Ich bin ein Strongman!?!- Ein Erlebnisbericht!

Am 05.05.2012 war es soweit: Der Fisherman’s Friend StrongmanRun stand an.
Schon vor Monaten wurde ich als Offizieller Blogger in die Starterliste aufgenommen und hatte mein Zimmer in der kleinen Pension vom letzten Jahr reserviert.
Mit Jasmin und Julia teilte ich mir das Dreier Zimmer. Julia kannte ich bisher nur von Twitter und von den Brooks Messengern of Run Happy.
Am Ring Boulevard angekommen nahmen wir Jasmin’s Startunterlagen in Empfang. Kurz darauf sah ich die Einträge auf Facebook von Ralph und Gerd, die angeblich hier irgendwo sein sollten.
Dank meiner pinknen Brooks Kappe fand mich Gerd und schon ging es weiter um das Brooks Team kennenzulernen.
Andreas und Sankar live, in Farbe und Bunt kennenzulernen war super. Hier konnte man nur Happy sein!
Ich war ganz angetan von der Stimmung hier.
Nun galt es endlich Julia kennenzulernen, die schon in unserer Pension auf uns wartete.
Auch hier war klar: Wir verstehen uns auch im Real Life 🙂
Dann ging es zur PrePain Party in den Eifelstadl. Hier durften wir dank Brooks, als geladene Gäste, zur VIP-Party und wurden so richtig verwöhnt.

20120509-115322.jpgTraum-Auto 🙂

Endlich lernten wir auch Ralph kennen- also fehlte nur noch Sven, der leider erst am nächsten Tag anreisen würde.
Wir nahmen am Carboloading teil, aber ein Teil der Kohlenhydrate wurde danach sofort wieder weggetanzt 🙂
Irgendwann sind wir gegangen, stand uns doch noch eine kleine kreative Session zur Verschönerung unserer Kleidung für den Lauf bevor.

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Irgendwann so gegen 1:30 Uhr ging es ins Bett, der Wecker stand auf 7:00Uhr. 3 Frauen sollten sich ja bis zum Frühstück fertig machen. Ich, als ausgeprägter Lerchentyp, stand zuerst im Bad und weckte reihum die Mädels.
Nachdem wir uns alle ordentlich in Schale geworfen hatten, frühstückten wir fürstlich.
Um 9:00Uhr machten wir uns auf den Weg zum Nürburgring:
Hier war die Hölle los. Die Parksituation überforderte die Besucher.
Auf dem Weg zum Eventgelände haben wir uns auch vor lauter Aufregung auch noch kurz verlaufen.
Nun aber schnell zum Fahrerlager. Hier trafen wir am Brooks-Stand auf Hannes, Gerd, Ralph und Sven. Pocher war für den Brooks-Stand angekündigt. Egal- wir wollten in den VIP-Bereich von Brooks, hier war es warm- da konnte es Pochern wie es wollte!
Und schon liefen wir in Andreas (von Brooks) der gutgelaunt auf dem Gelände herumlief.
Der VIP-Bereich sprengte alles: Frühstück, warme und kalte Getränke, Sitzgelegenheiten und jede Menge Laufstars.
Hier füllten wir die Flüssigkeitsspeicher, genossen den Luxus der Sanitäranlagen und Ablagemöglichkeiten.
Gerd und Ralph waren total aufgedreht und steckten uns dementsprechend an. Hier trafen wir auch auf Alf, einen weiteren Messenger of Run Happy. Auch hier war sofort der Spruch im Kopf: Dich mag ich- Du bist genauso bekloppt wie ich 🙂
Zusammen tauschten wir noch Tratsch über unsere Erfahrungen beim Laufen aus und schon mussten wir auch in den Startblock.
Doch halt- Ohne Fotos wollte uns Alf natürlich nicht gehen lassen und so gibt es hier ein paar wirklich tolle, noch saubere, Erinnerungen.20120509-115306.jpg

Impressionen von Alf Dahl

Impressionen von Alf Dahl

Im Startblock trennten wir uns: Ralph und Gerd wollten nach vorne, Alf irgendwohin und Jasmin, Julia, Sven und ich blieben zusammen. Während der Wartezeit auf 12:00 Uhr wurde der Start nochmals um 30 Minuten wegen der schlechten Sicht durch Nebel verschoben.


