Kia Ora! Ein Wochenrückblick

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Kia Ora !
Was ist denn jetzt los? Ja die Frage ist berechtigt.
Ich drehe morgen mein Lizenzvideo für Les Mills BodyCombat und bin etwas durch den Wind.
Ich habe die ganze Woche gelernt und mir die Theorie noch mal genau angeschaut.
Meine Stunde am Mittwoch war voll bepackt mit Sachen die ich den Mitgliedern sagen wollte, dass habe ich nun etwas reduziert um nicht zu verwirren.
Ich hoffe das ich die Lizenz erhalte um dann wieder in einem Jahr die nächste „Lehrprobe“ abzugeben.

Letzten Sonntag bin ich übrigens bei Jog & Rock in Bensheim gestartet.
Der Name versprach gutes Rahmenprogramm und so war die Erwartung an den Lauf hoch- zu hoch.
Jog & Rock- ich dachte an Bands entlang der Strecke wie in St.Wendel.
Zwei Bands waren auch da: Eine Blues Band und ein SchlagerDuo.
Und die waren beide auf einer Entfernung von 200m im Start/ Zielbereich.
Letztendlich waren es die Läufer, die diesen Lauf zu etwas besonderem für mich gemacht hatten.
Als ich ankam schloss ich mich einer Gruppe von Läufern an und wir redeten über Brooks ( das Mädel hatte die gleiche Elite ID Jacke wie ich an) über Triathlon ( Mutter und Tochter hatten gerade eine Sprintdistanz in Sevilla gefinisht) und waren uns sofort sympathisch. Wir verabredeten uns zu einem alkoholfreiem Bier im Ziel.
Der Startschuss kam und schon befand ich mich auf der Strecke.
An der Strecke war nicht viel los und die meiste Zeit waren wir allein. Auch Musik gab es selten, und wenn nur aus den Autoradios der Helfer.
Kilometer 8 war auch relativ zügig erreicht und ich holte immer mal wieder Läufer ein. Die letzten 2 km der ersten 10km Runde waren grausam und langweilig.
Im Zielbereich holte ich Mutter und Tochter ein. Da die Tochter nur zehn und die Mutter den Halbmarathon lief, gingen wir gemeinsam auf den zweiten Teil der Strecke.
Bei Kilometer 11,5 begannen bei mir Magenkrämpfe das Laufen zu erschweren.
Ich war mal wieder auf der Suche nach einer Austretmöglichkeit. Verdammt! Es lief doch so gut!
Bei Kilometer 14 stand es: Ein Dixie! Juhu-nie hab ich mich vorher so gefreut so ein Klo zu sehen.
Danach waren die Magenkrämpfe Geschichte und ich kann nur immer wieder betonen: Ohne Taschentücher gehe ich nicht laufen!
Als ich wieder auf die Strecke ging, lief gerade Das Stimmungsnest vorbei: Zwei Männer mit einem wissendem Lächeln.
Auf jeden Fall schloss ich mich den beiden an. Das war eine Gaudi!
Die beiden feuerten die Zuschauer und Helfer an, ja hier fühlte ich mich zu Hause!
So liefen wir die zusätzliche Schleife gemeinsam, wo ich eine Läuferin einholte die ich schon mal überholt hatte.
Diese Dame fragte mich auch sofort wo ich denn schon wieder herkommen würde.Ich antwortete wahrheitsgemäß und sie feuerte mich an, dass ich den Vorsprung wieder rauslaufen sollte.
Was für ein Stress 🙂
So blieb ich weiter einfach an den Männern dran und sah auch die Mutter in Reichweite.
Bis zum Ziel war es nicht mehr weit und die 30 sec hab ich leider nicht noch rauslaufen können. Im Ziel war der griechische Wein vom SchlagerDuo der Absolute Renner und ich lief singend ins Ziel.
Mit 2:14:19 hab ich meine zweitbeste HM Zeit gelaufen. Nicht auszudenken was ohne den Dixie Stop drin gewesen wäre….
Im Ziel tranken wir das verabredete Isotonische Hopfengetränk und tauschten uns aus.
Auch mit den Männern und der Dame hab ich angestoßen und hab mich ganz arg gefreut dass es doch noch mehr Genußläufer wie mich gibt.
Das war übrigens der zweite HM für den Brooks Launch und auch hier war ich mehr als zufrieden. Das Epiphany Support Tank II und die Infiniti Short Tight saßen wie eine eins!
Der Garmin Forerunner 910 XT war auch am Start, aber ohne Pulsgurt, da die Woche im Sportics League Halbfinale meine Haut sehr strapaziert hat und auch noch immer nicht in Ordnung ist.

