Der Brooks Münster City Run und ein wenig mehr

Am Samstag war es so weit: Brooks hatte schon im Februar nach mir gerufen und ich folgte nun der Einladung.
Aus persönlichen Gründen war die Teilnahme von mir bis zur letzten Abreiseminute unklar, aber irgendwann saß ich Samstags doch mit gepackten Koffer im Auto auf dem Weg nach Münster- der blauen Stadt. Die Autobahn war frei und so war ich nach etwas über 4 Stunden in Münster angekommen.


Schnell in das günstig gelegene Stadthotel Münster eingecheckt und schon war ich mittels Foursquare und Andre’s Anweisungen auf der Suche nach der Gruppe die sich schon zum Sightseeing in der Stadt befanden. Nach einigem Hin und Her auf Foursquare fand ich die Gruppe. Obwohl wir uns noch nie getroffen hatten erkannte ich sofort Kristina, die Frau von André.Schnell bekannte und neue Gesichter begrüßt und schon befanden wir uns auf dem Weg zur Nahrungsaufnahme. Mit am Start war auch Tim, den ich von dem Trainingscamp am Schliersee schon kannte.
Wir kehrt in einem italienischem Restaurant ein, bestellten und Andreas begleitete mich flink noch mal zum Geldautomaten. Auf diesem Weg riss mir der Tragegurt meiner Handtasche. Das war wirklich nicht meine Woche gewesen. Zurück im Restaurant gab es schon bald das bestellte Essen. Eine wundervolle Pizza mit viel Rucola hatte ich mir bestellt.

Nach dem Essen begann der Smalltalk und man kam sich näher und tauschte Erfahrungen aus. Nach einem schnellen Standortwechsel gab es noch ein leckeres Dessert und bei gemütlichen Beisammensein liessen wir den Abend ausklingen.


Im Hotel hat mich leider meine schlechte Woche wieder eingeholt und ich brauchte ziemlich lange um einzuschlafen. Um 9:00 Uhr morgens traf ich mich mit Nadin, Oliver, Kristina und André zum Frühstück. Alle waren wir auf die Überraschungen gespannt die Brooks für uns geplant hatte. Nadin und Oliver nahmen mich im Auto mit (Vielen Dank nochmal hierfür :-*) und schon waren wir bei Brooks in der Zentrale angekommen. Dort standen Schuhe, Schuhe, Schuhe und Kleidung der neuen Kollektion.

Ich hatte eine mittelschwere Reizüberflutung, besonders als ich den neuen Ravenna 4 sah: Ein Traum in Neongelb/Beere. Das war er also, der Schuh der es geschafft hatte meine ganze Aufmerksamkeit innerhalb weniger Sekunden komplett auf sich zu ziehen. Hier war auch genau der Punkt an dem Ich Mandy kennenlernte. Über Facebook hatten wir schon länger Kontakt und nun konnten wir uns endlich mal in Live begrüßen. Schnell war geklärt: Ich habe die Musterschuhgröße 🙂 US 8.5.
Mandy schnürte mir den Schuh und ich schlüpfte schnell hinein.

Hab ich schon mal erwähnt wie sehr ich das Gefühl liebe wenn man zum ersten Mal in einen neuen Laufschuh schlüpft? Mein Baby gehört zu mir! Der Ravenna 4 hat, glaube ich zumindest, nur auf mich gewartet. Bei der Kleidung war es die Neongelb/Pink Kombi die absolut meinen Geschmack traf. Und in diesem Moment kam Carmen in den Raum. Gesehen haben wir uns noch nie, sie twittert und läuft schon länger in meiner Timeline und ich hatte sie spontan überzeugt an diesem Tag teilzunehmen. Nicht nur der Name war gleich- sondern auch die Farbkombi schwarz/neongelb. Genau wie bei Mandy, Nadin, Kristina, André, Sven und all den anderen aus den Social Networks war hier auch im echten Leben die Sympathie vorhanden.
Andreas begrüßte uns mit aller Herzlichkeit und klärte uns kurz über den Tagesablauf auf.
In zwei Gruppen begann dann die Vorstellung von Brooks. Bastian erklärte die wichtigsten Technologien von Brooks und ging auf alle Fragen ein die wir so stellten. Die Zeit verging wir im Flug.


Wir wurden von Andreas abgeholt und durch die Büros von Brooks geführt. Offene Strukturen sind bei Brooks offensichtlich sehr wichtig. In einem Großraumbüro sind ziemlich alle Abteilungen untergebracht und arbeiten Seite an Seite. Kleine Showrooms von Moving Comfort und von Brooks kann man mitten in dem Bürogebäude finden und die Umkleide sei besonders an Regentagen ein sehr häufig besuchter Ort (In Verbindung mit neuen Schuhen und Kleidungsstücken von Brooks natürlich).