Pocher tauchte auf einem Balkon auf, an seiner Seite das Popstar/Model Paar, wo mir gerade mal wieder die Namen nicht einfallen wollen. Was auf dem Balkon gesagt wurde, weiß ich nicht, die Buh- Rufe und Pfiffe waren zu laut.
Irgendwann ging es dann los- mit Self Esteem von The Offspring setzte sich das Starterfeld in Bewegung.
Das es am Anfang Staus geben würde bei 12000 Läufern war uns klar. Das beim ersten Hindernis alle durch ein schmales Tor passen wollten nicht. Hier gab es den ersten Stau. Die Helfer hielten sich hier für sehr clever und beschäftigten die Teilnehmer mit Wurfgeschossen aus Powerbarriegeln, Bananen und sogar Orangen flogen in die Menge. Hier war klar, das in der zweiten Runde nichts mehr da sein würde.
Das Hindernis hingegen hatte es, als wir dann endlich ankamen in sich: Bergauf ging es- der Wald musste sehr leiden,denn die Sträucher musste man als Haltegriffe nutzen um überhaupt in dem Matsch nach oben zu kommen. Beim Herunterstolpern nutze ich zum ersten Mal meinen Hintern als fahrbaren Untersatz und schlitterte nach unten. Dann nach zwei Matschfallen standen wir schon wieder an- hier ging es nun richtig Steil nach untern. Aus Angst meinen Fuß wieder umzuknicken, setzte ich mich wieder und zack war ich auch hier unten.
So liefen wir locker flockig weiter. Jasmin war zu diesem Zeitpunkt noch bei uns. Dann folgten die ersten anstrengenden Höhenmeter. Julia Sven und ich liefen immer noch zusammen. Dann folgte das Matschhindernis durch das man Kriechen sollte. Genau in dem Moment als wir das Hindernis erreichten wurde der angrenzende Matsch für alle Teilnehmer freigegeben- einzige Bedingung: Wir sollten Kriechen. Kein Problem- auch wenn es hier verdächtig nach Kuhdung roch. das einzige Problem war das Aufstehen und wieder loslaufen.
Die kleinen Matsch/Wasserbecken konnten mich nicht abschrecken- in der zweiten Runde war hier auch gar kein Wasser mehr vorhanden.
Das BBQ-Hindernis war unangenehm, aber nicht weiter schlimm.


Hier ging es nun gnadenlos auf den Wadenkiller (das Hindernis hatte ich benannt) zu. Letztes Jahr hatten wir hier angestanden am Schicksalsberg und wurden überrundet. Das erste Hindernis dieses Jahr, hatte mit seiner Wartezeit dafür gesorgt, dass es dieses Jahr schon bei Kilometer 4 passiert war.
Mein absolutes Lieblingshindernis war die Rutsche, die aber leider in der zweiten Runde aufgrund gerissener Folie gesperrt wurde.  Hier bekam ich so viel Speed das ich sogar überschlug…. Hammer! (Ich hoffe noch darauf Fotos davon zu finden!)
Und schon ging es wieder durchs Kiesbett- das schlauchte die Waden ganz schön und auch mein angeschlagener Knöchel meldete Warnsignale an mein Hirn.
Es folgten nun die anstrengendsten Hindernisse die der StrongmanRun je gesehen hat.
Besonders die hohen Hindernisse zehrten an meiner Kraft. Beim Herunterspringen gab es jedes Mal wieder einen Schlag auf die Gelenke- aber dennoch lies ich mich nicht aus der Ruhe bringen.


Im „Schwimmerbecken“ hatten so einige Ihre Probleme: Eiskaltes Wasser und die Tiefe (2m) zwangen uns zum Schwimmen.
Beim Stromhindernis habe ich nichts gespürt- hier ist die Frage ob hier irgendwer was gespürt hat?


Es folgten Hindernisse mit Netzen , Reifen, Stroh (hochgestapelt) und Wasser.
Aber irgendwie war das alles egal- ich hatte Spass, die Zuschauer waren trotz des Sauwetters in Höchstform, die Läufer halfen sich gegenseitig und die Stimmung war toll.


