Globus Marathon St. Wendel 2011- oder: Mein Weg zur Wut

Hier bin ich mal wieder, im Moment regeneriere ich vor dem mlp-Marathon am 21.5.2011 in Mannheim.

Ich bin Euch aber noch einen Bericht über meinen Halbmarathon in St. Wendel schuldig.
Da direkt danach meine Laune so im Keller war, wollte ich warten bis sich die Wut etwas gelegt hat.
Aber ich warte nunmehr seit 2 Wochen und ich glaube nicht das es noch mal besser wird.

Eigentlich hatte ich mich nur dort angemeldet um einen Testlauf für Mannheim zu starten. Die Beschreibung versprach: „Die schnelle, flache und durchgehend asphaltierte Laufstrecke führt über eine 21,1 km-Runde durch das St. Wendeler Stadtgebiet mit drei Wenden. Marathonläufer durchlaufen die 21,1 km-Runde zwei Mal. Neu: Die Strecke wird in umgekehrter Richtung wie 2007 gelaufen, um das Rennen für die Teilnehmer noch angenehmer zu gestalten“

Das hörte sich für mich gut an, die Teilnahmegebühr inklusive Adidas Laufshirt ( ein echt tolles Shirt) blieb unter 30 Euro, also hab ich mich- blauäugig wie ich bin- angemeldet.

Wir kamen an- der Parkplatz war echt super schnell gefunden, Anmeldung nur 500 Meter entfernt. Noch mal schnell auf die Toilette und ab Richtung Start.
Dort war ich kurz vorher noch mal (Dixie :-/) und traf eine Bekannte. Die war total begeistert- die Strecke sei super, die Bands an der Strecke jedes mal ein Motivationsschub- und warum ich die Stöpsel in den Ohren hätte…
Naja ich wollte auf meinen IPod nicht verzichten, da ich darüber mit Nike + ja die Strecke und meine Herzfrequenz prüfe, und zur Not sind die Stöpsel ja immer mal schnell aus den Ohren gezogen.
Wir wünschten uns viel Glück und wollten uns im Ziel wieder sehen.
Der Startschuss kam pünktlich und man hörte ihn auch (das hatte ich bei vielen Läufen schon anders).
Los ging’s bei 20°C und wunderschönem Wetter…. die ersten 3 km verflogen nur so- die ersten Bands hatten wir passiert da zog die Strecke langsam nach oben. Irgendwann folgte ein Wendepunkt und es ging wieder zurück.

Laufen in St. Wendel

Bloß keine Wut zeigen....die Bands können nix dafür

Dann ging es über eine Umgehung Stadtauswärts- berghoch und zwar stetig. Meine Laune wurde immer schlechter- so sieht also im Saarland eine schnelle flache Strecke aus…..
Auf der Umgehung selbst waren die Bands rar gesät: Lediglich Akustikgruppen standen auf Anhängern und gaben Ihr bestes- nur motivierend war das bei meiner Laune nicht…dann kam ein Wendpunkt es ging wieder bergab-wieder bergauf zurück in die Stadtmitte und dann kam noch mal ein Berg- gefühlte 6 km lang (in Wirklichkeit waren es vielleicht 3 km) aber der Sonne ungeschützt ausgeliefert und nur alle 5 km Verpflegungsstationen machten den Lauf bei 26°C langsam zur Tortur.
Ein Mitläufer kollabierte neben mir, eine andere fing an sich zu übergeben. Am nächsten Wendepunkt war meine Bekannte zum Greifen nahe und natürlich hätte ich Sie einholen könne- aber ich war so sauer und ich hatte keine Lust mehr.

Die Laune wird schlechter....
Dann kam ein Durchsagepunkt: Carmen nur noch 850 Meter bis zum Ziel- ok-das war ein Wort- ich legte mir Fuel von Metallica als Powersong auf die Ohren, nachdem ich aus dem Geräuschpegel der letzten Band mit Highway to Hell herausgelaufen war.
Dann kam ein Schild- Ziel 100 m links- geil- Gas gegeben- abgebogen- kein Ziel- nächstes Schild: Ziel geradeaus 400 m……….ich war echt am Gefrierpunkt angekommen.
Im Ziel dann weniger glücklich und durstig angekommen wurde man erst mal abrupt gestoppt: Der Zeitchip wurde aus der Startnummer entfernt.
Jetzt aber was zu trinken…. nein der nächste Stopp stand an: Finishermedallienvergabe… jetzt aber was zu trinken…..nach 200 m langsamen Trotten war der Bereich mit der wirklich reichlichen Getränkeauswahl und Snacks erreicht. Gründel’s fresh, Cola, Iso, Schokobrötchen, Rosinenbrötchen, Bananen, Müsliriegel alles da…
Schnell was zu trinken geschnappt und David und Jasmin gesucht…. gefunden- gemerkt das der Kreislauf schlapp macht und mal lieber hingesetzt- und da brach auch schon der ganze Unmut aus mir raus.
Dann versuchte ich aufzustehen um mit ein Schokobrötchen zu holen, aber mein Kreislauf war noch immer nicht so weit.
Nach 5 Minuten war dann mein Kreislauf wieder beruhigt, ein Radler war geext und das Schokobrötchen in der Hand.

Schnell am Auto umgezogen und nach Hause und meine Zeit von 02:27:,9 liegt mir immer noch schwer im Magen.

Der Zorn ist leider immer noch da- und normalerweise bin ich auch nach nicht so gelungen Läufen immer selig, im Reinen mit mir selbst, aber dieser Lauf hat mich die andere Seite kennenlernen lassen.

Auf das Mannheim besser wird…..

nur noch ankommen....

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

4 Kommentare zu “Globus Marathon St. Wendel 2011- oder: Mein Weg zur Wut

  1. Aua – das klingt nicht so gut. Alles Gute für den nächsten Lauf. Wie ist denn Dein Nick im Nike-Portal – meiner ist rju75?!

    • Morgen ist der HM in Mannheim: Primäres Ziel: Schneller sein wie letztes Jahr- sekundär: 2:15 min…

      Mein Nick ist Chiamh- ich hab nur keinen blassen Schimmer wie man da jemand sucht 😦

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