Erlebnisbericht: 7. Ottweiler Nachtwächterlauf – Der PureGrit darf auf die Rennstrecke

Am 10.12.2011 fand der Nachtwächterlauf in Ottweiler statt. Hierzu fehlt noch mein persönlicher Erlebnnisbericht weil der Lauf wirklich was ganz besonderes hatte.

Viele hatten mir davon vorgeschwärmt, also hab ich mich spontan 2 Wochen vorher angemeldet. Am Tag der Veranstaltung wollte irgendwie keiner mehr mit und ich war bis mittag noch nicht sicher ob ich allein starten würde. Aber das Wetter war perfekt und ich hatte ein gutes Gefühl, also machte ich mich um 16:00 Uhr auf den Weg Richtung Ottweiler. 45 min sollte dies laut Navi dauern. Start war um 17:30, also alles im Zeitrahmen. Das war die Theorie. Vor Ottweiler war Stau, als es dann schon 17:05 war und Ottweiler noch immer nicht in Sicht begann ich mich im Auto umzuziehen.

Eigentlich wollte ich m Unterhemd, der Brooks LSD Lite Jacket II und meinem genialen Brooks Ambassador Shirt drüber starten. Da das Thermometer aber gerade mal nur noch 1°C anzeigte kam noch das Brooks Essential LS mit dazu. 4 Lagen tragen zwar auf, aber was anderes hatte ich nicht in die Tasche gepackt. Schuhe hatte ich auch zu Wahl: Den Brooks Ravenna 3, den ich als Ambassador of Run Happy schon jetzt testen darf und den Brooks PureGrit den ich bei @StrongmanRun bei Twitter gewonnen habe. Da ich, durch den Zwiebellook bedingt, schon mehr Gewicht in Kleidung gesteckt hatte wie geplant, beschloss ich am Schuhgewicht zu sparen und so kam der Brooks PureGrit an meinen Fuß.Um 17:20 Uhr kam ich in Ottweiler an. Nächstes Problem: Ich war noch nie in Ottweiler. Ich hatte keine Ahnung wo der Start ist oder wo ich Parken kann. Am Straßenrand sah ich wie eine junge Frau sich lauffertig machte und parkte direkt daneben und schoß aus dem Auto ( Umgezogen war ich ja): „Entschuldigung, kannst Du mich mit zum Start nehmen?“ Ihr Antwort war: „Klar doch, auf dem Weg können wir uns warmlaufen“. Ich war glücklich, so erfuhr ich das Sie in einer ziemlich großen Gruppe starten würde, das der Lauf 4 Runden hat (nicht schon wieder Runden laufen war hier mein Gedanke), das die Strecke aus Asphalt und Kopfsteinpflaster besteht (Regen wäre hier tödlich mit dem PureGrit) und das es einer der schönsten Läufe im Saarland sei. Sie lieferte mich nach ca 1 km an der Startnummernausgabe ab. 17:27 Uhr- oh weh- ich wollte doch noch schnell auf Toilette, da kam die Durchsage das aufgrund des Staus, der Start um 10 Minuten verschoben wurde. Mein gutes Gefühl war zurück. Schnell zur Toilette, die Startnummer mit meinen FixPoints (die ich wirklich nicht mehr missen möchte) angebracht und den Meisterchip am Schuh festgebunden. Der Meisterchip ist riesig und hier hatte ich echt Probleme ihn an meinem PureGrit festzubinden ohne das er mich beim laufen einschränken würde.

 

So stand ich nun doch glücklich am Start. Eine tolle Stimmung herrschte schon hier. Es wurde viel gelacht und Wildfremde kamen mit mir ins Gespräch. Hier war keiner allein.

Ich hatte mich mit meiner Platzangst weiter hinten im Startfeld platziert. Mit dem Meisterchip sollte das ja kein Problem sein mit der Nettozeit- hatte ich mir gedacht.

Der Startschuß viel und es ging los. Klar in der ersten Runde liegt das ganze Feld noch nah beisammen, zu langsame Läufer blockieren den Weg, schnellere Läufer drängeln von hinten. So ist es halt immer, auch beim Start in Blöcken wird dies immer wieder auftreten.

Die ganze Strecke war mit Fackelträgern gesäumt die uns den Weg erhellten. An vielen Stellen wurde gefeiert, die Strecke mit Musik beschallt und sogar via Video auf Leinwänden gezeigt. Es wurde gegrillt, angefeuert und mit Kuhglocken geläutet.  Eine Trommelgruppe stand vor dem Ziel. Ganz klar die Strecke gefiel mir. Mein PureGrit meisterte die kleinen Anstiege und Gefälle mit Bravour. Bei mittlerweile 0,5°C arbeiteten meine 4 Lagen die ich anhatte perfekt. Ich schwitzte nicht zu sehr und kühl war es nur ein wenig an den Waden. War ja aber klar, wenn man nur die Infinity Capri anhat. Nach zwei Runden fing das überrundet werden an, was wirklich sehr grenzwertig ist, wenn so viele Fackeln am Rand stehen. Ich traute mich nicht zu nahe an den Fackeln vorbeizulaufen. Also huschten die Überrunder teilweise auf beiden Seiten an mir vorbei. In der dritten Runde konnte ich sogar überrunden. Das war für mich schon ein tolles Gefühl. In der letzten Runde konnte ich es gar nicht glauben das es schon rum sein sollte, hier wäre ich auch einen Halbmarathon gelaufen. Die Anfeuergruppen waren immer noch da, auch für die langsamsten unter uns gaben Sie wirklich alles. Meiner liebsten Anfeuergruppe gab ich ein: „Ihr wart Super! Bis nächstes Jahr!“ auf den Weg.

Der Zieleinlauf begann an der Trommelgruppe. Ich gab alles, wie eine Verrückte rannte ich mit einem Grinsen im Gesicht zum Ziel. 59:25,5 min zeigte die Uhr an. Ich freute mich wie ein kleines Kind, da ich erst nach 28 sec die Startlinie überquert hatte, bedeutete das, das ich eine 58ger Zeit geschafft hatte. Eine ganze Minute schneller als meine bisherige Bestzeit auf 10km, und die damalige Strecke war komplett flach gewesen. Ich schnappte mir Tee und machte mich auf den Heimweg, weil die Duschen viel zu voll waren.

Auf dem Heimweg erreichte mich dann die Zielzeit-SMS die der Veranstalter verschickt hatte: Ihre Zielzeit 59:25,5?? Ja und was war mit Netto? Eine Nettozeit gibt es bei dem Lauf nicht. Seltsam, sollte doch mit dem Meisterchip kein Problem sein.

Meine Rundenzeiten:

15:32,4 14:18,6 14:55,9 14:38,5

Alles in allem war es ein gelungener Lauf mit toller Atmosphäre, klasse Zuschauern und super Organisation. Hier komme ich nächstes Jahr wieder und starte weiter vorne 🙂 Vielleicht mag mich ja dann jemand begleiten. Eine tolle Sache finde ich auch, das man während dem Lauf von 5 auf 10 km und umgekehrt umsteigen kann, je nach Laune und Tagesform.

 

Schöne Feiertage und Run Happy!

 

Alle Bilder © energis

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Ein Kommentar zu “Erlebnisbericht: 7. Ottweiler Nachtwächterlauf – Der PureGrit darf auf die Rennstrecke

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