Zu dritt starteten wir in die zweite Runde. Am ersten Verpflegungsstand haben wir für Sven noch einen Riegel organisiert um einen Unterzucker zu vermeiden. Für „Normalläufer“ gab es nur noch Getränke. Aber ich kann beim Laufen eh nichts Essen- also weiter. Das Teilnehmerfeld war so aufgelockert das man hier nun wieder Platz hatte um die Hindernisse anzugehen. Auch in der zweiten Runde kürzten viele Läufer ab (wobei ich mich frage für was? Ihr bezahlt doch für die Hindernisse- also nehmt sie auch mit). Wir drei waren überzeugt das wir alle Hindernisse nehmen wollten!
Kurz nach dem ersten Hindernis trafen wir auf Alf, der dann mit Sven anzig. Julia blieb bei mir, auch wenn Sie in der zweiten Runde wegen mir ein paar Gehpausen, aufgrund meiner zugehenden Wade, einlegen musste. Gemeinsam schafften wir uns über die Hindernisse, erzählten, sangen mit wenn es Musik auf der Strecke gab.
Das wäre übrigens ein Verbesserungsvorschlag: Mehr Musik auf der Strecke- im Moment gibt es ja nur 3 Punkte mit Musik, aber da war immer eine Stimmungsverbesserung zu spüren.


Vom letzten Hindernis fiel ich kopfüber in einen Reifenstapel 🙂 Der Zieleinlauf mit Julia erfolgte zu unserer „Überraschung“ mit Self Esteem von The Offspring. It begins where it ends 🙂


Ziel-Netto Zeit: 04:11:56
Und wer stand da im Ziel uns grinste mich an? Ralf Junge! Ihn habe ich auch über Brooks kennengelernt. Gerne hätte ich ihn zur Begrüßung umarmt wie all die anderen auch-aber er war schon geduscht und sauber*g*. Kurzer Smalltalk und schon musste ich mich auch schon langsam frierend verabschieden.
Klatschnass vom Broos Hindernis kamen wir im Brooks-VIP Bereich an. Hier war es ja beheitzt und Julia und ich wurden von den Männern in Empfang genommen. Schnell zogen wir uns um und versuchten uns mit Essen und warmen Tee von Innen aufzuwärmen. Irgendwann tauchte dann Jasmin auf, die auch erfolgreich zu den Finishern gehört, denn das Zeitlimit wurde nachträglich, aufgrund der hohen Wartezeiten, aufgehoben! Eine gute Entscheidung die bestimmt bei vielen schon den Unmut über die Wartezeiten gelindert hat.
Die Stimmung war sogar noch besser als zuvor. Es wurde gelacht, beglückwünscht und viel über das Erlebte geredet.
Was soll ich sagen- es war ein tolles Erlebnis bei echtem StrongmanRun Wetter. Mein Hintern und meine Schienbeine mussten leiden-aber das gehört dazu!
Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!
Hier möchte ich noch kurz Danke sagen:
Danke für diese tolle Erinnerung an all die lieben Läufer die mir beim Weg durch die grüne Hölle geholfen haben,an alle neuen Freunde die ich durch Twitter, Facebook und Brooks gefunden habe und an Fisherman’s Friend natürlich- denen ich die Teilnahme verdanke 🙂

Danke auch an Brooks für die göttliche Bewirtung und den Service vor Ort-Ohne Euch wären wir jetzt krank!
Und ja: Auf der Voranmeldeliste für nächstes Jahr stehe ich natürlich auch wieder !
Run Happy!

20120509-115402.jpg

Bilder von Sportograf, Alf Dahl, und vielen Lieben anderen fleissigen Fotografen. Und ja: Ich habe meine Fotoflat gekauft und bezahlt (Bevor es wieder Anfragen gibt).

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

22 Kommentare zu “Ich bin ein Strongman!?!- Ein Erlebnisbericht!

  1. Klasse Bericht und wie gut das ich Dir nicht begegnet bin als das Titelfoto gemacht wurde: die Entschlossenheit, der Blick und die Armmuskeln! Wie kriegt man die eigentlich, wenn ich mir meine saft- und kraftlosen Ärmchen so anschaue … 😦

  2. Auf dem ersten Bild mein ich eine typische Raucherhaltung erkennen zu können. 😉
    Herzlichen Glückwunsch zum Finish!

  3. Dem Blognamen wieder alle Ehre gemacht, gell! Bist schon eine verrückte Nudel, würde Dich gerne irgendwo mal treffen und Deinen Frohsinn live erleben! Sag‘ nicht nächstes Jahr „Strongman“ den ich bin wahnsinnig wasserscheu, was über Kinderplanschbeckenhöhe hinaus geht.
    LG Monika

    • Du das Kriegen wir irgendwie noch hin.Was steht denn bei Dir noch auf dem Plan?