So- nun erhole ich mich aber noch ein wenig und stimme mich mental auf meinen Videodreh morgen ein!

Run Happy and keep it Real !

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Und jährlich grüßt der Gourmetmarathon

Am Sonntag war es wieder soweit: Ich startete beim Gourmetmarathon Saarbrücken auf der Halbmarathon Distanz.

Am Abend vorher hatte ich noch einen Auftritt mit der Band Generation Groove und kam erst spät ins Bett. Da dies vorher klar war und ich mein Saisonziel mit dem Garmin Alpen Triathlon schon erreicht habe, ging ich die Sache locker an.

Vorm Start habe ich mich schon super unterhalten. Es war ja aber auch viel Zeit: Wir mussten ewig Anstehen um unsere Kleiderbeutel abzugeben. Hier frage ich mich, wieso die Organisation geändert wurde. Die letzten Jahre war es immer im inneren des Saarbücker Staatstheaters gewesen. Dieses mal war es draußen, in einem Mini-Zelt. Auch ein Brooks-Stand war hier aufgebaut und den wollte ich mir nach dem Zieleinlauf genauer ansehen.

Die Stimmung war gut, auch die Moderation durch 2 Lokalmatadoren lief bereits als ich eintraf. 3 Minuten vor dem Startschuss fand ich ins Starterfeld. Musik hatte ich nur zur Not dabei, falls die Motivation auf der Strecke blieb oder ein Asthmaanfall sich ankündigen sollte, das lenkt mich immer ab und verhindert das schlimmste.

Kurz nach dem Start fand ich mich in einer Gruppe wieder, die für den Berlin-Marathon seit letzten Dezember trainiert. Hier war die Stimmung toll: Unterwegs wurden Interviews aufgezeichnet, Bilder gemacht rumgealbert. Wow, endlich mal Leute die so drauf waren wie ich, nur das diese halt auch einen ganzen Marathon laufen wollen- in 2 Wochen. Ich fragte die Jungs aus: Sie wurden gesponsert von Sport Jochum und ein Blick an Ihre Füße zeigte nur neustes Brooks Schuhwerk. Allesamt waren wie ich von der Figur her nicht die sportlichsten umso mehr zollte ich Ihnen Respekt vor der Entscheidung Marathon.

Vor lauter Geschnatter und Bilder machen für die super B-Note hatte ich nicht mal gemerkt das wir schon bei Kilometer 7 angekommen waren- Das ging schnell! Dann drehte sich ein Läufer vor mir um: „Bist Du Carmen?“ „Jepp- die bin ich!“ antwortete ich, „Du bist Christoph-oder?“. Christoph hatte bei meiner ersten Teilnahme beim Gourmetmarathon ein Bild von meinem Rücken gemacht welches ich bei Facebook wieder gefunden habe, seither standen wir im Social Network in Kontakt und tauschten hier Erfahrungen über Läufe aus. Und nun konnten wir endlich auch hier mal ein paar Worte wechseln. Irgendwann lies mich Christoph mit den Worten: „Du wirst mir zu schnell, bis später dann“ ziehen. So war ich in der Mitte der Zugläufer für den Marathon mit der Aufschrift 4:30 gelandet. Hier war es still- leider. Ein Ohrstöpsel ins Ohr für die Motivation und das Stück an der Saar war schnell erreicht. Da man hier 2 Runden läuft kam dann schon zum ersten Mal das Ziel. Die Moderatorin meinte das ich mit meinem Lächeln ja noch total frisch ausehen würde und das ich die Jungs vor mir einholen soll.

Ich lief weiter zwischen den Zugläufern und schaute mir Saabrücken an,das ist ja in der ersten Runde wegen dem vielen Erzählen irgendwie untergegangen. Lange alleine war ich nicht: Ein Läufer war ganz allein vor mir und wurde langsamer, ich holte ihn ein und wir kamen schnell ins Gespräch. Er war von seinem besten Freund zum Laufen gebracht worden und hatte in kurzer Zeit 25kg abgenommen. Nur leider hatte genau dieser Freund vor zwei Wochen einen Herzinfarkt und irgendwie fehle ihm der Mitläufer.