Und dann ist es passiert: Wir waren in der Designabteilung in der die eventuellen Kollektionen der nächsten Jahre zu sehen sind. Hab ich schon mal erwähnt daß ich Musterschuhgröße habe? Hier bekamen wir alle große Augen. Mandy und ich waren uns einig: Einer schöner als der andere, Entscheidungen zu treffen welcher der schönste von allen ist war bei diesem Overkill nicht möglich.
Nach dieser großen Entdeckung lud uns Brooks zum Italiener ein. Hier wartete ein Pasta-Buffet auf uns und wir konnten im gemütlichen Ambiente weiter schnattern. Endlich konnte ich auch Matthias und Paul begrüßen, hatte da bei der Veranstaltung ein paar Erkennungsschwierigkeiten.
Der nächste Programmpunkt brachte Ruhe in die Gruppe: Am Coconut Beach entspannten wir mit lässigen Kokos- Cocktails (natürlich Alkoholfrei) und es trafen noch weitere Gewinner ein, die kurz vorher über die Brooks- Facebook Seite gesucht wurden.


So langsam wurden einige von uns nervös, wir brachen langsam auf um unsere Startunterlagen in Empfang zu nehmen. Nadin und Oliver nehmen mich wieder mit. So kam es auch, daß wir kurz vor unserem Treffen am Start noch bei einer großen Kaffee-Kette einkehrten um uns zu stärken.
Der Bambini-Lauf startete und wir feuerten an. Gefühlte 2 Minuten später standen wir im Startblock. Mittlerweile hatte ich auch Daniel (er veröffentlicht den Laufcast auf ITunes) kennengelernt. Ich hatte vor einfach nur locker zu Laufen, ich wollte mir zu meinem privaten Problemen nicht auch noch Druck beim Laufen machen. Ich beschloss am Anfang bei Kristina und Kathrin zu bleiben und einfach nur Spass zu haben. Mein IPod hatte eine Run Happy- Wiedergabeliste für mich parat und mit einem InEar (ganz leise) liefen wir los. Viel zu warm- in Münster gab es keinen Wind. Die Sonne hatte es geschafft die Strecke zu erreichen und da war mir schon klar: Heute mache ich Locker- ohne Quälen!
Ich lief mit lockeren Beinen und blieb auch die ersten beiden Runden an den Mädels und Andre dran. Jemand tippte auf meine Schulter: Malte! Der junge Mann vom Garmin Camp kam kurz nach Tim an mir vorbei erzählte kurz mit mir und war wieder weg. Toll- dann würde das mit dem Bier im Ziel, welches wir vereinbart hatten, auch klappen. Thomas, Paul und Sankar kamen auch an mir vorbei. Grit gab ich ein paar Motivationsschreie auf den Weg und Nadin und Sven liefen im Ziel ein (Svens neue PB auf 10km!) als ich in die letzte Runde startete.

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Mein Puls war viel zu hoch für diese Geschwindigkeit. Ich schwitzte und beschloss: Nur keinen Stress-das geht auch mit Spass und etwas lockerer. Nach 5 Runden, die mich immer wieder an dem motivierenden Menschenmassen im Start/Zielbereich vorbeilaufen ließen kam ich glücklich im Ziel an. Ohne Stress, mit Musik und Spass war es 1:00:22 geworden und ich fühlte mich super. Die letzten Meter hatte ich Gas gegeben und mich in einen Klumpen beschleunigte Masse verwandelt.

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Im Ziel traf ich wie verabredet auf Malte und das Alkoholfreie Bier. Ich freue mich schon jetzt wieder darauf die ganze Meute vom Schliersee zu sehen. Kristina und Kathrin hatten auch Ihre neue PB erlaufen und waren ganz euphorisch im Ziel. Ein Schnappschuss mit der ganzen Truppe und schon waren wir wieder in alle Winde zerschossen.

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Abends ging es wieder zum Italiener um den Tag noch einmal zu besprechen und über die Sportics League fachzusimpeln.

Alles in Allem war es ein tolles Wochenende, dass bei mir leider unter einem nicht so tollen Stern stand. Aber ich bin wirklich sehr froh dortgewesen zu sein um Euch alle mal kennenzulernen 🙂

Den Film zum Event findet Ihr hier.

Auf dem Rückweg fuhren Mandy, Vici und ich noch im Lagerverkauf von RunnersPoint vorbei und ich kann nur sagen dass die Preise stimmen und wieder einige Teile von Brooks mehr in meinen Besitz gelangt sind 🙂 Danke hier noch mal an Mandy.

Dankeschön an Brooks für diese Einladung, ich hätte es sicher bereut wenn ich nicht dabei gewesen wäre.

 

Die Bilder habe ich von Kathrin, Andreas und André.

