mlp-Marathon… Du bist einfach der Beste! (auf der HM-Strecke)

Am Samstag , den 21.05.2011, war es so weit.

Ich lies den Morgen ganz ruhig angehen (hatte ich mir ja vorgenommen) etwas zu ruhig leider, den am Schluss war ich wieder spät dran .

Zuerst habe ich meine mentale Unterstützung, Jasmin und Patrizia, abgeholt und dann meine Azubine Alex.

Mit guter Laune und lauter Musik (hier nochmal Danke an meinen Schatz David der mir diese echt fantastische Anlage zum Geburtstag in meinen Ibiza bauen ließ) in Richtung Mannheim.

„the same procedure as last year, Miss Carmen?“ Ja genau- wieder ins gleiche Parkhaus in Q7 und dann mit ordentlich Hunger zur Nudelparty. Dort spielte Crime & Passion, ein Akustikduo, wie schon die letzten 3 Jahre. Während dem Essen sang ich Wish you were here, Sultans of Swing und Knocking on heavens Door mit. Eigentlich fühlte ich mich hier wohl-wollte ein Bier und Singen.

Naja, wir sind dann noch zum Engelhorn, Dort habe ich wie jedes Jahr ein Paar Falke Socken gekauft und mir sofort die Verpackung abmachen lassen, damit ich sie zum Lauf anziehen kann- wie jedes Jahr. Zudem hab ich mich kurzfristig um entschieden ohne Trinkgürtel zu Laufen und habe mir eine kleine Armtasche von Nike gegönnt um mein Powergel Apfel/Koffein und meine Kaugummis einzustecken. Dann gings noch zur Galeria Kaufhof- dort fand ich aber keine Beute.

Wir waren so gegen 16:30 am Wasserturm an der Bühne angelangt und haben uns die Beatboxer angesehen und warteten auf Elliot. Die hatte ich als ziemlich gute Band in Erinnerung. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über: Eine Rockband, im Soft-Gothic-Look die Nena, Black Eyed Peas und Midnight Oil spielt????

Ok- Alex und ich gingen uns in Ruhe umziehen (also wenn es in dem Parkhaus Kameras gibt, hatte der, der sie überwacht, ordentlich was zu schauen). Letzter Check und Richtung Rosengarten. Wir mussten beide noch mal aufs Klo und trafen uns dann wieder bei Jasmin und Patrizia am Wasserturm bei Elliot, die gerade eine Pause machten. Powerade Zero in der Hand, ging es zum Startblock- nein nicht ganz- ich musste noch mal für kleine Mädchen.

Da ich mich schon die ganze Zeit mit Problemen geplagt hatte, nahm ich eine Immodium Lingual ein- nur um sicherzugehen.

Hab dann meinen Ipod eingeschaltet um herunterzukommen und noch ein wenig Clueso mit der Stüba Philharmonie gehört- So sehr dabei.

Der Durst beginnt!

Der Durst beginnt!

Dann ging es los, mein Puls fühlte sich viel zu hoch an (da ich das Elend nicht sehen wollte habe ich meine Polar RS 300 X nicht angelegt).

Ich startete mit St. Tropez in meine Playlist- Geil! Alles wird gut! Mir war nur irgendwie viel zu warm und wo waren die Regentropfen die vorhin noch vereinzelt gefallen waren? Und warum knallt die Sonne so? Wo ist der Wind?

Auf den ersten 5 km war ich sehr froh meine Powerade Zero dabei zu haben. Mein Hals war trocken (ich habe allergisches Asthma und habe kurz vorher inhalieren müssen) und ich wünschte mir zum erstenMal auch einen Eiswürfel im Schuh- wie Nadin.

Ich kann Euch gar nicht sagen wie es mir ging, es war warm- aber die Zeit verging wie im Flug und zack war ich schon bei KM 12 und schüttete mir zum x-ten Mal Wasser über den Kopf. Eine Balse plagte meinen mittleren Zeh am linken Fuß.

In der Strasse war die Hölle los- so viele Zuschauer-Kinder- Grillfeste- einfach der Wahnsinn. Bewohner haben Gartenschlauchduschen für uns Läufer auf die Beine gestellt, die nahm ich gerne an.