Nichts leichter als das: Ich bot ihm an das ganze hier gemeinsam durchzuziehen und er war sofort dabei. So unterhielten wir uns mal mehr mal weniger, nahmen die Versorgungsstellen und warteten aufeinander. An der letzten Versorgungsstelle sammelten wir noch einen einsamen Läufer ein.

Ich quatschte und quatschte und schon hatte ich einen Mitläufer verloren, der andere war aber noch da- bis Kilometer 19. Da wollte er nur noch gehen. Wir machten aus uns im Ziel auf ein Gründels zu treffen.

Ich lief weiter. Meine Beine waren gar nicht so müde und so gehörten die letzten beiden Kilometer auch zu den schnellern an diesem Tag. Ich sammelte noch ein paar Damen auf dem Weg ein und freute mich auf die Zielverpflegung. An der Saar ging alles wieder ruck zuck- schon war ich im Ziel. Die Moderatorin interviewte mich kurz und natürlich will ich nächstes Jahr wieder kommen. Ich mag Saarbrücken einfach. Und nächstes Jahr wird hier anstatt der vollen Marathondistanz nur noch die Halbe und ein 10km Lauf angeboten. Ich persönlich finde das keine schlechte Idee- so könnte auch Jasmin mit mir hier starten.

Zieleinlauf- Bild von ENERGIS

Dort wartete ich wie versprochen. Auch die Jungs, die für den Berlin-Marathon trainierten waren da. Sie waren eine Minute schneller im Ziel gewesen. Was für ein Fest als wir alle im Ziel anstossen konnten. Auf Facebook habe ich auch fast alle wieder gefunden. Ich bin sehr gespannt was sie vom Berlin Marathon berichten werden.

Mein Brooks Launch hat mich übrigens super auf den 21km begleitet. Er ist zwar etwas schwammig, aber ich hatte keine Schmerzen oder Druckstellen im Ziel. Ein ausführlicher Bericht folgt demnächst bei Brooks.

Dann noch schnell die Gourmetverpflegung geschnappt und dann den Beutel abgeholt.

Von Hochwald gab es Eisschokolade geschenkt und ich setzte mich mit meinem Beutel in die Sonne um der Musik des Physiotherapeuten zu lauschen, der hier die Läufer dehnte.

So kam ich wieder mit einem Teilnehmer ins Gespräch, der direkt aus Saarbrücken war und auch die Läufe in Kaiserslautern mitgelaufen ist. Schnell etwas über die Wettkampferfahrung ausgetauscht und den TSG-Halbmarathon in Kaiserslautern für gut befunden. Er erwähnte das er gerne angefeuert wird und ich empfahl ihm Mannheim 🙂

Gestärkt und entspannt lief ich zum Brooks Stand. Hier war Eddy im Kundengespräch und ich wartete brav, wollte ich doch fragen ob der PureCadence in Pink da war, es gab immerhin 20% Messerabatt und in der Startertüte war ein 10€ Gutschein enthalten. Leider war der Schuh nicht im Gepäck, aber unterhalten haben wir uns dennoch gut. Andreas, der Mann von Brooks fürs Onlinemarketing, blieb nicht unerwähnt und ein Gespräch über Messenger, Ambassadore und Minister folgte. Wir fachsimpelten über Schuhe und wie viele Menschen doch die falschen Schuhe zum Laufen tragen. Auch hier verflog die Zeit wie im Flug und ich verabschiedete mich nach ca 30 Minuten.

Alles in allem ein gelungener Tag, meine Zeit mit 02:16:48 ist da eher nebensächlich, da ich eh einfach nur Laufen wollte.

Noch was, was ich kurz erwähnen möchte: Am Sonntag, den 23.09. starte ich beim Jog & Rock in Bensheim, wenn da jemand von Euch ist meldet Euch doch mal- ich lerne immer gerne neue Leute kennen.

Heute wurde ich beim Einkaufen als die von Schlechtes Wetter gibt es nicht erkannt- vor lauter Aufregung hab ich meine PIN an der Kasse dann auch prompt falsch eingegeben. Von hier aus einen lieben Gruß an Nadine und auch Dir danke fürs Lesen 🙂

Ich wünsche Euch eine erfolgreiche Woche- meine steht ganz unter dem Stern der Sportics League.

Run Happy!