 

 

 

 

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Der Stutensee-Triathlon – Erlebnisbericht

Ziemlich spontan haben Jens und ich uns letztes Wochenende zum Stutensee-Triathlon angemeldet.
Gestern war es dann so weit: Mein erster Triathlon (Volksdistanz 500m Schwimmen 20km Radfahren 5km Laufen)!
Schon Am Abend davor bin ich die Checkliste 2 mal durchgegangen.
Ja- alles da! David fragte mich vor dem schlafen gehen noch mal ab- Mist- Reifenheber vergessen zu packen. Also noch mal aus dem Bett und schnell in die Kiste damit.
Die Nacht war nicht erholsam. Ausgerechnet in dieser Nacht feierten die Nachbarn aus Amerika eine Party, nebenan im Bürgerhaus gab es eine Hochzeit und zwei Häuser weiter schien es auch einen Anlass zum lärmen zu geben. Nach 4 Stunden Schlaf klingelte der Wecker.
Frühstück: Ein Brötchen mit Erdnussbutter und Marmelade und eine Banane. Hat sich bisher bewährt und löst kein Magengrummeln aus.
Völlig entspannt machte ich mich fertig – wir beluden das Auto und fuhren zum ausgemachten Treffpunkt. Dort trafen dann auch Mona und Jens mit Hund Rosalie ein. Schnelles Hallo und schon waren wir auf dem Weg nach Stutensee. Im Auto ging ich alles noch mal für mich und die Wechselzonen durch. Kurz nach dem Frankenthaler Kreuz setzte der Regen ein- strömender Regen. OK mein Plan: Schwimmen im TriSuit (wenn erlaubt mit Neo) und auf dem Rad wollte ich meine Brooks Essential Vest einfach drüberziehen.
Wir kamen im Unwetter an. Startunterlagen abgeholt und erst mal die Lage gecheckt. Jens und ich waren mit den Startnummern 165 und 163 nahe zusammen platziert. Perfekt wie sich herausstellte, denn so konnte ich meine Brooks ASR 7 (kurze Planänderung morgens, wollte eigentlich im PureGrit starten nur war Asphalt in der Strecke) mit unter seine Plastikschüssel stellen und sie wurden nicht so doll nass. Jens ging mit mir den Wechsel in WZ (Wechselzone) 2 durch: Absteigen, zum Ständer laufen, Rad abstellen, Helm Abziehen, Schuhe aus, Schuhe an- schnell was trinken und dann loslaufen.
OK- Check- das war vernünftig.
Nun war die Frage: Mit dem Auto zur WZ1? Mit dem Rad? Da wären wir komplett nass angekommen- zumal ich auch keinen Beutel hatte um auf dem Rad alles zu transportieren.
Kurzerhand luden wir das Rad von Jens in den Kombi von David. Ab jetzt gab es bei mir, obwohl ich so toll geplant hatte nur noch Chaos. Da ich auf der Fläche vom Kombis sitzen sollte, musste mein Klappkorb raus- d.h. die nötigsten Sachen mussten in die Tüte. Ich ging alles nochmals durch- wo war meine Startnummer? Verdammt- die lag nun bei Jens im Auto. OK- schnell noch mal rausgeholt- verdammt meine Schwimmbrille ist auch noch drüben- wieder raus in den Regen- wieder zurück. Jens fragte mich nach dem Aufkleber für mein Rad- natürlich war diese auch noch in seinem Auto. Mein Puls war grenzenlos hoch. Irgendwann hatte ich alles auch den Forerunner 910 XT. Ich hatte extra einen BH von PureLime gekauft, auf den man direkt den Herzfrequenzsensor von Garmin klicken kann. So kann im Wettkampf kein Pulsband verrutschen.
An der WZ1 gab der Regen alles. In der Hektik hatte ich schon ein Loch mit meinen Radschuhen in die Tüte gerissen (Notiz an mich selbst: Einen Stoffbeutel für das nächste Mal richten!), beide Räder aus dem Auto,beide Beutel aus dem Auto, schneller Kuss für David und schon standen wir relativ einsam im strömenden Regen.
Zuerst haben wir die Räder einfach so in die Wechselzone gehoben- dann sahen wir den Pavillon für den Radcheck und holten die Räder wieder raus. Einmal um die WZ und unters schützende Pavillon. Wolfgang und seine Freundein waren auch da, obwohl er morgen noch mit sich gekämpft hatte, weil das Wetter so schlecht war. Ich hab mich richtig gefreut ihn wiederzusehen, auch er hatte sein Triathlon-Debüt. Die Wettkampfrichter schauten nach dem Rad und dem Helm und so konnte ich mein Rad platzieren (freie Platzwahl- da musste es natürlich ganz vorne an den Ausgang)
Ich versuchte Ordnung in meinen Beutel zu bringen,was mir nicht gelang. Mein Forerunner 910 XT war weg- oh nein! Hatte ich den in der Hektik verloren? Im Auto war er noch da- ganz bestimmt. Alles durchgesucht- nein keine Chance- er war weg. Bei Wolfgang durfte ich noch mal schnell David anrufen- der ging auch ausnahmsweise mal bei einer fremden Nummer dran- und bat ihn darum im Auto zu schauen und sich bei Wolfgang zu melden. Schlimm war ja nicht dass das Gerät jetzt nicht an meinem Arm war, aber wenn es weg sein sollte hätte ich ein Problem!
Die Wettkampfrichter waren noch am beraten ob der Triathlon stattfinden sollte, aber eins war klar: Wenn ja, dann gab es ein Neoverbot. Ich war dem See ausgeliefert.
Nach gefühlten 30 Minuten (es waren aber anscheinend nur 10) gab es die Anweisung das der Start um 15 Minuten verschoben wurde. OK- also haben wir uns aus den Klamotten geschält (meine nassen Kleider hat Wolfgang in seinem Auto deponiert) und dann waren wir in TriSuit, Badekappe und Schwimmbrille auf dem Weg zum See. Hier war ein Hindernis in StrongmanRun- Manier zu finden: barfuß einen matschigen Hügel hoch…zur Not dann auch den Triathlon als Batsch-Queen. Am See gab es dann eine erste Entwarnung von Wolfgang: David hatte meinen Forerunner 910 XT unter dem Autositz gefunden- war ich froh!
Meine volle Aufmerksamkeit galt dem See. Laut Plan im Internet waren 2 Runden zu schwimmen- hm- ich konnte aber mit den Bojen im See nix anfangen. Egal- eine Wettkampfbesprechung sollte das klären.