      Das bischen Wasser macht nix-das tut gut 😉

      Aber Vorsicht: ich bin bekloppt!

  4. Hmmmm, bis vorhin dachte ich ja immer, dass der Strongman nichts für mich ist. Und jetzt… Na, schönen Dank für den Bericht! Und die Bilder! – Ich überleg’s mir… 😉

  5. Super gemacht! Du bist echt eine Strongwoman 🙂
    Ich bin ja leider dieses Jahr schon an der Anfahrt gescheitert, aber nächstes Jahr bin ich wieder dabei!!!
    Und jetzt viel Spaß in Mannheim 🙂

    • Das ist aber echt dumm gelaufen 😦 aber nächstes Jahr dann 😉
      Spass wars in Mannheim nicht-aber dazu mehr diese Woche in einem Erlebnisbericht…

  6. Hammer Bericht!!!!! Vielen Dank fürs Teilhaben-lassen! Ich wäre sang- und klanglos untergegangen bei diesem Run. Bin nicht strong enough dafür :-))
    Zolle dir echt Respekt Carmen!
    Viele Grüße aus dem Norden, Katrin

    • Dich hätte ich auch mitgezogen-glaubs mir :-)Trau Dich doch mal nächstes Jahr an den Start! Wir Mädels sind ja leider in der Unterzahl…

      Liebe Grüße und Danke

      Carmen

      • Da mag eine Menge dran sein – mit dem mitgezogen-werden. Ich merke das ja selber, wenn ich (wie leider fast immer) alleine läuft, fällt die Motivation bedeutend schwerer. Hach, warum wohnen wir auch sooooooooo weit weg voneinander. Hätte schon Lust auf „mehr“ Herausforderung und Training!
        PS: auch wenn ich sicherlich aus dem Raum kriechen würde, das Bodycombat-Training muss der Hammer sein!! Auch da würd‘ ich mich mitschleifen lassen 😉

      • Dann überlegts Du Dir das mal für nächstes Jahr, u darfst DIch natürlich gerne anschliessen 🙂

        BodyCombat ist echt wahnsinnig effektiv und ich stosse da als frisch gebackener INstruktor auch sehr an meine Grenzen 🙂 Aber es wird mit jedem Mal besser. Besuche doch mal eine Class zum Probetraining und lass Dich von der Musik mitreissen 🙂

  7. Herzlichen Glückwunsch dazu so einen Erlebnislauf geschafft zu haben. Da macht schon das Lesen des Berichtes und das Ansehen der Bilder Spaß. Allerdings für mich wäre so ein Lauf nichts und bewundere auch deshalb jeden der so etwas schafft.

    Freundliche Grüße
    Bernd

  8. Bei dir spürt man die Freude. Die Freude am Laufen und die Freude am Schreiben. Und genau darum ist es so toll, dass du diesen Blog hast. Deine Geschichten motivieren mich auch. Dein Erlebnis beim Strongwoman Run 😉 waren toll. Die sprühst vor Begeisterung die einfach ansteckt.

    Wenn ich mir eines für dich wünschen würde: Behalte dir diese Leidenschaft!

    Danke für diesen tollen Bericht – ich habe mitgefiebert!

    Run ON!
    Willi

    • Hallo Willi, dankeschön 🙂 da bekomme ich ja ganz rote Wangen .
      Ich denke ohne diese Freude und Leidenschaft am Laufen würde es gar nicht gehen- mir muss Sport einfach Spass machen.

      Gaanz Liebe Grüße und Danke

      Carmen

  9. ein schöner Bericht, und tolle Leistung bei dem Wetter, wobei einem das sicher ab der zweiten Runde (wahrscheinlich weit vorher) egal ist. Wirklich ich gönne Euch den Spaß, aber so recht nachvollziehen kann ich es nicht. Strecke ja, Matsch gerne, Hindernisse witzig, Verpflegung überbewertet, aber anstehen um weiter zu kommen – nö.
    Aber vielleicht ändert sich das ja bei mir auch noch mal, Du hattest Deinen Spaß und darum geht es. Gratulation noch mal (und wenn Du da nicht gestartet wärest, wäre Mainz für mich nicht gelaufen…)

  10. Pingback: Der Fisherman’s Friend StrongmanRun 2014- für mich der Beste überhaupt! | schlechteswettergibtesnicht

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