Die Premiere vom Brooks Launch beim Halbmarathon ist mehr als gut gelaufen

In 4 Monaten von 0 zur Olympischen Distanz dank Garmin

In letzter Zeit ist viel passiert: Der Viernheimer Fitness-Triathlon (bei dem ich mit Christian, Christian und Wolfgang gestartet bin), das Top Race Germany am Bostalsee (hier wurde ich dritte in meiner Altersklasse auf der Jedermann Distanz) und am 08.09.2012 der Garmin Alpen Triathlon (Olympische Distanz).

Christian, Christian Wolfgang und ich beim Viernheimer Fitness Triathlon

Wechselzone 1 beim Top Race Germany!

Wie zu dem ganzen kam? Im April habe ich mich mit einem Video beim Team Garmin & Friends beworben, und wurde auch gevotet.

Das Trainingslager war hart und zeigte mir meine persönlichen Grenzen. Die Radstrecke war mit meinem Principia 650 mit den Steigungen nicht zu bewältigen.

Also kaufte ich ein neues Rad (das Orbea Aqua) und trainierte Steigungen. Ich fuhr alle steilen Berge bei uns an- zwei Mal in der Woche fuhr ich auch mit dem Rad zur Arbeit um den Heimweg nach Eulenbis zu meistern.

Krönung meines Trainings war das problemlose Erklimmen des Potzberges (Raum Kusel). Hier hatte ich, oben angekommen, schon ein wenig feuchte Augen und konnte es selbst kaum glauben.

Am Freitag, der Tag der Abreise an den Schliersee, startete ich zu einem lockeren Auftaktlauf, wie von Timo Bracht im Trainingscamp empfohlen.

Die Fahrt zum Schliersee zog sich, überall Staus, so schaffte ich es leider nicht zur Wettkampfbesprechung. Das war aber gar nicht so schlimm- den Tim erklärte mir alles Morgens mit einer Engelsgeduld. Ich war also super vorbereitet.

Beim Einchecken vom Rad waren viele bekannte Gesichter in der Menge. Das freute mich, denn selten kenne ich so viele Leute bei einem Wettkampf. Nicole, Andreas,Simone,Matthias, Tim, Dieter und Malte schnell  zur Begrüßung gedrückt und dann zum Treffpunkt.

So eilten wir zum Fototermin mit Gunda und Peter am Torbogen. Hier bekamen wir schon wieder ein Geschenk: Ein exklusives Garmin Friends Shirt- zusätzlich zu dem Finisher-Shirt welches in unserer Tasche war.20120910-112551.jpg

Dann ging alles recht schnell: Mona und David wünschten Jens und mir viel Glück und wir machten uns in Richtung Wechselzone um den Neo zu holen und die Schuhe dort zu lassen.

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Anspannung vor dem Triathlon ist mir sehr gut anzusehen

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Dann trafen wir uns am See. Tim, Martin, Malte, Jens und Dieter bildeten eine super sympathische Runde.

So blieb auch ein wenig meiner Aufgeregtheit auf der Strecke. Ich wusste nicht vor was ich mehr Angst haben sollte: Der riesige Schliersee, die anspruchsvolle Radstrecke oder doch das Laufen nach dem Radfahren?

Nach Malte, der in der Top 100 startete machte ich mich auf den Weg in die Einschwimmzone. Ich bin echt froh dass ich das gemacht habe, so blieb mir hier beim ersten Abtauchen die Luft weg und nicht beim Start und den 18,1°C.

Beim Einreihen in den Startblock bat ich Peter Schlickenrieder noch mal um Rat wo ich am besten starten sollte: Hinten links war der Tipp und hier blieb ich. Schnell noch ein paar Worte mit den Mitstreiterinnen gewechselt und schon war die Musik da und die Aufruf: „Take your Marks“

Auf ins Wasser! Eigentlich wollte ich Kraulen, aber da ich am Bostalsee fast einen Zusammenstoß mit einem Brückenpfeiler hatte, startete ich erst mal im Brustschwimmen. Ich fand schnell meinen Rhythmus und es lief richtig gut. Nach ca. 800m holte mich (und ein paar andere aus meiner silbergrauen Startgruppe) die nächste Startgruppe (pink). Das war am Anfang auch nicht schlimm, ich machte mich hinter einer Kraulerin aus meiner Gruppe in die Reihe um möglichst Platzsparend zu sein. Als aber das mittlere Feld der pinken Startgruppe eintraf, brach für mich die Hölle los: Ich wurde überschwommen, geschlagen, getreten und total zur Seite gedrängt. Panik, Atemnot und Stress. Ich musste nun ziemlich viele Züge komplett über Wasser machen da mein Körper in einen Notzustand verfallen war. Ich wollte laut schreien: „ Ist dieser verdammte See nicht groß genug?!?“ oder „habe ich schon wieder die YPS- Tarnkappe anstatt einer Badekappe auf?“ aber ich brachte kein Wort heraus. Irgendwann war diese Plage dann vorbei und ich konnte wieder in meinen alten Schwimmrhythmus finden.