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Der See überraschte mich sehr: 24°C warm war er und ziemlich klar. Juhu! Reinkommen wäre kein Problem! Die Stimmung war gut. Jens und Wolfgang froren zwar, aber das Wasser vom See gab ihnen Hoffnung auf Wärme. Ich fand schnell noch 2 Neulinge und wir redeten uns gut zu das wir das schaffen würden.

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Wolfgang, meine Wenigkeit und Jens

Schnelle Besprechungsinfo: Eine Runde im See (mein Körper entspannt sich, hatte ich doch Angst überschwommen zu werden). Den Rest nahm ich nur noch entfernt war. Die Radstrecke sollte arschglatt sein und wir hatten an der Wende aufzupassen. Irgendwas mit Linksverkehr und enger Strecke beim Laufen- Juhu nur eine Runde im See! Wir begaben uns an die Startlinie,dort lernte ich nun auch Christian kennen, auf Twitter lief er schon lange in meiner Timeline und so reale Treffen finde ich immer toll.

Ein Pfiff und es ging los. Ich fand ziemlich schnell meinen Rhythmus. Am Anfang bekam ich noch ein paar Beine ab, aber irgendwann auf dem Weg zur ersten Boje hatte jeder seinen Platz gefunden. An der Boje ein bekanntes Gesicht. Wolfgang hing an der Boje: Ich fragte Ihn was los sei? Keine Antwort. Ich fragte ihn ob ich was für ihn tun könnte. Keine Antwort. Ich fragte ob er gerne raus möchte. Keine Antwort. Jetzt hatte ich Angst. Dieses Verhalten kenne ich nur wenn ein Schock kurz bevor steht. Ich blieb bei ihm, auf einmal kam eine Ansage von ihm: Ich habe einen Krampf. Ich fing an zu brüllen ob denn hier niemand sei der helfen könne und in dem Moment kam ein DLRG Helfer auf einen Surfbrett angeschwommen. Ich wünschte Wolfgang alles gute und schwamm weiter. Trotz der Pause gelang es mir langsame Krauler einzufangen. Meine Schwimmzeit lag bei 13 Minuten für 500m. Gar nicht so schlecht. Den Batschhügel hab ich auch langsam ohne Fall geschafft.
In der Wechselzone am Rad lief es bei mir wie geschmiert. Füße abgetrocknet. Helm und Brille auf. Weste drüber, einen Schluck getrunken und….. wie sah es denn bei Jens aus? Er hatte nichts in seine Tüte zurückgepackt und die Sachen lagen wild verstreut herum. Diese Beutel sollten aber zur WZ 2 geliefert werden- also hab ich die Sachen von Jens auch noch schnell zusammengepackt und bin dann los.

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Wolfgang ich Vorder- ich im Hintergrund 🙂

Wolfgang war mittlerweile auch in der WZ angekommen – also konnte er das schwimmen doch noch beenden. An der „Rampe“ stieg ich auf und schon war ich auf der Radstrecke. Die Sonne schien nun unerbärmlich. Hier brauchte ich auch nicht lange um mein Tempo zu finden. Meine Beine waren fit und schon bald trank ich die ersten Schlückchen aus meiner Flasche(so wie Jens mir das empfohlen hat). Hier hatte ich nach kurzer Zeit ein Ziel: Von niemand aus meiner Runde wollte ich mich überholen lassen. Also versuchte ich etwas schneller zu werden. Wie viele Runden sollte ich hier noch mal fahren? Mein blondes Hirn war im Dummy Mode! Am Wendepunkt machte ich kurz langsam um zu fragen. Die Auskunft war: Wenn Du jetzt das erste Mal hier bist musst Du noch zweimal vorbeikommen. Alles klar- ich bedankte mich höflich und gut gelaunt ging es informiert auf den Rückweg. Von Zeit zu Zeit überholte ich jemand- schönes Gefühl. In der letzten Runde gaben die Helfer mir ein: Ui- die letzte Runde viel Glück beim laufen- mit auf den Weg. Irgendwie raffte ich oben aber gar nicht wo ich hinmusste beim linksabbiegen. Keine Ahnung wie es weitergeht und keine Helfer die den Weg andeuteten (Jetzt weiß ich wie sehr die Leute in Kaiserslautern uns gebraucht haben). Ich ließ missmutig 2 Mitstreiter vorbeiziehen weil ich einfach keine Strecke im Ort erkennen konnte. Beim Bremsen an der Wechselzone merkte ich erst wie glatt es war, fuhr ich doch beinahe auf einen Radfahrer auf. Irgendwas mit 45 Minuten war meine Radzeit.