Kinder standen mit Wasserflaschen am Strassenrand um für Abkühlung zu sorgen- und nach 2 Mal Auffordern (das Kind war schon etwas ungläubig) bekam ich eine Wasserflasche über mich und meinen viel zu warmen Körper geschüttet. Wow- das war ne Erfrischung- und ab da gings mir blendend. Ok- meine Testschuhe von New Balance hatten jetzt ein Wasserfussbett 🙂

Bei KM 17 bekam ich Angst, da lagen so viele Läufer die auf ärztliche Betreuung warteten, alle entweder Kreislaufversagen, Dehydriert, Krämpfe sogar Bewusstlosigkeit. Ich nahm mir die Zeit genug zu trinken und füllte mein fast geleerte Flasche mit Wasser auf.

Weiter gings, Kinder an den Händen abklatschen, bei Strassenpartys mitsingen (wieder alles im Griff oooooooh, auf dem Sinkenden Schiff oooooh….)

Wieder alles im Griff oooohhh

Ich zog mein Tempo noch mal an. Powersong an (Grenade als Powerremix) und ab dafür!

Die ganze Zeit lief ich übrigens mit einem Mädel (geschätzte 10 Jahre jünger) auch dieses zog zeitgleich mit mir an.

Nun stand mir der letzte Kilometer bevor, ich nahm auch die Wasserstelle bei KM 20 noch mit, denn der letzte Kilometer ist der schlimmste in Mannheim- man läuft quasi einmal am  Ziel vorbei einen großen Bogen und dann erst ein. Das ärgert mich jedes Mal.

Egal- vor mir wechselte gerade ein Mitläufer zum Gehen über- den mal noch schnell motiviert und Endspurt.

Zusammen mit dem Mädel lief ich ins Zeil ein.

Tamara und ich 🙂

Im Ziel angekommen, musste ich dem Mädel Danke sagen, denn Sie hat mich immer mitgezogen wenn ich gerade mal nen Durchhänger hatte.

Ihr Name war Tamara und das war Ihr erste HM- schade ist nur das die Zeitnahme bei Ihr wohl nicht geklappt hat (kann das an der Startnummer liegen die auf dem Kopf stand? Dort war der Zeitchip integriert)

Im Ziel war Alex wie verabredet beim Essen zu finden. Ihr war es leider nicht so gut ergangen, hatte Sie doch mit einer Zielzeit von 2 Stunden gerechnet- und nur eine von 2h22min erreicht. Egal- ankommen ist alles.

Meine Zeit übrigens: 2h24min. Immerhin 3 Minuten schneller als letztes Jahr-und das bei der Witterung. Ich bin zufrieden- Primäres Ziel erreicht und beim Pacepropheten bei Brooksrunning.de auf Facebook habe ich mich auch für eine Aufmerksamkeit mit meiner getippten Zielzeit qualifiziert.

Alex und ich- Glücklich im Ziel 🙂

Mit den Mädels ging es danach ins Burger King. Ja das musste mal sein und der Grilled Chicken Classic war ganz wunderbar. Der Salat auch.

Zu Hause angekommen habe ich mir ein Bad eingelassen und ein Radler in der Wanne getrunken.

Das war echt ein super Tag.

Am Montag habe ich mich übrigens direkt für nächstes Jahr angemeldet, zum Frühstarterpreis, ich laufe ja eh mit…..

Am Donnerstag ist der Firmenlauf-Pfalz in Kaiserslautern, hier fungiere ich als Teamcaptain der Firma Fuchs Lubritech GmbH. Wir starten mir 22 Läufern- 12 mehr als letztes Jahr – über eine Distanz von 5 km ohne Zeitmessung.

Am Samstag starten Jasmin, Alex und ich (mit mentaler Unterstützung von Patrizia die immer noch eine Zwangslaufpause hat) beim Frauenlauf in Saarbrücken. Vielleicht kann ich meine 10km Zeit von 1h02min unterbieten?

Ich habe mir Kinesiotape bestellt, da meine Shin Splints sich mal wieder bemerkbar machen…. mals sehen wie das Ausgeht,

so long and thanks for all the fish…..

PS: Meine Schuhe und ich haben uns wirklich gut verstanden auf der Strecke- so lang waren Sie ja noch nie an meinen Füßen-mal sehen welche ich die nächsten beiden Läufe tragen werde….