Am Land angekommen (38 Minuten) kam ich richtig gut zurecht: Neo schnell geöffnet, Oberkörper befreit und in kleinen Schritten über den Schotter. Ja Schotter- hier gab es keinen Teppich wie am Bostalsee. Am Rad lief es auch gut. Ich konnte den Wechsel sicher und strukturiert durchziehen. Dumm nur, dass die Dame auf der anderen Seite Ihren Wechselzonenkorb unter mein Hinterrad gestellt hatte und mein Rad nun verkeilt im Korb festhing. Also schnell den Korb raus gefischt und ab gings aus der Wechselzone. Nach dem Balken hatte ich Probleme einzuklicken- bekam esaber beim dritten Versuch endlich hin. Auf der Radstrecke locker eingetreten begann ich in kleinen Schlucken zu trinken. Durst hatte ich nicht, ich hatte eigentlich genug Wasser im Schliersee geschluckt.

Über die Radstrecke kann ich nicht viel berichten. Außer dass ich mich tierisch über alle motivieren Rufe und positives Zurufen von überholenden Mitstreitern wie Jens, Tim, Matthias, Martin und noch ganz viele mehr gefreut habe. Die 35 Kilometer vergingen wie im Flug und schon fand ich mich an der Auffahrt zum Spitzingsattel wieder. Hier wollte ich nicht überpacen. Nahm das Tempo raus und hörte die Stimme von Peter Schlickenrieder vom Trainingscamp deutlich im Kopf: „Halt die Kurbel am drehen, versuche ruhig zu atmen, vergesse nicht zu trinken.“ Nicht vergessen zu trinken, F*ck! Ich hatte noch nicht mal die Hälfte meiner 750ml Flasche geschafft und hier am Berg war das eher schwierig. Durst hatte ich jedoch keinen. Naja, dann fahren wir mal hoch. Hier waren viele Zuschauer die uns anfeuerten und mit einem Hopp Hopp weiter nach oben drückten. Dann kam die Stelle an der ich mit Simone beim letzten Mal abgestiegen war und dieses Mal saß ich noch locker im Sattel. An einer Kurve schrie mir eine Frau „los die letzte Kurve dann ist es fast geschafft“ entgegen. Ich fragte nur knapp: „Echt jetzt?“ Und sie meinte nur noch um die Kurve dann sehe ich schon die Schilder. Verdammt! Das ging echt gut. Überholt haben mich nur 2 Männer am Berg. Um die Kurve gekommen hörte ich schon die Musik die mir entgegenschlug. So fuhr ich kopfnickend und singend die letzten Meter nach oben mit den H-Blockx und Ring of Fire!

Bang your Head!

Geil! Hammer! Oben!

Hier findet Ihr alle Daten vom Forerunner 910 XT zum Radfahren.

Schnelle Abfahrt und einen Schluck trinken, schon konnte ich mein Rad gegen die Laufsachen tauschen. Ich lief mit schnellen Schritten los, wie immer kam ich mir vor wie auf rohen Eiern. Ich nahm jede Verpflegungsstelle mit. Mittlerweile knallte die Sonne und ich war froh mein Brooks Cap mitgenommen zu haben. David gesellte mich auf den ersten Metern auf der Runde um den Spitzingsee zu mir, um ein paar Bilder zu schiessen.

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In der ersten Runde musste ich aus Angst und Überanstrengung einen kleineren Anstieg mit Steinen und nasser Wiese im Gehen mitnehmen.

Der Rest flog nur so an mir vorbei.

Auf den letzten 400 Metern fand sich dann Andreas, auch ein Mitglied bei Garmin & Friends, und wir beendeten gemeinsam das Rennen. David war auch hier wieder am Start und machte ein Bild 🙂

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Ich war überwältigt! Ja, hier hatte ich Gänsehaut und etwas Pipi in den Augen. Andreas und ich fielen uns lachend in die Arme- wir haben im Zeitlimit gefinisht!

Angekommen!