Schnell zum Platz fürs Rad- auch hier hatte Jens gewütet. Ich wechselte meine Schuhe legte den Helm ab und nach einem Schluck Wasser fand ich mich auf der Laufstrecke wieder. Die Sonne brannte und ich schwitzte total.

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Hätte ich nur meine Weste am Rad gelassen! Ich lief los und David und Mona jubelten mir zu. Schön- gleich war es geschafft.


Das Laufen tat nun richtig weh- meine Oberschenkel waren trotz Koppeltraining total schockiert von dem schnellen Wechsel und ich kam mir vor wie eine Schnecke die über den Weg kroch. Ich vergewisserte mich am Wendepunkt das ich hier 2 Mal vorbei kommen sollte. Wolfgang hatte mich nach kurzer Zeit eingeholt und nahm hier deutlich besser Tempo auf. Meine Beine kamen mir vor wie Gummistempel. Meine Bronchien pfiffen wie ein alter Wasserkessel und ich bereute es, mein Asthmaspray im Auto gelassen zu haben (morgens war einfach nur Regen).
Nach der ersten Runde durch den Kreisel gab es ein Bändchen zum Runden zählen und in der zweiten Runde lief es schon gleichmäßiger. Eigentlich wollte ich am Schluss noch mal anziehen- aber meine Beine waren nicht in der Lage mehr zu geben. Im Ziel japste ich erst mal nach Luft, nach einer kurzen Erholung war alles gut. 20120709-204756.jpgMein erster Triathlon! Juhu!

Christian kam kurz nach mir ins Ziel (auch er hatte wohl Probleme mit den Runden und Wendepunkte gehabt), Wolfgang wartete auf uns.

Jens hatte das Pech und ist zwei mal bei den Kehrtwenden gestürzt und auch beim Laufen erging es ihm nicht so gut.

Alles in Allem war es ein tolles Event. Mein Ziel war es Anzukommen und das nicht als letzte. Hat geklappt: In 1h29min58sec war die Sprintdistanz für mich geschafft.

Nächstes Ziel für diese Woche: Die beiden Step- Aerobic Stunden am Mittwoch geben (Premiere) und das Les Mills BodyCombat Release 52 für Sonntag vorbereiten.

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So sehen Finisher aus!

Dankeschön an Mona, David, Jens, Chistian und Wolfgang- ohne Euch hätte das nicht geklappt, geschweigedem so viel Spass gemacht.

Die Bilder sind von David und Wolfgang-Danke auch hierfür 🙂

Run Happy!

Glücklich! Der See hat mich nicht umgebracht!

Das Garmin Triathlon Camp am Schliersee

Am Samstag war es so weit. Um 4:00Uhr stand ich bei Jens vor der Haustür mit dem gepackten Auto. Ich hatte alles drei mal gecheckt um sicher zu gehen das ich nichts vergessen hatte.
Jens war noch etwas verschlafen, aber schnell war alles verstaut und die Fahrt an den Schliersee konnte beginnen.
In gerade 5 Stunden (mit 2 Stops) erreichten wir das Monte Mare am Schliersee- unseren Treffpunkt. Mein Puls stieg langsam- ich hatte wahnsinnig Angst vor dem Radfahren.
In gewohnter aufgeregter chaotischer Manier schaffte ich es, doch alles zu finden um auf’s Radl zu steigen. Mittlerweile waren es 24 Grad – morgens um kurz nach Neun.
Der erste, den wir trafen, war Malte. Zack- der ist sympathisch- das war der erste Eindruck. Schnell war der Treffpunkt gefunden und schon die nächsten Garmin & Friends Mitglieder begrüßt.
Tim verstaute seine Sachen bei uns im Auto- so war ich noch mal kurz abgelenkt.
Es folgte eine kurze Begrüßung von Gunda (Garmin) und Peter Schlickenrieder nahmen uns herzlich in Empfang. Es gab für jeden ein Garmin Radtrikot (mein erstes überhaupt) und eine Camelbak Flasche. Matthias (auch ein Brooks Ambassador of Run Happy) war mittlerweile auch eingetroffen und auch hier bestätigte sich die Online-Sympathie. Gunda hatte ich ja vorab schon gewarnt das meine Radfahrkünste in den 6 Wochen noch nicht sehr weit gekommen sind und ich mehr Angst wie alles andere hatte.