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von chiamh Veröffentlicht in Laufen

MLP-Marathon Mannheim ist geschafft :-) Hier meine Playlist dazu

So meine Lieben, der mlp-Marathon ist geschafft…. ein ausführlicher Bericht folgt sobald ich meine Bilder habe.

Dennoch möchte ich Euch meine Playlist nicht vorenthalten, ja ich bin musikalisch beim Laufen etwas komisch drauf, aber damit komme ich super zurecht 🙂

Meistens laufe ich nciht mit den Originalversionen sondern mit Remixen von Aerobic CD’s die ich über http://www.spörtlaedchen.de bestelle.

Viel Spass beim durchforsten- bei Fragen einfach ne Nachricht an mich schicken 🙂

Titelname Interpret

Welcome To St. Tropez  DJ Antoine Vs. Timati Feat. Kalenna

Pause Pitbull

Grenade (Damn-R Edit) Jason Born

Oh What A Night Guano Apes

Happiness Alexis Jordan

Wild Dances Ruslana

Ti Sento 77 Scooter

Only Girl In The World (E-Nergy Remix) Nick Skitz Vs Dj Lotus

Diamond Eyes Shinedown

Burn it to the ground Nickelback

fuel metallica

Verlierer Clueso

Starry Eyed  Goulding

Watercolour Pendulum

Blau! Laidback Luke and Lee Mortimer

i like it Enrique Iglesas

Go With The Flow Northern Lite

Closer To The Edge Seconds To Mars

10 years of Move ya! Various Artist

I’ll go crazy if I don’t go crazy tonight U2

helele Velile & Safri Duo

waka waka Shakira Feat. Freshlyground

hotel room service Pitbull

lift ya handz up Dimaro & shurakano

dama s salon DJ Gregory & Sidney Samson Feat. Da…

snakefood Safri Duo

get involved Ginuwine Feat. Timbaland & Missy Elliott

canao DJ Gregory & Gregor Salto

Rope Foo Fighters

rap das armas Cidinho & Doca

Feel The Rush Shaggy

Ernten was wir säen Oomph!

Warrior’s Dance – Various

Are you gonna go my way  S…Kato

Sex on Fire S…Platinum DJ’s

The Wolf Fever Ray

Ten Thousand Fists Disturbed

von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Vorbereitung startet heute: Der MLP-Marathon liegt in den Startlöchern

Morgen ist es so weit: Ich laufe zum dritten Mannheim MLP-Marathon die HM-Strecke.

Back to the Roots- das war mein erster- und jedes Jahr bin ich genauso aufgeregt wie beim ersten Mal.

Schon einen Tag vorher ist mein Magen in einer Lauerstellung, ich zweifele welche Kleidung ich anziehe (hab mir wie immer noch mal was neues bestellt was ich aber wie immer nicht anziehen werde weil ich Angst habe mich wund zu laufen) und optimiere wie bekloppt meine Playlist. Ich rege mich drüber auf das Itunes nicht so macht wie ich das will, und kann mich nicht entscheiden ob Rock, Pop, EBM, Metal oder Trance/House morgen das ist, was ich zum laufen brauche.

Auf jeden Fall mussten ein paar Zumba-Klassiker mit rein- das hebt die Stimmung und hat auch hier auf den Feldwegen immer ein paar Spaziergänger zum schmunzeln gebracht wenn dann ein paar Zumba-Schritte aus mir rausbrachen.

Nur eins ist absolut klar: Meine neuen Testschuhe (gesponsert von New Balance Deutschland) gehen mit mir an den Start: Die New Balance 1080

Testschuhe

Das sind Sie: Die neuen New Balance 1080, mit etwas Lieferverzug bei mir eingetroffen, hab ich Sie gleich ziemlich hart rangenommen: Ab durch den Wald, querfeldein, Strecken bis 16 km durch unebenes Terrain und bisher bin ich absolut begeistert über die Dämpfungseigenschaften und die Komfortablität. Es war kein Einlaufen nötig: Anziehen und Loslaufen- das hab ich selten. Jetzt sollen Sie mit zum HM in Mannheim am 21.05.2011. Ich bin gespannt.

