Trainingsplan-Killer: Seminar in Bad Dürkheim

Letzte Woche war ich zu einer Betriebsratsfortbildung in Bad Dürkheim.
Meine Unterkunft war das Gartenhotel Heusser, welches am Stadtrand von DÜW liegt. Schon im Vorfeld hatte ich mich erkundigt ob ein Fitnessraum oder Laufstrecken in der Nähe sind.
Hab innerhalb weniger Stunden eine Antwort bekommen: Leider kein Fitnessraum aber das Personal würde mir bei der Ankunft einen Plan mit Laufstrecken zeigen.
Das hat auch Super geklappt.
Abends hab ich dann die Laufschuhe geschnürt, den Plan und mein IPhone in die Tasche gepackt und machte mich auf den Weg bei schönstem Wetter.
Die Dämmerung hatte schon begonnen, aber die Dame an der Rezeption versicherte mir, daß das kein Problem sei.
Also folgte ich der eingezeichneten Strecke. Es ging ordentlich steil berghoch, aber mir wurde eine Atemberaubende Aussicht versprochen, und die wollte ich auch sehen.

An jeder Abzweigung schaute ich auf meinen Plan ob ich richtig war.
Schneller als gedacht erreichte ich den Flaggenturm und war auch tatsächlich sprachlos, welche Aussicht sich mir hier bot.


Ich traf auf einen Mann mittleren Alters, grüßte freundlich, und er sagte mir das er das echt toll fände das ich hier so gut gelaunt unterwegs sei. Das Grinsen im Gesicht war wie festgetackert. Ich liebe neue Laufstrecken und neue Herausforderungen. Nach dem ersten Tag Lernen war das hier genau das was ich brauchte.


Leider hab ich trotz des Plans beim Flaggenturm die Orientierung verloren, naja das leider nehme ich wieder zurück 🙂 ich rannte dann halt quer durch die Wingerte ( Weinberge) und nutze das für mein StrongmanRun Training.
Irgendwann traf ich in dem Labyrinth aus Wegen und Weinberg den netten Herr wieder. Er meinte das ich ja überall laufen würde- auch wo gar kein Weg sei. Mein Kommentar: Ich kenne mich hier nicht aus aber Wege brauche ich auch nicht unbedingt ( in Gedanken fügte ich hinzu, das beim StrongmanRun auch nicht immer ein Weg da ist) und wünschte einen schönen Abend. Die Bilder die ich gemacht hatte zeigte ich natürlich voller Stolz beim Abendessen.
Tag 2 brachte eine ander Hürde mit sich: Schnee fiel beständig vom Himmel, aber ich wollte dennoch raus- wenigstens eine halbe Stunde um den Kopf freizubekommen. Natürlich bin ich wieder rauf zum Flaggenturm, zu schön war es da gestern. Ich hatte aber nicht bedacht das die kleinen Abschnitte mit Kopfsteinpflaster glatt sein könnten und auch auf dem geteerten Weg war es rutschig.


Egal da muss ich durch- aber bei Kilometer 4 musste ich abbrechen.
In DÜW angekommen lief ich langsam weiter: die Gehwege waren weitgehend geräumt. Ein Mann mit Hund gab mir ein: Sportlich Sportlich Junge Dame mit auf den Weg, wobei ich nicht weiß was mich davon mehr zum Strahlen gebracht hat.
Am Kreisel kam es dann zur Situation die meinen Puls auf 200 hochschraubte: ein Laster kam ins Rutschen und zwar direkt auf mich zu.
Das war der Lauf dann, ich war völlig geschockt und sah zu das ich unter die Dusche kam.
Mittwochs begleitete ich Yvonne ins American Fitness zum Zumba. Ich freute mich wahnsinnig, da wir uns in letzter Zeit nicht so oft sehen.
Dort im Studio konnte ich sofort Unterschiede zum Fit N Fun feststellen, in dem ich trainiere.
Nur ein Kursraum, kein Zirkel, kein All you can Drink, keine kostenlose Handtücher ( falls man eins vergessen hat), keine Plastikflaschen und nur ein Billigisogetränk in Flaschen mit Kohlensäure.
Die Geräte waren aber alle Top und auf dem neusten Stand mit integriertem Fernseher.
Vorm Kursraum wartete mit uns die Zumbatrainerin darauf, das der Rückenfit Kurs fertig war.
Hier wunderte es mich schon, das die Trainerin nicht das Gespräch mit den Mitgliedern und fremden Mitgliedern suchte.
Yvonne hatte mir ja erzählt das sie Zumba mehr als Cluburlaubbespassung sah, ich dagegen bin von unseren Zumbatrainerinnen begeistert. Pure Lebensfreude und Energie ist bei den drei Mädels bei uns zu finden.
Hier war das tatsächlich anders: ich hatte das Gefühl das die Trainerin sich gar nicht für die Teilnehmer interessierte. Sie war auch nicht lebensfroh, sondern fast schon aggressiv.
Die Choreos erinnerten tatsächlich an Cluburlaub. Aber immerhin war die ganze Stunde mein Puls um die 150.
Nach der Stunde, in der Yvonne und ich uns halt alleine Spass gemacht hatten, konnte ich ihr also nur Recht geben.
Donnerstag gab es keinen Sport, Trainingsfrei stand auf dem Plan. Dafür aber eine leckere Weinprobe beim Weingut Mesel in DÜW ;-).


Freitags bin ich dann vom Seminarleiter mit dem Kommentar verabschiedet worden, das ich eine Bereicherung fürs ganze Seminar gewesen sei.
Ist das nicht ein toller Schlusssatz um ins Wochenende zu starten?

Ich gebe zu das ich mich nicht an den Trainingsplan vom MyGoal- Team halten konnte, gelobe aber Besserung ab Heute (Sonntag ).
Wieso erst ab Sonntag fragt Ihr Euch nun bestimmt, aber das erfährt Ihr im nächsten Blogeintrag 😀

 

Run Happy

 

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2 Kommentare zu “Trainingsplan-Killer: Seminar in Bad Dürkheim

  1. Da hast Du doch ordentlich trainiert. Es muss nicht immer strikt nach Trainingsplan gehen. Der Spaß sollte stets im Vordergrund stehen.
    Wenn ich lt. Trainingsplan eine Einheit habe die mir heute gar nicht passt, laufe ich so wie’s mir gerade gefällt.
    Geschadet hat’s mir bisher noch nicht! 😉
    Genieße jeden Lauf der Spaß macht!

    • Ich hätte ja gerne anders trainiert, aber die Gegebenheiten ließen es nicht zu.
      Spaß hatte ich ja auf jeden Fall 🙂 Ansonsten hab ich alles nachgeholt was mir gefehlt hat 🙂

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