Ich blieb von Anfang an ziemlich weit hinten und kämpfte mich so durch. Auf den Straßen rund um den Schliersee befand sich überall Rollsplit- sehr zu meinem Leidwesen. Schnell stellte sich heraus, dass Simone und ich die falsche Übersetzung für die Alpen hatten und bei den Anstiegen immer zurück fielen. So stellten wir, zusammen gegen die Berge kämpfend fest dass wir gar nicht weit auseinander wohnen. Worms und Kaiserslautern sind wirklich ein Katzensprung entfernt.
Die Gruppe wartete auf einer Anhöhe dann zum ersten Mal auf uns. Ab diesem Zeitpunkt blieb Peter dann bei uns. Er gab mir Tipps zum Schalten und gab mir auch den Hinweis, das meine Übersetzung (auch nach der Umrüstung auf die Kompaktkurbel) noch immer viel zu hoch sei für die Alpen. Beim zweiten Anstieg hatte Jörg weniger Glück mit seiner Felge und musste zum Radladen gefahren werden. Vom Kameramann bekam ich noch eine Trinkflaschenfüllung Wasser- meins war schon ausgetrunken bei mittlerweile 31Grad. Da Peter sich nun um ihn kümmern musste, erklärte er uns beiden den Weg und wir fuhren eisern weiter. Irgendwann standen wir da: Wo sollten wir hin? rechts ? Links? Und gerade wollten wir Gunda anrufen, da kamen uns Matthias und Joachim entgegen. Rettung in der Not. Sie führten uns sicher zu den anderen, die vor dem Anstieg auf uns warteten. Mittlerweile war auch Peter wieder da und teilte uns auf dem Weg nach oben mit, das wir gleichmäßig im kleinsten Gang nach oben radeln sollten, er käme wieder zurück um uns abzuholen.
Nach knapp 2 Kilometer war es dann so steil, das wir beide Absteigen mussten und nun unsere Räder schoben. Wir haben schnell gemerkt, das die Radschuhe mehr als unbequem sind zum laufen, also Schuhe aus! Das war aber auch weniger gut, denn der Asphalt war mehr als heiß. Also wieder Schuhe an. Beide hatten wir uns auf dem Kilometer Blasen gelaufen, als Peter wieder an uns vorbei radelte mit den Worten: Ich radl schnell runter und komm dann wieder zu Euch. Das tat er auch. Mittlerweile war meine Wasserflasche schon wieder geleert und ich bekam von Ihm sein Getränk. Er half und beim Anfahren am Berg mit einem beherztem Schubs und gab nun weitere Hilfestellung. Auch die motivierenden Worte von Peter ließen kein Aufgeben zu. Immer wieder kam die Ansage: „Schön langsam und gleichmäßig und einfach nur die Kurbel am drehen halten. Super! Sieht doch gut aus! Immer schön gleichmäßig atmen“.Ja- solche Floskeln benutze ich auch zur Motivierung in meinen Kursen und wie bei meinen Teilnehmern halfen sie auch bei mir. Als dann der „Wendepunkt“ von steil zu abschüssig in der Strecke nahte, gab uns Peter noch einen kräftigen Schubs über die Kuppe und schon ging es wieder flott voran.