Nun habe ich ein Problem: Ich habe keine Klamotten die dazu passen….. alles was ich im Moment habe ist Lila, Pink, Neongelb, Neongrün- und das neu bestellte ist Türkis passend zu meinem Lieblingsshirt von Nike (das ich in den Farben Türkis, Lila und Neongelb habe). Das passt ja so gar nicht. Dachte ich-aber als ich gerade das Photo für den Blog gemacht hab finde ich’s sogar richtig gut:

Mein Outfit für den MLP-Marathon (oder vielleicht doch nicht?)

Mein Outfit für den MLP-Marathon (oder vielleicht doch nicht?)

LesMIlls Bodypump Top

Rot würde besser passen aber Rot gehört nicht zu meinen Lieblingsfarben, am Mittwoch hab’s dann einen kleinen Lichtblick: Meine Trainerin Gabi hat sich ein Oberteil von LesMills in einem schicken Rot bestellt- nur dieses war Ihr zu groß. Mir passt es- aber es wäre wieder ein Top was ich nicht „Probegelaufen“ bin.

Anmerkung: Wieso sind in einem Sportoberteil Pads die die Brüste grösser Aussehen lassen sollen? Das Top hab ich behalten- die Pads weggeworfen.

Ich weiss ja auch nicht was vor solchen Läufen in mir los ist- ich bin total durch den Wind. Richtig ruhig werde ich erst nach dem Startschuss- wenn’s dann läuft 🙂

Ausserdem ist meistens an dem Tag vorm HM so schönes Wetter das ich gern laufen würde, es aber nicht mache weil’s die Regeneration stört.

Dann will ich morgens immer Ausschlafen- das klappt aber auch nicht- die Aufregung steckt in mir zum Ausbruch bereit, sobald etwas nicht wie geplant läuft.

Meine Azubine Alex läuft auch mit, und zwei Mädels zum Anfeuern haben wir auch am Start: Patricia und Jasmin. Meine Felsen in der Brandung… Vielleicht können die mich ja etwas auf der Fahrt runterbringen 🙂

Während ich hier schreibe friemele ich immer noch an meiner Playlist- aber irgendwie wird es nicht so wie ich das mag. Mittlerweile ist sogar Wild Dances drin gelandet…. gebt mir bloß keine Drumsticks beim Laufen- das gibt Verletzte. Ti Sento von Scooter hat es auch geschafft, ob ich mich da mit dem Mitsingen zurückhalten kann (klappt weder beim Spinning noch beim BodyPump)?

Diamond Eyes von Shinedown steht auch ganz oben im Kurs: One Push is all you need……

Und natürlich: Fuel von Metallica- Ohne das geh ich net uff die Gass!

So das reicht erst mal- ich werde vom Verlauf berichten 🙂

RUN HAPPY!

von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Step & Dance Day- 14.05.2011 Martinshöhe: Ich habe keine Ruhe im Ar…

Am 14.05.2011 war es so weit: Step & Dance Day in Martinshöhe….

Gabi und ich haben uns schon vor 2 Monaten angemeldet und freuten uns sehr darauf uns mal richtig auszupowern.

Den Anfang machte Tanja um 8:30 Uhr  mit einer Stunde Step- Two on One- schick wars- nur leider hatte ich irgendwann am Schluß einen riesigen Gehirnknoten, so das ich 2 Blocks Blackout zu verkraften hatte.
Danach folgte eine Stunde Tae- Bo, da hätte ich aber eine aggressivere Trainerin gebraucht- die Dame die diese Stunde hielt (der Name ist mir leider entfallen) Hatte das Temperament einer 85jährigen mit Gehhilfe.

tae boe....

Es folgte eine Stunde mit Judith: Step for Fun war das Motto- und ich hatte wirklich Spaß, die Choreo floß, genauso wie der Schweiß, und die Stunde war viel zu schnell vorbei.
Vor der Pause war nun noch Bauch Beine Po angesagt, moderiert von den 3 Trainerinnen war das eine richtig angenehme Sache, auch wenn ich persönlich eher zu LesMills BodyPump tendiere, allein schon wegen der Action.
In der Pause gab es Müsliriegel, Obst und Wasser, und so langsam trudelten auch die Teilnehmer ein, die nur den Nachmittag gebucht hatten.
Wir starteten mit Zumba- 2 Stunden waren hier von Tanja veranschlagt- ich hätte auch 3 gemacht 🙂

