flasche geschafft und hier am Berg war das eher schwierig. Durst hatte ich jedoch keinen. Naja, dann fahren wir mal hoch. Hier waren viele Zuschauer die uns anfeuerten und mit einem Hopp Hopp weiter nach oben drückten. Dann kam die Stelle an der ich mit Simone beim letzten Mal abgestiegen war und dieses Mal saß ich noch locker im Sattel. An einer Kurve schrie mir eine Frau „los die letzte Kurve dann ist es fast geschafft“ entgegen. Ich fragte nur knapp: „Echt jetzt?“ Und sie meinte nur noch um die Kurve dann sehe ich schon die Schilder. Verdammt! Das ging echt gut. Überholt haben mich nur 2 Männer am Berg. Um die Kurve gekommen hörte ich schon die Musik die mir entgegenschlug. So fuhr ich kopfnickend und singend die letzten Meter nach oben mit den H-Blockx und Ring of Fire!

Bang your Head!

Geil! Hammer! Oben!

Hier findet Ihr alle Daten vom Forerunner 910 XT zum Radfahren.

Schnelle Abfahrt und einen Schluck trinken, schon konnte ich mein Rad gegen die Laufsachen tauschen. Ich lief mit schnellen Schritten los, wie immer kam ich mir vor wie auf rohen Eiern. Ich nahm jede Verpflegungsstelle mit. Mittlerweile knallte die Sonne und ich war froh mein Brooks Cap mitgenommen zu haben. David gesellte mich auf den ersten Metern auf der Runde um den Spitzingsee zu mir, um ein paar Bilder zu schiessen.

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In der ersten Runde musste ich aus Angst und Überanstrengung einen kleineren Anstieg mit Steinen und nasser Wiese im Gehen mitnehmen.

Der Rest flog nur so an mir vorbei.

Auf den letzten 400 Metern fand sich dann Andreas, auch ein Mitglied bei Garmin & Friends, und wir beendeten gemeinsam das Rennen. David war auch hier wieder am Start und machte ein Bild 🙂

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Ich war überwältigt! Ja, hier hatte ich Gänsehaut und etwas Pipi in den Augen. Andreas und ich fielen uns lachend in die Arme- wir haben im Zeitlimit gefinisht!

Angekommen!

In 3h51min hatte ich die schwerste deutsche olympische Distanz im Triathlon bewältigt. Ich bin 9 Minuten unter dem Zeitlimit geblieben (davor hatte ich auch ziemliche Angst) und beim Laufen wäre bestimmt noch mehr gegangen wenn ich mich mehr angestrengt hätte. Aber so bin ich sehr entspannt und lächelnd im Zielangekommen. Dort trank ich auch gleich 1l Wasser um so schnell wie möglich den Flüssigkeitsverlust wieder aufzufüllen. In den Genuß von Bier, Schorle oder Cola bekam ich nicht. Das war alles schon ausgetrunken und wir gemütlicheren Triathleten bekamen nur noch Wasser. Das ärgerte mich schon ein wenig, denn überall lagen angetrunkene Schorleflaschen und halbleere Bierflaschen herum.

Nach einer Dusche ging es dann zum gemeinsamen Abendessen mit dem Team Garmin & Friends.

Das Essen schmeckte ,(das Bier auch) und die Gesellschaft war locker und losgelöst. Alle Anspannung war verflogen. Hier hatte ich endlich Zeit ein wenig mit Uta,Simone,Jörg, Jojo,Indi und vielen anderen zu wechseln. Auch die Cola-Kracher waren natürlich am Start. Ich hatte zwei 600g Dosen für uns besorgt.

So wünsche ich mir jetzt bitte jeden Wettkampf.

Die liebe Gunda von Garmin überraschte uns mit Finishermedallien, die nur wir bekommen haben. Hier noch mal ein großes Lob und Danke an Garmin, die mir so viel ermöglicht haben.

Der Forerunner 910 XT ist wirklich ein super Begleiter im Sport. Gerade im Schwimmen möchte ich ihn nicht mehr missen! Einen ausführlichen Testbericht bekommt Ihr demnächst von mir, denn mit dem erfolgreichen Finishen vom Garmin-Alpen-Triathlon ist das gute Stück nun in meinem Besitz übergegangen! Dankeschön für die Motivation!

Ohne Garmin, und besonders Christian von Garmin, wäre ich nie zum Triathlon gekommen. Seit dem 08.09.2012 weiß ich nun, das die Olympische Distanz genau meine ist- und das dank Garmin und meinen fleißigen Votern beim Contest.

Peter Schlickenrieder hat mich beim Abendessen liebevoll Kampfsau genannt, weil ich in so kurzer Zeit im Radfahren so viel erreicht habe- was wirklich ein schönes Kompliment ist. Ich glaube nächstes Jahr werde ich mal bei einem Radrennen starten.

Ich zehre von diesem Erlebnis noch ein wenig- am 16.09.2012 bin ich übrigens auf der HM-Distanz beim Gourmetmarathon. Aber nur so zum Spaß, hatte ja auch gar keine Zeit zu trainieren.

Muskelkater hatte ich übrigens keinen, ein Zeichen dafür, dass beim nächsten Mal mehr gehen muss! Ja nächstes Mal- ich will natürlich wieder zum Schliersee 🙂

Vielen Dank auch an unser super Supporter- Team Mona , Rosalie und David. Das hat echt super mit Euch geklappt und wir (Jens & ich) konnten uns voll und ganz auf Euch verlassen.

Swim, Bike and Run Happy!

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Die liebe Rosalie hat auch super durchgehalten und die Natur rund um Schlier- und Spitzingsee sehr genossen.