An der Albert Link Hüte auf 1100m Höhe angekommen, wurde kurzerhand der Plan umgeworfen. Es sollte zeitnah mit dem Laufen weitergehen und nicht erst gegessen werden.
Schnell aus dem kühlen Brunnen Wasser für gegen den Durst genommen und dann ab in die Laufschuhe. Die Luft war hier ziemlich dünn und meine Bronchien hatten auf den letzten steilen Metern schon mit dem Pfeifen angefangen, also nahm ich noch mein Asthma- Spray und eine Allergie- Tablette. Hier stand nämlich alles in voller Blüte.
Die Truppe sammelte sich und es ging los.- weit kam ich nicht. Die Temperatur von 34 Grad, die Höhenluft und der Pollenstaub bescherten mir einen Asthmaausbruch- ich hatte das Gefühl zu ersticken- nach nicht mal 600m laufen. Es ging mir nicht alleine so. Dieter von der Hardtsee Mafia kam ungefähr zum gleichen Zeitpunkt zum stehen. Japsend beschlossen wir, daß wir zur Hütte zurück gehen würden. Es dauerte etwas bis sich unsere Lungen wieder beruhigt hatten. Nach etwas Wasser gingen wir dann schon zum entspannten Teil über mit einem Alkohol freien Bier. An unseren Tisch gesellten sich der Kameramann und Matthias Schrön vom Schliersee Tourismus. Nach kurzer Zeit trafen die ersten Läufer wieder ein, und waren machten sich schnell frisch bevor es an die Brotzeit ging.
Hier wurden wir mit einer Platte mit Schinken, Käse Salami und vielem mehr verwöhnt und als Nachtisch gab es karamellisierten Kaiserschmarrn. Nach dem Essen noch kurz verdaut und schon begann die Abfahrt. Die Strecke machte mir bergab noch mehr Angst wie berghoch. Das liegt aber daran das ich einfach noch Anfänger bin und noch nicht so einschätzen kann, wie mein Bike reagiert.
Im Tal angekommen checkten Jens und ich schnell im Hotel ein und kehrten dann in Badeklamotten zum Schliersee zurück.
So kam es dazu das ich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit in einen See stieg. Nein das Gefühl war nicht gut. Ich schwamm schnell hin und her und war froh wieder draußen zu sein.
Jens dagegen war begeistert, auch wenn er etwas fror. Ok-da wusste ich ja jetzt was auf mich zukam. Für den nächsten Tag stand ja Schwimmen auf dem Programm.
Nach einem kurzen Frischmachen trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Hotel. Ich nahm ein kaltes Bad gegen den Muskelkater und hoffte das dieser nicht zu schlimm werden würde.
Die Stimmung beim Abendessen war ausgelassen und das Essen mehr als gut. Nach und nach wurden wir weniger am Tisch und der harte Kern bestand aus Gunda, Martin, Malte, Jens, Matthias, Joachim und mir. Man hatte mich vorher schon dazu gebracht meine Cola-Kracher an die Allgemeinheit abzugeben und der Kellner brachte uns netterweise nun auch noch Chips und Salzstangen.
Wir ließen den Abend gutgelaunt mit einem Salzstangencontest ausklingen. 12 Salzstangen in einer Minute galt es zu essen- gar nicht so einfach. Gunda und ich hatten unseren Spaß den Herren beim Mampfen zuzuschauen. Irgendwann lag ich dann in meinem Bett- ich glaube es war so gegen halb zwei.
Um 7 Uhr weckte mich mein Wecker zum Frühstückslauf mit Timo Bracht. Auch hier war es mir viel zu warm und mein Forerunner 910 XT machte mir anscheinend wieder wegen statischer Aufladung Probleme. Das angekündigte lockere Tempo von Timo entsprach meinem Wettkampftempo- ohje. Ich lies mich aber nicht verrückt machen und schlug mein lockeres Tempo an. Gunda und Timo’s Frau blieben bei mir. Wir waren auch gar nicht viele, da nicht alle erschienen waren. Aber da ich schon am Spitzingsee nicht laufen konnte, wollte ich hier unbedingt am Start sein.
Im Hotel angekommen hieß es: Schnell duschen- ab zum Frühstück. Das Frühstück vom Alpenclub war traumhaft: Lachs, Melone, Rührei, Smoothies: Alles da.
Nach diesem perfekten Start in den Tag mussten wir auch schon wieder unser tolles Zimmer räumen und zum Monte Mare fahren. Hier gab es heute einen Vortrag mit Timo Bracht über Ernährung während des Triathlons. Natürlich spielten hier die Cola-Kracher vom Vorabend wieder eine Rolle als das Thema Maoam aufkam 🙂
Der Vortrag war sehr interessant, für mich war es neu ein Gel in die Wasserflasche zu geben und dieses verdünnt zu trinken. Der Umgang mit Cola, Energy-Gel, Kohlehydraten und insbesondere Koffein wurde besprochen und ich konnte viele Tipps für mich mitnehmen um die Wettkampfvorbereitung besser zu gestalten.

Als wir uns dann auf den Weg zum See machten wurde mir mulmig. Ich mag keine Seen. War ich doch als Kind mal mit einer Luftmatratze in ein Schlingpflanzengebiet auf einem See in Österreich getrieben. Ok hier hiess es die Angst zu überwinden. Mein Neo kam hier auch zum ersten Mal zum Einsatz. Diesen habe ich mir kostengünstig aus England bestellt. Ein Orca TRN. Der würde mich schon gegen den See schützen und gab mir ein gutes Gefühl. Vor dem Einstieg ins Wasser bekam ich von Nicole noch tolle Tipps.

Vorbereitung auf das große Schwimmen

Auch den, unter Wasser einfach mal die Augen zuzumachen wenn es zu eklig für mich wäre. Tim erinnerte mich daran den Forerunner unter den Neo zu ziehen,weil ich den ja im Ernstfall schnell ausziehen müsste. Das ist das tolle wenn man mit erfahrenen Trias im Camp ist: Geballtes Wissen, dass auch geteilt wird.

Letzte Vorbereitung und Wissensaustausch

Der Schliersee hatte angenehme 21 °C, aber auch Schlamm, Steine, Algen, Blätter, Enten, Schwäne und Fische.

Bei Gunda hatte ich schon angemeldet, dass ich nicht seefest bin und sie gab der Wasserwacht vom DLRG den Auftrag mich im Auge zu behalten. So war auch hier mein Gehirn beruhigt und ich schwamm in der letzten Gruppe los.

Einteilung in drei Gruppen

Erst mal noch mit Kopf über Wasser- ganz im Oma-Stil. Es hätte nur noch die Blümchenbadekappe gefehlt.Aber ich war nicht allein. Zu viert bahnten wir uns langsam unseren Weg, bis einer der Gruppe das Zeichen gab sofort raus zu wollen. Ich versuchte mich der Seewacht mitzuteilen,aber anscheinend haben Sie mich nicht so gut gesehen. Ein beherzter Pfiff und schon waren sie bei uns um Hilfe zu leisten. Jetzt war ich doch ehrggeizig geworden. Ich schwamm im See- jetzt sollte auch der Kopf unter Wasser. Ja das war eklig aber es ging und mein Nacken war sehr dankbar dafür. Bei einem Blatt bin ich dann einmal so erschrocken das ich kaum noch Luft bekam- das war ja zu erwarten- aber ich schwamm tapfer weiter.