Hier verflog die Zeit, keiner stand still 🙂 und die Kalorien vom Mittag hatten keine Chance sich festzusetzen.
Nach einem fliegendem Wechsel lud uns Trainerin Petra zu einer Runde Pilates ein.
Aufwärmen begann mit Yogaübungen und dann begann die Pilatesreise mit dem Powerhouse- Aus die Maus- das war mir zu langweilig- und immer wieder atmen Powerhouse festigen- boah ne-das ging nicht.
Aus Rücksicht auf die anderen Teilnehmerinnen habe ich den Trainingsraum verlassen damit die, die diese Stunde genossen nicht unter mir leiden mußten.
Ich habe draußen dann ein paar Schwätzchen gehalten und um 17:30 Uhr ging’s ausgepowert aber glücklich nach Hause.

Fazit des Tages:

5 Fitnessoutfits verbraucht, Füße total zertanzt und leichte Abnutzungserscheinungen an den Zehen, 3 Liter Wasser getrunken,  2 Roggenbrötchen, eine Käsebrezel und einen Müsliriegel vertilgt- und sooo viel Spass gehabt

von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Globus Marathon St. Wendel 2011- oder: Mein Weg zur Wut

Hier bin ich mal wieder, im Moment regeneriere ich vor dem mlp-Marathon am 21.5.2011 in Mannheim.

Ich bin Euch aber noch einen Bericht über meinen Halbmarathon in St. Wendel schuldig.
Da direkt danach meine Laune so im Keller war, wollte ich warten bis sich die Wut etwas gelegt hat.
Aber ich warte nunmehr seit 2 Wochen und ich glaube nicht das es noch mal besser wird.

Eigentlich hatte ich mich nur dort angemeldet um einen Testlauf für Mannheim zu starten. Die Beschreibung versprach: „Die schnelle, flache und durchgehend asphaltierte Laufstrecke führt über eine 21,1 km-Runde durch das St. Wendeler Stadtgebiet mit drei Wenden. Marathonläufer durchlaufen die 21,1 km-Runde zwei Mal. Neu: Die Strecke wird in umgekehrter Richtung wie 2007 gelaufen, um das Rennen für die Teilnehmer noch angenehmer zu gestalten“

Das hörte sich für mich gut an, die Teilnahmegebühr inklusive Adidas Laufshirt ( ein echt tolles Shirt) blieb unter 30 Euro, also hab ich mich- blauäugig wie ich bin- angemeldet.

Wir kamen an- der Parkplatz war echt super schnell gefunden, Anmeldung nur 500 Meter entfernt. Noch mal schnell auf die Toilette und ab Richtung Start.
Dort war ich kurz vorher noch mal (Dixie :-/) und traf eine Bekannte. Die war total begeistert- die Strecke sei super, die Bands an der Strecke jedes mal ein Motivationsschub- und warum ich die Stöpsel in den Ohren hätte…
Naja ich wollte auf meinen IPod nicht verzichten, da ich darüber mit Nike + ja die Strecke und meine Herzfrequenz prüfe, und zur Not sind die Stöpsel ja immer mal schnell aus den Ohren gezogen.
Wir wünschten uns viel Glück und wollten uns im Ziel wieder sehen.
Der Startschuss kam pünktlich und man hörte ihn auch (das hatte ich bei vielen Läufen schon anders).
Los ging’s bei 20°C und wunderschönem Wetter…. die ersten 3 km verflogen nur so- die ersten Bands hatten wir passiert da zog die Strecke langsam nach oben. Irgendwann folgte ein Wendepunkt und es ging wieder zurück.