In 3h51min hatte ich die schwerste deutsche olympische Distanz im Triathlon bewältigt. Ich bin 9 Minuten unter dem Zeitlimit geblieben (davor hatte ich auch ziemliche Angst) und beim Laufen wäre bestimmt noch mehr gegangen wenn ich mich mehr angestrengt hätte. Aber so bin ich sehr entspannt und lächelnd im Zielangekommen. Dort trank ich auch gleich 1l Wasser um so schnell wie möglich den Flüssigkeitsverlust wieder aufzufüllen. In den Genuß von Bier, Schorle oder Cola bekam ich nicht. Das war alles schon ausgetrunken und wir gemütlicheren Triathleten bekamen nur noch Wasser. Das ärgerte mich schon ein wenig, denn überall lagen angetrunkene Schorleflaschen und halbleere Bierflaschen herum.

Nach einer Dusche ging es dann zum gemeinsamen Abendessen mit dem Team Garmin & Friends.

Das Essen schmeckte ,(das Bier auch) und die Gesellschaft war locker und losgelöst. Alle Anspannung war verflogen. Hier hatte ich endlich Zeit ein wenig mit Uta,Simone,Jörg, Jojo,Indi und vielen anderen zu wechseln. Auch die Cola-Kracher waren natürlich am Start. Ich hatte zwei 600g Dosen für uns besorgt.

So wünsche ich mir jetzt bitte jeden Wettkampf.

Die liebe Gunda von Garmin überraschte uns mit Finishermedallien, die nur wir bekommen haben. Hier noch mal ein großes Lob und Danke an Garmin, die mir so viel ermöglicht haben.

Der Forerunner 910 XT ist wirklich ein super Begleiter im Sport. Gerade im Schwimmen möchte ich ihn nicht mehr missen! Einen ausführlichen Testbericht bekommt Ihr demnächst von mir, denn mit dem erfolgreichen Finishen vom Garmin-Alpen-Triathlon ist das gute Stück nun in meinem Besitz übergegangen! Dankeschön für die Motivation!

Ohne Garmin, und besonders Christian von Garmin, wäre ich nie zum Triathlon gekommen. Seit dem 08.09.2012 weiß ich nun, das die Olympische Distanz genau meine ist- und das dank Garmin und meinen fleißigen Votern beim Contest.

Peter Schlickenrieder hat mich beim Abendessen liebevoll Kampfsau genannt, weil ich in so kurzer Zeit im Radfahren so viel erreicht habe- was wirklich ein schönes Kompliment ist. Ich glaube nächstes Jahr werde ich mal bei einem Radrennen starten.

Ich zehre von diesem Erlebnis noch ein wenig- am 16.09.2012 bin ich übrigens auf der HM-Distanz beim Gourmetmarathon. Aber nur so zum Spaß, hatte ja auch gar keine Zeit zu trainieren.

Muskelkater hatte ich übrigens keinen, ein Zeichen dafür, dass beim nächsten Mal mehr gehen muss! Ja nächstes Mal- ich will natürlich wieder zum Schliersee 🙂

Vielen Dank auch an unser super Supporter- Team Mona , Rosalie und David. Das hat echt super mit Euch geklappt und wir (Jens & ich) konnten uns voll und ganz auf Euch verlassen.

Swim, Bike and Run Happy!

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Die liebe Rosalie hat auch super durchgehalten und die Natur rund um Schlier- und Spitzingsee sehr genossen.

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Team Garmin & Friends

Auf dem Weg zum Schliersee-5kg leichter

Nur eine kurze Meldung von mir bevor es morgen dann beim Garmin Alpen-Triathlon ans Eingemachte geht.
Die letzten zwei Wochen waren hart: Das Les Mills Superquarterly und das Triathlontraining haben an mir gezehrt.
Vor zwei Wochen habe ich mit der Ernährungsumstellung begonnen und bewege mich zwischen Low und No Carb.
So habe ich mich heute mit 5kg weniger auf den Rippen ins Auto setzen können.
Beim Top Race Germany wurde ich 3. in der AK 30- Jedermanndistanz am Bostalsee.
Kurzerhand habe ich noch einen Fahrradträger gekauft, so kann David auch sein Fully MTB mitnehmen.

Mein Ziel morgen? Ankommen! Wenn möglich lächelnd und im Zeitlimit- denn die Radstrecke ist ziemlich anspruchsvoll!

Swim, Bike and Run Happy!

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