Ich vermute dass  es 800m waren die ich geschwommen bin- im See! Für mich eine Riesenleistung. Glücklich kehrte ich zielstrebig zum Ufer zurück und trieb da mit meinem Neo noch im Wasser umher. Ein tolles Gefühl den Neo nutzen zu können (Im Schwimmbad habe ich übrigens mittlerweile Kraulen-ähm Freistil- mit dem Neo probiert und das funktionierte, bis auf Wasser in der Nase, ohne Probleme für 400m und ich habe nicht mal die Beine genutzt), der Auftrieb ist wirklich sehr angenehm.

Glücklich! Der See hat mich nicht umgebracht!

Die letzte Disziplin war somit auch geschafft und wir lagen noch etwas in der Sonne bevor es dann zu entscheiden galt: 52km Radtour oder Heimreise?

Wir entschieden uns für die Heimreise. Nach einem kurzen Abschied und einer schnellen Dusche im Monte Mare Schliersee machten wir uns auf den Heimweg.

Nochmal ein ganz großen Dankeschön an Garmin und all die tollen Leute die ich kennenlernen durfte. Ich freue mich auf den Alpen-Triathlon und weiß nun was ich noch trainieren muss: Alles 🙂

Danke auch an die Hardtsee Mafia, von denen ich die Bilder nutzen darf 🙂

Ach ja: Am 08.07.2012 starte ich beim Stutensee Triathlon in der Jedermann-Distanz. Hier will ich mal schauen wie das Leben als Tria so ist.

Swim, Bike & Run Happy!

Der Hornbach- Citylauf Kaiserslautern

Am 17.06.2012 fand der Hornbach City Lauf in Kaiserslautern statt. Vor einige Jahren war ich dort schon mal gestartet und hatte den Lauf aber abgebrochen, da er mir wirklich keinen Spass gemacht hat.
Dieses Jahr ging ich für die Grundschule Weilerbach an den Start. Lisa, die Tochter meiner Freundin Inna, hatte gefragt ob ich für sie starten könnte und Jasmin und Jackie hatten spontan auch ja gesagt.
Wir wollten die 10km Distanz bewältigen, Lisa die 5km.
Morgens fiel dann auch pünktlich für uns der Startschuss. 5 Runden a 2 km galt es zu laufen. Ich hatte mir vorgenommen das nur Spass haben und ankommen das Ziel sein sollte, so das Lisa auf jeden Fall die 10 km auf das Klassenkonto bekommen würde.20120707-084122.jpg
Es lief auch gut und nach 58 Minuten war ich gut gelaunt im Ziel. Schnell was getrunken und Jackie im Ziel gefunden, die sich leider den Knöchel verstaucht hatte 😦 lief ich nun wieder Jasmin entgegen.
Diese habe ich dann auch wieder ins Ziel begleitet- hat ja schon Tradition bei uns.
Im Ziel unterhielten wir uns noch kurz und dann war das Event auch schon vorbei.
Ich fuhr Jasmin nach Hause und machte mich auf den Weg ins Schwimmbad. Nach 800m schwimmen kam mir der Gedanke: Wer läuft mit Lisa? Es sollte ja ihr erster offizieller Lauf werden… grübelnd packte ich zügig meine Sachen und fuhr nach Hause um Inna anzurufen. Wie vermutet wollte Lisa alleine an den Start. Ganz spontan entschied ich mich auch die 5 km mit Ihr zu laufen.
Schnell ins Flower Check Outfit von Brooks und wieder auf den Weg nach Kaiserslautern.
Die Nachmeldung war kein Problem und Lisa hab ich auch schnell gefunden. Ein letztes Briefing für Lisa, zusammen noch mal aufs Klo und schon standen wir wieder im Startblock.
Die Sonne schien unerbärmlich und es war richtig warm. Wir liefen los und Lisa überraschte mich sehr. Der erste Kilometer war unter 6 min/km, von da an wurde es aber mit jeder Runde gemütlicher. An manchen Stellen bat mich Lisa darum sie zu ziehen. Ich redete die ganze Zeit, so hatten wir das abgesprochen, um sie vom Lauf abzulenken. Ab der dritten Runde machten wir immer kurz halt zum trinken, ich wollte nicht das die kleine bei der Hitze dehydriert (eine weise Entscheidung,denn viele Kiddies landeten nach dem Lauf bei den Sanitätern).
In der letzten Runde merkte man Lisa so richtig an, dass sie nicht mehr wollte. Wir legten Gehpausen ein, aber nie für lange, um dann wieder locker weiterzutraben.
Kurz vorm Ziel tankte die kleine noch mal Kraft um dann ins Ziel zu spurten. Inoffizielle 35 min (wir waren von hinten gestartet) und offizielle 36 Minuten für 5 km sind eine beachtliche Zeit- gerade für den allerersten Lauf. Ich hatte richtig viel Spass und hab die Leute auch immer wieder animiert um Lisa anzufeuern. Da hat man dann immer gemerkt wie es ihr Kraft gegeben hat.

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Ein tolles Erlebnis, das auch Lisa mächtig Stolz gemacht hat. Von Ihrer Klasse hatte keiner erwartet das sie es schaffen würde. Ich war mir sicher 🙂

Run Happy!

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