Laufen in St. Wendel

Bloß keine Wut zeigen....die Bands können nix dafür

Dann ging es über eine Umgehung Stadtauswärts- berghoch und zwar stetig. Meine Laune wurde immer schlechter- so sieht also im Saarland eine schnelle flache Strecke aus…..
Auf der Umgehung selbst waren die Bands rar gesät: Lediglich Akustikgruppen standen auf Anhängern und gaben Ihr bestes- nur motivierend war das bei meiner Laune nicht…dann kam ein Wendpunkt es ging wieder bergab-wieder bergauf zurück in die Stadtmitte und dann kam noch mal ein Berg- gefühlte 6 km lang (in Wirklichkeit waren es vielleicht 3 km) aber der Sonne ungeschützt ausgeliefert und nur alle 5 km Verpflegungsstationen machten den Lauf bei 26°C langsam zur Tortur.
Ein Mitläufer kollabierte neben mir, eine andere fing an sich zu übergeben. Am nächsten Wendepunkt war meine Bekannte zum Greifen nahe und natürlich hätte ich Sie einholen könne- aber ich war so sauer und ich hatte keine Lust mehr.

Die Laune wird schlechter....
Dann kam ein Durchsagepunkt: Carmen nur noch 850 Meter bis zum Ziel- ok-das war ein Wort- ich legte mir Fuel von Metallica als Powersong auf die Ohren, nachdem ich aus dem Geräuschpegel der letzten Band mit Highway to Hell herausgelaufen war.
Dann kam ein Schild- Ziel 100 m links- geil- Gas gegeben- abgebogen- kein Ziel- nächstes Schild: Ziel geradeaus 400 m……….ich war echt am Gefrierpunkt angekommen.
Im Ziel dann weniger glücklich und durstig angekommen wurde man erst mal abrupt gestoppt: Der Zeitchip wurde aus der Startnummer entfernt.
Jetzt aber was zu trinken…. nein der nächste Stopp stand an: Finishermedallienvergabe… jetzt aber was zu trinken…..nach 200 m langsamen Trotten war der Bereich mit der wirklich reichlichen Getränkeauswahl und Snacks erreicht. Gründel’s fresh, Cola, Iso, Schokobrötchen, Rosinenbrötchen, Bananen, Müsliriegel alles da…
Schnell was zu trinken geschnappt und David und Jasmin gesucht…. gefunden- gemerkt das der Kreislauf schlapp macht und mal lieber hingesetzt- und da brach auch schon der ganze Unmut aus mir raus.
Dann versuchte ich aufzustehen um mit ein Schokobrötchen zu holen, aber mein Kreislauf war noch immer nicht so weit.
Nach 5 Minuten war dann mein Kreislauf wieder beruhigt, ein Radler war geext und das Schokobrötchen in der Hand.

Schnell am Auto umgezogen und nach Hause und meine Zeit von 02:27:,9 liegt mir immer noch schwer im Magen.

Der Zorn ist leider immer noch da- und normalerweise bin ich auch nach nicht so gelungen Läufen immer selig, im Reinen mit mir selbst, aber dieser Lauf hat mich die andere Seite kennenlernen lassen.

Auf das Mannheim besser wird…..

nur noch ankommen....

von chiamh Veröffentlicht in Laufen

Das war mein Fisherman’s Friend StrongmanRun

Hallo Läufergemeinde,

heute gibt’s endlich meinen, schon lange überfälligen, Bericht zum StrongmanRun.

Ja ich hab‘ s überlebt 🙂

Also zuerst mal ein Lob an unsere Herberge (die ich auch über Facebook gefunden habe), wir haben uns echt super wohl gefühlt und das Frühstück war der Hammer.

Am Morgen des Laufs war‘ s wie immer: Nervosität, Magenprobleme, hoher Puls…..

Wir sind dann zeitig los um den Zeitplan einhalten zu können den wir uns zurecht gelegt hatten. Natürlich hat da nix geklappt wie geplant: Der falsche Parkplatz, das Wetter unfreundlich (8°C morgens). Schnell auf dem Gelände Powerbar und Easy Sports mal abgecheckt, bei New Balance noch nach den Schuhen geschaut die ich zum Testlaufen bekommen werde und noch ein paar Tipps zur Schnürung mitgenommen. Dreimal noch aufs Klo (was echt immer super schnell ging, weil alle an den Dixies anstanden und in den Festinstallierten irgendwie niemand  war (Rock am Ring Wissen zahlt sich aus). Die Fans begrüsst (also eigentlich waren es die Fans von Jasmin-aber ich hab die dann mal schnell adoptiert) und ab gings zum Startblock. Hinter uns 3 ganz nette Damen zwischen 40 und 50 die nur zum Spass mal mitlaufen wollten. Mit Haibadekappe und Weihnachtsunterwäsche (die hab ich irgendwo auf der Strecke später auch im Matsch liegen sehen). Den Startschuss haben wir im hinteren Drittel leider nicht gehört-aber Hells Bells von AC/DC.

