Der Saarbrücken Gourmet-Marathon im Schatten des RPR1- Phantoms

Hall Ihr Lieben,

ja ich habe lange gebraucht um den Bericht zum Gourmet Marathon in Saabrücken am 18.09.2011 zu schreiben. Aber nur weil mich ein Gewinnspiel unseres Radiosenders RPR1 total in Schach hält und ich ständig auf der Suche nach dem RPR1 Phantom bin und hier auch einige Kilometer gelaufen bin.

Wenn Ihr mich im Moment nachts wecken würdet wäre wahrscheinlich die erste Frage von mir: Sind Sie das RPR1 Phantom?

Heute hat das Phantom frei- und ich somit auch, also nutze ich die Gelegenheit für einen Rückblick auf meinen Favorit der HM-Distanz:

Der Gourmet Marathon in Saarbrücken

Samstag 17.09.2011:

Die Kleiderfrage ist heute schnell geklärt: Es soll Regen geben! Also lege ich alle Teile die in Frage kommen neben die Waage und packe die leichtesten in den Rucksack.

Wasserdichte Schuhe brauche ich nicht- es wird ja nicht eiskalt. Brooks Adrenaline GTS 11,  Nike Combat Oberteil mit langen Armen, Brooks Elite Support Tank und eine Nike Techt Tight kommen in den Rucksack. Dazu die Nike Fly Stormweight im dezenten Neongelb, mein Brooks Nightlife Cap und ein Nike Bra mit integriertem Pulsbandhalter. Für meinen IPod gabs noch ne neue Playlist und der Nike+ Sender und der Mika Championchip habe ich auch direkt in den Schuh eingebunden- das ist mir am Wettkampftag immer zu viel Stress. Dann fiel mir ein das ich ja noch ein Startnummernband von Polar hatte und das packte ich mit der Uhr auch noch ein.

Abends gabs noch mal lecker Nudeln und ich ging früh ins Bett.

Sonntag 18.09.2011

7:30 Uhr: Es geht los, meine Anfeuertruppe bestehend aus Jasmin und David war etwas müde, aber das glichen wir auf der Fahrt nach Saabrücken mit Schlagern wieder aus.

In Saabrücken angekommen  meldete sich mein Magen- nicht gut :-(- die Frau im Sonnenstudio lies mich aber dort die Toilette benutzen und so konnten wir entspannt in Richtung Staatstheater laufen.

Dort lief wie immer alles reibungslos- ein großes Lob an die Organisatoren- keine Staus, kein allzugrosses Gedränge an den Toiletten.

Ich entschied mich gegen das Brooks Elite Support Tank und für das Nike Combat Oberteil. 13 °C und Regen- so die Vorhersage- Juhu!

Nur bei der Kleiderabgabe musste ich mich mal wieder über da menschliche Wesen wundern: Ich stellte mich brav an, aber ein Herr um die 45 Jahre drängelte sich vor mich. Als ich Ihn ansprach sagte er mir frech ins Gesicht: Jeder ist sich selbst der nächste! Bis zu diesen Punkt war ich sehr entspannt gewesen, aber das war mir zu arg: Ich stellte mich einfach wieder vor Ihn und lächelte Ihn süffisant an. Leute gibt’s…

Ich lief mit David noch einmal über den Gourmet Markt und dann machte ich mich startklar. Nochmal schnell zur Toilette- und hier entschied ich mich zur Einnahme einer Immodium Akut.

Am Start wurde ich zum ersten Mal seit langem ganz ruhig- ich stellte meine Playlist ein, startete die Uhr und schon gings los.

Es regnete nicht als wir losliefen, aber es war angenehm kühl- ein Traum für mich. Bei KM 7,5 fing es an zu Regnen ich war selig- hätte am liebsten die Kappe abgezogen und einen Freudentanz aufgeführt.



Bei KM 8 passierte irgendwas in meinem Gehirn was ich nicht erklären kann: Ich hatte auf einmal gar keine Lust mehr- fragte mich was ich hier wollte- und wie ich auf das schmale Brett kam überhaupt mal Marathon laufen zu wollen. Auf einmal war mir alles zu viel- sogar meine Musik konnte mich nicht retten. Ok sagte ich mir ich laufe auf jeden Fall diese Runde fertig- das sollte ja möglich sein. Es regnete so vor sich hin und ich trabte weiter.  Die erste Runde hatte ich fertig und war mir auf einmal nicht mehr so sicher ob ich wirklich aufhören wollte. Die Leute hatten mich alle so toll angefeuert- wie würde das denn aussehen- ok ich laufe noch weiter- zur Not laufe ich über die nächste Brücke wieder zurück- aber auch an dieser Wendemöglichkeit stand eine Gruppe Frauen die anfeuerte was das Zeug hielt- also musste ich auch hier weiter….was soll ich sagen bei KM 13 war die Lebenslust wieder hergestellt und es ging mir gut. Ich freute mich auf den Verpflegungsstand mit Cola und Wasser und lief eigentlich ganz gut. Der Pacemaker für den Marathon mit 4h30min war in unmittelbarer Nähe und entfernte sich nicht weiter.

Und als ich da glücklich meine letzten Kilometer absolvierte meldete sich bei KM 16 mein Magen- wie konnte das sein- ich hatte doch eine Tablette genommen! Ich musste an Achim Achilles denken und seine Leiden beim Laufen am Morgen- ja so ging es mir hier auch.

Ich versuchte mich abzulenken, ich sang mit, schaute mir die Umgebung an (ja der Rundkurs ist eigentlich eine Stadtführung durch Saarbrücken) und versuchte heil ins Ziel zu kommen.

Unter diesen Umständen war ein Schlußsprint nicht möglich und ich lief durch zur Toilette….

Die Verpflegung war wie immer toll- nur genau wie im letzten Jahr war mir wieder nicht nach Essen zumute.

Meine Zeit wurde die Beste HM Zeit die ich bisher gelaufen habe mit 02:18:02.

Ich bin auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei!

Und dem Phantom konnte ich auch schon 2 Hinweiskarten im Wert von je 50 Euro abluchsen- vielleicht schaffe ich es ja noch zu finden- 20000Euro wären doch mal was gutes- und ein paar Laufklamotten wären da auch drin 🙂

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

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