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Team Garmin & Friends

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21 Kommentare zu “In 4 Monaten von 0 zur Olympischen Distanz dank Garmin

  1. Superklasse Leistung! Ich bin schwer beeindruckt!
    Der Bericht ist auch toll, ich habe richtig mitgefiebert und freue mich, dass ich das sozusagen „miterleben“ durfte. Ein Triathlon käme für mich niemals in Frage, denn Schwimmen ist ein Horror für mich 😉 Aber ich finde es toll und schaue begeistert zu!
    Viele liebe Grüße,
    Anke

    • Hallo Anke, hätte mir das jemand im Frühjahr gesagt hätte ich auch so reagiert.Ich muss aber sagen das die Olympische Distanz genau meins ist:Nicht zu kurz um hektisch zu werden und nicht zu lang 😉
      Überleg Dir das noch mal
      Liebe Grüße
      Carmen

    • Ich glaube der Triathlon Sport ist genau meins und das mit Bonn überleg ich mir bei der Wettkampf-Planung im Dezember.
      Ja ich habe Blut geleckt und die Triathleten sind sehr viel entspannter bei einem Wettkampf als Läufer 🙂

      Ganz liebe Grüsse
      Carmen

  2. Hey Cola-Kracher-Queen, schöner Bericht, und da auf den Fotos, da bin ja auch ich zu sehen 😉 Das kostet aber den ein oder anderen Cola-Kracher… für die Rechte, hihi! GLG

  3. Superklasse! Da haben wir ja die Richtige gevotet :). Herzlichen Glückwunsch!
    Wenn ich Deine Schwimmerlebnisse so lese, dann weiß ich, warum ich keinen Triathlon mache… wie schrecklich!
    Aber wenn Du nach Bonn kommst, dann werd ich Dich auch anfeuern :).
    LG mary67

  4. Da ich vor 20 Jahren auch mal „Triathlon“ trainiert habe kann ich gut nachvollziehen was für eine Leistung Du in so kurzer Zeit vollbracht hast – GLÜCKWUNSCH !!!

    Aber umso mehr weiß ich auch – das ist nix für mich. Es muss soviel Zeit investiert werden, Wasser mag ich eigentlich auch nur wenn´s von oben aus der Dusche kommt und mein TriaRad wurde irgendwann gegen ein Mountainbike getauscht.

    Ich bleibe beim Laufen und beschränke Triathlon auf zukünftiges Daumendrücken für Dich!

    • Für mich liegt hier alles auf dem Weg- mit dem Arbeitsweg hab ich ne super Trainingsstrecke für Höhenmeter auf dem Heimweg-das Schwimmbad liegt auch direkt darauf- seltsam das ich das noch nciht früher gemacht habe.

      Aber wir müssen ja auch nicht alle alles machen.
      Liebe Grüße

  5. Von mir auch noch ein lautes „RESPEKT“!!! Ich mach mich ganz klein und freu mich umso mehr, dass wir in einem Team sind! 😉
    Mary kann ich nur beipflichten, beim Schwimmen hätte ich vermutlich eine Panikattacke bekommen und wäre ertrunken. Ganz zu schweigen vom Radfahren über den Gipfel. Puuuuhhh…
    LG gabi68

  6. Danke für den schönen Bericht. Und nachdem ich das heute gelesen habe, habe ich mich bei meinem gewonnenen Startplatz im Dextro Energie Hamburg Triathlon 2013 für die olympische Distanz entschieden, denn Deine Leistung macht mir echt Mut.

    Hier sind ja auch keine Berge 🙂 Nur kaltes Wasser….

    • Ja aber Hallo! Das schaffst Du doch locker- und im Laufen bist DU ja um einiges zügiger unterwegs wie ich.
      Ich wünsch Dir ganz viel Spass in der Vorbereitungszeit 🙂

  7. ich würde mal sagen, da hat genau die richtige einen Startplatz gewonnen. Ein schöner Bericht und tolle Leistung. Triathlon kommt im nächsten Jahr bei mir auch wieder einer ganz bestimmt. Bleib dabei ist schön umfänglich das Training. Danke fürs mitnehmen auf die Strecke.

    • Dankeschön- es war ja nicht nur der Startplatz sondern auch der Forerunner 910 XT als zuverlässiger Trainingspartner.
      Oh- wo hast Du denn vor zu starten? Vielleicht lernen wir uns dann auch mal kennen?

  8. Liebe Carmen, nun habe ich endlich mal etwas Zeit. ich bin immer noch begeistert, dass wir das geschafft haben! Was für eine Saison. Ich gratuliere und freue mich so sehr mit dir! Klasse gemacht.

    Schade, dass wir so weit entfernt wohnen, sonst könnten wir das richtig bei einer Tasse feiern 😉

    Liebe Grüße!

    • Aber auf jeden Fall! WIe gesagt- wenn alles klappt bin ich beim Velothon dabei. David war noch nie in Berlin-dass könnte ein kleiner Urlaub werden.
      Und dann wird bei einer guten Tasse gefeiert 🙂
      Die Gratualtion geht natürlich auch direkt an Dich zurück- BerlinMan Finisher- hört sich gut an 🙂

  9. Bei soviel Motivation konnte doch gar nichts schief gehen. Ein toller Bericht voller Emotionen und vor Allem Spaß. In so kurzer Vorbereitungszeit diesen TRI mit diesem Ergebnis zu finishen ist allen Respekt wert. Bleib dran … 😉

    • Aber auf jeden Fall- ich hab die Faszination Triathlon für mich entdeckt. Nur das koppeln fällt mir immer noch schwer. Aber der Winter wird trainingsreich und nächstes Jahr starte ich dann als Triathletin durch. Mein Trainer meinte auch das mir das liegt 🙂
      Dankeschön

  10. Pingback: Mein Läufer(Sport)Jahr 2012 | schlechteswettergibtesnicht

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