Nach gefühlten 20 Minuten kamen wir in einem lockeren Trab in den ersten Stau: Die Schlange fürs erste Hindernis. Wir als Neulinge fragend umhergeschaut, aber man versicherte uns: Das ist nur die ersten paar Hindernisse so. An der Seite mogelten sich schon die ersten vorbei: Pussys- die Beschimpfung war der Dank der Menge dafür 🙂

Double Trouble

Die erste Hürde war genommen und endlich konnten wir uns wieder in Bewegung setzen. Das 2. Hindernis Devil’s Playground verursachte noch nicht mal einen Stau (ich fiel dennoch mal kurz  in den Matsch) also waren wir ganz schnell am dritten: der Rutsche Cool-Down. Und ich habs echt probiert-aber Rutschen war nicht möglich- keine Chance mit meiner schönen Brooks Hose in Schwung zu kommen (obwohl beschleunigte Masse ja schon Fahrt aufnimmt) aber abgekühlt hab ich mich im Wasergraben-da bin ich einfach rein gesprungen.

Die Rutsche die nicht Rutschte

Dann kam das von mir am meisten gefürchtete Hindernis: Cliffhanger…und ich stand ewig an- und meine Angst hatte so richtig Zeit sich aufzutürmen. Dann war ich an der Reihe und dann ging alles ganz schnell: Vom Rutschenhindernis waren meine Handschuhe klatschnass und das Hangeln an der Traverse (das verstehe ich bis heute nicht) war ruck zuck vorbei: Meine XS-Hände rutschen einfach an dem Metall ab und zack lag ich in der Grube. Und ganz ehrlich: Nochmal anstellen hätte so echt keinen Sinn gemacht.

Also weiter….Das Wasserhindernis Down under war schnell genommen- und der Kopf musste gar nicht unter Wasser (dennoch gab es Zweitrundenläufer-auch der Sieger- die lieber die Pussy Lane nahmen)- das war genau meins-Abkühlung nach so viel Stress.

Beim Hangover gabs nix mehr zu Hangeln-das Netz hat einfach nachgegeben bei so vielen Läufern- also schnell drüber und weiter:-)

Danach gings zum Schicksalsberg, und da standen wir uns echt die Beine in den Boden, und von hinten kamen schon die nächsten auf dem Weg Ihrer zweiten Runde und drängelten sich wieder an den Massen aussen vorbei.Das war echt für mich eine Tortur dieses Hinderniss- zum Anlaufnehmen war kein Platz-aber ich musste ja, mit einer Körpergrösse von 1,65m, irgendwie über die 1,50m hohen Heuhindernisse. Strategie hab ich schnell gefunden: Vordermann: Bitte zieh mich nach oben- Hintermann: Bitte keinen Brührungsängste-Schieb meinen Arsch einfach drüber.So hat das auch super in der ersten Runde geklappt. Bilder hat dort keiner gemacht 😦 Mittlerweile war 1:10 um…..das Gefühl das man das nicht mehr im Zeitlimit schaffen kann machte sich langsam breit….

Kiesimandscharo hatte es dafür in sich. Auf dem Kies rutschte man immer wieder nach unten-was wirklich sehr kraftraubend war.

Die Eifeler Nordwand….hm… das war zu packen- mit ein wenig Geschick und Kletterkunst lies ich das Hindernis recht zügig hinter mir. Vielleicht gibts deshalb keine Bilder von mir?

Dann kam mein absolutes Lieblingshindernis: Das Fischnetz- erst ab in die Fluten (hier gabs sogar Taucher zur Sicherheit im Einsatz) und dann über ein Netz raus und wieder steil hinunter; leider gibts auch hier wieder kein Bild von mir 😦

Also Dirty Dancing hab ich mir anders vorgestellt-aber was will man machen-die ganzen anderen Läufer haben den Matsch schon weggetragen-da war nicht mehr viel übrig als ich ankam 😦 und den meisten Kontakt mir dem Matsch hatte ich, als ich einem Kind seinen Ball aus dem Hindernis gerettet hab…

Für das Hindernis Stairway to Heaven war ich Namensgeber beim Contest auf der Seite und hatte dafür meine eigene Technik entwickelt: Seitwärts im Kniestand nach oben- und rückwärts wieder runter- das brachte sogar die THW Leute zum lachen 🙂 Aber ich war schneller wie viele andere….

