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TSG-Halbmarathon in den Trainingsplan integriert

Letzte Woche war für mich sehr anstrengend. Da Jens auf meinem Trainingsplan Tempohärte stehen hatte, war das Training ganz schön stramm. So habe ich mich bisher noch nie gequält.
Die Einheit am Mittwoch auf dem Sportplatz hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das schnellste Intervall schaffte ich mit 4:49 min/km. Das ist für mich eine beachtliche Geschwindigkeit, wenn man bedenkt das ich erst letztes Jahr meinen ersten 10km unter einer Stunde gelaufen bin.
Am Freitag stand ein lockerer Lauf mit Brigitte auf dem Plan, der war auch wirklich total gut und lockernd. Danach saßen wir noch im Garten und haben gequatscht.
Samstags schnappte ich mir mein Rad und fuhr mit Jasmin ins Schwimmbad. Lockere 500 m geschwommen und den Rest im Außenbecken planschend verbracht. Auf dem Heimweg trennten sich unsere Wege und ich hängte noch ein paar Kilometer dran. Insgesamt waren es für mich 35 km mit dem Rad.
Brigitte hatte mich am Freitag gefragt ob ich nicht den TSG- Halbmarathon in Kaiserslautern mitlaufen mag, ich hätte ja eh den 20km Dauerlauf auf dem Programm stehen.
Also hab ich Jens gefragt und er hat ja gesagt, unter der Voraussetzung das ich auch locker laufe.
Also hab ich mir eine Sommerplaylist erstellt und bin am Sonntag Morgen, etwas zerknautscht durch die Zeitumstellung, mit Brigitte gestartet. Mein Ziel war es mit einem Schnitt von 6:30 min/km zu laufen.
Vor dem Lauf scharten sich einige Läufer, bei doch kühlen 5°C, auf einem kleinen Platz wo die Sonne hin schien. Ich entdeckte noch Nicole vom FCK- Running und auch sie hatte das Ziel es langsam angehen zu lassen. Schnell noch mal ab hinter die Hecke und schon standen wir am Start. Dann ging auf einmal alles sehr schnell und schon war die Masse in Bewegung.
Auf dem ersten Kilometer entdeckte ich Gabi Gründling, von Laufticker, am Wegrand und winkte freudig zu Ihr rüber.

Nun war der Punkte gekommen wo Brigitte und ich uns trennten. Ich wollte mich nicht mitziehen lassen und wirklich schauen, dass ich im Wohlfühlbereich bleiben konnte.
Die ersten 3 Kilometer war ich etwas missmutig, ging es doch die ganze Zeit nur bergauf. Ich hatte, weil das alles so kurzfristig war, auch keine Zeit mir das Profil oder die Streckenverpflegungspunkte anzuschauen. Ab Kilometer 3 wurde es dann lockerer. Die Strecke ging leicht bergab und dann wieder gerade aus. Die Sonne kam langsam heraus und meine Stimmung war mehr als gut. Bei Kilometer 6 merkte ich, wie sich langsam der Durst bemerkbar machte, und ich fragte bei einem Streckenposten wann die Verpflegungsstelle kommen würde. Die Antwort gefiel mir nicht: In 3 Kilometern. Verdammt. Naja egal. Ich nahm ein wenig Tempo raus und lies einige Läufer passieren. Die Zeit würde ich mir einfach nehmen, es sollte ja ein lockerer Dauerlauf werden. An der Verpflegungsstelle stand mein alter Chemielehrer Herr Becker, auch hier lies ich mir Zeit für einen kleinen Plausch. Ein Wasser und einmal Iso gaben mir wieder Kraft.
Weiter gings. Bei Kilometer 11 überraschte mich ein Anstieg. Langsam und stetig meisterte ich die Steigung und war sehr froh als es wieder bergab ging. Hier konnte ich es nun einfach laufen lassen und gab mich meiner Musik (zeitweise tanzend) hin. Ich traute meinen Augen kaum, so schnell stand war ich wieder in Kaiserslautern bei der Verpflegungsstelle bei Kilometer 16 angekommen. Nochmal Wasser und Iso und die Frage nach einem Bier, ein bisschen Spaß gemacht und schon war ich wieder on the Road. Hier waren einige Zuschauer an der Strecke, also mussten die Stöpsel aus den Ohren. Bei Kilometer 19 war noch einmal die Möglichkeit Getränke aufzutanken und auch ich griff zu einem Wasser. Hier überholte mich Nicole. Ich hatte aber gar keine Ambition sie wieder einzuholen. Ich war ja bei einem lockeren Dauerlauf. Der erste Blick auf die Uhr bei Kilometer 19 erstaunte mich dennoch: 2:02, uiuiui, das war aber wirklich gut gelaufen.
Auf den letzten Kilometern gehörte auch noch ein kleiner Anstieg zur Strecke, hier merkte ich das meine Beine doch etwas müde waren. Die Streckenposten gaben aber wirklich alles um uns noch etwas Motivation auf den Weg zu geben. Im Ziel angekommen wurde ich mit: Jetzt im Ziel 2:14:49 Carmen Frisch vom Team Erdinger Alkoholfrei- sieht frisch aus die Carmen- begrüßt.
Wie schon öfters bei einem solchen Volkslauf ohne Chip und mit Scanner hab ich es verpeilt. Daher kam bei meiner offiziellen Zeit noch eine Minute hinzu, denn ich lief nicht durch den Gang nach hinten zum Scannen,sondern freute mich schon vorher über die Zeit wie ein kleines Kind. Ich hab’s dann doch noch gerafft und beeilte mich zum Scanner zu kommen mit den Worten: Ich bin da 🙂
Mein Durchschnittspuls lag bei 168, das sind immerhin 8 Schläge weniger als in Kandel, und knapp 3 Minuten schneller war ich auch.
Trainer Jens meinte das ich den mlp-Halbmarathon bestimmt schneller schaffen würde als 2 Stunden und vielleicht noch mehr.

Mein Fazit zum TSG-Halbmarathon: Tolle abwechslungsreiche Strecke, leider ohne Publikum aber dafür umso mehr Natur. Bisher hatte ich von dem Lauf nicht viel Positives gehört, aber nun weiß ich es besser 🙂 : Sehr Laufenswert!

Diese Woche wird noch einmal hart für mich. Gestern war ich beim LesMills BodyPump, wobei die Beine hier geschont wurden.
Heute 120 min Dauerlauf bei 165-170 bpm. Bei 1:35 kam der große Hammer. Das Wetter hat mich dehydrieren lassen und die lezten 25 Minuten lief ich nicht so gut. Auf 17 Kilometer bin ich gekommen, wo am Sonntag mit Verpflegung 19km drin waren. Die Strecke heute war auch etwas anspruchsvoller und kräftezehrender.Morgen, am Mittwoch, steht Intervalltraining mit vorgeschriebener Zeit und Distanz auf dem Programm. Ich bin sehr gespannt wie mein Körper das alles verkraftet. An meinen Oberschenkeln merke ich, daß hier ordentlich Muskulatur schon aufgebaut wurde.

Run Happy!

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

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