Der Essen Sportscheck Stadtlauf oder 10km ins Unglück

Der Essener Sportscheck Stadtlauf

Ich kam zu den Startplatz ganz plötzlich, über BMW Impulse wurde der Startplatz kostenlos vergeben und ich fragte bei meinem Bekannten Carsten in Essen nach ob wir im Gästezimmer nächtigen könnten.

Das hat natürlich geklappt und so stand dem Wochenende nichts im Weg. Ok – ich gebe zu ich habe mich vielleicht nicht ganz so über die Gegebenheiten des Stadtlaufs informiert.

Erst kurz vorher sah ich das es 3 Runden zu je 3,33333 km sein würden, und das man bei den Sportscheck Läufen das Shirt tragen muss.

Ich mag keine Rundenläufe wenn es mehr als zwei Runden sind. Und die Aussicht das es ziemlich warm werden würde (und das mit unbekanntem T-Shirt wo ich doch sonst immer im Tank laufe) trübte etwas die Vorfreude.

Mit mir am Start: Meine geliebten Brooks Adrenaline GTS 11, eine TechTight von Nike, schwarze Wrightsocks, meine Polar und mein IPod inklusive Nike+ Sensor.

Der Championship war noch eingebunden vom Gourmet Marathon, also wieder was gespart.

Am Samstag wurde es dann etwas später als geplant: Zuerst haben wir auf der Fahrt nach Essen nochmal das RPR1- Phantom gejagt dann war überall Stau. Aber auf der A3 ist ja bekanntlich immer Stau.

In Essen angekommen starteten wir zu Fuß in die Innenstadt zu Sportscheck um meine Startunterlagen abzuholen. Da wurde mir das mit dem Shirt bewusst 😦

Danach noch ne kleine Shoppingrunde durch den Laden und durch diverse andere Geschäfte in Essen.

Nachdem wir uns umgezogen hatten entschied David das er Lust auf Mexikanisch hätte und Carsten und Alex brachten uns in ein schickes kleines Restaurant.

Essen war ok (nur leider mit unseren Mexikanern nicht so ganz vergleichbar-da macht die Stationierung der Amerikaner in Ramstein doch was aus) und wir starteten den Nachhause-Spaziergang.

Im De Prins kehrten wir noch zum Umtrunk ein, ich trank ein alkoholfreies Weizen und ab gings ins Bett. Geschlafen hab ich ganz gut und war sogar vor dem Wecker wach. Wir frühstückten spät- so das ich da schon meine Bedenken wegen dem Lauf hatte. Danach starteten wir in Richtung Innenstadt – wieder zu Fuß.

Ich war so froh das ich hier für BMW im Rennen war, denn hier gab es eine extra Kleiderabgabe, separate Toiletten (sehr sauber!), Getränke und Umkleiden. Ohne diesen Service hätte ich das nicht geschafft, ich kam nämlich erst 15 Minuten vorm Start auf dem Kennedy-Platz an.

Mein Magen rumorte und ich hatte Stress, hatte mich doch genau dieses Rumoren schon in Saarbrücken beeinträchtigt. Aber es war keine Zeit mehr- für gar nichts.

Und schon ging es los.

Viel zu schnell startete ich in die erste Runde- mein Puls lag immer so zwischen 161 und 169, also absolut normal für den Wettkampf. In der zweiten Runde ging es mir auf einmal schlecht: Bauchweh, trockener Mund und einen Puls von 191- irgendwas stimmt da nicht. Eigentlich hätte ich aufhören wollen, aber wie ist das Motto: DNF is not an Option!

Also quälte ich mich die dritte Runde über die 3,3333Kilometer! Mein Puls ging langsam wieder runter- bis ein Autofahrer versuchte eine abgesperrte Kreuzung zu queren und ein Ordner ihm vor die Haube sprang- ich erschrank- die anderen beiden auch- und mein Puls war wieder auf 188. Da war mein Puls- und da wollte er auch bleiben.

Im Ziel konnte ich dieses Mal auch sprinten…

dann gab es Erdinger- das beste am ganzen Lauf!

Ich fand mein Motivations Team: Alex, Carsten und David hatten mich jede Runde super angefeuert- auch wenn ich in der zweiten Runde wohl auch den Anschein gemacht haben musste, das ich nicht mehr ganz so motiviert war.

Ich kehrte in die BMW- Lounge zurück.

Klasse: Noch mehr Erdinger, PowerBar, Äpfel, Wasser- alles da. Und was war noch da: Die Läufer, die alles was sie tragen können in Ihre Rucksäcke stopfen! Das ist echt peinlich Leute- wer braucht 10 Packungen RideShots und 7 PowerBars????Ich kam mir vor wie beim StrongmanRun.

Ich zog mich ins Damenumkleidezelt zurück und traf eine Läuferin die immer schön in meiner Nähe war. Wir unterhielten uns gut- auch sie war der Meinung das 26°C pralle Sonne und  die Verpflegung unterwegs nicht ganz optimal war.

Als ich aus dem Zelt kam, war das „Buffet“ wieder aufgefüllt und so konnte ich mir auch eine Packung RideShots und Powerbar nehmen. Schnell noch Magnesium genommen, noch ein Erdinger eingeschenkt und da startete auch die Siegerehrung.

Alles in Allem war es wohl für alle sehr anstrengend.

Die schnellste Frau in der W30- Wertung hatte für 10 km 56:53 min gebraucht und die langsamste 1:16:45.

Ich habe mit meiner Zeit von 1:04:35 sogar den 10 Platz der W30 belegt, was definitiv für die erschwerten Bedingungen des Stadtlaufs in Essen spricht.

 

Mit diesem Lauf habe ich eine Rechnung offen und ich hoffe nächstes Jahr ist das Wetter schlechter… mein Motivationsteam möchte übrigens nächstes Jahr auch an den Start gehen- ich bin gespannt!

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

6 Kommentare zu “Der Essen Sportscheck Stadtlauf oder 10km ins Unglück

  1. Hört sich nach einem gelungenen Event an.
    Was mich ein bisschen wundert ist die Tatsache, dass Du vor einem Lauf mexikanisch Essen gehst. Das würde mir mein Magen nicht verzeihen.
    Hast Du´s schon mal mit einer richtig guten Pizza probiert. Lauf-Guru Greif schwört darauf und ich habe bislang nur gute Erfahrungen gemacht.

    Gruß vom „Messenger of Run Happy“
    Gerd

    • Ich bin quasi mit mexikanischem Essen aufgewachsen-also nix wovor ich Angst haben muss, und auf Pizza hatte mein Freund keine Lust an dem Abend. Egal- bin ja gut durchgekommen… irgendwie 🙂

  2. Wirklich schöne Eindrücke für ein gelungenes Event. Dein Ergebnis ist doch toll, Top 10!

    Wow, ja Mexikanisch – lecker… aber mein Magen mag es auch etwas leichter. Aber sicher ein toller Energielieferant.

    @Gerd – Pizza war mir ja auch neu, aber irgendwie auch logisch. Ich halte es meist einfach und geh auf Nummer sicher mit Porridge.

  3. Pingback: Der Essener Stadtlauf- Die Revanche! | schlechteswettergibtesnicht

  4. Pingback: Stadtläufe in Deutschland- Wo ist es am schönsten? Meine Laufplanung 2015 | schlechteswettergibtesnicht

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