Hot Wheels hab ich mir anders vorgestellt- das war ja richtig tricky  da durch zu kommen ohne sich zu verletzen.

Alcatraz stand jetzt auf dem Plan- und da die Trulla vor mir einen seltsamen Froschgang drauf hatte dauerte es ewig- ich hab mich aber net getraut was zu sagen…

Die erste Runde war geschafft- 2h34min! So ein Mist- Zeitlimit von 3h30 : Out of Sight!

Aber egal- ich wollte das Ding finishen – Egal wie!

Also weiter!

Dann fand ich mich in einer Gruppe von jungen Männern wieder- 3 davon total aufgedreht und am energieverschwenden und Tommy…. irgendwie ganz allein und gerade am gehen- schnell mal angesprochen mit na komm das schaffen wir, waren wir auf einmal zusammen unterwegs. Unterhielten uns über dies und das, die Hindernisse nahmen wir nicht so wahr. Beim Cool Down bin ich sogar gerutscht und hab mich sooo richtig gefreut da drüber 🙂

Doch anschliessend waren wieder die steilen Passagen wo wir abwechselnd mal gingen mit dem Spruch: Ich hol Dich wieder ein- Sascha gabelten wir unterwegs auf, er war schon 3 mal beim StrongmanRun und hatte einen sehr hohen Unterhaltungswert. Ich fühlte mich richtig wohl- hab im Down Under die Kräfte vom Roten Kreuz mal nass gespritzt und dann kam dieser blöde Schicksalsberg. Mir Anlauf aufs erste Hindernis: Was war das- Tränen schossen mir in die Augen- mein linkes Bein zog sich zusammen- Krampf im Oberschenkel-auf dem Hindernis. Ich konnte gar nicht so schnell schauen wie ein Helfer vom THW da war und mir das Bein streckte: „Wenns besser wird sagen Sie Bescheid“ alles klar- es wurde besser- mit einem: „Wenn so ein schwerer Krampf noch mal kommt hören Sie besser auf“ schickte er mich wieder auf die Strecke. Bei den anderen 3 Heuwänden bin ich dann andersrum aufgesprungen- und mein Oberschenkel verhielt sich ruhig.

Bei einem am Rand sitzenden Helfer bat ich um etwas zu Trinken- und bekam prompt SchwippSchwapp- das nenne ich Service.

Hab dann noch ein paar Helfer am Rand angemault weil die so böse geschaut haben und das Sie uns mal motivieren sollen *g*

Am Fischernetz haben wir Synchronschwimmen probiert- das hat aber nicht so ganz geklappt- und danach hab ich die Jungs irgendwie verloren.

Ich war voller Euphorie- das Ziel so nah vor Augen- durchs Dirty Dancing, über meine Stairway ab in Alacatraz- als ich da drunter durch war, wurde mir bewusst das Alcatraz das letzte Hindernis war- ich führte einen Freundentanz direkt vor Ort auf 🙂

Das Ziel war nicht mehr weit- gefühlte 100 Meter noch mal ein wenig Tempo aufgenommen und ich stand mit einer Zeit von 4h08min im Ziel. Scheiss aufs Zeitlimit- ich habs geschafft!

Und wenn ich nicht so viel angestanden hätte um wirklich alle Hindernisse mitzunehmen, wäre das Zeitlimit kein Problem gewesen.

Im Ziel war ich nur noch glücklich- Freudentaumel- Finisher Bilder- Medallien, Scherpen, einfach nur grandios. Sascha war auf einmal auch wieder da- nur Tommy hab ich nicht mehr gesehen 😦

Aber auf Facebook haben wir uns alle wieder gefunden- und nächstes Jahr gehts wieder an den Start- und dieses mal weiter vorne im Startblock 🙂

 

PS: Meine Brooks Infinty Hose, meine Falke Socken und meine Brooks Adrenaline GTS 10 haben den Lauf nicht überlebt 😦

von chiamh Veröffentlicht in Laufen